Noch gibt es keine Ausgangssperre. Die Kinder fragen, ob sie Freunde besuchen dürfen. Nein, nein, nein! Aber die anderen machen das alle. Das Hartbleiben fällt schwer, ich sehe wie ein Kind sehr darunter leidet und leide mit, dennoch erlauben wir es nicht. Das Kind ist sehr traurig und wütend auf uns. Ich verstehe, dass da manche Eltern nachgeben, aber wir bleiben hart. Keine Einsicht beim Kind, kein Nachgeben bei uns.

So wie es aussieht, treffen sich echt alle. Bei dem schönen Wetter sitzen die Menschen zusammen, ziemlich eng sitzen sie, finde ich. Es gibt gemeinsames Picknick und Flaschen, die kreisen. Ich kann das nicht nachvollziehen.

Bei mir im Büro war ich heute alleine. Die Zimmerkollegen machen Home Office. Die Kollegin, die nur 2 Zimmer weiter sitzt, habe ich heute angerufen. Normalerweise besuchen wir uns, doch heute blieb die Tür zu. Überhaupt war es sehr ruhig. Die Kollegen, die ich treffe, halten Abstand. Es ist ein bisschen unheimlich, aber durchaus verständlich.

Bei unserer Gemüseabholung gibt es jetzt auch neue Regeln. So darf nur noch eine Person in den Vorratsraum, die anderen müssen draußen warten. Außerdem muss man sich erst mal die Hände waschen, bevor man sein Gemüse abwiegt. Richtig so. Und gar nicht mal so unangenehm, weil dort oft ein ziemliches Gedränge herrscht und die Leute sich aneinander durchquetschen, nur um ja keine Zeit beim Abwiegen zu verlieren. Heute haben wir also erst draußen in der Sonne gewartet bis der Raum frei war und dann hatten wir den ganzen Platz für uns. Das war angenehm und sehr entspannt. Die Jungs helfen mir beim Tragen, daher waren sie dabei. Wie das in Zukunft umsetzbar ist, wird sich zeigen.