alive and kicking

Monat: Februar 2020 (Seite 1 von 3)

Was schön war im Februar 2020


Der Februar hat dieses Jahr einen Zusatztag. Da wird bewusst, wie menschengemacht die Einteilungen sind. Ein Kind wollte wissen, warum es den Tag gibt und warum nur alle 4 Jahre.

Wir waren bei Fussballspielen in der Halle und draußen. Manche gewonnen, mehr verloren. Ein Kind hat ein Praktikum gemacht, aber dann hat die Zusage doch nicht geklappt. Schade!

Wir haben viel aufgeräumt und umgeräumt und Wände gestrichen. Es geht alles so langsam vorwärts und ist so verdammt viel Arbeit. Immer wieder müssen wir uns gegenseitig motivieren: es wird, es wird.

Bei der Arbeit gab es für mich Änderungen, mal schauen, was das für Auswirkungen hat. Noch bin ich mir unsicher. Aber auch froh, dass etwas geschieht. Es gab viel Arbeit.

Wir waren bei Elternsprechtagen an der Schule, die ganz nett waren. Was haben wir für super Kinder!

Die Jungs waren fastnächtlich unterwegs, der eine mehr, der andere weniger. Wir Erwachsenen müssen nicht mehr mit und sind froh drum. Ausserdem waren die Jungs beide bei Geburtstagen eingeladen.

Ich habe viel gebacken, Brot und Kuchen und es kam meistens ganz gut an.

Ansonsten war es ein geschäftiger, aber ereignisloser Monat.

In der Welt sieht es anders aus: da gab es Anschläge, Krieg und ein Corona-Virus. Dieses Virus beherrscht die Medien, aber noch nicht unser Leben. Wer weiß, wie lange noch. Die Hamsterkäufe haben schon begonnen, im Supermarkt heute waren manche Regale bei Klopapier, haltbare Milch und Mehl total leer. Sowas habe ich glaube ich noch nie gesehen.

Coronavirus

Ja, auch wieder reden darüber. Ja, auch wir machen Witze darüber – noch. Der Kreis der Betroffenen kommt näher, jetzt gibt es schon Fälle in Baden-Württemberg und natürlich in der Großstadt Strasbourg (die in Frankreich liegt 😉 ).
Die Nachrichten sind voll mit Informationen und leichter Panikmache. Manche Menschen sind sehr besorgt und stellen ihr Leben schon auch etwas um, andere sind gar nicht besorgt (oder tun zumindest so).
Ich kann mir nicht vorstellen, was passieren wird, wenn eine Epidemie ausbricht. Werden Einrichtungen geschlossen, wie ist es bei der Arbeit, in der Schule etc.? Im Moment bin ich froh, dass ich nicht mehr mit dem Zug zur Arbeit fahre. Aber mein Leben stelle ich (noch) nicht um.

tolle Briefmarken

Bei der Arbeit gab es einen Brief mit so tollen Briefmarken. Leider war er nicht für mich. 🙁 Daher habe ich wenigstens ein Foto gemacht.

Als Kind habe ich Briefmarken gesammelt. Wenn wir Post bekommen, schneide ich mir die schönen Marken immer noch aus den Umschlägen. Also sammel ich irgendwie immer noch. Allerdings stecke ich die Marken nicht in ein Album. Sie liegen ausgeschnitten aus den Umschlägen in einer Schachtel. Wie wohl bei so vielen.

Rote Bete Quiche

Nachdem alle im Internet sich an dieser Quiche von appleandginger versucht haben, habe ich es auch getan. Lecker, aber nicht sehr sättigend. Die Kinder waren beim Essen nicht anwesend. Der Mann und ich haben sie ganz alleine in Nullkommanix verputzt. Salat hätte gut dazu gepasst.

Der Klecks in der Mitte ist der Rest Teig.

Wochenende in Bildern im Februar 2020

Achtung: Beitrag enthält Werbung, da Markennennung.

Das Wochenende war ziemlich durcheinander. Erst am Sonntagabend waren wir alle wieder zu Hause. Die Kinder haben seit Freitag Ferien und geniessen das ausgiebig.

SAMSTAG

Wir frühstücken zu dritt.


Es gibt Tee aus der Kanne ohne Deckel.


Das Honigglas ist leer.


Später gibt es Scherben. Ob das ein Zeichen ist?


Während die Kinder das Bad putzen ….


…. vergnüge ich mich in der Stadt.


Nach den Narren gibt es eine Mahnwache.


Es ist ergreifend und viele haben Tränen in den Augen. Neben mir steht meine Erzieherin (meine!) und wir halten Hände. Ich fühle mich direkt in die Kindergartenzeit zurückversetzt.


Wieder zu Hause richte ich das Mittagessen.


Danach wird aufgeräumt.


Und entsorgt. Das sind meine Malkästen aus der Kindergartenzeit, die können jetzt weg.

Später kommt noch Übernachtungsbesuch für ein Kind. Das ist alles sehr entspannt, die Jungs lachen viel. Jeder macht sein Ding und wir liegen gar nicht mal soo spät im Bett. Na ja, es ist schon Sonntag, aber erst sehr kurz. 😉

SONNTAG

Der Sonntag beginnt mit Teig kneten, nach der Übernachtgare.


Da der Teig so weich ist, wird aus dem Hefezopf ein Hefekranz.


Ein Kind macht frischen Orangensaft. Lecker!


Nach dem Frühstück ist vor dem Mittagessen. Ich bereite Rotkohl zu.


Dazu gibt es Bratlinge. Da wir kein Bulgur haben, nehme ich Qinoa, auch lecker.


Und wieder wird saubergemacht.


Sieht doch viel besser aus. Allerdings kann man sich auch gleich einen neuen kaufen für wenige Euro. Warum dann putzen?


Der Kopf thronte auf dem Schrank ganz oben.


Jetzt ist er gewaschen.

Ein Kind war auf einem Kindergeburtstag, ein Kind auf der Fastnacht. Am Abend sind alle wieder zu Hause, auch der Mann, der noch ein bisschen zocken darf.

Noch mehr Wochenenden gibt es bei den großen Köpfen.

Gemüsekiste Woche 8/20

Schon wieder eine Woche um, schon wieder eine Gemüsekiste. Das Gemüse der letzten Woche haben wir fast aufgegessen. Etwas Kohlrabi und rote Bete ist noch da.

Diese Woche haben wir:

1 kg Möhren
1/2 Stück Sellerie
400 g Wurzelpetersilie
450 g Pastinake
1/2 Stück Weißkohl
90 g Postelein
80 g Rucola
470 g Rosenkohl
170 g Feldsalat

Postlein, Rucola und Feldsalat sind ganz frisch und sollten auch am schnellsten weg. Das ganze Wurzelgemüse wird wohl in einer Suppe landen, ist hier nicht gar so beliebt.
Von den Möhren mache ich vielleicht mal einen Kuchen, da hätte ich Lust drauf. Auch wenn ein Kind bestimmt mäkelt.

boys

Neulich fiel mir auf, dass die Jungs gar nicht mehr so richtig streiten. Klar, sie meckern sich an und fühlen sich immer ungerecht behandelt. Immer, immer müssen sie selber so viel tun, während der andere gar nix macht. Das Übliche.
Sie zoffen sich jedoch nicht mehr so sehr. Der Streit um Dinge, Kleinigkeiten aus unserer Sicht, ist nicht mehr da. Wie oft gab es früher Tränen, weil beide gleichzeitig mit dem selben Teil spielen wollten. Oder der eine nicht richtig gespielt hat. Oder beim Fussball zu fest gekickt hat. Oder nur babyfussball. Oder, oder, oder…. die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.

Heute sitzen beide einträchtig zusammen und zocken. Jeder hat seine Zockzeit, aber sie verzichten darauf, um gemeinsam spielen zu können. Dabei hören sie laut ihre Musik und grölen mit. Es ist kaum auszuhalten, aber irgendwie auch echt süß. Je nach Spiel sind sie hinterher etwas aggro, aber das liegt nie am Spiel. Ich finde, auch Erwachsene sind nach virtuellen Spielen oft sehr schlecht gelaunt, wenn sie verloren haben. Die Laune ist schlechter als beim Verlieren bei analogen Spielen. Oder bilde ich mir das nur ein? Ja, sagt der Mann. 😉

Doch, da fällt mir ein: bei klassischen Brettspielen findet es ein Kind immer noch schwer zu verlieren und hat dann sehr, sehr schlecht Laune.

Schmutziger Donnerstag

So heißt der Tag hier. Schmutzig hat nix mit Schmutz zu tun, sondern kommt von fett. Also eigentlich müsste der Tag „fettiger Donnerstag“ heißen. Weil in den nächsten Tagen alles Fett vor der Fastenzeit aufgebraucht wird.

Die Jungs hatten beide noch Schule. Der 10-Klässler schrieb eine Deutscharbeit und der 6-Klässler hatte Fastnachtsparty. Er durfte verkleidet kommen, musste aber nicht. Eigentlich wollte er ein Einhorn sein, er war sogar mit dem Vater in der Stadt, um nach Verkleidung zu gucken, aber es gab wohl nix. Also ging er …. unverkleidet.

Früher in der Grundschule kamen die Narren zu den Kindern und haben sie von der Schule befreit. Das fand ich eine nette Tradition, die dann jedoch beim Rektorwechsel nicht mehr statt fand. Da war einfach der Donnerstag schon Ferientag und jeder konnte das privat handhaben.

Hier in der Stadt gibt es in der Früh die Fasentstaufe. Da wird das Fastnachtskind getauft, morgens um 6 am Narrenbrunnen. Die Narren ziehen mit viel Tamtam durch die Stadt, manchmal hören wir sie schon um 4 mit Pauken und Trompeten durch die Straßen lärmen. Danach gibt es Bohnensuppe für alle.

Als Kind bin ich manchmal mit meinen Geschwistern dort gewesen. Wir haben uns leere Blechdosen an einer Schnur ans Fahrrad gebunden und sind mit viel Getöse in die Stadt gefahren. Macht man das heute noch?

Hier die Kinder waren noch nie bei der Taufe, weil es ihnen zu früh, zu kalt und zu dunkel war. Jetzt bereue ich es ein bisschen. Aber ich bin einfach selber kein Fastnachtstyp, daher war das gut so. Da ein Kind eine Arbeit schrieb, klappte es wieder nicht, obwohl ich glaube, das das Kind jetzt eher gehen würde. Aber dann natürlich nicht mit mir 😉

Diesen Beitrag habe ich gestern geschrieben, aber dann schien er mir unpassend nach den Ereignissen in Hanau. Ich bin immer noch geschockt und werde morgen zur Mahnwache gehen. Nein, nein, nein, sowas darf nicht passieren.

Hanau

Die ersten Nachrichten habe ich im Halbschlaf gehört und mich wie im Film gefühlt. Irgendwie noch mitbekommen, dass es sich um eine deutsche Stadt handelt. Beim Frühstück dann die vollen Nachrichten in wachem Zustand. In Hanau ist was passiert? Wie kann das sein?

Später bei der Arbeit war das natürlich auch Thema und immer wieder Neuigkeiten dazu. Es ist und bleibt seltsam. Wie krank können Menschen sein?

Es ist alles so unrealistisch und krass, dass mir nix mehr einfällt. Seltsamer Tag.

Aprilwetter im Februar

Morgens ist es jetzt schon heller, wenn ich zur Arbeit fahre. Im Moment allerdings auch sehr wechselhaft. Regen, Sonne, Regen, Sonne und dann mal noch etwas Wind. Anstrengend, und besonders mit dem Fahrrad immer wieder eine Herausforderung.

Dann denke ich daran, dass die Jungs ja auch mit dem Fahrrad zur Schule fahren und ja, warum sollte es bei mir anders sein. Klappt ja auch meistens.

Inzwischen ziehe ich sogar eine Regenhose an, so alt bin ich schon. Nun ja, die Regenhose ist älter. Sie stammt nämlich noch aus Kanada und war dort meine Skihose. Das war mein Kompromiss zwischen teuer Skihose kaufen oder eben flexiblere Regenhose, drunter dann die normale Hose. War nicht so bequem, aber …. wir hatten ja nix.

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