alive and kicking

Autor: dodio (Seite 1 von 123)

Hier schreibe ich über mich, meine Familie, meinen Alltag, meine Gedanken. So viele haben gemeckert, dass ich zu selten Emails schreibe - voilà: hier könnt ihr jetzt alles lesen!

Hundebär

Der Hund, der meint, er sei ein Bär.
Auf dem Foto war er das erste Mal bei uns in der Wohnung für eine halbe Stunde. Jetzt ist er ganz eingezogen!

Er wirbelt nicht nur die Stofftiere umher, sondern unseren ganzen Alltag.
Auch hier gibt es jetzt das Stichwort Hund.

Wandersehnsucht

Der Blick aus dem Bürofenster verspricht bestes Wanderwetter. Sehnsucht macht sich breit. Lieber wäre ich jetzt dort als hier. Der Urlaub war so schön und so anstrengend. Erfüllend.
Ich vermisse das gerade in meinem Alltag und überlege, wie ich das einbauen kann. Segeln gehen am Nachmittag, ins Café sitzen mit den Freunden, die Hunderunde etwas ausdehnen. Ist alles toll und das versuche ich regelmässig zu integrieren, aber die erfüllende körperliche Anstrengung fehlt. Nun ja, ich bleibe auf der Suche….

Ladies on the road


Im Urlaub hatten wir immer wieder diese Ladies auf der Straße. Da sie fast alle Glocken um den Hals baumeln haben, ist das Geläute ein ständiger Begleiter. Ich frage mich, ob das die Kühe nicht nervt.





Die mit Hörnern sind beim Streicheln zu bevorzugen, meinte der Bergführer. Also haben wir uns daran gehalten.
Klasse Tiere, die Rinder in den Bergen.

Taschengeld update


Neues Schuljahr, neue Verhandlungen.

Nein, nein, verhandelt wird hier nicht. Das Taschengeld wird immer zu Schuljahresbeginn, also im September, erhöht. Der Betrag ist nur gering, aber das ist bewusst so. Die Kinder müssen sich dafür nix kaufen, dürfen ihr Geld jedoch so ausgeben, wie sie es wünschen. Das ist ihr bedingungsloses Grundeinkommen. 😉

Der 12jährige ist jetzt in der 7. Klasse und bekommt 7 Euro im Monat, der 16jährige ist in der 11. Klasse und bekommt 12 Euro. Warum 12 Euro? Ich weiss es auch nicht. Letztes Jahr in der 10. Klasse hat er schon 11 € bekommen, also wird es jetzt einen Euro mehr. Warum das nicht mehr zur Klasse passt, weiss ich nicht. Doch es wäre ein bisschen unfair, ihm das Geld nicht zu erhöhen, dem kleinen Bruder jedoch schon. Der 16jährige hat auch einen Nebenjob, bei dem er mal mehr, mal weniger verdient.

Verhandelt wird hier nicht, weil alle anderen viel mehr bekommen. Das ist ja immer so. Dass die anderen davon oft auch noch viel mehr bezahlen müssen, fällt dabei oft hinten runter. Klar, war uns das auch eine Überlegung wert, doch die Kinder schienen nicht so begeistert und wir auch nicht. Also bleibt es erst mal so.

Gemüsekiste Woche 37/20

Die Gemüsekiste ist immer noch reich gefüllt, die Erntezeit in vollem Gange.
Das war diese Woche drin:
1 Hokkaido Kürbis
550 g Karotten
1 Chili
280 g Bohnen
3 Mais
2 Auberginen
490 g Tomaten
1 Kohlrabi
800 g Kartoffeln 2. Wahl
1 kg Kartoffeln, festkochend
90 g Petersilie
25 g Basilikum
650 g Zucchini
330 g Mangold
1 Bund Schnittlauch

Die Tomaten essen wir roh zum Abendessen. Da wir noch mehr bekommen haben, gibt es villeicht auch eine Tomatensosse. Den Kohlrabi knabbere ich ebenfalls roh. Die Kartoffeln werden verkocht zu …. Den Schnittlauch habe ich gleich kleingeschnitten, dann kann er auch mit aufs Brot. Wie die anderen Sachen verwendet werden, wird sich zeigen.

Schulanfang 2020

Heute ist in Baden-Württemberg Schulanfang. Während sich in anderen Bundesländern die Schülerschaft schon auf die baldigen Herbstferien freut, fängt hier das Schuljahr erst an. Und das bei hochsommerlichen Temperaturen, es sind in den nächsten Tagen bis über 30° Grad Celsius angesagt.
Die Kinder haben die letzten Tage, Wochen, Monate zum Ausschlafen und Freunde treffen genutzt, soweit das möglich war. Heute dann also alles wieder zurück auf Alltag, letztmalig war das im März so. Es gab eine kleine Schultüte wie die letzten Jahre schon. In der Schultüte waren Erdnüsse in Schale als Füllmaterial und hauptsächlich Süßigkeiten. Dazu noch einen Klebestift und eine Überraschungslegofigur.
Ein Kind hatte auch eine richtige Einschulung, weil es an einer neuen Schule ist. Aber mit 16 macht man das natürlich ohne Eltern. Wie peinlich wäre das denn? Da das Kind mit dem Zug fahren muss, musste es sehr früh aufstehen. Was für eine Umstellung!

12 von 12 im September 2020

Der 12. im September ist ein Samstag, das letzte Wochenende vor dem Schulanfang. Die Kinder sind außer Haus gewesen über Nacht. Doch da wir ja ein Hundebaby haben, fing der Tag früh wie immer an….

1. Der Hund begleitet mich beim Wäsche aufhängen.

2. Unsere Beute vom Markt.

3. Tomaten sind von der solidarischen Landwirtschaft.

4. Dazu gibt es Eier vom Markt zum Mittagessen. Schmeckt den Anwesenden.

5. Post kam auch.

6. Ich finde endlich meine Masken aus Taiwan.

7. Hätte ich auch nie gedacht, dass ich die nochmal brauche. In Deutschland!

8. Der Mann backt ein Brot.

9. Und schneidet einem Teil der Familie die Haare.

10. Sieht eklig aus, aber das sind abgeschnittene Haare.

11. Der Hund war im Garten und ist platt.

12. Das zockende Kind zaubert schöne Scheiben.

Mehr Bilder vom 12. gibt es bei Caro.

Urlaub in den Alpen 2020, Heimreise


Die Nacht war ruhig, da die Hütte sehr leer war. Unser Bergführer ist auch nicht mehr da. Wir frühstücken das ewig gleiche Frühstück. Nein, heute gibt es Obstreste von gestern, also ein bisschen Abwechslung. Doch wir haben inzwischen auch unseren Rhythmus, was wir essen. Die einen ziehen sich Toastbrot mit Schokocreme rein, die anderen greifen erst mal zu Müsli und später zu Brot. Jeder wie er will.

Wir freuen uns noch ein letztes Mal an der „netten“ Bedienung. Wir alle werden sie nicht vermissen! Die Adressen sind ausgetauscht, die Sachen fast alle gepackt und wir reden noch ein bisschen wehmütig miteinander.

Es regnet in Strömen als wir unsere Sachen zum Auto bringen. Da fällt der Abschied leichter. Alle huschen schnell in ihrer Autos und fahren los. Eine Familie wollte eigentlich noch auf den Berg fahren, wir wollten noch zur Alm fahren und Käse kaufen, doch es bleibt beim eigentlich. Das Wetter treibt uns aus dem Tal.

In der nächsten größeren Ortschaft gehen wir noch einkaufen, als Mitbringsel gibt es einen Zirbenschnaps. Im Supermarkt kaufen wir noch Käse, weil wir ja nicht mehr auf der Alm waren und einige andere Sachen, die wir mitbringen wollen oder auf der Fahrt brauchen. Ein Kind will unbedingt noch in einen zweiten Supermarkt, dort gibt es dann tatsächlich auch das gewünschte Getränk in Flaschen, hat sich also gelohnt.

Dadurch ist es etwas später als wir die Heimreise antreten. Es regnet und regnet, dennoch wünscht sich ein Kind, nicht durch den Tunnel, sondern über den Pass zu fahren. Machen wir auch. Es ist ein bisschen trostlos.

Später regnet es so sehr, dass ich nur langsam auf der Autobahn vorankomme. Dann gibt es auch noch einen Unfall und die Fahrt zieht sich. Es regnet bis wir fast zu Hause sind. Dort ist von Regen keine Spur mehr und es ist auch viel wärmer. Wie immer.

Wir räumen schnell das Auto aus und bewundern die Katze, die in unserer Wohnung ist. Hat sie sich reingeschlichen, als die Tür auf war oder kommt sie durch ein offenes Fenster rein? Wir bringen sie nach draußen und fahren mit den Fahrrädern zu Freunden. Dort wird heute gegrillt und ein Geburtstag gefeiert. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Essen. Es ist lustig und gemütlich. Wir sitzen lange draußen und geniessen den lauen Abend. Später werden noch Marshmellows über dem Feuer gegrillt. Spät kommen wir nach Hause, die Kinder huschen ins Bett und wir Erwachsenen reden noch ein bisschen.

Schön war unser Urlaub.

Der Urlaub ist selbst bezahlt worden und ich habe keine Vorteile, dass ich davon berichte. Das Niedergeschriebene ist meine persönliche Meinung.

Urlaub in den Alpen 2020, Tag 5


Heute sind wir wieder früh dran, weil wir eine größere Tour geplant haben. Wir wollen einen 3000er Gipfel erklimmen. Mit den Autos fahren wir ein Stück bergauf, irgendwo bleiben wir stehen und laufen los. Querfeldein auf alten Schmugglerwegen. Der Bergführer gibt gute Tips und Ratschläge, wir folgen ihm. Wir sammeln Steine, um sie in einem Gletschersee hüpfen zu lassen. Das Wasser ist sehr trübe. Gletschermilch heißt das, erfahren wir.

Nach kurzer Pause geht es weiter bergauf, es ist anstrengend, weil es über viele Steine geht. Da ist Konzentration gefordert. Die Landschaft ist karg, aber schön. Wir sehen und hören aufgeregte Murmeltiere. Die Kinder sind ganz aus dem Häuschen.
Wir kommen an einen glitschigen Gletschersee und stapfen barfuss darin rum. Das macht allen Spaß, auch wenn es sehr kalt ist.

Das Wetter wird immer ungemütlicher, dichte Wolken kommen von den Gipfeln. Der Bergführer rät vom Weiterlaufen ab. Wir sind etwas enttäuscht, immerhin wollten wir eine Ländergrenze passieren und einen 3000er Gipfel erklimmen. Doch wir sehen ein, dass die Wetterverhältnisse das nicht hergeben.

Also machen wir uns wieder auf den Rückweg, es wird immer dunkler und fängt an zu regnen. Wir gehen einen anderen Weg bergab, immer noch über viele Steine. Der Regen wird immer stärker. Ich bin froh um die Winterjacke, die ich inzwischen anhabe.

Als wir bei den Autos ankommen, sind wir ganz schön nass. Wir fahren noch weiter hoch bis zur Bergstation, dort gehen wir ins Restaurant und wärmen uns auf. Die Jungs wollen beide Burger. Ich habe keinen Hunger und trinke nur etwas. Der Ausblick ist gar nicht mehr schön, wir schauen auf Seilbahnen und Maschinen, die alles für den Winter herrichten. Zwischendurch gibt es abgedeckte Schnee- bzw. Gletscherfelder, Snowfarming heißt das.

Wir besuchen noch einen begehbaren Gletscher, doch nach unserem Erlebnis vor Ort in der Spalte ist das eher enttäuschend. Dann gehen wir noch in den Souvenirshop. Schliesslich fahren wir wieder zur Hütte, es hat sich inzwischen eingeregnet und ich geniesse die Sitzheizung. Immer wieder müssen wir anhalten, weil Kühe auf der Straße sind. An der Hütte angekommen, rennen wir ins Haus und hüpfen ins Bett. Oder duschen. Oder beides. Am frühen Abend treffen wir uns, um unsere Ausrüstung zurück zu geben vor der Hütte. Alle helfen eifrig mit. Die Kinder spielen noch ein bisschen miteinander.

Zum Abendessen sind wir wieder alle gemeinsam am Tisch. Es gibt Hackbraten mit Nudeln, zum Nachtisch Eis mit Fruchtsalat. Wir reden über die Woche, unsere Erfahrungen und Vorschläge. Dann tauschen wir noch Adressen aus. Der Bergführer verabschiedet sich, er fährt heute noch die Ausrüstung zurück und kommt dann nicht mehr. Wir spielen Karten, trinken den letzten Schnaps und bezahlen unsere Rechnung. Spät und mit leichtem Abschiedsschmerz schlafen wir endlich ein.

Der Urlaub ist selbst bezahlt worden und ich habe keine Vorteile, dass ich davon berichte. Das Niedergeschriebene ist meine persönliche Meinung.

Urlaub in den Alpen 2020, Tag 4


Heute frühstücken wir wieder ein bisschen später, um 8 Uhr. Zur Freude eines Kindes. Ich bin trotzdem sehr früh wach, die Hütte ist sehr hellhörig. Aber so ist das wohl auf Hütten. Immerhin können wir den Tag erst mal ruhig angehen lassen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Klettersteig. Wir fahren mit den Autos, das ist mit dem ganzen Gepäck etwas einfacher, auch wenn das Stück nur kurz ist. Am Klettersteig ist schon einiges los. Unser Bergführer erklärt uns nochmal die Grundregeln und die Sicherung. Ganz wichtig. Jeder muss jederzeit gesichert sein. Er sagt auch, in welcher Reihenfolge wir laufen. Ein Kind darf als erstes laufen und freut sich, welch Verantwortung! Die Mutter mit dem kleinen Kind bleibt wieder zurück. Sie wäre auch gerne geklettert, doch das geht noch nicht. So erkundet sie die Umgebung. Doch zuerst winkt sie uns noch eifrig. Wie klein und kleiner sie wird.

Es geht über wackelige Brücken und an vielen Felsen vorbei und hoch, später kommt sogar noch ein Überhang. Das ist anstrengend, aber auch schön. Wir kommen zügig voran, obwohl wir immer wieder etwas warten müssen, da vor uns ebenfalls eine Gruppe klettert. An einem Vorsprung machen wir Rast und stärken uns, ausserdem lassen wir die Familie hinter uns vorbei und geben denen vor uns etwas Vorsprung. Direkt am Felsen hängend warten zu müssen kann sehr anstrengend werden. Ich esse nix, ich habe das Gefühl, jedes Gramm an mir ist zu viel, es ist sehr anstrengend und geht in die Arme. Nach der Pause klettern wir noch das letzte Stück, das am herausforderndsten ist. Glücklich und zufrieden kommen wir alle oben an. Wir tragen uns in das Buch ein und stärken uns nochmal. Hinter uns kommt eine Familie die Wand hoch, die ohne Helm unterwegs ist. Der Bergführer findet das unverantwortlich, wir haben alle etwas Steinbruch abbekommen vorhin am Fels.

Zurück laufen wir an der Straße entlang. Das ist nicht gar so schön, doch es gibt immer wieder Abkürzungen. Als wir wieder unten ankommen, machen wir kurze Pause und rüsten uns dann, um nochmals am Fels zu klettern. Der Bergführer sucht einen besonders schwierigen Fels für das große Kind. Es hat auch schwer dran zu knabbern und findet den Weg nach oben nicht auf Anhieb, sondern erst als der Bergführer ihm mit Magnesium ein paar Griffe zeigt. Es ist sehr knifflig. Die anderen Erwachsenen, die den Weg klettern wollen, schaffen es nicht! Welch Genugtuung für das Kind. Nur der Bergführer klettert behände die Wände hoch, flink wie eine Gämse. Das andere Kind mag nicht klettern und spielt mit den anderen Kindern. Manche sind noch eifrig am Klettern, manche brauchen eher eine Pause, jeder darf, wie er will. Ich bin vom Sichern sehr platt, meine Hände sind sehr müde, das ist total anstrengend. Daher klettere ich auch nicht mehr, nur ein bisschen, aber nicht weiter höher. Mir hat es gereicht heute.

Später am Nachmittag packen wir zusammen und fahren mit den Autos zurück zur Hütte. Es ist sonnig und die Terrasse gut besucht. Wir trinken nichts mit den anderen heute, sondern begeben uns aufs Zimmer und ruhen uns aus. Beide Kinder schlafen sogar ein bisschen ein. 😉

Abends gibt es ein frühes Abendessen mit leckeren Käsespätzle. Es schmeckt supergut. Das Kind, das keine Käsespätzle mag, bekommt Schnitzel mit Pommes und ist glücklich. Wir machen nur kurz Pause und treffen uns dann schon wieder um noch einen Spaziergang durch den Wald zu machen. Dabei sammeln wir eifrig Holz, mit der Axt wird es ein bisschen zerkleinert. Das Zirbenholz riecht wunderbar. Wir laufen anschliessend zum Lagerfeuerplatz und machen ein schönes großes Feuer. Manche Kinder sind sehr verzückt. Und alle sind eifrig dabei, Holz auf zu legen. Über der Glut grillen wir Würstchen. Da keiner Stockbrotteig gemacht hat, gibt es den auch nicht. Etwas später gibt es noch gegrillte Banane mit Schokolade. Das schmeckt fast allen sehr lecker.

Wir sitzen noch eine Weile am Feuer und geniessen die Wärme und den Abendhimmel. Die Kinder werden immer ruhiger, die Erwachsenen reden leise. Irgendwann machen wir uns wieder auf den Weg zur Hütte. Was für ein schöner Abend.

Da wir unseren Schlüssel abgegeben hatten und die Rezeption schon zu hat, weil keine Gäste mehr da sind, kommen wir nicht in unser Zimmer. Doch unser kompetenter Bergführer hilft uns auch hierbei. 😉 Die Kinder sind fasziniert von seinen vielfältigen Fähigkeiten. Müde fallen wir in die Betten.

Der Urlaub ist selbst bezahlt worden und ich habe keine Vorteile, dass ich davon berichte. Das Niedergeschriebene ist meine persönliche Meinung.

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