Heute war die Stadt zweigeteilt: In der Grundschule waren noch Ferien, dank pädagogischer Tage, während die weiterführenden Schulen schon Unterricht hatten.

Heute morgen im Park waren auffallend viele Omas mit ihren Enkeln im Grundschulalter unterwegs. Was mir sofort ins Auge stach: die hatten keine Smartphones in der Hand! Die haben sich alle mit den Kindern beschäftigt, vielleicht noch ein Schwätzchen gehalten mit einer anderen Oma. Da wurden Stöckchen gesammelt, mit Autos gespielt, im Sand gebaut oder gegessen. Ohne Smartphone. Die hatten so viel Zeit und sahen alle so entspannt aus. Die können noch spazieren stehen. Das war alles so unspektakulär und gerade dadurch so reizvoll. Kaum laute Worte, sondern viel Ruhe. Sein ohne Reden. Das war ein bisschen eine Zeitreise.

Heute nachmittag auf dem Spielplatz ein ganz anderes Bild: Mütter mit Kindern meist im Kleinkindalter. Die Mütter reden miteinander und mindestens jede 2. schaut auf ihr Smartphone. Oder redet ohne Gegenüber in ihr Telefon, in ihre Kopfhörer? Auf jeden Fall nicht mit ihrem Kind. Und es war laut, sehr laut. Nicht nur die Kinder, alles: Geschepper, Geheule, Gejammer und natürlich Schreien. Quer über den Spielplatz zum wegrennenden Kind. Vom Sitzplatz zum Sandkasten, zum Karussell und sonstwo hin.

Ich glaube, ich bin alt. Ich fand die Situation bei den Omas viel viel angenehmer.