alive and kicking

Monat: Juli 2020 (Seite 1 von 3)

12tel Blick im Juli 2020

Wieder ist ein Monat um und Zeit für ein Bild vom Blick des Jahres. Ich habe mir die Eisenbahnstrecke ausgesucht, die ins Tal fährt. Im Hintergrund sieht man ein Schloss, das ist jedoch nur erkennbar, wenn man es weiss, glaube ich. Vielleicht kommt das mal als nächster Blick dran.
Der Blick wurde abends aufgenommen, um ca. 21 Uhr. Es war noch hell, aber leicht dämmrig. Der Mond ist im Hintergrund zwischen den Kabeln am Strommast zu sehen. Es war ein sehr, sehr heißer Tag und am Abend zum Zeitpunkt der Aufnahme waren es immer noch über 30° Grad. Ein Zug kam noch vorbei, aber ich wollte nicht mehr warten und ihn aufs Bild bannen, ein andermal wieder.

Im Überblick:

Alle 12tel Blicke gibt es wie immer bei Eva.

Doktor

Ich wollte zu meiner Ärztin gehen und war erstaunt, wie anders alles ist.
Meine Ärztin ist in Ruhestand, da gibt es jetzt eine neue, jüngere. Der Arzt im Haus ist auch verjüngt und im Dachgeschoss ebenso. Ich überlege, wann ich das letzte Mal bei der Ärztin war. – Letztes Jahr mit einem Kind. Im Frühjahr wollte ich ein Impfgespräch und das kam dann schon nicht mehr zustande. Jetzt also alles neu.

Immerhin besteht die Praxis noch und ich muss mir nichts neues suchen.

Einerseits ist es schön, dass die Ärztin jünger ist als ich, also wird sie mich wohl bis zum Ende begleiten. Andererseits fühle ich mich auch alt. Jetzt sind die Ärzte schon jünger als ich!

Schwimm im Bad

Jippih, schwimmen im Schwimmbad ist wieder erlaubt. Ich glaube, seit ein paar Wochen schon. Doch hier schwimmt ein Teil der Familie lieber im See oder im Privatpool.
Nun war also schwimmen im Schwimmbad angesagt, es gibt einen timeslot von der Arbeit aus und ich hatte Glück und den letzten Platz ergattert.
Vor dem Schwimmbad war eine Riesenschlange am Parkautomaten, offiziell hatte es gerade zugemacht, aber einige Gruppen waren noch im Bad, sowohl draußen als auch drinnen. Ich musste einen besonderern Eingang nehmen, einige Umkleiden und Schließfächer waren gesperrt und duschen darf man nur zu 2t vor dem Besuch ins Bad, danach nicht mehr. Ich war jedoch ganz allein.
Im Wasser hatte ich eine Bahn für mich und konnte in meinem Tempo meine Bahnen ziehen, das hat so viel Spaß gemacht, dass die 20 Runden schnell vorbei waren. Es war sehr entspannt und ruhig, dieses nervige Hintergrundgelärme war weg, obwohl in den Bahnen nebenan eine Gruppe (Schwimmverein?) war und irgendwas erklärt bekam. Nach den 20 Bahnen habe ich noch ein bisschen im Wasser gespielt, bin Rücken geschwommen und mich dann wieder umgezogen. Wieder war ich ganz alleine.

Das hat Spaß gemacht und ich war danach ordentlich fertig. Schon lange bin ich nicht mehr so viel am Stück geschwommen.

Jetzt im Sommer geht das ganz gut mit den diversen Regeln, die Menschen können draußen in der Schlange warten, sie verteilen sich auf drinnen und vor allem draußen und keiner föhnt die Haare. Wie das im Winter gehen soll wird sich zeigen.

Gemüsekiste Woche 30/20

Wieder eine schöne sommerliche Kiste, und diesmal zeigt der Mangold sogar Herz! Der Inhalt:

450 g Zwiebeln
1 Knoblauch
55 g Petersilie
1 Bund Schnittlauch
1 grüne Paprika
1 Gurke
1 Staudensellerie
230 g Artischocken
650 g Fleischtomaten
320 g Snacktomaten
650 g Tomaten
630 g Buschbohnen
450 g Mangold
480 g Zucchini

Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch kommen immer ins Essen. Paprika, Gurke und Sellerie werden wohl roh geknabbert, ebenso die Tomaten. Die Artischocken mag ein Kind nicht, eines dafür sehr. Gibt es also einfach mal zum Essen dazu. Bleiben noch Buschbohnen, Mangold und Zucchini, bei denen ich noch nicht weiß, wie wir sie verarbeiten werden. Bohnen und Mangold essen immerhin alle und aus der Zucchini wird evtl. ein Kuchen.
Auffallend ist, dass kein Salat dabei ist, wie sonst eigentlich immer.

Schulabschluss

Der Sechszehnjährige ist jetzt offiziell fertig mit der Schule.

Da gutes Wetter war, durften 2 Personen mit zur Übergabe der Zeugnisse. Der Schulhof war bestuhlt und wir durften in der Kleingruppe (2 Personen und Kind) zusammen sitzen. Manche kamen mit Anzug und Krawatte, manche im Bademantel. Bunt, wie die Klasse, bunt wie das Leben. Es gab ein paar Reden, eine Rose und die Zeugnisse. Anschliessend mussten wir recht schnell den Platz verlassen, da die nächste Klasse dran war.

Die Jugendlichen sind nach kurzer Pause aufgebrochen, um ihr Fest im Wald zu feiern. Treffpunkt war bei uns, heja, da war aber was los.

Schade, dass wir nicht wie üblich in großem Rahmen feiern konnten, doch es war auch so ganz nett.

Mirabellen Tarte

Neulich gab es Mirabellen frisch vom Baum. Ich erinnnere mich an eine leckere Mirabellen Tarte, nicht jedoch an das Rezept. Also habe ich etwas zusammengemischt. Und es war lecker.
Ich meine, früher oft fertigen Teig dafür verwendet zu haben, das mache ich inzwischen kaum noch.
3 von 4 fanden die Tarte lecker, bestimmt noch leckerer mit Eis oder Sauce. 😉

Hier das Rezept:
Für den Teig:
220 g Mehl
100 g Butter
50 ml Wasser
30 g Zucker

Zu einem Mürbteig verkneten und mind. 30 Minuten kalt stellen. Danach ausrollen und eine Springform damit belegen, einen kleinen Rand hochziehen und mit einer Gabel etwas einstechen. Bei 170° Grad Celsius vorbacken. In der Zeit den Guß und die Mirabellen vorbereiten.

Belag:
Mirabellen
gemahlene Mandeln

Für den Guß:
200 g Sahne
80 g Zucker
2 Eier

Die gemahlenen Mandeln auf dem Teig verteilen, dann die entsteinten und halbierten Mirabellen drauf legen. Anschliessend mit dem Guß übergießen und ca. 40 Minuten fertig backen.

Manche Sachen muss man nicht verstehen


Manche Sachen muss man nicht verstehen.

Seit langem schon wieder will ich mich mit einer Freundin treffen, das ist nicht einfach, wir sind beide berufstätig, haben Familie und Hobbies. Immer wieder jedoch wird Corona vorgeschoben. Das verstehe ich nicht, die Familie benutzt öffentliche Verkehrsmittel und geht außer Haus zur Arbeit bzw. Schule. Und da können wir uns nicht mal im Freien für einen kleinen Spaziergang treffen? Ich verstehe die Sorgen, ich finde mich jetzt auch nicht verantwortungslos, doch es passt nicht zusammen: Mir wegen Corona absagen und gleichzeitig den Urlaub im Ausland planen.

Das verstehe ich nicht. Will ich auch nicht. Nicht mehr.
Ich fühle mich blöd abgespeist und finde den Urlaub im Ausland verantwortungslos. Da driften wohl unsere Welten gerade zu sehr auseinander.

Manche Sachen muss man nicht verstehen.

Spaziergang


Neulich war es ein bisschen regnerisch und ich habe das Kind zum Fussball gebracht. Ist eher die Ausnahme, aber es hat grad gepasst. Ich habe das Kind am Sportplatz abgesetzt und bin weitergefahren zum Einkaufen. Erst in den einen Laden, dann in den anderen. Dann wieder zurück zum Sportplatz. Da war immer noch viel Zeit. Zuerst wollte ich in Ruhe Radio hören im Auto. Doch dann habe ich gesehen, wie nah der Wald ist und bin einfach losgelaufen. Es war total schön und entspannend.

Das nächste Mal, wenn ich das Kind bringe, laufe ich gleich los. So schön!

Händy-Auszeit

Das Kind hat gerade kein Händy. Aus Gründen.

Also liegt es auf dem Sofa und liest alle Asterix. Ich bin verzückt.
Es sitzt auf dem Boden in seinem Zimmer und baut Lego. Ich bin glücklich.

Zwischendurch braucht es mal sein Händy, um Hausaufgaben zu machen oder sich mit Freunden zu verabreden. Das klappt echt gut.

Ich frage mich, ob ich es bin, die das nervt mit dem Gerät. Ist das Kind wirklich anders?

Es hat auf einmal mehr Zeit, bleibt nach dem Essen länger in der Küche sitzen und wir reden noch miteinander. Aber wieder bin ich das, die das schön findet. Oder?

Es gibt keinen Königsweg, wir müssen immer wieder neu verhandeln und neue Wege finden. Und ich merke, das kleine Auszeiten durchaus gut tun. Uns allen.

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