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Kategorie: Kinder (Seite 1 von 14)

Briefbeschwörer

Auch große Kinder erfinden durchaus noch Wörter, so wie hier der Sechstklässler. Eigentlich voll schön, oder? Briefbeschwörer klingt interessanter als Briefbeschwerer. Und überhaupt, wer kriegt denn heute noch so viele Briefe, dass er einen Briefbeschwerer braucht? Seltsames Wort in einem Kinderbuch. Wissen die alle, was das ist?

Einen Briefbeschwörer bräuchte ich manchmal durchaus, manche Briefe und Emails bräuchten durchaus ein bisschen Beschwörung. Her damit!

Zitronen-Ingwer-Marmelade


„Mama, das ist die weltbeste Marmelade!“

Übernachtungsgäste

Die Übernachtungsgäste sitzen zusammen mit dem hier wohnenden Kind auf dem Sofa und massieren sich gegenseitig. Das sieht richtig gemütlich aus. Ich bin grad ein bisschen neidisch!

Später dann liegen die Gäste auf dem Boden, nur mit dünnen Decken bedeckt. Sie wollen weder Isomatten noch Schlafsack. Diese jungen Menschen, einfach unglaublich! Jetzt bin ich nicht mehr neidisch!

Hört das denn nie auf?

Seit das Kind auf der Welt ist, wird es begutachtet und darüber kommentiert. Mal nett, mal weniger nett. Irgendwie aber immer nervend. Bitte, bitte, ich möchte, dass das endlich einmal aufhört. Das Kind ist, wie es ist und wir können an seinem Aussehen nicht wirklich etwas ändern. Klar, lange Haare – kurze Haare etc. darauf haben wir, bzw. das Kind Einfluss. Aber darum geht es ja gar nicht, oder nur selten.

Ein Kind hat Locken und es ist mir egal, ob ihr das schön findet oder die Haare zu lang sind oder er aussieht wie ein Mädchen (was, bitte, soll das denn?), selbst Äußerungen wie: „ach, ist der hübsch“, finde ich lästig, weil wir da nicht wirklich aktiv beteiligt waren. Mein Sohn findet es peinlich, wenn Leute sagen, er sähe aus wie ich in dem Alter. Wer bitte schön, will schon aussehen wie seine Mutter? Ist er nicht genug gestraft damit, so auszusehen?

„Der wird bestimmt mal ein Frauenheld! …. Warte nur, wenn er 16 ist, die Mädels werden bei euch Schlange stehen“….. was haben wir nicht alles gehört. Oftmals bestimmt nett gemeint, aber überhaupt nicht so angekommen. Es nervt.

Ein Kind war als Baby sehr dünn, da wurde ich auf der Straße darauf angesprochen. „Ist es krank? Es ist so dünn und durchsichtig.“ Was soll ich darauf antworten? Es ist totkrank und stirbt in ca. 3 Wochen. ? Würde ich heute machen, damals habe ich mich das nicht getraut. Es war gesund und ist groß und stark geworden. Jetzt kommen die nächsten Fragen: „Warum ist der so groß? Ihr Eltern seid doch nicht so groß.“ Nun, vielleicht hatten wir große Vorfahren oder wir füttern ihn zu gut. Ich kann das doch nicht ändern. Also hört auf, es nervt.

Anscheinend darf man über Kinder ständig kommentieren, egal welchen Alters. Wahrscheinlich sagen die Alten im Altersheim noch über die Kinder: „Mensch, dein Kleiner ist aber dick geworden, na ja, mit 60 darf man ein Bäuchlein bekommen….Der hat ja gar keine Haare mehr, von dir hat er das aber nicht……Deine Tochter ist aber dürr, liegt das in den Genen“, usw. Wenn die Kinder im Bus jedoch sagen: „Mami, der Mann ist aber dick!“, dann heißt es gleich, das sagt man nicht. Pst, pst.

Ich finde die Kommentiererei von Fremden oder nicht Freunden übergriffig. Ich rede doch auch nicht in aller Öffentlichkeit über ihr Aussehen, oder wenn, dann nur Lob. Kann man das bitte nicht auch bei Kindern so handhaben. Danke.

Firmling

Was für ein komisches Wort: Firmling. So einen hatten wir in der letzten Zeit hier und heute war dann der Tag in der Kirche. Es war voll, rappelvoll und ich habe mich etwas geärgert über die Organisation. Da gab es auch einige Punkte im Vorfeld. Eine andere Mutter hat mich eingeladen zum Gespräch mit den Verantwortlichen. Ok, hab ich mal zugesagt, mal schauen, was dabei rauskommt.
Der Gottesdienst mit dem Erzbischof war toll. Er ging gut auf die Jugendlichen ein, hat sie direkt angesprochen und auch die Predigt auf sie abgestimmt. Das war angenehm und hat mich etwas versöhnt.
Anschliessend gab es einen kleinen Empfang. Da wollten wir erst gar nicht hin, sind dann aber doch, weil da waren die Toiletten, zu denen einige wollten nach dem langen Gottesdienst. Es war dann zwar sehr laut, aber doch ganz nett. Der Bischof hat auch mit vielen geredet, der ist ja super sympathisch.
Danach sind wir in das Restaurant gefahren und haben Pizza gegessen. Das war auch sehr schön. Wir waren nur ein kleiner Kreis, das fand ich sehr angenehm, da konnte man mit allen reden.
Nach dem Essen, das doch ganz schön lange dauerte, sind wir mit den Paten nach Hause gefahren, dort gab es einen Espresso und keinen Kuchen, weil alle so satt waren. Nun gibt es den einfach morgen zum Frühstück. Wir haben dann noch Fotos geschaut und uns auf den neuesten Stand gebracht. Die Kinder haben sich währenddessen mit ihren Freunden verabredet. Ein Kind ist recht bald losgezogen, ein Kind hat Übernachtungsbesuch.
So geht Firmung heute.

20.09.2019

Auch hier heute so:

Wortfetzen

Wortfetzen vom Fest mit Freunden, Verwandten, Bekannten.

„Du könntest auch mal wieder zum Frisör!“
„Du bist doch zu groß, um auf dem Schoß zu sitzen!“
„Iss doch ein bisschen Salat. Wenigstens ein bisschen!“
„Das ist aber schade, dass du dein Instrument nicht mehr spielst.“
„Ein bisschen Sport musst du aber schon machen!“
„Häng‘ doch nicht dauernd am Händy!“
„Lernst du auch fleissig?“
„Zieh deine Jacke an!“
„Mit vollem Mund spricht man nicht.“
„Trink nicht so viel von dem kalten Zeug.“
„Erst essen, dann trinken.“

Kein Wunder, dass die Kinder da nicht mehr hin möchten.

Kochplan für die Woche

Das Kind hat einen Kochplan für die Ferienwoche erstellt. Wir waren danach dann einkaufen auf dem Markt und haben uns schon gefreut auf die Woche, in der wir gekocht bekommen. Am Montag gab es wie geplant Reis mit Fleisch. Gemüse war auf meinen Wunsch hin auch noch dabei. Das Gericht war sehr lecker und wir haben das Kind gelobt. Doch was macht es?

Lädt sich für den Rest der Woche bei den Großeltern ein. Da haben wir einen Essenplan, aber niemand, der danach kocht. 🙁

So war das bei uns in der letzten Ferienwoche!

Ciao Ferien – welcome Hitze

Erster Schultag nach den Pfingstferien und wir vergehen vor Hitze. Es soll im Laufe der Woche noch heißer werden. Da bekommen die Jungs bestimmt hitzefrei. Nur wir Erwachsenen müssen mal wieder arbeiten. Aber hey, ich will nicht klagen, ich kann mir meine Zeit ja meistens recht frei einteilen. So bin ich heute nach dem Mittagessen einfach zu Hause geblieben. Kurz im dunklen Zimmer gechillt um dann wieder einigermaßen fit zu sein für den Kinderzahnarztbesuch. Na ja, 2 Schmerztabletten habe ich immerhin heute gebraucht, der Kopf will nicht so recht. Daher sind auch alle anderen Termine (Sport) abgesagt. Ich mag mich nicht mehr bewegen, selbst Schwimmbad war mir zu viel. Und die Vorstellung wie laut und voll es dort sein würde, hat mich dann doch sehr abgeschreckt.

Der Zahnarztbesuch war ok, die Kinder putzen etwas gründlicher, aber immer noch nicht gründlich genug. Leider hat heute die junge Arzthelferin den beiden nicht so gründlich ins Gewissen geredet wie die etwas ältere das schon getan hat. Nun ja, besser putzen ist leicht gesagt, mal schauen, wie lange sie es durchhalten. Der nächste Termin ist erst im Dezember.

P.S. Memo an mich: das Kind mit den leicht verschachtelten Zähnen soll vor allem gründlicher putzen. Er soll es erst mal gut von Hand können, bevor er mit der elektrischen Zahnbürste weitermacht.

anbaden im See

Gestern hat mich das Kind von der Arbeit abgeholt und wir waren das erste Mal im See in diesem Jahr. Das Wasser war erstaunlich warm, aber wir waren ja an Ostern auch im Meer in England. Da war es kalt!

Das Kind wollte nicht ins Strandbad, sondern an den wilden See, ohne Eintritt, Toiletten und Umkleiden. Aber auch ohne Rutsche, sanften Einstieg und Imbissbude. Es wird groß. Wie der Bruder, der sich gerne mit Schulkameraden am See trifft. Von der Ferne haben wir ihn gesehen 😉

So haben wir uns im Wasser ein bisschen abgekühlt, der See ist oberflächlich schon warm, etwas tiefer dann recht kühl. Es gibt auch immer wieder den Wechsel von warm und kalt. Das ist nicht so einfach zum Schwimmen wie im Schwimmbad, wo die Temperatur konstant ist. Doch das Kind kann immer besser damit umgehen. Ich glaube, bald kann es auch alleine an den See.

Wir haben uns danach noch mit dem Mann bei der Eisdiele in der Stadt getroffen und dort ein Eis verspeist. Was für ein schöner Feierabend.

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