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alive and kicking

Kategorie: Kinder (Seite 1 von 13)

anbaden im See

Gestern hat mich das Kind von der Arbeit abgeholt und wir waren das erste Mal im See in diesem Jahr. Das Wasser war erstaunlich warm, aber wir waren ja an Ostern auch im Meer in England. Da war es kalt!

Das Kind wollte nicht ins Strandbad, sondern an den wilden See, ohne Eintritt, Toiletten und Umkleiden. Aber auch ohne Rutsche, sanften Einstieg und Imbissbude. Es wird groß. Wie der Bruder, der sich gerne mit Schulkameraden am See trifft. Von der Ferne haben wir ihn gesehen 😉

So haben wir uns im Wasser ein bisschen abgekühlt, der See ist oberflächlich schon warm, etwas tiefer dann recht kühl. Es gibt auch immer wieder den Wechsel von warm und kalt. Das ist nicht so einfach zum Schwimmen wie im Schwimmbad, wo die Temperatur konstant ist. Doch das Kind kann immer besser damit umgehen. Ich glaube, bald kann es auch alleine an den See.

Wir haben uns danach noch mit dem Mann bei der Eisdiele in der Stadt getroffen und dort ein Eis verspeist. Was für ein schöner Feierabend.

komplett

Nach einer Woche mit nur einem Kind, müssen sich alle wieder in ihre Rolle einfinden. Das ist nicht so einfach. Für manche besonders schwer. Da freu ich mich grad, wenn ich zur Arbeit gehen darf und etwas Pause von der Stimmung zu Hause habe.
Nur ein paar Stunden später ist fast alles wie immer, jeder hat seine Rolle gefunden und wir geniessen, dass wir alle vier wieder beisammen sind. Nach und nach gibt es Geschichten des Erlebten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr Kinder daran wachsen, wenn sie weg von zu Hause sind. So viel Selbstbewusstsein, so viel Vertrauen.

15

Das Kind ist 15 Jahre alt. Wie war das denn vor 15 Jahren?
Es war kühl, ich hatte noch die Wintersachen an, als wir ins Krankenhaus sind. Ich bin morgens aufgewacht und konnte die Schmerzen nicht zuordnen. Sind das Wehen? Ich hatte mir das anders vorgestellt. Also habe ich erst mal im schlauen Buch nachgelesen, wurde aber auch nicht klüger. Irgendwann habe ich den Mann geweckt oder er ist aufgestanden und ich meinte, dass ich gerne ins Krankenhaus möchte. Die Tasche haben wir vorsorglich eingepackt, auch wenn ich dachte, dass wir sie nicht brauchen. Nicht zu früh einweisen lassen, stand im Buch. Also hatte ich den Vorsatz, wieder nach Hause zu gehen.
Ich bin mit dem Auto gefahren, das war anstrengend mit dem dicken Bauch hinter dem Lenkrad, außerdem kam immer mal wieder eine Wehe. Aber zum Glück war die Ampel rot und ich konnte die Wehe veratmen. Der Weg zum Krankenhaus war nicht weit. Ich habe das Auto in der hintersten Ecke geparkt, da hat später der Mann geflucht, als er die Tasche holen sollte. Doch ich dachte ja noch, dass wir wieder heimfahren.
Im Krankenhaus war ich lange gewesen, so kannten mich alle. ALLE! Manch Arzt kam angerannt: „Es spricht sich herum, sie ist wieder da!“ Nach der ersten Untersuchung war klar, dass ich heute nicht mehr nach Hause gehen würde. Es war alles etwas mühsam und ich überfordert. Wie dann die Zeit verging, weiß ich gar nicht mehr. Irgendwann lag ich im Kreißsaal und hatte Schmerzen, doch es ging nicht voran. Als dann die Herztöne des Kindes leiser wurden, ging alles sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten war der Oberarzt da und ich hatte einen Notkaiserschnitt. Als ich aufwachte, war das Kind da.
Seit dem sind wir Eltern. Das war und ist die größte Veränderung in meinem Leben. Ich bin froh, dass wir dich bekommen haben und freue mich auf jeden Tag mit dir!

Wüste

Ein Kind braucht kurze Hosen, also gehen wir shoppen in der Stadt.

Im ersten Laden findet es gleich 2 Hosen, die es anprobiert und dann auch kaufen will. Super, das ging ja schnell. An der Kasse ist jedoch eine wahnsinnig lange Schlange. Ganze Familien kaufen taschenweise ein, es geht überhaupt nicht voran. Am Anfang sage ich noch, dass das sicher schnell gehen wird, sind ja 3 Kassen besetzt. Doch nix, diese Familien brauchen ewig! Ich wundere mich, ist doch Ende des Monats, da haben die Leute doch kein Geld mehr. Ist wohl auch nicht mehr so heutzutage. Ich frage nach, ob es noch weitere Kassen gibt, nein, nur diese drei für den ganzen Laden. Wir überlegen kurz, ob wir gehen sollen. Doch wenn wir jetzt schon was gefunden haben, will ich das eigentlich auch gleich kaufen. Also warten wir, über 15 Minuten. Nur, um unsere Sachen zu bezahlen. Die Verkäuferin erklärt, dass es bei den Kinderkleidern irgendwelche Sonderrabatte gab. Da kenne ich mich nicht aus, das Kind braucht schon seit einer Weile keine Kinderkleider mehr. Aber dann gleich säckeweise einzukaufen, geht mir nicht in den Sinn.

Anschließend möchte das Kind noch in einen weiteren Laden, ok, gerne. Wieder findet es gleich eine kurze Hose, die passt und gefällt. Doch dort ist gar niemand an der Kasse. Auf Anfrage bei einer Verkäuferin, die jedoch nicht kassieren darf, soll ich mich einfach an die Kasse stellen, da käme dann schon jemand. Ist aber nicht so. Oder meine Geduld schon am Ende. Wir rennen durch den ganzen Laden, um endlich, endlich zahlen zu dürfen.

Nächstes Mal online. Sorry!

Die Brücke

Achtung Werbung. Wir haben alles selbst bezahlt, nennen jedoch Namen.

Am Wochenende waren wir in Baden-Baden. Dort gibt es im Frieder Burda Museum eine Ausstellung der Brücke-Maler. Das hat mich interessiert und da die Jungs wenig mit Kunst machen, mussten sie einfach mit. Sehr begeistert waren sie nicht, doch immerhin haben wir uns alle Bilder angeschaut.

Lieblingsbild eines Kindes.


Meine Lieblingsbilder (lang gesucht).

Es war recht voll, klar, Wochenende und beliebte Bilder, ausserdem schlechtes Wetter, aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan. Das Gebäude des Museums ist auch immer wieder toll. Wir waren schon lange nicht mehr dort.

Früher hatte ich nach dem Betrachten toller Bilder auch Lust, selbst aktiv zu werden und zu malen. Auch wenn ich weiss, dass ich nicht so was schönes hervorbringen werde, war die Lust da. Das war hier nicht der Fall. Entweder mir ist diese Lust abhanden gekommen oder die Bilder waren dann doch nicht so umwerfend.


Anschliessend sind wir noch im Regen rumgelaufen, haben ein Eis gegessen und die fast blühenden Magnolien bewundert.

Dank an den Mann, der es immer wieder schafft, die Kinder zu begeistern!

eleven years old

Was ich in den letzten Tagen gelernt habe:

10-11jährige Jungs sind tolle Übernachtungsgäste.
Die Freunde des 11jährigen sind nett und höflich. Und pflegeleicht.
11jährige können backen, auch wenn sie sich das erst mal nicht trauen.
11jährige sind kreativ und innovativ.
Sie sagen aber dennoch ihre Wünsche sehr direkt.
11jährige benutzen keinen Kindersitz mehr im Auto. Hallo – KINDERsitz!
11jährige sind sehr selbständig, manchmal beim Verabreden aber doch etwas unbeholfen.

11 Jahre ist echt ein tolles Alter.

skills

Das 14jährige Kind hat einen neuen Skill gelernt: Knöpfe annähen!

Das war früher wohl wichtiger, wer hat denn heute noch Jacken mit Knöpfen? Trotzdem gut, wenn man es kann. Die Jacke ist jetzt wieder vollständig einsetzbar und das Kind glücklich. Weniger über die neuen Fertigkeiten als vielmehr über die funktionstüchtige Jacke. Eigentlich gar nicht schlecht, wenn man Kleidungsstücke hat, die man selber relativ schnell wieder reparieren kann.

Das Kind hat schon mal nähen gelernt. Aber das war im Kindergarten und ist fast 10 Jahre her. Mensch, ist das Kind schon alt. Eines der damals genähten Stücke habe ich noch, aber es ist ein bisschen von den Motten angenagt, so dass ich es wohl entsorgen werde.

Heutzutage haben ja die meisten Kleidungsstücke Reissverschluss. Das ist in vielerlei Hinsicht einfacher, doch wenn der Reissverschluss kaputt ist, kann man den nicht so einfach ersetzen. Knöpfe sind da etwas praktischer. Bei Bettwäsche zum Beispiel finde ich Reissverschluss gar nicht mehr so toll, denn der Reissverschluss geht in der Regel relativ bald kaputt (also wenn der Rest der Bettwäsche durchaus noch gut ist, so Bettwäsche hält ja ewig). Wenn ein Knopf abfällt ist die Bettwäsche immer noch voll funktionsfähig.

Rotzen und Kotzen

Beschreibung der Lage: der eine rotzt, der andere kotzt. Ich mittendrin in der Hoffnung, keines davon zu kriegen. Ha ha…

Ausserdem zerrissen, hin und her abwägend und überhaupt, das kennen ja alle.
Immerhin meinte das Kotzkind heute: Ich glaube, ich kann mich besser erholen, wenn ich alleine bin. Klare Ansage an mich: geh arbeiten! Was macht es denn dann, wenn es allein ist? Oh man, ich wäre so gerne Mäuschen.

Ich Rabenmutter gehe also arbeiten, nur kurz, aber immerhin, der gute Wille ist da: der Arbeitgeber sieht, dass ich komme, das kranke Kind sieht, dass ich nur kurz arbeite und dann wieder da bin. Da ist sie wieder, die Zerrissenheit. Nix mach ich recht, aber alles ein bisschen.

Das Kotzkind ist traurig, weil es heute nicht in die Schule darf. Da wundert man sich, oder? Doch sie machen heute einen Ausflug und da kann es halt nicht mit. Schade. Kann ich nachvollziehen. Aber das geht einfach noch nicht.

Das Rotzkind geht in die Schule, so schlimm ist es bei ihm dann doch nicht. Dafür hat er allen Sport abgesagt, sehr vernünftig. Als ich dann erfahren habe, warum er sich so Mühe gibt mit dem Gesundwerden, fand ich das wieder nicht so vernünftig.

Fridays for Future

Auch hier haben die Fridays for Future Einzug gehalten. Ein Kind war heute dort, obwohl fast alle Schulen die Teilnahme nicht erlaubt hatten. Das Kind hatte eine Entschuldigung vorbereitet, das hatten sie wohl so besprochen und das ok von der Schule gab es auch. Einige Lehrer waren auch nicht abgeneigt.
Nur ich durfte nicht hingehen, darauf bestand das Kind.

14

„Vierzehnjähriger, willst du noch die Kinderbettwäsche?“
„?“
„Na, die Bettwäsche mit Rittern oder Piraten drauf.“
„Mir egal. Nachts habe ich die Augen zu.“

Wie recht er hat, das pragmatische Kind.

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