alive and kicking

Monat: April 2020 (Seite 3 von 3)

Gründonnerstag 2020

Achtung: Beitrag enthält Werbung, da Markennennung.

Der Donnerstag, der sich wie Freitag anfühlt. Die Erwachsenen waren am Morgen arbeiten und am Nachmittag einkaufen (es ist ja Ostern und wir haben noch keine Ostersachen!). Nur die Kinder sind perfekt im social distancing, sie waren den ganzen Tag zu Hause. Erst am Abend waren sie dann auch sehr, sehr unruhig. Obwohl ein Kind inzwischen hier zu Hause Sport macht.

Am Gründonnerstag gibt es natürlich Spinat, da keiner in der Gemüsekiste war, haben wir tiefgekühlten genommen und mit Gemüse aus der Kiste aufgepeppt. War dadurch würzig und scharf. Ich hatte ja Bedenken, dass dann ein Kind den sonst so geliebten Spinat verweigert, war aber nicht so. 🙂

Dazu gab es Kartoffeln, einfache Salzkartoffeln, das gibt es hier eher sehr selten und Rührei. Sogar mit Speck. Das hat ein Kind ganz alleine gemacht.

Alles hat sehr lecker geschmeckt. Am Abend dann gab es eine grüne Suppe aus Gemüsen, die hier nicht so beliebt sind, wie Petersilienwurzel und Lauch. Hat aber auch gut geschmeckt und wurde von allen gegessen. Das ist ja immer ein wichtiges Kriterium.

Abends haben wir gemeinsam den Film Leolo geschaut. Die Kinder fanden den Film sehr strange und waren teils eklig angetan, teils sehr erheitert. Hinterher denke ich immer, dass die eigene Familie doch nicht so schlimm ist. Der Film ist immer noch ganz klasse, den Kindern war er teilweise etwas zu lang, da wurden sie unruhig. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht nur diese rasend schnellen Bildfolgenfilme zu schauen. Leolo ist immer noch ein toller Film, große Empfehlung.

Osterferien 2020


Ja, wir bräuchten einen Zaubertrank!

Offiziell haben die Kinder seit gestern Osterferien. Da die letzten Tage jedoch schon ein bisschen wie Ferien ablaufen, gibt es diese Ferien dieses Jahr nicht. Sie müssen weiterhin ein bisschen was für die Schule machen, wenn auch nicht gerne. Beide ignorieren die Schulaufgaben in der Hoffnung, dass sie vorüber gehen werden.

Nun ja, es gibt immer noch genug Alltagsaufgaben, aber eben auch Schulaufgaben. Keine Bange, die Freizeit kommt nicht zu kurz. Heute haben wir eine kleine Runde mit dem Fahrrad gemacht und die Geburtstagsdankpostkarten eingeworfen. Spart Porto und gibt uns Bewegung. Es war sommerlich heiß, ich habe ziemlich geschwitzt, obwohl ich sonst immer so verfroren bin. Wir sind hier mal wieder direkt in den Sommer gerutscht.

Kunstwerk bei der Radtour entdeckt.

An manchen Tagen sind wir ziemlich am Limit, schlecht, wenn das bei allen zusammen kommt. Dann kracht es und es fließen Tränen. An manchen Tagen klappt es wieder ganz gut hier. Ich bin froh, dass die Kinder gut miteinander auskommen (meistens) und auch miteinander spielen können. Immerhin ist das hier die beste Gruppe, die mir zur Verfügung steht.

Vorhin habe ich Nachrichten geschaut, mal wieder. Das hat mich voll runtergezogen, ich mag Veränderungen und Ungewissheit, aber das ist mir doch auch einen Tick zu viel. Ausserdem ist mir das alles zu aufreisserisch.

WMDEDGT April 2020


Es ist April. Und es ist der 5. Da sammelt Frau Brüllen immer die Fangemeinde des Tagebuchbloggens um sich. Here we go, das war unser Tag:

Der 5. April ist ein Sonntag. Die Jungs sind sehr durcheinander, was für ein Tag gerade ist, da sie kaum noch Termine haben.

Für mich fängt der Tag früh an, weil ich noch vor dem Laptop hocke, während alle anderen schon im Bett sind. So ca. 12:30 mache ich dann auch mal meine Äuglein zu.

Um 6 höre ich die ersten Töne im Haus, ich döse aber noch vor mich hin, bis ich um 8 Uhr aufstehe. Ich lese die Sonntagszeitung. Die anderen werden nach und nach wach und um 9:30 frühstücken wir gemeinsam. Es gibt Toastbrot (yeah, wir haben noch eines bekommen) und die verschiedenen Aufstriche dazu. Wir besprechen unseren Tag und die kommende Woche. Steht ja nicht so viel an, aber manches muss halt doch gemacht werden.

Nach dem Frühstück verzieht sich der Mann in die Küche um das Mittagessen vorzubereiten. Die Jungs putzen das Bad und ich kümmere mich um die Wäsche. Zwischendurch und nebenher räumen wir alle etwas um und auf. Wie immer in letzter Zeit.

12:30 gibt es Mittagessen, der Mann hat gekocht und es gibt Fleisch. Dazu Nudeln und Gemüse, es schmeckt lecker. Obwohl ich das Fleisch gar nicht brauche, aber der Rest der Familie freut sich.

Nach dem Mittagessen schauen wir noch das making of des Films an, den wir gestern Abend gemeinsam geschaut haben: Bohemian Rhapsody. Ein Kind verzieht sich lieber auf sein Zimmer. Wir schauen ganz schön lange und reden noch über live aid. Dazu gucken wir dann noch das Original auf YouTube.

Anschliessend gibt es Eiscreme zum Kaffeeklatsch. Da sind alle immer schnell bei Tisch!

Danach gehen die Jungs raus zum Kicken, ich schwinge mich aufs Rad und fahre zum Friedhof und der Mann bleibt zu Hause und räumt.

Es ist total warm. Die Handschuhe, die noch auf meinem Fahrrad liegen, brauche ich nicht. Auch die Mütze bleibt zu Hause. Ein Kind hat kurze Hosen an. Ich fahre durch die Sonne und geniesse das Draußensein. Auf dem Friedhof ist relativ viel los und ich vermisse die Person, mit der ich sonst immer dort bin. Fehlt mir grad. Ich giesse die Gräber, sie sind ganz ausgetrocknet. Ein Baum wurde gefällt, schade, das war so ein schöner großer Baum. Ich schaue noch bei einem anderen Grab vorbei, dort giesse ich aber nicht. Danach fahre ich zum anderen Friedhof, auch dort gibt es zwei Gräber zu besuchen, nein, ich entdecke noch jemandes Grab. So wie ich mir das dachte. Es macht mich trotzdem betroffen. Ich setze mich auf eine Bank in die Sonne und geniesse die frische Luft. Ich habe ganz viele Gedanken in mir.

Als ich nach Hause komme, ist der Mann immer noch am Sachen machen. Ich verziehe mich auf mein Bett und lese ein bisschen. Da ich unterwegs Bärlauch gepflückt habe, überlege ich, was ich damit machen könnte. Inzwischen sind auch die Jungs nach Hause gekommen und wollen zocken.

Während die Jungs zocken, bereite ich Bärlauchbutter zu. Danach richten wir das Abendessen, es gibt Brot mit Bärlauchbutter und Käse. Wie immer, räumen wir anschliessend gemeinsam auf, ein Kind bringt noch den Müll nach draußen, weil die Tonnen schon dort stehen.

Inzwischen ist Abend und wir schauen einen Film, dazu gibt es Chips, Erdnüsse und Spezi oder Bier. Mitten im Film fallen die Speziflaschen auf dem Tisch um und es gibt eine Sauerei. Also wird nochmal das Wohnzimmer geputzt. Alle helfen mit, damit es schnell geht und wir weiterschauen können. Es ist ein Film von Jackie Chan und er ist lustig wie immer.

Nach dem Film gehen wir der Reihe nach ins Bad und dann ins Bett. Ich schreibe noch diesen Beitrag. Inzwischen habe ich etwas Kopfweh, heute wird es nicht mehr so lang und ich hoffe auf eine ruhige Nacht. War wohl doch zu viel Sonne heute.

Das war unser Sonntag zu Corona Zeiten.

Gemüsekiste Woche 14/20

Sieht er nicht toll aus, der Mangold?
Und zum Glück essen ihn alle in der Familie gerne. 🙂

1 kg Möhren
3 Stück Lauch
1/2 Stück Superschmelz Kohlrabi
1/2 Stück Sellerie
420 g Mangold
120 g Postelein
50 g Rucola
1 Stück Salat
150 g Asia Salat
30 g Minze

Den Sellerie wollten wir gleich verschenken, aber da ihn grad niemand wollte, haben wir ihn mitgenommen. Vom Rucola gab es am Tag der Abholung gleich Salat, gemischt mit ein bisschen Asia Salat. Die Möhren wanderten in eine Nudelpfanne, die einem Kind deswegen überhaupt nicht geschmeckt hat. Der Rest kommt in einen Kuchen. Der Mangold wird normalerweise in einem Risotto verarbeitet, da hier kein Reis aufzutreiben war, wurde eine leckere Soße für Nudeln draus. Den Superschmelz knabbere ich meistens abends zum Abendbrot, einem Kind schmeckt er jetzt auch ein bisschen und es knabbert mit! Aus der Minze wird Tee.

Was wir noch kaufen müssen, sind Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch. Ansonsten reicht uns die Kiste und ich bin froh, dass wir dadurch gut versorgt sind und weniger Einkaufstreß haben, gerade zur Zeit.

12tel Blick im März 2020

Fast vergessen, doch dann gerade noch so dran gedacht. Ende März aufgenommen an einem kalten, aber sonnigen Tag, morgens ca. 7:30 Uhr.

Und die Übersicht:

Alle Blicke gibt es wie immer bei Eva. Danke!

Was schön war im März 2020


Der März fing recht schön an mit einem Crewtreffen, um den nächsten Segeltörn zu besprechen. Es gab lecker Kaffee und Kuchen und ich konnte mit dem Fahrrad hinfahren, weil das Wetter so schön war. Corona war zwar schon aktuell, aber noch nicht so nah.

Selbt die Woche drauf schien alles noch im normalen Bereich, ich habe mich mit Freundinnen getroffen und war bei einer politischen Versammlung. Da haben wir schon etwas Abstand gehalten und die Zukunft schien etwas ungewiss. Wir konnten jedoch noch essen gehen und ein tolles Spaßbad besuchen.

Danach, so ab 10. März, wurde vieles abgesagt und verschoben. Der Elternabend wurde in die Aula verlegt, damit wir Abstand zueinander halten konnten und eine eventuelle Schulschließung stand schon im Raum. Als die Schließung dann einen Tag später kam, war es doch etwas überraschend und die Freude der Kinder nicht überzeugend. Zu viele Zweifel standen da im Raum. Wie geht es weiter?

Ab Mitte März waren wir umzugstechnisch eingespannt, das zog sich bis zum Ende des Monats. Die Kinder haben toll mitgeholfen, auch wenn wir etwas gestresst waren und uns öfter angeraunzt haben. Es ist vollbracht und auch wenn wir jetzt im Chaos leben, ist es ok.

Die Jungs finden sich in ihren Unterricht ein und freuen sich, virtuellen Kontakt zu den Freunden zu haben. Ein Kind verzichtet sogar auf das abendliche Fernsehen, da es lieber skypen will.

Der März war geplant als Monat des Umbruchs und mit vielen Aufgaben, aber dass es so anders kommt, hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich an der Natur, die ihr Bestes gibt, um uns bei Laune zu halten. Was auch ganz gut klappt. Corona kommt näher und ist inzwischen auch im Bekannten- und Verwandtenkreis angekommen, das ist bedrohlich, aber auch zuversichtlich, weil die ersten schon wieder genesen sind.

Der März 2020 war ein undefinierbarer Monat!

Hallo April 2020

Da gab es viele Termine im April, aber die sind fast alle durchgestrichen. Bei den Terminen, die noch stehen (wie z.B. Zahnarzt) weiß ich nicht, ob sie statt finden. Es bleibt ungewiss.

Ich werde auf jeden Fall weiter arbeiten, solange das möglich ist. Teilweise bin ich im Home Office, teilweise bei der Arbeit. Dort sind nur sehr wenige Kollegen und wir halten alle gut Abstand. Man kommt auch nicht mehr ohne Weiteres ins Gebäude rein. Mit meinen direkten Zimmerkollegen spreche ich mich ab, wer wann ins Büro muss, damit wir uns nicht in die Quere kommen. Das klappt gut.

Die Kinder bekommen weiterhin ihre Aufgaben von der Schule, damit werden wir uns noch ein bisschen intensiver auseinander setzen müssen, da sie das ein bisschen vernachlässigt hatten (mit Erlaubnis natürlich!)

Wir haben einen neuen Backofen, den werde ich ausprobieren, ich freue mich schon. Was wird das erste Gebäck? Vielleicht ein Brot? Der lievito madre wartet schon sehnsüchtig im Kühlschrank. Zu Ostern möchte ich auch backen, weiß aber noch nicht was. Noch haben wir Mehl, aber wer weiß wie lange noch.

Wir werden die Wohnung ein bisschen mehr einräumen und ein bisschen weniger im Chaos leben. Hoffentlich.

Letztes Jahr waren wir an Ostern in England, das war so toll. Ich denke gerne an die Zeit zurück. Spontan wollten wir evtl. wieder weg fahren, aber daraus wird jetzt ja nix. Also machen wir es uns zu Hause gemütlich, wir werden Filme schauen und Spiele spielen. Die Jungs wollen unbedingt wieder zocken. Das wurde auch ein bisschen vernachlässigt. Ich möchte wieder lesen und stricken.

Viele Pläne gibt es nicht, wer weiß, was noch auf uns zukommen wird. Ich bin besorgt, aber (noch) nicht beunruhigt.

Nach einer Idee von Frische Brise.

Neuere Beiträge »

© 2021 dblog

Theme von Anders NorénHoch ↑