Sämtliche Info zu WMDEDGT findet sich bei Frau Brüllen.

Der Fünfte im Juni ist ein Mittwoch. Die Nacht war kurz, weil warm. Alle Fenster sind weit offen, um die etwas frischere Morgenluft in die Wohnung zu lassen. Ansonsten ist alles fast wie immer:

6:20 Uhr stehe ich auf, bin schon eine Weile wach und mag nicht mehr liegen. Ich setze Teewasser auf, räume die Spülmaschine aus und wieder ein und mache Tee. Mist, der Blick in den Kalender zeigt mir, dass ich einen gestrigen Geburtstag vergessen habe. Das Kind steht auf. Das andere Kind ist diese Woche in Frankfurt zum Praktikum. Wir frühstücken Joghurt mit Erdbeeren, lecker. Der Mann steht auf und wir trinken zusammen Tee.
Das Kind richtet sich für die Schule, nur noch diese Woche, dann sind Ferien. Ich richte mich für die Arbeit.

Um 7:30 Uhr komme ich bei der Arbeit an, erst mal das Büro durchlüften, es stockt mir fast den Atem, so schlecht ist die Luft. Emails checken, telefonieren, was man halt so macht. Um 9:00 Uhr ist die erste Besprechung, die ich fast vergesse. Ich werde geschult. Etwas schlauer gehe ich wieder ins Büro, um weiter zu arbeiten. Eine Kollegin ist sehr verzweifelt und fragt, ob ich Zeit habe, mit ihr in eine Besprechung zu gehen, ihr wird grad alles zu viel. Kein Problem, ich beruhige sie und wir gehen um 11:00 Uhr gemeinsam zum nächsten Termin. Da kommt einiges an Arbeit auf uns zu.

12:00 Uhr: Mittagspause. Heute hinter dem Haus, die Geburtstagskollegen laden ein. Das ist schön! Danach weiterarbeiten. Zwischendurch Kind anrufen, denn ich komme heute erst viel später nach Hause. Alles ok. Das Kind ist groß genug, um selbständig zur Musikschule zu gehen. 🙂

15:30 Uhr: ich kopiere noch was für die nächste Besprechung, da ertönt ein lauter Knall. Die Kollegin, die bei offener Tür im Zimmer sitzt, und ich schauen uns an. Dann rennen wir los zur Treppe. Alle anderen Türen öffnen sich ebenfalls, die Leute rennen zur Treppe, es zischt irgendwo. Ich bin leicht verunsichert, was ist passiert? Der Kollege gibt Entwarnung, eine Gasflasche ist explodiert, aber nix weiter passiert. Na ja, so ganz beruhigt mich das nicht. Die Kollegen und ich machen uns auf den Weg zur Besprechung im anderen Gebäude, Gesprächsthema ist natürlich die Gasflasche.

15:45 Uhr: letzte Besprechung, die Luft ist raus, doch ich muss Protokoll schreiben, also dementsprechend aufpassen. Die Gruppe, die beim Geburtstagsessen war, stinkt nach Knoblauch. Manche auch nach Bier. Die anderen tun mir leid. Es geht heiß her, die Themen sind emotionsgeladen. Draußen kühlt es auch nicht ab.

17:45 endlich fertig, ich packe meine Sachen und fahre zur Verteilstation unserer solidarischen Landwirtschaft. Wir haben seit heute unseren Anteil halbiert, da lerne ich unsere neue Partnerin kennen und den Ablauf, wenn man nur einen halben Anteil hat. Ich habe lange gezögert, das zu machen, doch jetzt probieren wir das einfach mal aus.

18:45 endlich zu Hause mit einer halben Kiste Gemüse. Kurze Lagebesprechung mit dem Mann, das Kind lernt (!).

19:15 ich richte mich für meinen Sport. Trotz Hitze ist die Bude voll und wir schwitzen noch ein bisschen extra.

20:30 alle wieder zu Hause.

21:30 Kind liegt schon länger im Bett und wir schauen noch einen Tatort aus der Mediathek.

23:30 ich falle ins Bett, es ist immer noch zu heiß zum Schlafen.