Immer am 5. eines Monats fragt Frau Brüllen, was man so macht. Da ich mich das auch oft frage, schreibe ich meinen Tag gerne auf:

So sieht unser Dienstag im Dezember 2017 aus:

Um 6:15 steht ein Kind auf, richtet Teewasser und kommt langsam in den Tag.
6:30 Der Mann und ich stehen auf. Kurz drauf gibt es Tee und Frühstück für die beiden. Müsli, wie meistens unter der Woche. Bald drauf steht auch das andere Kind auf.
7:00 Das frühe Kind geht.
7:20 Das andere Kind und ich frühstücken. Auch hier Müsli.
7:35 Der Mann geht.
8:00 Kind und ich verlassen die Wohnung. Wir laufen zusammen zur Schule. Kurz davor springt das Kind davon. Ich fahre mit dem Rad weiter zur Arbeit.
8:30 arbeiten
11:50 aufhören zu arbeiten, schnell einkaufen, dann heim und kochen
12:30 Kind ist inzwischen auch zu Hause und wir essen. Heute nur zu 2t, daher gibt es Grießbrei mit Gummibärchen, die das Kind aus der Schule mitgebracht hat.

Kinderteller Erwachsenenteller

Nach dem Mittagessen räumen wir die Küche auf und lassen die Spülmaschine laufen. Ich ruhe mich etwas aus während das Kind Hausaufgaben macht. Es hat eine Frage (so viel zu ausruhen), ist dann aber recht schnell fertig. Kurz drauf klingelt schon das andere Kind, heute wurde der Nachmittagsunterricht früher beendet. Es verzieht sich zum Chillen. Und schon wieder klingelt es, das Besuchskind ist da. Zwei Kinder schauen im Wohnzimmer Star Wars. Ich verräume Wäsche und hänge nasse Wäsche auf zum Trocknen. Anschliessend bereite ich einen Hefeteig zu. Daraus sollen Nikoläuse werden für das Frühstück morgen.

Da der Teig Ruhe braucht, gönne ich mir auch Ruhe, trinke Getreidekaffee und lese Zeitung. Dann forme ich Hefemenschen. Ein Kind hilft mir und drückt die Rosinen rein. Das sieht so lustig aus, wir müssen so lachen.


Mein Nikolaus hat Busen bekommen. So siehts aus, wenn 13jährige Jungs helfen.

Während der Teig im Ofen backt, richte ich ein Nikolaustütchen. Der Mann kommt nach Hause und bringt Brezeln und Obst mit. Ich wärme mir gleich mal meine Brezel im Ofen und esse sie dann zum Abendbrot. Da ich wieder los muss, kann ich nicht mit dem Rest der Familie essen.

18:00 Ich habe Kurs. Es ist anstrengend für die Teilnehmer, sie stöhnen. Aber auch lustig, sie mögen das Spiel zum Schluss (Galgenmännchen, so einfach und doch schön).

22:00 Ich fahre mit dem Auto mein Nikoläuschen wegbringen. Hoffentlich gelingt die Überraschung!

22:30 Zu Hause stehen Stiefel vor der Tür und ein Teller mit Plätzchen sowie ein Glas Milch. Das ist für den Nikolaus. Da er ja lange unterwegs ist, hat er bestimmt Hunger und Durst. Es gibt cookies und milk, weil ich das so aus Kanada kenne.

23:00 Die Stiefel sind gefüllt. Rappelvoll. Nun ja, die Stiefel der anderen hier im Haus sind noch voller 😉 In der Küche gibt es noch einen Nikolausteller. So kenne ich das von früher („dann stell ich den Teller auf, Niklaus legt bestimmt was drauf….“)

23:30 Ich setze mich noch kurz an den Computer und schreibe meinen Tag auf. Dazu trinke ich Tee und esse die Plätzchen. Der Mann erbarmt sich der Milch.

24:00 bedtime!

Nachtrag: Der Nikolaus kam super an. Die Person wusste nicht, von wem der kam. Ach, wie schön!