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Kategorie: Frühling (Seite 1 von 5)

Ostern 2021

Der Sonntag fängt früh an, wie immer. Danach backe ich schnell den gestern noch angesetzten Hefeteig zu Brötchen, es ist mir zu mühsam, daraus Häschen zu formen. Wir frühstücken die noch ganz warmen Hefebrötchen, sie schmecken lecker. Dazu nimmt sich jeder den Aufstrich, den er mag. Auf dem Tisch stehen Osterkörbchen mit Süßigkeiten. Für die Suche sind die Jungs schon zu groß. Außerdem lebt ja jetzt ein Hund hier, der bestimmt gerne mitsuchen würde. Also lassen wir das. Nach dem Frühstück wird das Bad geputzt, wie jeden Sonntag übernehmen das die Jungs. Ein Kind begibt sich danach ans Mittagessen kochen. Es gibt Fleisch. Die ganze Fastenzeit hatte er auf Fleisch und Fisch verzichtet, jetzt freut er sich darauf. Da wir selten Fleisch essen, ist es schon was Besonderes. Der Mann fährt derweil Fahrrad und ich lege mich etwas ab, weil mein Kopf mal wieder spinnt. Wetterumschwung = Kopfweh.

Nach dem Essen räumen Mann und Kind die Küche auf, ich verziehe mich zur Wäsche. Nach kurzer Ruhe begeben sich der Mann und ein Kind auf die Hunderunde. Sie wollen bei der Oma durchgehen und sich mit Abstand für den Osterbrief bedanken. Das andere Kind chillt und macht sich dann auf den Weg zur Arbeit. Ich backe einen Kuchen, der leider gar nix wird und lese im Internet.

Später gibt es Abendessen und Serie gucken: Stranger Things. Noch später kommt das arbeitende Kind wieder nach Hause. Ich fühle mich platt und ausgelaugt, ausserdem tut der Kopf noch weh. Frühling ist echt nicht meins.

Ruhiges Ostern ohne Familienbesuch. Ich freue mich auf den Bonustag morgen.

Osterkuchendeko supereinfach

Auf den fertigen und noch warmen Kuchen (Rüblikuchen bietet sich an) einfach einen Schokoladenosterhasen drauflegen. Er schmilzt dann leicht an. Und sieht gruselig aus, meinen die Kinder. Also vielleicht nicht auf den heißen Kuchen legen, damit er nicht so sehr schmilzt.

Info: Zum Schneiden und Essen ist es nicht ganz so praktisch, weil die Schokolade schlecht zu schneiden ist.

Vater-Tag

Seit die Kinder nicht mehr in der Grundschule sind, gibt es keine Vater- und Muttertagsgeschenke mehr. Wir vermissen die Basteleien nicht, auch wenn wir und darüber gefreut haben. Geschenke anderer Art gibt es auch nicht. Was soll das denn? Der Vater war noch nie mit anderen Vätern unterwegs um zu feiern. Warum soll er denn sein Vatersein mit anderen Männern feiern? Und sich dann dabei auch noch besaufen?

Ab und zu waren wir am Vatertag vereinstechnisch eingespannt, da gab es Fussballspiele, bei denen bewirtet werden musste oder Fahrdienste zu leisten.

Heute geniessen wir den Vatertag auf eine andere Art. Wir freuen uns, dass wir einander haben, dass wir es immer noch miteinander aushalten und dass es und recht gut geht.

Ich gehe auf den Friedhof und besuche meinen Vater, das habe ich so mit der Mutter ausgemacht, da sie in diesen Zeiten nicht so einfach auf den Friedhof kommt. Ich giesse die Gräber, denke an die Verwandten, die da liegen und freue mich an den Vögeln, die in den Bäumen zwitschern. Ich mag die Friedhofstimmung, die so friedlich ist.

Regen am Abend

Gestern Abend als die Kinder ins Bett sind, aufgeregtes Rufen: Es regnet. Wir stürmen ans Fenster und tatsächlich, ganz sachte fallen Regentropfen. Ein Kind ist ganz aufgeregt: „Mama, siehst du den Regen im Schein der Straßenlaterne? Mama, riech mal! Mama, die Straße wird naß! Mama, halt mal deine Hand raus, die wird naß! Mama, da freuen sich die Pflanzen jetzt aber. Mama, das brauchen auch die Tiere. Mama, ich freu mich so, dass es regnet.“

Als ob das Kind noch nie Regen erlebt hätte. Ich weiß aber auch nicht mehr, wann es das letzte Mal geregnet hat. Es ist Wochen her.

Ein Kind mag Regen sehr gerne.
„Weißt du noch, wie wir früher raus sind, um im Regen zu tanzen? Nein, jetzt geht es ins Bett, da kann man bestimmt gut schlafen. Natürlich darfst du das Fenster auf lassen.“

Leider hört der Regen bald schon wieder auf. Die Straße wurde nur leidlich naß. Es reicht bei weitem nicht aus. Gerne hätte es die ganze Nacht so sanft dahin regnen können. Aber nein, uns erwarten wieder Sommertage mit strahlend blauem Himmel.

Ostertorte


Eigentlich waren andere Torten (jawoll, Mehrzahl!) angedacht, aber wenn dann ein Kind aktiv werden will, möchte ich nicht dagegen angehen.
Also gab es diese, sehr mächtige Torte, deren Rezept ein Kind aus irgendwelchen Kanälen angeschleppt hat.


Der Boden besteht aus Butter und etwas Mehl sowie Schokoladenchips. Darauf kommt Sahne-Schokoladen-Mousse und als letzte Schicht Schokoladen Ganache. Sehr schokoladig. Sehr mächtig. Doch auch sehr lecker. Wir haben sie österlich mit Marzipan Ostereiern verziert. Das sah toll aus und da die Torte so mächtig war, hat sie uns auch beide Tage gereicht, obwohl sie recht klein ausgefallen ist.

Das Kind war zu Recht sehr stolz. Sowas können wir gerne wieder machen. 😉

Ostermontag 2020

Vor einem Jahr waren wir an Ostern in England, heute denken wir gerne daran zurück. Wie unbedarft wir waren. Wie sich die Welt verändert hat.

Heute sitzen wir zu Hause und beschränken unsere persönlichen Kontakte. Wir gehen nicht mehr so oft einkaufen und arbeiten öfter mal zu Hause. Die Kinder haben gar keine Schule mehr. Wie geht es weiter?

Die Kinder haben sich Brunch gewünscht, also gab es das: ein spätes Frühstück mit Scones und Rührei. Lecker.

Anschliessend krutschteln wir ein bisschen, das hört wohl nie auf. Es gibt echt immer was zu tun. Ein Kind macht immerhin noch was für die Schule. Ein Kind hilft ab und zu dem Mann, der den Wasserhahn im Bad tauscht.

Am Nachmittag gibt es Reste der Ostertorte. Sie ist immer noch pappsüß und mächtig, aber doch auch sehr lecker.

Später schauen der Mann und ich die zweite Folge der Aenne Burda Verfilmung. Vieles wusste ich gar nicht. Es ist interessant zu sehen, wie sehr sie gekämpft hat, wie ihr der Mann auch noch Steine in den Weg gelegt hat und wie einfach manches für ihn war, nur weil er ein Mann war. Da hat sich einiges gebessert, aber es ist noch viel, viel Luft nach oben. Die Arbeit bei Burda war mein erster größerer Ferienjob, dort hat man vor allem gut verdient. So dass ich mir mein eigenes Saxophon leisten konnte. Bei den Arbeitern war die Aenne nicht so beliebt, die haben immer nur vom Franz geschwärmt. Doch vielleicht war sie auch unbeliebt, weil sie eine erfolgreiche Frau war und ihr Ding durchgezogen hat. Sicherlich ist im Film manches zu einfach und erfolgreich dargestellt, aber es gibt doch einen anderen Blick auf die Familie. Ich fand das durchaus sehenswert, sind aber auch gute Schauspielerinnen dabei.

Während wir den Film schauen, zocken die Jungs. Später zieht ein ziemlicher Wind auf, es pfeift an allen Ecken. Dazu scheint jedoch die Sonne, hier war das Wetter immer noch gut, lediglich heute durch den Wind ein bisschen ungemütlicher. Eigentlich wollte ich noch eine Runde drehen, aber das macht mich jetzt gar nicht an. Am Meer, ja da würde ich jetzt noch raus gehen und mich durchpusten lassen, aber hier in der Stadt?

So bleiben wir alle brav zu Hause, manche essen noch was und später schauen wir noch gemeinsam einen Film, wie fast jeden Abend. Das ist langweilig und spießig, aber im Moment ok. Für die Kinder gibt es noch eine Woche Osterferien, mal schauen wie es dann weiter geht. Und ja, sie machen auch in den Ferien was für die Schule, weil sie ja bisher eher wenig gemacht haben.

Ostern 2020

Frohe Ostern!

Überall heißt es, dass dieses Ostern so ganz anders sei. Ist es das?
Es zählen doch die gleichen Dinge wie jedes Jahr: Gesundheit, Freunde und Familie. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, es scheint dieses Jahr wichtiger denn je.

Doch mir fehlt der Kontakt zu anderen. Dieser ungezwungene Kontakt mit anderen, mit den Arbeitskollegen, mit der weiteren Familie, Essen gehen und in die Kirche gehen. Das hätten wir sonst gemacht.

So sind wir zu Hause geblieben, es gab schokoladigen Osterzopf zum Frühstück, Rösti mit Lachs zum Mittagessen und dann noch eine leckere und sehr mächtige Ostertorte. Abends dann noch Brot für die, die noch Hunger hatten.

Natürlich wollten die Kinder Ostersachen suchen. Hört das mal auf? Recht kurzfristig war ich noch einkaufen und habe Süßigkeiten ergattert, die versteckt wurden. Von der Oma gab es Geld und von Freunden 2 Escape Spiele. Die Jungs waren doch nicht so schnell mit dem Finden wie gedacht, das hat Spaß gemacht, auch wenn es „nur“ in der Wohnung war.

Ich habe gegen Abend während die Kinder gezockt haben, noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Es war ruhig auf den Straßen, aber doch was los. Ich habe einen Arbeitskollegen mit Frau getroffen und wir haben uns auf Abstand ein bisschen unterhalten. Es war sehr warm, doch die kurze Runde tat mir gut. Einfach den Kopf ein bisschen frei kriegen und was anderes sehen als die Familie und die 4 Wände.

Da unser Pfadfinderkind gestern Abend unterwegs war um das Osterlicht in die Gemeinde zu bringen, haben wir auch ein Osterlicht. Danke!
Ich glaube, der Pfadfinder hat sich am meisten gefreut, dass er mit seinem Freund zusammen das Licht verteilen durfte. Zusammen mit einem Freund! Das schönste Ostergeschenk!


Unser Osterlicht.

Karfreitag 2020

Früher sind wir an Karfreitag mit dem Fahrrad in ein Dorf gefahren und haben dort Fisch gegessen. Das war ein schöner Ausflug, die Länge der Strecke war schon recht früh von den Kindern machbar und der Weg war weg von großen Straßen. Dort gab es superleckeren frischgefangenen Fisch oder auch was anderes. Meistens haben wir auch noch Bekannte getroffen, so dass die Kinder mit Freunden versorgt waren und sich am See austoben konnten.

Diese Zeiten sind längst vorbei, die Kinder toben sich nicht mehr aus und die Radstrecke ist viel zu kurz, ich wäre die, die hinterher hechelt, weil die anderen so ein Gas geben.

Trotzdem wäre ich heute gerne dort hin gefahren. Das Wetter ist gut und der leckere Fisch lockt auch noch große Kinder. Es wäre einfach ein netter Ausflug gewesen. Da das jedoch nicht machbar ist, sind wir halt zu Hause geblieben und haben dort Fisch gegessen.

Ein Kind hat das Mittagessen gekocht, es gab Fisch und Reis mit Mangoldcurry. Sehr lecker. Da wir spät gefrühstückt hatten, gab es ein in der Folge auch ein spätes Mittagessen. Den Nachmittag haben wir jeder mit seinem Kram verbracht, ein Kind hat gesägt (!), ein Kind sich am Fenster mit dem Freund unterhalten (fast 1,5 Stunden!), der Mann gekruschtelt und ich habe ein kleine Radtour gemacht, da ich ein paar grüne Zweige schneiden wollte. An einem ruhigen Plätzchen habe ich mich an einen Baum gelehnt und die Sonne genossen, wir hatten 22° Grad Celsius und ich wäre fast eingeschlafen.

Nach dem Abendessen, es gab selbstgemachtes türkisches Fadenbrot (lecker), haben wir noch einen dänischen Film geschaut, der war sehr lustig. Im Moment schauen wir fast jeden Abend einen Film zusammen, die Kinder gehen dadurch später ins Bett, aber sie stehen ja auch später auf. Ist wohl in ganz Deutschland so, das haben die Wasserwerke gemerkt! 😉

Das war unser Corona-Karfreitag.

Gründonnerstag 2020

Achtung: Beitrag enthält Werbung, da Markennennung.

Der Donnerstag, der sich wie Freitag anfühlt. Die Erwachsenen waren am Morgen arbeiten und am Nachmittag einkaufen (es ist ja Ostern und wir haben noch keine Ostersachen!). Nur die Kinder sind perfekt im social distancing, sie waren den ganzen Tag zu Hause. Erst am Abend waren sie dann auch sehr, sehr unruhig. Obwohl ein Kind inzwischen hier zu Hause Sport macht.

Am Gründonnerstag gibt es natürlich Spinat, da keiner in der Gemüsekiste war, haben wir tiefgekühlten genommen und mit Gemüse aus der Kiste aufgepeppt. War dadurch würzig und scharf. Ich hatte ja Bedenken, dass dann ein Kind den sonst so geliebten Spinat verweigert, war aber nicht so. 🙂

Dazu gab es Kartoffeln, einfache Salzkartoffeln, das gibt es hier eher sehr selten und Rührei. Sogar mit Speck. Das hat ein Kind ganz alleine gemacht.

Alles hat sehr lecker geschmeckt. Am Abend dann gab es eine grüne Suppe aus Gemüsen, die hier nicht so beliebt sind, wie Petersilienwurzel und Lauch. Hat aber auch gut geschmeckt und wurde von allen gegessen. Das ist ja immer ein wichtiges Kriterium.

Abends haben wir gemeinsam den Film Leolo geschaut. Die Kinder fanden den Film sehr strange und waren teils eklig angetan, teils sehr erheitert. Hinterher denke ich immer, dass die eigene Familie doch nicht so schlimm ist. Der Film ist immer noch ganz klasse, den Kindern war er teilweise etwas zu lang, da wurden sie unruhig. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht nur diese rasend schnellen Bildfolgenfilme zu schauen. Leolo ist immer noch ein toller Film, große Empfehlung.

Erblühen

Die Natur schert sich einen Dreck ob jetzt Winter war oder nicht. Dieser Tage sieht es hier so aus:

Aber das heißt ja nix, es kann durchaus auch nochmal kalt werden. Mir persönlich fehlt der Winter jedoch schon so ein bisschen.

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