Wenn das Kind alleine zum Strandbad geht, um sich mit Klassenkameraden zu treffen – und ja, es sind auch Mädchen dabei – fängt eine neue Ära an. So fühlt es sich zumindest für mich an. Noch nicht alles hat geklappt wie besprochen, aber im Groben schon. An den Feinheiten arbeiten wir noch.

Und wieder merke ich, wie ich mich alt fühle. Ein Sprung für das Kind in die Selbständigkeit heisst auch ein Sprung für mich zum Altenteil. Immerhin, der Weg stimmt. Ich meine, es ist doch selbstverständlich, dass das Kind etwas alleine machen will. Ohne mich. Ohne Kinderkram. Er taucht ein in die Welt der Jugendlichen. Das kam nicht plötzlich und war abzusehen, dennoch ist es ein bisschen krass. Ich freue mich mit ihm, er ist so angekommen in seiner Klasse, mit seinen Freunden. Und doch war ihm das Fussballtraining so wichtig, dass er früher gegangen ist. Die Welt ist aufregend und voller Abenteuer. Die Spannung steckt mich an und ich bin ganz hibbelig und aufgeregt auf das, was da noch kommen mag.

Ich freue mich aber auch, dass er noch so kindlich sein kann. Ich freu mich, dass das Kind ist wie es ist.