Zelten auf dem Fussballplatz. Gibt es als Abschluss und ist eine ziemliche Vater – Sohn Veranstaltung. Da ich mich im Fussball auskenne und sogar die Abseitsregel kann und manchmal auch erkenne (ist im Fernsehen viel leichter, auf dem Platz gibt es sie bei Gege noch nicht, aber ab jetzt dann, wenn er in der D-Jugend spielt!), verwirre ich die Männer des öfteren. Und jaa, ich kann sogar auf mich zufliegende Bälle erkennen, auffangen und zurück kicken oder werfen. Je härter die Bälle, desto mehr anerkennende Blicke! Und jetzt zelte ich auch noch. Allein unter Männern. Na, nicht ganz. Die Mädchen der Mädchenmannschaft waren auch noch dabei. Zählt aber nicht, da gibt es kaum Kontakte. Noch nicht 😉 Ach ja, ich kann auch unser Zelt alleine aufbauen. Der Mann ohne Jacke zeltet nicht gerne und kann kein Auto fahren. Irgendwie fallen wir ziemlich aus dem Rahmen. Alles ist anders bei uns und dadurch auch wieder passend. Den Jungs hat es gefallen, das ist die Hauptsache. Das angesagte Gewitter hatte sich rechtzeitig verzogen, nicht mal ein Tröpfchen Regen fiel. Ja, es war sogar so heiß, dass ich ohne Schlafsack geschlafen habe. Ist halt doch was anders als in den Höhenlagen des Elsass‘, wo wir sonst immer zelten. Und selbst der „nur Bolzplatz“ des Geländes ist zum Zelten richtig toll: eben, ohne Steine und mit super Rasen. Schade nur, dass im Vereinsheim eine geschlossene Gesellschaft Feier war, die bis um 3 in der Nacht Disco hatte. Ab dann war es schön: die laue Nacht, der Mond, die Sterne, keine Schnarcher, keine lauten oder weinenden Kinder. Leider war die Nacht vor 7 schon wieder vorbei. Immerhin waren wir so nach Frühstück, Abbau und Aufräumen um halb 11 schon wieder daheim. Die Jungs wären gerne noch länger geblieben. War wie im Paradies: Fussball spielen bis zum Umfallen und morgens aus dem Zelt kriechen und ins weite Grün blicken, auf dem Tore stehen und Bälle liegen. Selbst auf dem Weg zum Klo kann man Tore schießen. Irgendwie hatten die alle ständig einen Ball am Fuss.