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alive and kicking

Kategorie: Kinder (Seite 1 von 14)

20.09.2019

Auch hier heute so:

Wortfetzen

Wortfetzen vom Fest mit Freunden, Verwandten, Bekannten.

„Du könntest auch mal wieder zum Frisör!“
„Du bist doch zu groß, um auf dem Schoß zu sitzen!“
„Iss doch ein bisschen Salat. Wenigstens ein bisschen!“
„Das ist aber schade, dass du dein Instrument nicht mehr spielst.“
„Ein bisschen Sport musst du aber schon machen!“
„Häng‘ doch nicht dauernd am Händy!“
„Lernst du auch fleissig?“
„Zieh deine Jacke an!“
„Mit vollem Mund spricht man nicht.“
„Trink nicht so viel von dem kalten Zeug.“
„Erst essen, dann trinken.“

Kein Wunder, dass die Kinder da nicht mehr hin möchten.

Kochplan für die Woche

Das Kind hat einen Kochplan für die Ferienwoche erstellt. Wir waren danach dann einkaufen auf dem Markt und haben uns schon gefreut auf die Woche, in der wir gekocht bekommen. Am Montag gab es wie geplant Reis mit Fleisch. Gemüse war auf meinen Wunsch hin auch noch dabei. Das Gericht war sehr lecker und wir haben das Kind gelobt. Doch was macht es?

Lädt sich für den Rest der Woche bei den Großeltern ein. Da haben wir einen Essenplan, aber niemand, der danach kocht. 🙁

So war das bei uns in der letzten Ferienwoche!

Ciao Ferien – welcome Hitze

Erster Schultag nach den Pfingstferien und wir vergehen vor Hitze. Es soll im Laufe der Woche noch heißer werden. Da bekommen die Jungs bestimmt hitzefrei. Nur wir Erwachsenen müssen mal wieder arbeiten. Aber hey, ich will nicht klagen, ich kann mir meine Zeit ja meistens recht frei einteilen. So bin ich heute nach dem Mittagessen einfach zu Hause geblieben. Kurz im dunklen Zimmer gechillt um dann wieder einigermaßen fit zu sein für den Kinderzahnarztbesuch. Na ja, 2 Schmerztabletten habe ich immerhin heute gebraucht, der Kopf will nicht so recht. Daher sind auch alle anderen Termine (Sport) abgesagt. Ich mag mich nicht mehr bewegen, selbst Schwimmbad war mir zu viel. Und die Vorstellung wie laut und voll es dort sein würde, hat mich dann doch sehr abgeschreckt.

Der Zahnarztbesuch war ok, die Kinder putzen etwas gründlicher, aber immer noch nicht gründlich genug. Leider hat heute die junge Arzthelferin den beiden nicht so gründlich ins Gewissen geredet wie die etwas ältere das schon getan hat. Nun ja, besser putzen ist leicht gesagt, mal schauen, wie lange sie es durchhalten. Der nächste Termin ist erst im Dezember.

P.S. Memo an mich: das Kind mit den leicht verschachtelten Zähnen soll vor allem gründlicher putzen. Er soll es erst mal gut von Hand können, bevor er mit der elektrischen Zahnbürste weitermacht.

anbaden im See

Gestern hat mich das Kind von der Arbeit abgeholt und wir waren das erste Mal im See in diesem Jahr. Das Wasser war erstaunlich warm, aber wir waren ja an Ostern auch im Meer in England. Da war es kalt!

Das Kind wollte nicht ins Strandbad, sondern an den wilden See, ohne Eintritt, Toiletten und Umkleiden. Aber auch ohne Rutsche, sanften Einstieg und Imbissbude. Es wird groß. Wie der Bruder, der sich gerne mit Schulkameraden am See trifft. Von der Ferne haben wir ihn gesehen 😉

So haben wir uns im Wasser ein bisschen abgekühlt, der See ist oberflächlich schon warm, etwas tiefer dann recht kühl. Es gibt auch immer wieder den Wechsel von warm und kalt. Das ist nicht so einfach zum Schwimmen wie im Schwimmbad, wo die Temperatur konstant ist. Doch das Kind kann immer besser damit umgehen. Ich glaube, bald kann es auch alleine an den See.

Wir haben uns danach noch mit dem Mann bei der Eisdiele in der Stadt getroffen und dort ein Eis verspeist. Was für ein schöner Feierabend.

komplett

Nach einer Woche mit nur einem Kind, müssen sich alle wieder in ihre Rolle einfinden. Das ist nicht so einfach. Für manche besonders schwer. Da freu ich mich grad, wenn ich zur Arbeit gehen darf und etwas Pause von der Stimmung zu Hause habe.
Nur ein paar Stunden später ist fast alles wie immer, jeder hat seine Rolle gefunden und wir geniessen, dass wir alle vier wieder beisammen sind. Nach und nach gibt es Geschichten des Erlebten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr Kinder daran wachsen, wenn sie weg von zu Hause sind. So viel Selbstbewusstsein, so viel Vertrauen.

15

Das Kind ist 15 Jahre alt. Wie war das denn vor 15 Jahren?
Es war kühl, ich hatte noch die Wintersachen an, als wir ins Krankenhaus sind. Ich bin morgens aufgewacht und konnte die Schmerzen nicht zuordnen. Sind das Wehen? Ich hatte mir das anders vorgestellt. Also habe ich erst mal im schlauen Buch nachgelesen, wurde aber auch nicht klüger. Irgendwann habe ich den Mann geweckt oder er ist aufgestanden und ich meinte, dass ich gerne ins Krankenhaus möchte. Die Tasche haben wir vorsorglich eingepackt, auch wenn ich dachte, dass wir sie nicht brauchen. Nicht zu früh einweisen lassen, stand im Buch. Also hatte ich den Vorsatz, wieder nach Hause zu gehen.
Ich bin mit dem Auto gefahren, das war anstrengend mit dem dicken Bauch hinter dem Lenkrad, außerdem kam immer mal wieder eine Wehe. Aber zum Glück war die Ampel rot und ich konnte die Wehe veratmen. Der Weg zum Krankenhaus war nicht weit. Ich habe das Auto in der hintersten Ecke geparkt, da hat später der Mann geflucht, als er die Tasche holen sollte. Doch ich dachte ja noch, dass wir wieder heimfahren.
Im Krankenhaus war ich lange gewesen, so kannten mich alle. ALLE! Manch Arzt kam angerannt: „Es spricht sich herum, sie ist wieder da!“ Nach der ersten Untersuchung war klar, dass ich heute nicht mehr nach Hause gehen würde. Es war alles etwas mühsam und ich überfordert. Wie dann die Zeit verging, weiß ich gar nicht mehr. Irgendwann lag ich im Kreißsaal und hatte Schmerzen, doch es ging nicht voran. Als dann die Herztöne des Kindes leiser wurden, ging alles sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten war der Oberarzt da und ich hatte einen Notkaiserschnitt. Als ich aufwachte, war das Kind da.
Seit dem sind wir Eltern. Das war und ist die größte Veränderung in meinem Leben. Ich bin froh, dass wir dich bekommen haben und freue mich auf jeden Tag mit dir!

Wüste

Ein Kind braucht kurze Hosen, also gehen wir shoppen in der Stadt.

Im ersten Laden findet es gleich 2 Hosen, die es anprobiert und dann auch kaufen will. Super, das ging ja schnell. An der Kasse ist jedoch eine wahnsinnig lange Schlange. Ganze Familien kaufen taschenweise ein, es geht überhaupt nicht voran. Am Anfang sage ich noch, dass das sicher schnell gehen wird, sind ja 3 Kassen besetzt. Doch nix, diese Familien brauchen ewig! Ich wundere mich, ist doch Ende des Monats, da haben die Leute doch kein Geld mehr. Ist wohl auch nicht mehr so heutzutage. Ich frage nach, ob es noch weitere Kassen gibt, nein, nur diese drei für den ganzen Laden. Wir überlegen kurz, ob wir gehen sollen. Doch wenn wir jetzt schon was gefunden haben, will ich das eigentlich auch gleich kaufen. Also warten wir, über 15 Minuten. Nur, um unsere Sachen zu bezahlen. Die Verkäuferin erklärt, dass es bei den Kinderkleidern irgendwelche Sonderrabatte gab. Da kenne ich mich nicht aus, das Kind braucht schon seit einer Weile keine Kinderkleider mehr. Aber dann gleich säckeweise einzukaufen, geht mir nicht in den Sinn.

Anschließend möchte das Kind noch in einen weiteren Laden, ok, gerne. Wieder findet es gleich eine kurze Hose, die passt und gefällt. Doch dort ist gar niemand an der Kasse. Auf Anfrage bei einer Verkäuferin, die jedoch nicht kassieren darf, soll ich mich einfach an die Kasse stellen, da käme dann schon jemand. Ist aber nicht so. Oder meine Geduld schon am Ende. Wir rennen durch den ganzen Laden, um endlich, endlich zahlen zu dürfen.

Nächstes Mal online. Sorry!

Die Brücke

Achtung Werbung. Wir haben alles selbst bezahlt, nennen jedoch Namen.

Am Wochenende waren wir in Baden-Baden. Dort gibt es im Frieder Burda Museum eine Ausstellung der Brücke-Maler. Das hat mich interessiert und da die Jungs wenig mit Kunst machen, mussten sie einfach mit. Sehr begeistert waren sie nicht, doch immerhin haben wir uns alle Bilder angeschaut.

Lieblingsbild eines Kindes.


Meine Lieblingsbilder (lang gesucht).

Es war recht voll, klar, Wochenende und beliebte Bilder, ausserdem schlechtes Wetter, aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan. Das Gebäude des Museums ist auch immer wieder toll. Wir waren schon lange nicht mehr dort.

Früher hatte ich nach dem Betrachten toller Bilder auch Lust, selbst aktiv zu werden und zu malen. Auch wenn ich weiss, dass ich nicht so was schönes hervorbringen werde, war die Lust da. Das war hier nicht der Fall. Entweder mir ist diese Lust abhanden gekommen oder die Bilder waren dann doch nicht so umwerfend.


Anschliessend sind wir noch im Regen rumgelaufen, haben ein Eis gegessen und die fast blühenden Magnolien bewundert.

Dank an den Mann, der es immer wieder schafft, die Kinder zu begeistern!

eleven years old

Was ich in den letzten Tagen gelernt habe:

10-11jährige Jungs sind tolle Übernachtungsgäste.
Die Freunde des 11jährigen sind nett und höflich. Und pflegeleicht.
11jährige können backen, auch wenn sie sich das erst mal nicht trauen.
11jährige sind kreativ und innovativ.
Sie sagen aber dennoch ihre Wünsche sehr direkt.
11jährige benutzen keinen Kindersitz mehr im Auto. Hallo – KINDERsitz!
11jährige sind sehr selbständig, manchmal beim Verabreden aber doch etwas unbeholfen.

11 Jahre ist echt ein tolles Alter.

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