Da ich gerade beim Aufarbeiten bin, kommt hier nochmals ein Beitrag aus den Herbstferien:

Werbung, da Markennennung. Wir haben unseren Ausflug selbst bezahlt und keinerlei Vergünstigungen erhalten. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise findet man auf der Homepage.


An einem regnerischen Tag im Herbst waren wir im Écomusée d’Alsace. Das ist ein Freilichtmuseum in Ungersheim im Elsaß. Da wir ziemlich nass wurden und die Jungs gar keine Lust hatten, haben wir nicht so viel angeschaut, wie möglich gewesen wäre, aber doch einiges. Es lohnt sich!


Zuerst hat sich der Mann den Bart stutzen lassen vom Barbier. Das war interessant. Dann waren wir bei Soldaten, denn im November wurde dieser Teil des Elsaß‘ von den Amerikanern befreit, das wurde gefeiert. Es war etwas befremdlich, überall Soldaten in Uniform und mit Waffen zu sehen, aber ja, so war das damals. In der Schule hat uns die überaus charmante Lehrerin ganz viel über Drachen erzählt. Wie die katholische Kirche die Mythologie der Drachen übernommen hat und welche Naturkatastrophen damit erklärt wurden. Dass Drachen die vier Elemente in sich vereinen. Sie spucken Feuer, leben oft in Erdnähe, fliegen durch die Luft und wohnen manchmal auch im Wasser. Sie waren durchaus reel, denn Dinosaurierknochen, die in Strasbourg gefunden wurden, wurden als Drachenknochen angesehen.


Ausserdem haben wir superlecker gespeist in der Taverne. Dort war es warm und wir konnten uns etwas trocknen, danach hat es kaum geregnet, so dass wir uns noch andere Häuser angeschaut haben. In vielen Häusern waren die Handwerker vor Ort und haben Sachen gezeigt und erklärt, wir haben uns noch eine Weile beim Töpfer aufgehalten, das finde ich ja immer sehr interessant. Wie einfach das aussieht. Kurz haben wir später im Shop überlegt, ob wir nicht eine Gugelhupf-Form kaufen, aber dann doch gelassen.


Dadurch dass es so geregnet hat war das Museum recht leer, das tat gut und war sehr erholsam. Wir konnten in unserem Rhythmus durchs Dorf ziehen und stehen bleiben, wo es uns interessiert hat. Bei den Attraktionen gab es natürlich mehr Menschen, aber das ist ja auch angenehm.


Toll ist, dass es dort sehr viele Menschen in traditioneller Kleidung gibt, die einfach rumlaufen und irgendwas machen, einen Zaun reparieren, Unkraut zupfen etc. Dadurch fühlt man sich wirklich in die frühere Zeit versetzt.


Etwas schade ist, dass viele nur französisch sprechen. Ich hätte gerne manche Erklärung noch auf deutsch gehabt, bzw. für die Kinder wäre manches einfacher gewesen.