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alive and kicking

Kategorie: gelesen (Seite 1 von 2)

Wild

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Ich hatte das Buch geschenkt bekommen. Mit Hintergedanken 😉

Den Einstieg fand ich sehr mühsam, und das lag nicht nur am Englischen. Zu viel Psycho: Krebs, Mutter tot, Scheidung…. you name it. Als Cheryl dann endlich mal loslief, kam auch ich in einen Lesefluss. Immer noch etwas zäh, doch es ging voran. So wie die Protagonistin. Fuß vor Fuß, Seite um Seite.

Von dem Trail wusste ich nichts, bevor ich das Buch gelesen habe. Er klingt interessant, aber ich möchte ihn nicht laufen, das stelle ich mir zu anstrengend vor, wenn man sein Gepäck mitschleppen muss. Mit Zelt und allem. Teilstücke vielleicht. ?

Cheryl läuft den Pacific Coast Trail, sie beschreibt ihre Schwierigkeiten in schonungsloser Offenheit. Immer wieder kommt aber auch die Schönheit der Natur zur Sprache. Und die Wildheit. Diese Natur, der es egal ist, ob wir uns dort aufhalten oder nicht. Cheryl kommt an ihre Grenzen und kennt diese auch. Das finde ich mutig, dass sie ihr Scheitern beschreibt, sie schafft manche Stücke des Trails nicht aufgrund der Witterung. Also lässt sie einfach ein paar Strecken aus. Toll. Die Menschen, die sie trifft sind interessant, komisch oder auch verstörend.

Gegen Ende des Buches hatte ich Lust, einen Teil des Wegs zu laufen.

Erebos

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Das Buch ist ein Jugendbuch. Hier hat es sich ein Kind gekauft, nachdem wir auf einer Lesung von Ursula Poznanski waren. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir Elanus gelesen.
Das Buch ist spannend und zieht einen sofort in seinen Bann. Die Idee gefällt mir auch gut, es handelt sich um ein Computerspiel, das nach und nach immer mehr Jugendliche in London fasziniert. Die Wahrheit vermischt sich mit dem Spiel, so dass manche nicht mehr wissen, wo das Spiel anfängt und aufhört, bzw. wo die eigenen Grenzen sind. Ende gut – alles gut? Nicht ganz. Auch hier eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch, für manche Jugendliche endet alles gut, für manch andere nicht. Das Ende ist nicht grundsätzlich gut.
Was mir etwas gefehlt hat, war ein Plan der Londoner U-Bahn. Denn die ist unheimlich wichtig im Buch. Ich habe in London gelebt, die Kinder waren auch schon mehrfach in London, doch ich hätte gerne mal nachgeschaut, ob das wirklich alles so dem Plan folgt. Ich hätte das hilfreich gefunden.

James Bond: Reden ist Silber, Schweigen ist tödlich

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Der vierte Band der Reihe Young Bond von Charlie Higson. James Bond ist diesmal in Mexiko. Die Handlung ist schnell, die Spannung enorm. James hat mit verwöhnten reichen Kindern zu tun, das ist witzig. Vor allen Dingen, da er ja selber auch so ein reicher Schnösel ist. Er hilft den Kindern, die entführt werden und sie entpuppen sich als gar nicht so schlimm. Schliesslich gelangt er am Ende noch auf eine Insel, die niemand je lebend verlassen hat. Dieser Abgang ist etwas übertrieben, aber immer noch toll und vor allen Dingen spannend geschrieben.

Was mich gestört hat, war das Lay-out. Das wirkt sehr edel mit dem goldenen Einband, hat mich aber beim Lesen sehr gestört, weil das so reflektiert hat. Liegt vielleicht auch an meinen alten Augen. 😉

Die Bände sind ab 12 Jahren empfohlen. Die Beschreibungen sind oft sehr grausam, doch auszuhalten. James Bond gewinnt ja auch immer, es gibt die Filme von ihm als Erwachsenen, daher müssen die Bücher ja gut ausgehen.

James Bond: Golden Boy

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Das Buch gehört zur Reihe der James Bond als Junge Serie von Charlie Higson und ist der dritte Band. James Bond ist nämlich auch als Junge cool. Er geht in Eaton zur Schule und erlebt dort viele Sachen, aber dann natürlich auch anderswo. In diesem Fall muss er eine verschlüsselte Botschaft seines Lehrers entziffern. Dazu braucht er Köpfchen, neben natürlich der Portion Glück. Manchmal braucht Bond sehr lange, bis er die entsprechenden Ideen hat, das macht ihn sympathisch.

Band 2 haben wir letztes Jahr in den Weihnachtsferien gelesen.

Charles Higson: James Bond – Zurück kommt nur der Tod

Nachdem ein Kind und ich in den letzten Weihnachtsferien Band 1 (Stille Wasser sind tief) gelesen haben, war dieses Jahr Band 2 dran. Ebenfalls sehr spannend.
Diesmal spielt die Geschichte nicht nur in Großbritannien, sondern auch auf Sardinien. Man bekommt einen kleinen Einblick in die Kultur, Vegetation und Geschichte dieser Insel. James Bond ist wie immer der tolle Junge, der immer alles schafft. Wie später in den Filmen auch. Trotzdem ist die Geschichte spannend (wie die Filme ja auch). Und wenn es gar zu spannend wird, ist es ja auch beruhigend zu wissen, dass James auf jeden Fall überlebt, weil er ja als Erwachsener auch noch Sachen erlebt. Die Ereignisse, in die sich young James stürzt, sind oft grausam und detailreich beschrieben. Daher würde ich das Buch nicht für zart besaitete Seelen empfehlen. Wer jedoch schon einen James Bond als Film gesehen hat, der kann auch die Bücher lesen. Eins der wenigen Bücher, das das Kind hier auch wirklich liest. Und meistens sogar in kurzer Zeit, weil man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen will. Ich finde die Bücher auch spannend und es gibt Wendungen in der Handlung, mit denen man nicht rechnet, dadurch kriegt man eine andere Sichtweise bzw. man merkt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. Hier hat das Kind mit 12 Jahren den ersten Band gelesen. Dieses Alter finde ich angemessen. Da das andere Kind aber schon Bondfilmerfahrung hat, wird es bestimmt auch bald mit den Büchern anfangen.

Mein Lieblingszitat. James‘ Onkel Viktor:
„Jetzt musst du aber ein Glas Wein mit uns trinken.“
„Nein, vielen Dank. Ich glaube, ich lasse das besser.“ (James)
„Unsinn. Du musst lernen, wie man trinkt. Damit du weißt, wie man nicht betrunken wird. Es gibt wenige Anblicke auf der Welt, die trostloser sind als ein betrunkener Mann. Du musst deine Grenzen kennen und wissen, wann du anfängst und wann du aufhören musst. Ich werde dir nur einen ganz kleinen Schluck einschenken und du kannst, wenn du willst, Wasser dazutun. ….“

So wünsche ich mir das hier auch. Alkohol als Genussmittel kennenlernen und die Grenzen erkennen.

Rafik

Rafik Schami

Die letzte Lesung mit Rafik war vor Jahrzehnten, genauer 1990. Damals mit Mama. Das ging diesmal leider nicht. Dafür mit Schwiegermama.

Der Abend war wunderbar. Wir wurden verzaubert. Selbst die Kinder haben total gebannt gelauscht.
Ich bewundere diese volle Kindheit, die der Mann gehabt haben muss, dass er immer noch davon zehren und erzählen kann. Und wie schön er erzählt. Immer wieder kommen neue Ausführungen, neue kleine Geschichten am Rande dazu, doch er verliert den Faden nicht und kommt immer wieder zur Hauptgeschichte zurück. Selbst nach der Pause bringt er uns gleich wieder in die Geschichte hinein. Ich bin mir unsicher, was erfunden ist und was wahr. Das kann doch nicht alles wahr sein, oder? Letztlich ist es grad egal, die Geschichten sind zu schön, so wie sie sind. Nähere Details muss ich gar nicht wissen. Denn wer lügt, muss die Lüge nur gut beweisen können, meint Rafik Schami.

Damaskus muss eine wunderschöne Stadt gewesen sein. Wir konnten eintauchen in diese fremde Welt und sie auf uns wirken lassen. Bestimmt hat jeder andere Vorstellungen im Kopf aufgrund der Beschreibung, doch wir alle waren versunken in diese andere Zeit und andere Welt. Ich hätte noch stundenlang lauschen können.

Später dann Gedanken zur eigenen Kindheit. Kann ich auch so viel darüber erzählen?
Ich empfinde meine Kindheit nicht als sehr schön, aber dennoch gibt es einige nette Geschichten. Leider kann ich nicht so gut erzählen.

Und was ist mit meinen Kindern?
Was werden die in einigen Jahren, Jahrzehnten über ihre Kindheit erzählen?
Das würde mich doch sehr interessieren, werde ich aber wohl nie erfahren.

Wochenende ohne Bilder

Da wir keine Bilderbücher mehr anschauen (oder nur noch sehr selten), brauchen wir auch kein Wochenende in Bildern, sondern uns reicht eins ohne:

Wir waren auf dem Markt wie immer. Bei schönstem frühlingshaftem Wetter sassen wir gerne draußen im Café, allerdings immer noch mit Decke. Trotzdem war es schön. Der Pilzmann ist wieder da! Er hat sich gefreut, uns zu sehen und wir haben uns gerne eingedeckt mit seinen leckeren Pilzen. Viele Freunde und Bekannte haben wir auch getroffen. Bei dem Wetter scheinen alle aus ihren Löchern zu kriechen. 🙂

Die Jungs haben sich beide Lego gegönnt. Ich weiß nicht, was wir mit dem ganzen Geld, das für Lego ausgegeben wurde, schon hätten kaufen können…. Nun ja, so ist das Geburtstagsgeld gleich wieder investiert.

Zum Mittagessen gab es Risotto mit Shitake Pilzen, Algentofu und Fenchel. Sehr lecker, für die meisten. Ein Kind hat die Pilze und das Gemüse wieder rausgepult.

Die Jungs sind dann zu einer Lesung gegangen: Margit Auer hat aus ihrer Reihe „Schule der magischen Tiere“ vorgelesen. Fanden sie ok, mehr aber auch nicht. Hm, vielleicht war das eine Kind ja schon zu groß dafür und das andere hat sich dann auch zu groß dafür gefühlt? Ich mach mir mal wieder zu viele Gedanken. Wahrscheinlich hat sie das Lego abgelenkt.

Das haben sie nämlich gleich aufgebaut, als sie wieder zurück waren. Es läuft eher so ab: ein Kind baut die schwierigen Teile auf, ein Kind die einfacheren und spielt dann schon mal. Heute kam auch noch ein Freund dazu.

Ich habe derweil einen Kuchen gebacken, da sich für morgen Besuch angekündigt hat. Nun ja, wurde nur so mittelmässig, ich habe Rohrohrzucker benutzt, ich glaube, der ist sehr geschmacksintensiv. Schaumermal. Zur Not übertünchen wir alles mit Sprühsahne. 🙂
Es ist Fastenzeit und wir wollen weniger Süßes essen, aber wenn Besuch kommt….. ausserdem zählen die Sonntage gar nicht zur Fastenzeit. So was komisches. Wir versuchen, weniger Süßkram zu essen, sind aber nicht so streng. Klar, gab es am Geburtstag Kuchen und Muffins. Und so wird es auch morgen sein. Doch zum Kaffeeklatsch heute gab es salzige Kekse mit Blauschimmelkäsegeschmack und Obst. Die Kekse fanden die Kinder gar nicht gut, der Mann und ich schon. Frankreich lässt grüßen, Saveur bleu stand auf der Packung und wir wussten nicht so recht, was uns erwartet. Ich finde die Kekse mit Comté und Pfeffer jedoch besser.

Als der Freund gegangen war, haben die Jungs noch Lego gespielt. Ich glaube, das können die beiden miteinander einfach am besten. Und ich bin froh, dass sie das immer noch können! 🙂 🙂

Später gab es dann die Sportschau und Abendessen vor dem Fernseher. Und noch eine Folge von Mission Impossible – Kobra übernehmen sie. Wir schauen die Serie auf Englisch mit deutschen Untertiteln, das klappt ganz gut. Ich kenne die Serie nicht von früher, finde sie aber ganz gut gemacht. Manchmal brauchen die Kinder noch ein paar Erklärungen, aber meistens ist es verständlich genug. Interessant auch, wie sie auf die Untertitel reagieren, bzw. wenn sie merken, dass was nicht oder anders übersetzt wurde.

Ein unspektakulärer Samstag, der gut tat.

Zehn

Ein kleines Buch, das man gut mitnehmen kann. Da die Geschichten nicht zusammen hängen, ist es ideal, um immer wieder mal ein bisschen drin zu lesen. Wie der Titel verrät, gibt es 10 Geschichten, die allesamt in Japan spielen.

Ich war erst skeptisch, was denn eine Franka Potente so über Japan zu schreiben weiß. Doch ich wurde positiv überrascht. Die Geschichten sind sehr behutsam und ruhig geschrieben und man merkt eine große Liebe der Autorin zu Japan. Nicht das schrille, abgefahrene Japan, sondern das ruhige, ländliche. Menschen, die eine andere Kultur haben, die uns fremd ist, dann aber doch wieder so vertraut, weil die Nöte und Sorgen doch den unseren ähneln. Franka Potente schreibt sehr zurückhaltend, was gut zur japanischen Kultur passt. Emotionen sind ja eher selten. Was ich befürchtet hatte, dass eine europäische Schauspielerin von oben herab und hochnäsig über ein ihr fremdes Land schreibt, ist nicht eingetroffen. Die Autorin schreibt so liebevoll und sensibel, das hat mich mitgerissen.

Ich habe lange an diesem Buch gelesen, weil ich es immer wieder zur Seite gelegt habe. Eigentlich mag ich Kurzgeschichten gar nicht so, aber die hier waren richtig schön zu lesen. Ich habe es genossen, in diesem Buch zu lesen. Die Geschichten haben mich zum Denken angeregt. Die Haptik des Buches ist ebenfalls angenehm und edel. Mir hat es gut gefallen.

Elanus

Das Buch von Ursula Poznanski wurde mir in der kleinen Bücherei empfohlen. War nicht ganz klar, ob für mich oder den Sohn. Den anderen Band hat mir die eigentlich gar nicht so nette Frau auch noch aufgeschwatzt. Der kommt dann als nächstes dran.

Der Sohn hat sich zuerst durchgelesen. In einer knappen Woche war das sonst eher lesefaule Kind damit durch. Zeitweise war er gar nicht mehr wegzubekommen. Komisch, bei Büchern nervt das nicht so sehr wie beim Händy. Da sind wir toleranter. 😉

Das Buch ist aber auch verdammt spannend:
Jona ist 17 Jahre alt, hochbegabt und hochnäsig. Er beginnt sein Studium an einer Eliteuni und eckt immer wieder an. Das weiss er und er weiss sich auch zu helfen, indem er seine Drohne Elanus losschickt. Dabei entdeckt er Sachen, die ihn ganz schön in Schwierigkeiten bringen. Zumal er noch mit seinem Wissen angibt. Anfangs nette Menschen entpuppen sich als gar nicht so nett und Jona selbst wird vom arroganten Besserwisser zum sympathischen Freund. Diese Wandlung der Personen ist interessant und sympathisch beschrieben. Spannend wird es, als Jona unerklärliche Sachen entdeckt und andere wiederum die Drohne entdecken.

Das 12jährige Kind hat das Buch gerne gelesen und kam damit auch gut zurecht. Auf dem Cover steht ab 14 drauf. Das geht aber locker schon ab 12. Dadurch, dass Drohnen gerade sehr aktuell sind, ist das Thema sehr present, auch und gerade bei Jugendlichen. Ein super spannendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

Bahnhofsbuchhandlung

Wenn man am Sonntag am Bahnhof ist und die Läden aufhaben, ist das sehr verlockend. Wenn man dann grad vorher noch Geld geschenkt bekommen hat, gibt es fast kein Halten mehr.

So war das gestern. Die gutsortierte Bahnhofsbuchhandlung hatte noch viel mehr zu bieten, doch die Jungs sind glücklich mit ihren Errungenschaften. Damit war auch die Heimfahrt kein Problem. Kein Genörgel, kein Gejammer nach iPad…..

Gerade eben haben wir zu 3t das Buch angeschaut, überhaupt nicht mein Fall, war aber sehr gemütlich und ich habe einfach die Stimmung genossen. Und Lexikon an sich mag ich ja schon.

Vielleicht sollten wir öfter Ausflüge zu Bahnhöfen in größeren Städten machen. 😉

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