alive and kicking

Autor: dodio (Seite 1 von 127)

Hier schreibe ich über mich, meine Familie, meinen Alltag, meine Gedanken. So viele haben gemeckert, dass ich zu selten Emails schreibe - voilà: hier könnt ihr jetzt alles lesen!

Backen in mehreren Anläufen

Eigentlich wollte ich schon das Wochenende zuvor mit dem Stollenbacken anfangen. Eigentlich. Dann kam das Leben dazwischen und ich habe den Sonntag in der Klinik verbracht.
Also wollte ich unter der Woche ganz entspannt alles ansetzen und backen. Tja, auch das verzögerte sich. Somit hatte der Teig eine Übernachtgare und die Rosinen waren mehrere Tage in Rum eingelegt, was ihnen offensichtlich nicht geschadet hat. Der Teig wurde anfangs gar nicht gut und ich habe nur Krümel gehabt, nach der Übernachtgare war es ein dicker, harter Brocken. Also kam nochmal Milch rein. Ab dann war es ok.

Am Abend dann wurde endlich gebacken und das Ergebnis sieht schon mal gut aus. Jetzt muss das Teil nur noch ruhen, das ist das Schwierigste.

Riechen


Ich bin ein Nasenmensch. Mein Geruchsinn ist so ausgeprägt, dass es manchmal nervt. Vor allem Menschen, die nicht so gut riechen und dann nicht nachvollziehen, dass ich es an manchen Plätzen nicht aushalte, weil mich die Gerüche überfordern. Daher benutze ich auch sehr, sehr selten Parfum. Viel zu schnell finde ich es aufdringlich. Dann bekomme ich Kopfweh oder sogar Migräne. Mit dem Parfum anderer Menschen geht es mir ähnlich. Viel zu schnell wird es viel zu unangenehm.

Ich hatte mal eine Kollegin, die sehr nach Schweiß gerochen hat, weil sie synthetische Kleidung trug. Das ist ein ganz spezieller Geruch und war nur schwer zu ertragen. Zum Glück habe ich mit ihr nicht das Büro geteilt.

Ich habe lange gebraucht, festzustellen, dass nicht alle Menschen so gut riechen. Gut meine ich jetzt nicht nur positiv, sondern durchaus anstrengend. Anstrengend vor allem für mich. Auch in unserer Wohnung gibt es Gerüche, die nur schwer für mich zu ertragen sind. Damit meine ich nicht die Teenager-Kinder mit ihren stinkigen Socken, sondern Gerüche, die andere gar nicht wahrnehmen.

Wir hatten lange ein spezielles relativ geruchloses Waschmittel. Leider kam irgendwann ein Geruch dazu. Auf Nachfrage bei der Firma wollte das wohl die Allgemeinheit so. ?? Manche Waschmittel riechen sehr aufdringlich und ich kann Kleider, die bei uns vergessen wurden aufgrund des Geruchs den entsprechenden Kindern zuordnen. Da fühle ich mich wie ein Schnüffelhund.

Apropos Hund: der riecht. Ganz extrem sogar. Wenn ich in unsere Wohnung komme, rieche ich den Hund. Doch je mehr ich den Hund mag, desto weniger stört mich sein Geruch. Logo, ähnlich ist das ja auch bei den Menschen. Die, die ich mag, kann ich riechen. Zumindest meistens. Das geht ja allen so, oft einfach unbewusst.

Wenn das Coronavirus nun den Geruchsnerv angreift und die Riechfunktion eingeschränkt ist, stelle ich mir das einerseits erleichternd, andererseits auch schrecklich vor. Ich habe mich sehr daran gewöhnt, mich auf meine Nase zu verlassen. Manchmal glaube ich, ich kann Stimmungen riechen und dann entsprechend handeln. Übertrieben, abgehoben. Ja, das denke ich auch oft. Und doch enttäuscht mich meine Nase sehr selten. Wenn ich nicht mehr riechen könnte, wäre also manches einfacher. Aber es würde auch ein ganz wichtiger Faktor fehlen. Da der Geruchsinn ja ganz eng mit dem Geschmacksinn verkoppelt ist, würde das den Alltag sehr einschränken. Nicht mehr schmecken. Das kennt jeder, der mal eine Erkältung hatte. Da freut man sich, wenn man wieder schmecken kann. Was, wenn das länger anhält? Ich stelle mir das schrecklich vor.

Klar, es ist nur eine kleine Nebenwirkung, verglichen mit dem Leiden auf der Intensivstation, doch eine sehr einschränkende.

Termine

Heute habe ich den ersten Termin für 2022 bekommen, von meiner Ärztin.
Vielleicht können wir ja 2021 auch einfach überspringen und direkt mit 2022 anfangen. Da gibt es dann schon alles von 2021, aber wir sparen uns die Mühsal des Jahres.

Zeitreisen sind in, aber dann doch nicht so praktikabel. Ich denke, das würde die meisten Menschen eh überfordern. Selbst wenn es nur ein Jahr wäre. Wir müssen die Zeit irgendwie rumkriegen, um zu merken, dass sie verrinnt. Daher sind auch die ganzen Rückblicke auf gelebtes Leben so beliebt. Da merkt Mensch erst, was geschehen ist. Im Alltag verrinnt die Zeit und wir nehmen oft nicht war, was alles passiert ist. Oder verdrängen es.

Zeit ist ein Phänomen.

Gemüsekiste Woche 47/20

Die Winterkiste ist immer noch gut gefüllt:

1,5 kg Kartoffeln
1,5 kg Karotten
320 g Zwiebeln
320 g Rosenkohl
330 g Mangold
70 g Hirschhornwegerich
100 g Ruccola
340 g Pak Choi
1 Rettich
1 Lauch
1/2 Endivien
1 Butternut Kürbis

Die Kartoffeln gibt es immer mal wieder zum Essen, ich hatte sogar neulich welche gekauft. Karotten sind hier nicht so beliebt, die mische ich unter. Den Salat essen wir zum Essen dazu. Die Zwiebeln werden zu verschiedenen Essen dazu bereitet, Salat, Gemüse…. Davon haben wir im Moment auch viele, weil ein Kind einen ganzen Beutel gekauft hat. Rosenkohl mögen die Kinder nicht so, mal schauen, was daraus wird. Den Hirschhornwegerich hatte ich zum letzten chinesischen Essen dazu gemacht, das war ganz lecker. Vielleicht kommt er auch in ein Risotto mit dem Mangold, das schmeckt hier immerhin allen. Der Kürbis hält sich noch.

Gemüsekiste Woche 46/20

Kurz bevor es die neue Kiste gibt, hier der Überblick was in der Kiste war:

1 kg Süßkartoffeln
1 kg Karotten
1/2 Rotkohl
1/2 Endivien
1 Rettich
1 Bund Koriander
100 g Ingwer
430 g Spinat
140 g Asia Salat
60 g Hirschhornwegerich
60 g Ruccola
40 g Petersilie

Die Süßkartoffeln wurden zu einem leckeren Auflauf verarbeitet, der Spinat kam da auch noch mit rein. Die Salate gab es immer mal wieder dazu. Der Koriander kam in eine arabische Linsensuppe. Der Rettich wurde so geknabbert. Alles was noch da war, gab es als Suppe.
Was bleibt ist ein Teil Salat und der Rotkohl.

12 von 12 im November 2020


Der 12. im November ist ein Donnerstag.


Die restlichen Weckmänner warten auf uns.


Arbeitsblick.


Das Geld liegt leider nicht auf der Straße, sondern beinhaltet verschiedene Karten.


Mundschutz bei der Arbeit.


Mittagsruhe nach dem Essen. Leider kein Schlaf.


Erst die Hälfte des Tagespensums geschafft.


Französischhausaufgaben.


Doch heute ist erst mal Japanisch dran.


Auch hier gibt es Hausaufgaben.


Im Fenster Laternen.


Nicht nur der Hund ist müde.

Noch mehr Blicke gibt es bei der Caro.

Gemüsekiste Woche 45/20

Die Kiste wird immer winterlicher:

1,5 kg Kartoffeln
1 Kürbis
1/2 Weißkohl
1 Staudensellerie
1/2 Endivie
1 Bund Radieschen
1 Zweig Sanddorn
60 g Knoblauch
380 g Mangold
410 g Zwiebeln
130 g Paprika
130 g Asiasalat
50 g Ruccola
35 g Petersilie

Die Radieschen haben wir gleich geknabbert. Knoblauch, Zwiebeln, Petersilie und Paprika kommen immer wieder ins Essen und in den Salat. Den Salat gibt es zum Essen dazu. Der Kürbis lagert erst mal. Aus dem Mangold wurde ein Mangoldrisotto, das essen alle gerne. Aus dem Weißkohl wird vermutlich eine Suppe und/oder Kimchi. Lediglich der Staudensellerie wartet auf seine weitere Verwendung.

Das Mangoldrisotto wurde ein bisschen rötlich, weil es wunderschöner, roter Mangold war. Dazu gab es bei uns Salat und Grillkäse.

Wochenende in Bildern – November 2020

Das Novemberwochenende war sonnig, neblig und kalt. Wir hatten kaum Termine, eh klar, und gemacht, was man halt am Wochenende so macht. 😉

SAMSTAG

Frühstück am Samstag.


Hundeschule mit neuen Mitschülern. Wir Streber dürfen nächste Woche in die höhere Klasse aufsteigen.


Im Dorf ist es neblig und kühl.


Außerdem nass.

Danach ist mir so kalt, dass ich mich wieder ins Bett lege.
Vom leckeren Essen, das der Mann gekocht hat (Hash Brown), meinem gebackenen Brot und dem Rest des Tages gibt es keine Bilder mehr.

SONNTAG

Der Sonntag beginnt wieder früh mit großer Hunderunde bei wunderschönem Wetter.


Die Hunde freuen sich.

Danach Früstück mit Rosinenbrötchen. Dem Kind sind Schokobrötchen lieber.

Mittagessen macht wieder der Mann und es gibt keine Fotos. Dafür backt der Mann heute das Brot (Irish Soda Bread):


Ich verziehe mich in den Keller.


Und finde die Laternen, um sie ins Fenster zu stellen.

Mehr Wochenendeinblicke gibt es bei den Großen Köpfen.

WMDEDGT November 2020

Was machen wir denn alle so an einem beliebigen Tag?

Immer am fünften, fragt das Frau Brüllen und ich mache gerne mit. Der 5.11.2020 ist ein Donnerstag und so sah mein Tag aus:

Um 6 Uhr klingelt der Wecker wie jeden Morgen. Ich quäle mich aus dem Bett, gebe einem Kind Bescheid und mache mich auf die Hunderunde. Der Hund hat gerade viel Spaß draußen und es ist ein bisschen lustig mit ihm. Aber auch kalt.

Als ich zurückkomme ist schon fast halb 7. Ich sage dem Kind nochmal Bescheid und mache Tee. Das Wasser kocht immer schon während ich mit dem Hund draußen bin. Währenddessen steht das andere Kind auf. 2 von 3 trinken Tee.

Um kurz vor 7 gehen die Kinder nach und nach aus dem Haus und der Mann steht auf. Wir trinken noch einen Tee zusammen. Dann richte ich mich und fahre zur Arbeit.

Dort komme ich um kurz nach halb Acht an. Ich arbeite und arbeite. Es gibt viel zu kopieren heute. Gerade der richtige Job 😉

Um 10:40 Uhr fahre ich schon wieder nach Hause. Ich setze mich schnell an den Computer, denn ich habe um 11 Uhr ein Videomeeting. Das mache ich lieber zu Hause, weil ich dort meinen Laptop benutze. Wir besprechen ein paar Sachen und es wird gegen Ende noch ganz lustig und wir haben viele gute Ideen. Hoffentlich können wir ein paar davon umsetzen.

Viel zu spät fange ich mit Kochen an, aber es geht dann doch recht schnell. Es gibt Mangoldrisotto, Asia-Salat und Grillkäse. Eine bunte Mischung, die allen schmeckt. Bis auf den Salat, den isst ein Kind nicht. Gerade als wir fertig sind, kommt das andere Kind. Ich mache ihm die Reste noch ein bisschen warm und setze mich dazu. Der Mann macht sich einen Espresso und sitzt auch noch dabei.
Der Mann geht wieder arbeiten, ich fülle die Waschmaschine und räume ein bisschen auf. Ich instruiere die Kinder, was sie zu tun haben und dann gehe ich mit dem Hund aus dem Haus.

Um 14.45 Uhr treffe ich eine Freundin. Wir laufen eine große Runde mit dem Hund während ihre Kinder bei der Musikschule sind. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen, das letzte Mal war vor den Sommerferien. Dementsprechend viel haben wir uns zu erzählen. Schwups, schon ist die Zeit um und wir verabschieden uns.

Es ist schon fast 16:30 als ich wieder zu Hause ankomme. Die Kinder haben brav fast alle Aufgaben erledigt. Ein Kind will zocken, ein Kind geht arbeiten und der Hund schläft auf dem Sofa. Ich setze mich auch noch kurz an die Arbeit, ich will noch was fertig bekommen, aber es flutscht nicht so recht. Also schreibe ich lieber hier schon mal alles auf 😉

Um 17 Uhr kommt der Mann nach Hause, er geht aber gleich wieder los, Fahrrad fahren. Ein Kind zockt, ein Kind arbeitet und ich mache Zeug.

Um 19 Uhr essen wir zu dritt Abendbrot. Dazu gibt es Brot, Käse, Aufstrich, Feige und Radieschen. Anschliessend verziehen sich die Herren ins Wohnzimmer und schauen die wievielte Folge Flash (es wurde dann doch was anderes), ich setze mich nochmal an den Computer.

Um 20 Uhr beginnt mein Japanisch online Unterricht. Ich bin müde und nicht vorbereitet. Leider muss ich oft gähnen…. Doch es macht Spaß und ist lustig.

Um 21 Uhr bin ich fertig, inzwischen ist das andere Kind auch nach Hause gekommen und bereits im Bad.

Um 22 Uhr liegen beide Kinder im Bett. Der Mann und ich schauen noch Nachrichten.

Um 22:30 Uhr gehe ich nochmal mit dem Hund raus. Gegen 23 Uhr komme ich zurück und richte mich gleich fürs Bett.

23:30 Uhr: Licht aus!

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