alive and kicking

Monat: Juli 2016 (Seite 2 von 2)

Fußball

Gestern Abend haben wir das Halbfinale geschaut. Hinter dem Haus mit ganz vielen Nachbarn zusammen. Das war schön, auch wenn das Spiel nicht so erfolgreich war. Es waren fast nur die netten Nachbarn dabei. Den Kindern hat es super gefallen, obwohl Didi nach der 1. Halbzeit ins Bett musste. Gege durfte bis zum Schluß dabei bleiben, bei ihm fiel die erste Stunde aus. Yipiih. Wenn Deutschland ins Endspiel gekommen wäre, hätte er auch am Montag die erste Stunde frei gehabt. So halt nicht. Obwohl wir das Spiel natürlich wieder gucken. Am liebsten wieder hinter dem Haus. 🙂

Und dann is gut. Es reicht auch. Dieses ganze Merchandising drumrum ist ja schon der Hammer. Einkaufen ohne Fußball ist fast nicht möglich. Da gibt es einen Mannschaftstopf (ne Dose Gulaschsuppe), Fußballkekse, Fußballchips …. you name it. An Geges Geburtstag fand ich das nicht schlecht, weil ich alles themenbezogen einkaufen konnte. Aber so ein bißchen nervt es doch. Dieser ganze Hype ist für andere Sportarten kaum denkbar. Nicht mal für Frauenfußball. Was für eine Diskriminierung, in jeglicher Hinsicht.

Während wir uns Sorgen um Fußball und das verpasste Finale machen, kracht es in der Welt. So heftig, erschreckend! Es wird aufgerüstet, Waffen werden vertickt und der Mensch scheint dabei unter zu gehen.

Ich glaube ja, daß es erst richtig krachen muß, bevor sich was ändert. Und wir sind auf dem Weg dahin. Weltweit.

Freundin

Die Freundin sieht uns kurz. Wir haben uns seit Jahren nicht gesehen. Gesundheitsbedingt. Sie analysiert die Jungs. Und sagt so treffende Sachen. Ich bin erstaunt. Und merke, wie schön das ist und wie sehr mir das gefehlt hat.

WMDEDGT 07/16

Oh ja, heute ist ja wieder der 5. Und ich kriege es rechtzeitig mit und kann bei Fr. Brüllen mitmachen:

Der Tag startet wie immer:
6:20 Uhr geht der erste Wecker runter. Kind steht auf. Manchmal richtet es Teewasser, manchmal nicht, so wie heute. Kurz darauf steht der Mann auf, dann ich. Didi bleibt noch liegen.

6:40 Frühstück für die Frühen. Tee für alle.

7:00 Didi steht auf

7:05 Gege verlässt das Haus. Didi winkt und wünscht ihm „Viel Spaß in der Schule“, wie jeden Tag. Didi liest danach Comics.

7:30 Frühstück für die Späten (Didi und mich). Der Mann geht und wir richten uns auch.

8:00 Wir verlassen das Haus. Didi sitzt wie immer auf meinem Fahrrad, das ich schiebe (sonst schimpft die Polizei). Heute laufen wir mit einer Nachbarmutter, da tratschen wir schon über die ersten Neuigkeiten.

8:25 Der Schulgong ertönt und Didi rennt in die Schule. Ich gehe danach einkaufen, weil ich heute koche in Kita und Hort. Das Einkaufen dauert lange, weil ich verschiedene Sachen brauche, die es in unterschiedlichen Läden gibt. Es muss alles bio sein und ich habe nur ein bestimmtes Budget. Mit dem Fahrrad geht das dennoch ganz schnell. Zwischendurch immer wieder abladen in der Küche.

10:00 Ich stehe am Herd. Heute habe ich 2 Hilfen und ich bin sehr entspannt. Zwischendurch gehe ich noch Melonen kaufen für den Kaffeeklatsch. Die Bohnen köcheln derweil vor sich hin. Und nach und nach kommt alles andere dazu. Heute ist es etwas wirr, denn irgendwann habe ich ganz viele Töpfe, in denen etwas köchelt. Alles extra. Dann mische ich alles zusammen. Auch nicht schlecht. So kann die Erzieherin, die keine Bohnen mehr verträgt, sich ihr Essen selber zusammen stellen 🙂

11:45 Die erste Gruppe ißt. Es gibt Chili con Soja. Das Essen ist nicht zu scharf, dennoch essen die kleinen Kinder nicht so viel. Dazu gibt es Baguette, wer gar nix mag, hat dann wenigstens Brot.

12:30 Die zweite Gruppe ißt. Hier wird schon mehr gegessen. Ich habe Bedenken, ob das Brot reicht.

13:15 Die Hortkinder essen. Ziemlich viel. Es gibt auch einen kleinen Wettbewerb, wer wie scharf essen kann. Es wird eifrig nachgewürzt. Gege hat damit angefangen. Auch ich finde heute Zeit, mich dazu zu setzen und mit zu essen. Macht Spaß!

14:00 Essen vorbei, die Spülmaschine läuft und läuft und es nimmt kein Ende. Die Hilfen sind weg und ich stehe alleine da mit dem dreckigen Geschirr und meinen Putzaufgaben. Heute klappt das Putzen gut und ich bin schon bald so weit fertig, dass ich mit Gege nach Hause kann.

14:45 Gege und ich sind wieder zu Hause. Ich verräume die Reste. Wir haben Bohnen im Überfluss. Was mache ich nur damit? Gege ruft seinen Freund an, sie wollen heute ins Kino.

15:10 Der Freund kommt, sie chillen, spielen, …?

15:30 Die Jungs gehen los ins Kino. Beide haben noch einen Gutschein. Sie wollen Zoomania sehen. Bin mal gespannt, was Gege erzählen wird. Ich ruhe mich aus und schreibe meinen Tagesablauf auf.

16:30 Ich hole Didi im Hort ab und wir gehen nach Hause. Er ist etwas sauer, dass er nicht ins Kino darf. Das will er unbedingt auch mal. Alleine mit seinem Freund ins Kino. Ich weiß gar nicht, ob er das schon darf.

Später kommt Gege mit dem Vater und wir essen zu Abend. Danach lernt er noch auf seine morgige Arbeit. Dafür schwänzt er sogar das Kung-Fu.

20:30 Die Kinder liegen im Bett, ich surfe noch ein bisschen. Später schauen wir eine Folge von „Mord mit Aussicht“. Ich kriege einen Krampf im großen Zeh, das tut weh, aber sieht so lustig aus, dass ich gleichzeitig weinen und lachen muß.

Darm mit Charme

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Über das Buch wurde vor einiger Zeit viel gesprochen und es war in den Medien sehr präsent.

Inzwischen ist der Hype abgeflacht und ich kann mich dem nur anschließen. Ich finde das Buch ok, aber mehr nicht. Das meiste, was darin beschrieben wurde, wusste ich schon mehr oder weniger. Ausserdem ist es mir viel zu flapsig geschrieben, mir fehlt ein bisschen die Wissenschaftlichkeit. Doch dann würde es wahrscheinlich nicht mehr die große Masse ansprechen. Viele Vergleiche fand ich auch mehr als hinkend.

Insgesamt ist das Buch gut zu lesen, es liest sich schnell und locker. Weiterempfehlen würde ich es jedoch nicht unbedingt.

Sehnsucht

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Heute waren wir im Paris Store in Frankreich. Das ist ein Asienladen mit großem asiatischem und afrikanischem Angebot. Dort gibt es hauptsächlich Lebensmittel, aber auch Schwerter, Geschirr, künstliche Haare und sonstigen Nippes. Schon beim Reinlaufen riecht es so anders, fremd und doch vertraut. Ich kriege Sehnsucht nach der Ferne. Ich will auch mal wieder lange und weit weg fahren.

Schulaufführung

Bei Gelegenheiten wie diesen, weiß ich, warum ich keine Lehrerin geworden bin. Es ist ja ganz nett, wenn SchülerInnen was aufführen. Die Eltern sind eh immer entzückt, egal was der Nachwuchs auf die Beine stellt. Die Technik funktioniert nie, das war schon immer so. Oder? Gibt es Schulen, an denen die LehrerInnen mit der Technik umgehen können?

Die Ansagen ähneln sich. Das hätte auch zu meiner Schulzeit so gesagt werden können. Ändert sich das nie? Das Vorgetragene war ätzend bis toll. Bei manchen Sachen frage ich mich, warum die Schüler als auch die Lehrer sich sowas antun. Das ist peinlich. Vorgeführt. Am besten waren die ansagenden Jungs.

Mir hat das ganze Lust gemacht, mal bei der Waldorfschule vorbei zu schauen. Die haben doch immer ihre Monatsfeiern. Läuft das ähnlich ab? Vielleicht lade ich mich da mal ein.

Ich kann mir das jetzt gar nicht vorstellen, so eine Veranstaltung monatlich zu ertragen.

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