Immer am 5. eines Monates sammelt Frau Brüllen die Tagebuchblogger um sich mit dem Motto: WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag.

Hier kommt mein Tag, der fünfte ist ein Samstag.

Gegen 8 Uhr höre ich Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ein Kind hat Übernachtungsgäste, die so langsam aufwachen. Ich stehe auch auf, dusche und mache Tee. Während ich frühstücke kommt der Mann dazu. Danach die Kinder, die auch frühstücken wollen.

Ich überlasse ihnen die Küche und mache mich auf den Weg zur Chorprobe, die um 10 Uhr beginnt. Zum Glück erwische ich eine Regenpause und komme trocken dort an.

Wir proben, erst alleine, dann zusammen mit dem Orchester. Wir hören uns nicht, weil das Orchester so laut ist, doch der Dirigent sagt, dass er uns gut hört. Nun ja, wir proben ausführlich.

Gegen 12 Uhr ist Mittagspause, es gibt Frikadellen und Brötchen, ausserdem Kuchen. Das Orchester probt noch ein bisschen weiter, die Sänger sind fertig. Wir besprechen noch, wie es weiter gehen soll.

Es regnet nur leicht und ich fahre noch kurz in die Stadt und zum Lebensmittelladen. Ich will einen Kuchen backen, dazu brauche ich Sahne. Vor dem Laden treffe ich jemand, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe und wir quatschen eine ganze Weile. Im Laden treffe ich die nächste, wieder quatschen wir, da kommt noch jemand, der ich auch noch was sagen will. Vor lauter Reden weiss ich gar nicht mehr, was ich einkaufen wollte.

Als ich nach Hause komme, sitzen Mann und Kind noch am Mittagessen, sie waren auf dem Markt. Anschliessend bauen sie unseren gestern gekauften TV-Schrank zusammen. Ich backe derweil meinen Bratapfelkuchen. Leider wird die Puddingmasse etwas flüssig, doch er schmeckt. Derweil ist auch das andere Kind nach Hause gekommen, er war 2 Nächte bei einem Freund. Er duscht und isst noch etwas Suppe vom Mittagessen. Wir anderen essen Kuchen, nette Mischung. Das eine Kind richtet sich wieder zu einer Geburtstagsfeier, es wird wohl spät werden, aber nicht über Nacht.

Der Mann und das andere Kind bauen weiter am Schrank. Ich fahre zum Segelkollegen um Quitten zu holen, die er mir angeboten hatte. Mit Quitten habe ich noch nie was gemacht, also nehme ich das Angebot gerne an, das möchte ich ausprobieren. Wieder quatschen wir eine ganze Weile.

Endlich wieder zu Hause, bewundere ich das fertige Schränkchen. Sieht gut aus! Die Quitten stelle ich erst mal zur Seite und mache noch etwas Apfelmus aus den restlichen Äpfeln. Dazwischen läuft immer wieder die Waschmaschine.

Dann richten wir Abendessen, wir essen vor dem Fernseher, das Kind will einen längeren Film schauen.

Danach ist Bettzeit fürs Kind, Computerzeit für mich, Badzeit für den Mann.