Der Sonntag war so n Tag. Die Gedanken noch weit weg. Immer wieder innehalten. Wie kann man einfach weiter machen? Und doch macht man immer weiter. Der Tag war unwirklich, schönster Sonnenschein, wo es doch eigentlich mindestens hätte dauerregnen müssen.
Was macht man wenn die Welt in Trümmern liegt? Die eigene kleine Welt aufräumen. Das habe ich gemacht: Kleider sortiert: Sommersachen raus, Wintersachen rein. Ungeliebte oder nicht mehr passende Kleider weggepackt für die Flüchtlinge. Wohnzimmersessel raus und Schlagzeug rein. Wenigstens teilweise. Sieht irgendwie gut aus.
Heute morgen im Treppenhaus gesehen, dass gestern wohl alle das Gleiche gemacht haben: überall Säcke, Kisten und Kartons vor den Türen. Irgendwie auch beruhigend.