Das Buch wird gerade in der Klasse des einen Kindes gelesen. Passt super, weil es auch die 3a ist.
Das Kind hat das Buch in der Bücherei entdeckt, nein, er hatte sogar danach gefragt (es war die kleine Bücherei, da kann man noch fragen 😉 ), kaum zu Hause, hatte er das Buch ratzfatz durchgelesen.

Die 3a ist eine Klasse mit ganz schlechtem Ruf an der Schule. Wann immer etwas passiert, ist die 3a darin verwickelt. Am Anfang des neuen Schuljahres bekommt die Klasse eine neue Lehrerin. Der Hausmeister warnt sie: „Bei denen müssen Sie von Anfang an zeigen, wer Chef im Ring ist.“
„Chefin“, korrigiert die Lehrerin.
Das war mein Highlight im Buch. Toll! Immer wieder oder immer mehr benutzen Frauen für sich einen männlichen Titel. Das finde ich seltsam, da doch die deutsche Sprache andere Möglichkeiten zulässt. Die Klasse und die Lehrerin wachsen allmählich zusammen und kämpfen für ihre Schulübernachtung. Denn nur wenn die Schüler, die des Diebstahls bezichtigt werden, das Gegenteil davon beweisen, dürfen sie in der Schule übernachten. Da die 3a ihren Ruf weg hat, wird sie natürlich immer der Tat verdächtigt, egal was passiert ist. Doch die Lehrerin gibt der Klasse eine Chance und lässt sich von den Vorurteilen nicht beeinflussen.

Das Buch ist aus dem Leben geschrieben, das Kind konnte sich gut mit dem Schulalltag identifizieren. Die Sprache ist leicht verständlich. Ich finde angenehm, dass es keine Fragen zum Verständnis gibt. Das mag ja ganz nett sein, ich empfinde das oft lästig. Die Eigenheiten der Kinder werden gut beschrieben und auch gezeigt, dass nicht alles, was vordergründig negativ erscheint, auch wirklich negativ ist.

Ich glaube, es gibt noch mehr Bücher von der 3a. Vielleicht lesen wir die auch noch….