Freitag, der so gar nicht mein Tag war.

Fing morgens schon an: Kind war brummlig. Klar, war ja auch spät gestern wegen des doofen Fußballspiels. Wir sind alle ein bisschen morgenmufflig, aber was zu viel ist, ist zu viel. Immerhin haben wir noch die Kurve gekriegt und konnten uns einigen. Ohne Geschrei und Gezeter.

Doch es ging so weiter: das Fahrrad ist platt. Ach man, gestern habe ich es doch noch benutzt. Und ich habe keine Scherben gesehen. Na ja, ich habe ja noch ein Fahrrad. Das „gute“, das ich nicht gerne für den Bahnhof benutze, aber wir müssen ja los. Schulweg ging gut, Zugfahrt auch. Arbeit war solala. Ich musste den Computer 3x hoch fahren, bis ich mich endlich anmelden konnte. Auch irgendwie blöd. Aber es gab auch positives: wir haben einen fitten Azubi, der was für mich erledigen konnte 🙂 Und er ist nett und höflich und redet was, aber nicht zu viel.

Bin mal wieder viel zu spät dran und hetzte zum Bahnhof. Dabei vergesse ich meinen Fahrradhelm. Mist, ein Wochenende ohne Helm. Und dann das: Zug hat 30 Minuten Verspätung. Schnell das Kind anrufen, dass ich später komme. Kein Problem, er will eh Fußball gucken. Zum Glück habe ich ein Donald Duck Buch dabei und kann das mir empfohlene Kapitel lesen. Joaah, ganz nett. Donald Duck ist nicht so ganz meins. Doch da ich sonst nix zum Lesen dabei habe, lese ich einfach das ganze Buch. Seltsame Blicke der Mitwartenden inklusive. Immerhin, der Zug hat „nur“ 30 Minuten Verspätung und es gibt sogar noch richtig viele Sitzplätze. Sehr ungewöhnlich für einen Freitagnachmittag. Im Zug sitzt eine nette Notgemeinschaft an Herren, die sich angeregt unterhalten. Das ist so interessant, dass ich zuhöre. Freiwillig. Das gab es auch noch nie. Eventuell sehen wir uns nächste Woche wieder 🙂

Kurz vor meiner Station dann heftigster Regen, unwetterartig. Es macht Spaß, da langsam durchzufahren. Die Regenwand ist toll. Aber nicht so fotogen. Leider regnet es beim Aussteigen immer noch. Beim Fahrrad fahren ohne Helm fühle ich mich unsicher. Komisch, wie sehr ich mich schon an den Helm gewöhnt habe. Wäre es heiß, würde ich es vielleicht auch genießen…. aber so rette ich mich in den nächsten Naturkostladen, denn es fängt an zu gewittern. Ich kaufe, was man halt so braucht. Das Sortiment ist nicht so groß, aber ausreichend. Ausserdem war ich schon lange nicht mehr dort. Da es immer noch schüttet, lese ich alle Plakate und kenne jetzt die Inhaltsstoffe sämtlicher Produkte. 😉

Schließlich fahre ich doch los, obwohl es immer noch massiv regnet. Ich fahre ja heim und kann mich dann umziehen. Ist auch dringend nötig. Meine nassen Sachen und die der Mitbewohner werfe ich gleich in die Waschmaschine. Ohh, dann kann ich mich an den gedeckten Tisch setzten. Es gibt Kaffee, Schoki, Muffins, Nougatspargel, Schokolade und was die Kinder noch so gefunden haben.

Ach ja, war ja doch nicht so schlecht, der Tag heute.