alive and kicking

Monat: Mai 2017 (Seite 1 von 3)

Was schön war – Mai 2017

Der Wonnemonat Mai war gar nicht wonnig. Er war geprägt von Tod und Trauer. Er fing im Krankenhaus an und endete im Krankenhaus. Ich habe viel geweint, mit der Familie, mit Freunden und mit Fremden. Es tut gut zu wissen, dass es so viele nette Menschen in meinem Umfeld gibt. Auch die Wertigkeiten haben sich mal wieder verschoben, so vieles ist unwichtig.

Es fällt mir schwer, etwas Gutes zu finden im Mai, aber natürlich gab es das auch:

Wir hatten einen schönen ersten Mai im Europapark. Wir haben den relativ leeren Park noch einmal genossen. Jetzt haben wir keine Jahreskarte mehr und machen ein bisschen Parkpause.

Der englische Backkurs hat viel Spaß gemacht. Die Leute waren sehr nett.

Das Kind hatte ein Konzert. Das war toll wie jedes Jahr.

Die Beerdigung an sich war traurig, aber es war schön zu sehen, wie viele Menschen mittrauern.

Das Kind hatte den Gips nur kurz, weil alles so gut lief. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Wir haben schöne Ausflüge gemacht, auf den Mundenhof, in den Wald und in eine Bäckerei, die man besichtigen konnte.

Die Lesung mit Rafik Schami, die ganz anders geplant war. So verzaubert für einen Abend, das war richtig schön. Das hätte ich gerne öfter.

Am schönsten war das Hochzeits- und Geburtstagsfest. Da gab es gutes Essen und super nette Leute. Ich habe mich sehr wohl dort gefühlt und gespürt, dass es Menschen gibt, die einfach nur gut tun.

Manchmal schien es wie Ablenkung, aber ja, das Leben geht irgendwie weiter.

richtig

Alles richtig gemacht, aber dennoch fühlt es sich nicht richtig an. Ich fühle mich elend.

Vatertag Nachtrag

Das Kind meint: „Du hast keinen Vatertag.“
„Klar, ich bin auch Mutter, ich habe Muttertag. Weisst du doch, hast mir doch sogar was geschenkt.“
„Nein, du hast keinen Vater mehr, dem du was schenken kannst.“

Stimmt. Erster Vatertag ohne Vater.

Holderküchle

Ein Rezept meiner Kindheit. Die Kinder haben es hier im Kindergarten wiederentdeckt. Endlich auch mal zu Hause gemacht. Die Zeit dafür ist immer recht kurz, da man die Holunderblüte erwischen muss. Es sollte auch nicht regnen und die Blüten nicht zu sehr insektenverseucht sein. 😉

Dieses Jahr war es soweit. Die Holunderbüsche oder -bäume befinden sich in der Nähe und sind zwar in der Stadt, aber nicht an befahrenen Straßen. So habe ich ruhigen Gewissens ein paar Dolden abgeschnitten. Ein Kind hat mir dabei geholfen. Die Blüten sind recht weit oben, so dass man an viele gar nicht dran kommt. An öffentlichen Plätzen würde ich aber auch keine Blüten von unten nehmen. 😉

Dann bereitet man einfach einen Pfannkuchenteig zu:
3 Eier
Wasser (Mineralwasser, wenn vorhanden)
Mehl
Milch

evtl. noch Zucker und Backpulver. Brauchts aber nicht. Welches Mehl man benutzt ist auch egal, das kann Vollkornmehl oder anderes sein. Hier im Hause ist es fast nur noch Dinkelmehl. Bei manchen Rezepten kommt noch Zitronenschale in den Teig. Doch ich verzichte darauf, ich möchte den Holunder rausschmecken.

Den Pfannkuchenteig etwas stehen lassen. Derweil Fett zum Fritieren erhitzen. Und die Holunderblüten etwas säubern, wenn nötig. Man kann sie auch abwaschen, aber dabei geht auch der leckere Blütenstaub verloren.

Anschliessend die Blüten durch den Teig ziehen, etwas abtropfen lassen und im heißen Fett ausbacken. Evtl. mit Puderzucker bestreuen. Ganz frisch schmecken sie am besten.

Vatertag

Ein Kind hat ein Geschenk für den Vater gebastelt in der Schule. Gestern, als es nach Hause kam, haben wir das Kind samt Geschenk leise in die Wohnung bugsiert. Das Kind musste noch was am Geschenk richten, das ging gut, da der Vater sich derweil ausgeruht hat.

Heute nach dem Ausflug zum Tag der offenen Tür in der Bäckerei, gab es dann das Geschenk:

Segeln

Ich würde gerne die Weltmeere befahren, aber da ich weder segeln kann noch das nötige Kleingeld habe, muss der See vor Ort reichen. Und in der Tat ist das schwierig genug, denn entweder es gibt keinen Wind und man bleibt einfach stehen oder es gibt richtig viel Wind und nun – wir standen schon recht schräg. Da ich am Steuer war währenddessen, war mir schon etwas mulmig zumute. Immerhin habe ich schon mal ein Boot gekippt. Doch heute war es ein viel größeres Boot. Es hat verdammt viel Spaß gemacht und war so super entspannend. Ausserdem war das Wetter genial. Das könnte ich echt jeden Tag haben.

Was das Segeln angeht, bin ich etwas zwiespältig. Ich finde es toll, ja, aber auch gar nicht so einfach. Und diese Prüfungen….. da habe ich mich während des Studiums mal mit befasst, dann aber wieder verworfen. Zumal das ja alles mit immensen Kosten verbunden ist.

Vielleicht heurere ich einfach mal an als Mitseglerin. Das wäre doch mal ein Einstieg. Allerdings bin ich nicht seefest. Mein Kreislauf spielt ja an Land schon verrückt, auf See erst recht. Doch manchmal ändert sich das im Alter. Ein Versuch wäre es wert.

Memories of Canada!

Fürsorge

Die Grenze zwischen Fürsorge und Helikopter ist manchmal ganz schön schwer. Ich möchte fürsorglich sein, aber nicht überbehüten. Soll ich heute schon wieder anrufen?

Ich bin mir unsicher und muss erst noch meine Grenze finden, so dass es für mich und die anderen passt.

Es ist wie immer: alles braucht seine Zeit.

Wir müssen sie uns nur nehmen.

Sonnentag

Heute hat der Sonntag seinem Namen alle Ehre gemacht. Es war ein Tag voller Sonne.
Ich bin als erste aufgestanden und habe meine Schweizer Socken beendet.

Wieso da jetzt Lego drauf liegt, weiss ich auch nicht.

Bald schon steht die Brut auf und spielt Fussballkarten. Ein wiederentdecktes Hobby.

Als der Mann aufsteht, gibt es Frühstück à la francais:

Wir waren gestern in Frankreich einkaufen.

Die Kinder entdecken die Orangenmarmelade und finden sie gut. Yippie!

Sie schmeckt auch echt lecker!

Die Blumen blühen wieder. Sie bedeuten mir grad viel.

Sonntags droht der Wischmop und wir fügen uns. Es wird geputzt.

Ein Kind schreibt Dankkarten.

In den Umschlag gibt es noch was Süßes 🙂

Später fahren wir in den Wald. Dort ist es wunderschön.

Wir sehen Gesichter.

Am Abend dann noch Friedhof. Trauriger, aber irgendwie auch beruhigender Abschluss.

Noch mehr Wochenende gibt es wie immer bei Susanne von geborgen-wachsen

Rhabarberkuchen mit Baiser

Rezept der Nachbarin, leicht abgewandelt von mir.

Ein schneller Rhabarberkuchen, der sehr lecker schmeckt. Die Menge des Rhabarbers ist dabei fast egal. Mit anderem säuerlichem Obst, wie z. B. Johannisbeeren schmeckt der Kuchen bestimmt auch gut.

Da die Kinder des Hauses kein gekochtes oder gebackenes Obst essen, bleibt meistens ein Teil des Kuchens obstfrei.

Zutaten:
300 g bis 1000 g Rhabarber (ich finde bis 500 g ideal, alles darüber ist sehr obstig, aber auch noch ok ;-))
60 g Zucker (weiß, braun, egal….)
60 g Butter
4 Eigelb
200 g Mehl (auch egal, was für Mehl, alles geht, Vollkorn oder Dinkel oder beides.)
1 TL Backpulver
evtl. noch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

Baiser
4 Eiweiß
150 g Zucker

Butter, Zucker und die Eigelb schaumig rühren. Nach und nach das Mehl und Backpulver dazu. Der Teig kann sehr bröselig sein. In gefetteter Springform ausrollen oder festdrücken. Es muss kein Rand entstehen.
Je nach Vorrat kommen auf den Teig noch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, die den Boden leicht bedecken.
Dann den Rhabarber darauf verteilen. Evtl. ein Stückchen frei lassen 😉

Den Kuchen schon mal bei 170° in den Ofen schieben. Währenddessen den Guß vorbereiten. Dazu das Eiweiß steif schlagen. Das geht am besten mit der Schlagscheibe des Pürierstabes. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Masse wird dadurch nicht gar so steif. Nachdem der Kuchen ca. 15 – 20 Minuten im Ofen war, rausholen und die Baisermasse darauf verteilen. Anschliessend nochmal ca. 25 – 30 Minuten backen. Insgesamt braucht der Kuchen ca. 45 Minuten Backzeit.

Aufpassen, dass die Baisermasse nicht zu dunkel wird (evtl. abdecken).

Ist sehr schnell gemacht und schmeckt richtig gut!

« Ältere Beiträge

© 2020 dblog

Theme von Anders NorénHoch ↑