Ich mag die späte Hunderunde: Der Hund und ich trotten gemächlich durch die Straßen. An manchen Ecken pinkelt er, an den meisten schnuppert er nur. Immer wieder bleiben wir stehen. Weil es duftet (für ihn). Weil etwas so interessant ist, dass man nicht weiterlaufen kann oder weil ein anderes Tier zu sehen ist.

Manchmal schnappt sich der Hund ein Stöckchen. Es hängt wie eine Zigarre aus seinem Maul. Coole Socke. Er sieht aus wie Helmut Schmid während wir durch die Straßen spazieren. Er knabbert ein bisschen am Stock und lässt ihn fallen. Dann nimmt er ihn wieder auf, aber es sieht nicht mehr so cool aus. Wie ein Stöckchen halt. Dem Hund ist es egal. Mit Stock im Maul fühlt er sich wohl. Wir trotten weiter.

Es ist warm und viele Fenster sind offen. Aus einem Fenster kommt immer Gebrüll. Immer. Das hat ein Kind auch schon bemerkt. Aus vielen Fenstern leuchtet es bläulich, da wird fern gesehen oder am Computer gesessen. Bei manchen sehe ich Riesenbildschirme. Bei einem Fenster kommt oft Musik, da bleibt der Hund immer stehen. Es scheint ihm zu gefallen. Manchmal hört man Menschen reden. Oder Kinder weinen.

Ich bin müde und möchte nach Hause. Komm, Hund.