alive and kicking

Monat: März 2016 (Seite 1 von 3)

F

Ferien, Fussballschuhe, Füller
Das sind unsere Aufgaben in den Ferien, die wir gestern erledigt haben. Der Zweitklässler hat einen Anfangsfüller (er wollte gleich einen richtigen:-)) und der Fußballer hat die passenden Schuhe.

Osterreste

Heute gab es Osterreste bei und mit einer Freundin, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Früher, als die Kinder noch klein waren und sie um die Ecke gewohnt haben, haben wir uns oft am Spielplatz getroffen oder in der Bücherei. Jetzt wohnen sie weiter weg und die Kinder sind groß, da sehen wir uns gar nicht mehr. Echt schade.
Mit manchen Menschen stimmt irgendwie alles, da kommt man hin und fühlt sich wohl. Auch hinterher ist meine Laune gut bis besser und ich fühle mich weder ausgelaugt noch vollbequasselt. Einfach nur angenehm bereichert.
Und die Kuchenreste sind auch weg 🙂

Ostern 2016

Da gestern das Wetter so schlecht war, sind wir heute die Ostersachen suchen gegangen. Leider habe ich meine Abwesenheit während des Versteckens nicht so gut begründet. Also wird es nächstes Jahr keine Ostereiersuche mehr geben. Denn wenn ich es bin, die sie versteckt, wie das Kind vermutet, dann brauche ich ja keine mehr verstecken. Logisch!?

Mit Eifer waren sie dennoch dabei hinter dem Haus. Das macht irgendwie jedes Jahr wieder Spaß. Obwohl ich finde, dass das Verstecken viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als das Suchen. Aber wie gesagt, war ja eh das letzte Mal dieses Jahr 😉

Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen mit den Paten und anschliessend noch leckeres Eis im Eiscafé.
Der Möhrenkuchen war leckerer als er aussah. Und er hat fast allen geschmeckt.

Durch die Zeitumstellung sind wir alle etwas durcheinander. Die Abende sind grad etwas spät. Aber es sind ja Ferien. Fühlt sich gut an :-))

P.S. Essen am Sonntag: Kräuterlingschnitzel und Yorkshire Pudding. Sehr lecker, aber durch die Braterei etwas aufwendig.
Essen am Montag: Lachsforelle (Lachs für Didi), Curryreis und Feldsalat. Nicht von mir zubereitet.
Beides lecker!

Ostervorbereitungen

Da die Kinder beide keine hartgekochten Eier mögen, gibt es dieses Jahr auch keine. Ausser denen, die sie eh geschenkt bekommen. Letztes Jahr habe ich mich noch an den Minions Eiern verkünstelt. Dieses Jahr war also backen dran: einen Möhrenkuchen, der längst nicht so gut aussieht, wie ich es erhoffte und Muffins, bei denen ich während des Zusammenrührens feststellte, dass ich nicht alle Zutaten in ausreichender Menge habe. Na ja, dann gibt es halt das, was da ist 🙂 Rezepte folgen, wenn ich zufrieden mit dem Backwerk bin. Das kann noch ein bisschen dauern.

Verstecken werden wir wohl ein paar Sachen. Auch wenn sie nicht mehr an den Osterhasen glauben. Ich habe jetzt noch nichts vorbereitet und bin nun auch zu müde. Alles ganz entspannt.

Immerhin haben wir gerade noch das Fussballspiel Deutschland – England geschaut. Das war ganz schön spät, dazu wird noch die Zeit umgestellt, also ist es ja noch später…. bin gespannt, wie wir morgen alle in die Gänge kommen.

krank auf Reisen

Es gibt einen Aufruf zur Blogparade auf workntravel.info
Als ich das gelesen habe, musste ich erst mal überlegen: krank auf Reisen? Klar, waren wir schon. Vieles sind Krankheiten, über die ich nicht berichten möchte, aber dann fiel mir doch noch was ein:

Long time ago in Canada
Zahnweh. Plötzlich und unerwartet. Wie das halt so kommt. Und heftig. Der Schmerz lässt mich nicht schlafen und ich wage kaum zu essen. Milchshakes gingen noch. Irgendwann habe ich mich der Gastfamilie anvertraut. Und die wusste Rat. Wie immer.

Der Nachbar, David, war Zahnarzt. Also bin ich nachmittags als er nach Hause kam, geschwind rüber und habe ihm mein Leiden geklagt. Er hat mich in seine Praxis bestellt. Ich weiss nicht mehr, wo das war. Nur, dass es in einer Mall war. In dem Teil der Stadt war ich vorher noch nie. Hui, er muss eine Wurzelbehandlung machen oder den Zahn ziehen. Ersteres aufwändig und teuer, zweiteres billiger, aber dann halt zahnlos. Doch mir war alles egal, Hauptsache der Schmerz geht weg. Da ich nicht so richtig wusste, wie ich mich entscheiden sollte, habe ich zu Hause in Deutschland angerufen und meine Eltern um Rat gefragt. Und natürlich die Gastfamilie. Letztlich dann war es meine Entscheidung zur Wurzelbehandlung.

Ich fand es damals witzig, den Zahnarzt beim Vornamen zu nennen. Und David hat die ganze Zeit gesungen. Dazu lief das Radio. Das kannte ich nicht von meinen deutschen Zahnärzten. Die Behandlung war – nun ja – eine Zahnbehandlung. Wohl aber nicht so schlecht. Der Zahn, ich nenne ihn meinen kanadischen Zahn – hat immer noch die kanadische Wurzelfüllung. Obwohl er inzwischen eine Krone hat. An der Wurzelfüllung hat sich mein damaliger deutscher Zahnarzt die Zähne ausgebissen (!). Da kam er nicht weiter, weil die Füllung so hart war.

Da die Zähne in der kanadischen Krankenversicherung nicht inkludiert sind, musste ich die Behandlung selber zahlen. War teuer, aber ich glaube, ich habe einen Nachbarschaftspreis bekommen.
Zähne sind eine Schwachstelle bei mir. Da habe ich immer ein bisschen Bammel auf Reisen. Seitdem hatte ich jedoch Glück.

An den Zähnen sieht man oft den Wohlstand eines Menschen, das wird mir im Ausland, und immer öfter auch in Deutschland, sehr bewusst. Hätte ich weniger Geld gehabt, hätte ich mir den Zahn vielleicht ziehen lassen oder selber dran rum gewerkelt. Je nach Land und Reise hätte ich gar keine andere Wahl gehabt.

Pommes

Wir essen Pommes Frites. Fragt mich Didi:
– Gab es schon Pommes, als du klein warst?
– Klar. So alt bin ich nun auch wieder nicht.
– Doch. Mama, du bist so alt.

Danke!

Zaubern

Noch kann ich die Kinder mit meinen Zauberkünsten überraschen. So wie heute, als ich die PIN Nummer für den Fernseher nicht eingeben konnte, da wir alle nicht wussten, wie man die Zahlen ändert, aber ich es dann doch auf magische Weise geschafft habe. So viel Bewunderung. So viel Freude. Mensch, tat das gut.

P.S. Die Kinder wissen die PIN Nummern nicht, für alles braucht man auch keine PIN. Ich hingegen kann nicht mal den Fernseher anschalten, weil es so viele Möglichkeiten gibt. Das übersteigt meinen Intellekt.
Eher gesagt ist es das reine Desinteresse.

Welt

Manchmal frage ich mich, wie wir das alles ertragen können. Dieses Unheil der Welt. Schockiert sitze ich vor dem Radio und höre von den Anschlägen in Brüssel. Brüssel! Europas Hauptstadt! Da ich mich als Europäerin bezeichne, meine Hauptstadt. Ich war auch schon mal da. Letztes Jahr nur dran durch gefahren auf dem Weg zur Fähre nach England. Und jetzt? Da will sich Angst einschleichen, aber ich weiss, dass das das Blödste ist. Ich spüre keinen Hass, nur Trauer. Und bin gespannt, wie es weiter gehen wird mit den Flüchtlingen und der Politik weltweit.
Im US Wahlkampf ist es ja schon fast abzusehen. Das macht mir Angst.
Unser Leben geht weiter und wir kochen und kaufen Schuhe für die Kinder als ob nix gewesen wäre. Das Festhalten an meiner kleinen Welt gibt mir Kraft. Je chaotischer es in der Welt zu geht desto geordneter wird die kleine heile Welt. Ich will das nicht.
Viele wenden sich ab von den Nachrichten aus der Welt. Sie sind so schrecklich. Aber weil sie so schrecklich sind, machen sie auch stark. Hoffentlich die Richtigen.

H wie Habicht

Das Buch habe ich geschenkt bekommen. Warum weiss ich nicht. Die Schenkende weiss es auch nicht mehr 😉

Das Buch hat mich recht schnell in Bann gezogen. Die Aufmachung, die Haptik, die Schrift und natürlich vor allem der Inhalt sind sowas von toll. Ich musste mich beherrschen nicht alles auf einmal durch zu lesen. Das mache ich mit Büchern, die mich sehr ansprechen, immer so. Sonst lese ich alles in einem Schwung durch und bin fertig. In kleinen Kapiteln kann ich das Buch viel mehr auskosten und geniessen.

Es handelt sich dabei um die Zähmung eines Habichts. Das habe ich noch nie in Erwägung gezogen, auch die Falknerei reizt mich nicht. Ich schaue mir allerdings gerne Vorführungen an. Ich kann die Faszination dieser Tiere nachvollziehen. Die Vögel sind so schön, so frei, sie könnten immer weg fliegen, wenn sie nur wollten.

Im Buch setzt sich die Protagonistin durch den Habicht mit dem Tod ihres Vaters auseinander. Ausserdem fliessen immer wieder Passagen eines alten Buches über die Habicht-Zähmung mit ein. Faszinierend. Mich hat das Eintauchen in die Welt der Tiere begeistert, der Mensch, der vom Menschsein lässt, weil er denkt und handelt wie ein Tier. Was passiert, wenn man diese Grenze nicht mehr vollziehen kann? Wird man dann so sehr zum Tier, dass man ganz vom Mensch abkommt?

Brunch

Heute haben die Eltern der Klasse von Gege einen Brunch ausgerichtet. Das ist immer wieder anstrengend, bringt aber auch eine Menge Geld in die Klassenkasse. Und da die Klasse im April auf Klassenfahrt geht, wird das Geld dringend benötigt. Die Kinder haben eifrig mitgeholfen, da merkt man wieder, wie groß sie sind. Und schließlich sollen sie für ihr Geld auch was tun.
Da Didi ja erst Geburtstag hatte, haben wir die Verwandtschaft einfach heute zum Brunch eingeladen. Wir haben keine Arbeit zu Hause und zum Brunch würden wir sie ja eh einladen. Geschickt, oder 😉

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