Der 5. im August ist ein Mittwoch. Die letzten beiden Tage war es nicht mehr gar so warm, heute soll es wieder heiß werden. Die Sonne scheint schon früh ins Zimmer.

In der Nacht habe ich es immer mal wieder trippeln gehört, wir haben Übernachtungsbesuch.

Ich stehe später auf als sonst, es ist schon Viertel vor 8 und dusche erst mal. Danach setze ich mich ans Laptop und arbeite ein bisschen.

Um 8:45 steht das erste Videomeeting an. Es lässt mich etwas verloren zurück. Daher arbeite ich ein bisschen Routine ab, was man so daheim machen kann. Ist nicht so viel, und so höre ich um 11 Uhr auch schon wieder auf.

Ich bin immer noch etwas durcheinander ob des Gesprächs und brauche Ablenkung. Also backe ich einen Zucchinikuchen und bereite ein einfaches Mittagessen vor. Die Übernachtungsgäste verlassen uns. Wir essen um 12 Uhr. ES gibt Piroggi mit angebratener Zucchini. Es schmeckt allen. Die Zucchini nicht.

Nach dem Essen verziehen sich die Kinder in ihre Zimmer und/oder duschen. Der Mann probiert schon mal den Kuchen und macht sich auf zum Fahrradfahren.

Ein Kind und ich machen etwas später Kaffeeklatsch. Danach richte ich mich zum Arbeiten und fahre los. Das andere Kind muss erst noch zur Bank und macht sich später selber seinen Kaffeeklatsch.

Ca. 14:20 Uhr komme ich bei der Arbeit an und lege los. Meine Aufgabe für heute schaffe ich 😉

Um 16 Uhr bin ich schon wieder verabredet, wir fahren zum Segeln an den Rhein. Beim Segel hissen klingelt der Mann, der mit dem Fahrrad vorbei fährt. Ich freu mich! Dann üben wir Boje über Bord. Es ist ein bisschen mühsam, weil wir nicht viel Wind haben. Außerdem blicke ich die Q-Wende nicht. Da wir so wenig Wind haben, müssen wir ein Stück paddeln und kommen später am Hafen an als erwartet. Den Abholzeitpunkt für die Gemüsekiste habe ich verpasst, es ist schon 20:30 und die Kiste muss bis 21 Uhr abgeholt werden. Dann also morgen. Folglich können wir noch einen Anleger am Bootshaus trinken, was wir auch machen. Dabei bewundern wir den Sonnenuntergang. Es ist friedlich und schön. Ich bin mit dem Tag wieder versöhnt.

Als ich gegen 10 Uhr abends nach Hause komme, ich muss ja noch von der Arbeit mit dem Fahrrad heim fahren, sitzt der Mann vor dem Fernseher. Wir besprechen kurz unseren Tag. Die Kinder sind außer Haus bei Freunden und kommen erst morgen wieder. Ich dusche noch geschwind und setze mich zum Mann aufs Sofa, wir trinken noch ein Bier und schauen Auslandsjournal. Dort wird über die Explosion in Beirut berichtet, es ist grauenvoll und erschütternd. Wie schnell alles vorbei sein kann. Manchmal macht mir das Angst.

Wir quatschen noch ein bisschen und um halb 12 gehe ich ins Bett.

Noch mehr WMDEDGT gibts bei Frau Brüllen.