Früher sind wir an Karfreitag mit dem Fahrrad in ein Dorf gefahren und haben dort Fisch gegessen. Das war ein schöner Ausflug, die Länge der Strecke war schon recht früh von den Kindern machbar und der Weg war weg von großen Straßen. Dort gab es superleckeren frischgefangenen Fisch oder auch was anderes. Meistens haben wir auch noch Bekannte getroffen, so dass die Kinder mit Freunden versorgt waren und sich am See austoben konnten.

Diese Zeiten sind längst vorbei, die Kinder toben sich nicht mehr aus und die Radstrecke ist viel zu kurz, ich wäre die, die hinterher hechelt, weil die anderen so ein Gas geben.

Trotzdem wäre ich heute gerne dort hin gefahren. Das Wetter ist gut und der leckere Fisch lockt auch noch große Kinder. Es wäre einfach ein netter Ausflug gewesen. Da das jedoch nicht machbar ist, sind wir halt zu Hause geblieben und haben dort Fisch gegessen.

Ein Kind hat das Mittagessen gekocht, es gab Fisch und Reis mit Mangoldcurry. Sehr lecker. Da wir spät gefrühstückt hatten, gab es ein in der Folge auch ein spätes Mittagessen. Den Nachmittag haben wir jeder mit seinem Kram verbracht, ein Kind hat gesägt (!), ein Kind sich am Fenster mit dem Freund unterhalten (fast 1,5 Stunden!), der Mann gekruschtelt und ich habe ein kleine Radtour gemacht, da ich ein paar grüne Zweige schneiden wollte. An einem ruhigen Plätzchen habe ich mich an einen Baum gelehnt und die Sonne genossen, wir hatten 22° Grad Celsius und ich wäre fast eingeschlafen.

Nach dem Abendessen, es gab selbstgemachtes türkisches Fadenbrot (lecker), haben wir noch einen dänischen Film geschaut, der war sehr lustig. Im Moment schauen wir fast jeden Abend einen Film zusammen, die Kinder gehen dadurch später ins Bett, aber sie stehen ja auch später auf. Ist wohl in ganz Deutschland so, das haben die Wasserwerke gemerkt! 😉

Das war unser Corona-Karfreitag.