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alive and kicking

Kategorie: krank (Seite 2 von 3)

Gesundheit

Heute waren wir bei einer Ärztin, die sich noch mal das Kind angeschaut hat. Ich war erstaunt, wie viel Ruhe und Zeit sie mitbringt, um das Kind genau anzuschauen. In fast allen Bereichen gab es Entwarnung. Tut gut. Immer wieder. Allerdings gibt es eine Schonhaltung, die nicht von alleine weggehen wird. Also müssen wir aktiv werden. Interessant, dass sie das Kind kaum berührt hat und doch so viel gemerkt, gespürt und erkannt hat. Faszinierend. Auch die Übungen waren anders, so dass es auch für das Kind interessant war. All die „normalen“ Übungen kennt er zur Genüge.

Ich finde, solch eine Art der Untersuchung sollte jedem zustehen, egal ob Unfall oder nicht. Egal ob Privat- oder Kassenpatient (was für eine sinnlose Unterscheidung) und egal ob alt oder jung. Es sind oft ganz einfache Dinge, die zum Wohlbefinden beitragen können. Manchmal reichen einfache Berührungen oder vielleicht schon darüber sprechen und wenn ich das einmal im Jahr machen darf, ist es oft schon genug. Bei Bedarf natürlich auch öfter. Schade, dass an der Gesundheit gespart wird.

Wenn ich mir meine Mitmenschen anschaue, bin ich oft erstaunt, was die alle für Wehwehchen (und mehr) haben. Das geht von künstlicher Hüfte (für U 40!) bis hin zu sämtlichen Knieoperationen und Herzbeschwerden. Von den Zähnen mal ganz abgesehen. Gesundheit ist ein großer Kostenfaktor in unserer Gesellschaft und doch kann sich der normale Bürger immer weniger Gesundheit leisten.

P.S. Wir waren bei einer Privatärztin.

shorts

Today it is shorts and T-shirt weather. The boys are outside playing football. It feels so good that they can do sports again. Since yesterday Didi is allowed to do sports again. He seems very happy. The drama with the shoes is over, he uses his old shoes and it is ok. No bother. I am so glad and thankful. Happy healthy kids.
The accident showed me that it can be over so soon. A blink and your life is not what it used to be. There are so many overs around me. Or am I just more sensitive about it? People around me die, get cancer or have other accidents. I like changes but some changes seem to be a little bit too much. I am thankful about the time we have and I try to enjoy every minute. Thank you.

krank auf Reisen

Es gibt einen Aufruf zur Blogparade auf workntravel.info
Als ich das gelesen habe, musste ich erst mal überlegen: krank auf Reisen? Klar, waren wir schon. Vieles sind Krankheiten, über die ich nicht berichten möchte, aber dann fiel mir doch noch was ein:

Long time ago in Canada
Zahnweh. Plötzlich und unerwartet. Wie das halt so kommt. Und heftig. Der Schmerz lässt mich nicht schlafen und ich wage kaum zu essen. Milchshakes gingen noch. Irgendwann habe ich mich der Gastfamilie anvertraut. Und die wusste Rat. Wie immer.

Der Nachbar, David, war Zahnarzt. Also bin ich nachmittags als er nach Hause kam, geschwind rüber und habe ihm mein Leiden geklagt. Er hat mich in seine Praxis bestellt. Ich weiss nicht mehr, wo das war. Nur, dass es in einer Mall war. In dem Teil der Stadt war ich vorher noch nie. Hui, er muss eine Wurzelbehandlung machen oder den Zahn ziehen. Ersteres aufwändig und teuer, zweiteres billiger, aber dann halt zahnlos. Doch mir war alles egal, Hauptsache der Schmerz geht weg. Da ich nicht so richtig wusste, wie ich mich entscheiden sollte, habe ich zu Hause in Deutschland angerufen und meine Eltern um Rat gefragt. Und natürlich die Gastfamilie. Letztlich dann war es meine Entscheidung zur Wurzelbehandlung.

Ich fand es damals witzig, den Zahnarzt beim Vornamen zu nennen. Und David hat die ganze Zeit gesungen. Dazu lief das Radio. Das kannte ich nicht von meinen deutschen Zahnärzten. Die Behandlung war – nun ja – eine Zahnbehandlung. Wohl aber nicht so schlecht. Der Zahn, ich nenne ihn meinen kanadischen Zahn – hat immer noch die kanadische Wurzelfüllung. Obwohl er inzwischen eine Krone hat. An der Wurzelfüllung hat sich mein damaliger deutscher Zahnarzt die Zähne ausgebissen (!). Da kam er nicht weiter, weil die Füllung so hart war.

Da die Zähne in der kanadischen Krankenversicherung nicht inkludiert sind, musste ich die Behandlung selber zahlen. War teuer, aber ich glaube, ich habe einen Nachbarschaftspreis bekommen.
Zähne sind eine Schwachstelle bei mir. Da habe ich immer ein bisschen Bammel auf Reisen. Seitdem hatte ich jedoch Glück.

An den Zähnen sieht man oft den Wohlstand eines Menschen, das wird mir im Ausland, und immer öfter auch in Deutschland, sehr bewusst. Hätte ich weniger Geld gehabt, hätte ich mir den Zahn vielleicht ziehen lassen oder selber dran rum gewerkelt. Je nach Land und Reise hätte ich gar keine andere Wahl gehabt.

as time goes by…. last visit to the hospital today. Finally. We’ve made it. No more visits. Sounds good. Feels good. But still, there are complications that could come up. Sometime. Anytime. I am a little bit scared. I want my child back, the one I had some time ago. I know it is not possible. I am glad that not more has happened. That everything went so well. But still, not feeling comfortable.

Uniklinik

Heute mal wieder in der Uniklinik. Irgendwie muss es ja abwechslungsreich bleiben 🙂 Und bei dem Regenwetter heute gab es ja auch fast nix besseres zu tun. Nun ja, fast….
Eigentlich wollten wir noch Eis essen in der Stadt, aber bei dem Wetter…. und das Kind trägt ja nur Sandalen 😉
In 2 Wochen sind wir ja schon wieder da. Dann ist das Wetter ja vielleicht etwas besser.
Wir waren auch noch auf „unserer“ Station. War nett, wir haben uns unterhalten, gefragt und erzählt. Aber – es ist nicht mehr unseres. Das Personal ist das gleiche, die kennen uns auch noch. Aber sonst kennen wir niemanden. Was ja im Grunde sehr gut ist, wer will schon so lange im Krankenhaus bleiben? Ich fand es gut für uns zu sehen, dass dort so viele Veränderungen sind, so viele neue Patienten, wir haben kaum noch Bezugspunkte. Gut! Wir können dieses Kapitel abschliessen. Und haben so gute Erinnerungen an die Klinik.

Krankenhaus

Kurzer Zwischenstopp im Krankenhaus. Wir sind routiniert und kennen uns aus. Wählen den Parkplatz mit dem kürzesten Weg im Regen, dafür dann im Haus länger, aber wie gesagt: wir kennen die Wege…. Die Tasche gleich dabei, falls das Kind über Nacht bleiben muss. Wir sind vorbereitet.
Muss dann aber nicht. Wir dürfen wieder heim mit der Auflage mindestens zwei mal in der Nacht nach dem Kind zu schauen. Das kenne ich auch noch vom Krankenhaus.
Ich bin froh, dass alles so glimpflich ausging, aber der Schrecken sitzt tief. Bei uns allen. Wir sind erleichtert, alle wieder zusammen zu Hause sein zu dürfen. Doch es ist so ein verhaltenes Freuen. Wer weiss wie lange….. Immerhin – jetzt waren wir fast einen Monat krankenhausfrei.

Sonntag im Regen

Heute ging es wettertechnisch hier grad so weiter: Regen und Sturm. Unser typisches sonntägliches Programm: Bad putzen, Wäsche, Kochen und für die Jungs: Lego spielen. Auf mehrfachen Wunsch gab es heute auch alte Filme der Kinder. Ach, waren die süß!
Und interessant, wie sehr sich mehr oder weniger unbemerkt Stimme und Aussprache der Kinder geändert haben. Wir haben ziemlich viel gelacht.
Krankheitsbedingt hat Didi die Woche noch schulfrei und ist bei der Oma. Gege hat noch 3 Tage Schule und hat die Zeit ohne kleinen Bruder genutzt, indem wir den Hobbit, Teil 2 geschaut haben. Morgen kommt dann der Rest. 3 Stunden sind selbst mit Unterbrechung zu viel. Teil 1 schaue ich mir dann in ein paar Jahren, wenn Didi groß genug ist, mit ihm zusammen an.
Zwischendurch haben wir natürlich noch Handball geschaut. Was für ein Spiel. Spannend! Und Deutschland hat gewonnen, so wie wir es uns gewünscht haben. Ei, wie fein. Zum Glück kann der Mann ohne Jacke aus seiner aktiven Spielerjugend die Regeln. Wir sind ja doch sehr fussballzentriert.

Familienfest

Heute gab es eine Familienfeier im kleinen Kreise. Meine 4 Geschwister mit Anhang und wir waren da. Meine Eltern sehr glücklich. Alle da! Meistens fehlt jemand, weil krank, Hausaufgaben machen müssen, anderes Fest, arbeiten….. you name it.
Essen war a la carte und superlecker! Wir waren positiv überrascht. Die Kinder haben alles aufgegessen und es war auch nicht zu laut. Das Kind ist noch sehr lärmempfindlich. Familie war wie immer, mit dem Alter werde ich gelassener. Sollen sie doch schwätzen. Der Unfall war natürlich beliebtes Thema heute. Immerhin kann ich darüber reden, ohne weinen zu müssen. Immer mehr, immer besser.
Auf dem Heimweg war es stürmisch und regnerisch. Ein bisschen wie an der Küste. Die Kinder fanden es toll. Wir waren noch kurz einkaufen und es hat uns fast weg geweht. Vom Auto bis zum Haus (ok, da müssen wir ein paar Meter gehen) wurden wir dann noch so richtig nass. Das tut so gut, die Natur zu spüren, den Wind in den Haaren, den Regen auf der Haut. Der Sturm, der uns fast wegbläst. Besonders nach all dem Getue und vorsichtig und aufpassen und überhaupt. Wenigstens ist die Natur wild, wenn wir es schon nicht sein dürfen.

aufwärts

Es geht aufwärts. Heute haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht. Nicht viel, nur zum nächsten Einkaufsladen. Aber trotzdem, es tat gut. Beim Laufen erzählt das Kind so viel. Die Leute sprechen es auch nicht mehr auf sein Aussehen an. Man sieht kaum noch was vom Unfall. So langsam wird es wieder 🙂
Wir Eltern sind immer noch sehr besorgt. Ein bisschen fühle ich mich in die Anfangszeit mit Baby zurück versetzt. Wir sehen das Kind an, ein Wunder. Immer noch, immer wieder. Unsere Blicke treffen sich, wenn wir das Kind anschauen und ich sehe so viel Liebe. In uns und um uns. Dennoch hat die Zerbrechlichkeit und die Endlichkeit einen großen Platz in unserem Leben eingenommen. Wie schnell kann unser Leben zerstört werden.
Seit dem Unfall kann das Kind schlechter einschlafen. Vielleicht müssen wir neue Rituale finden.
Any ideas?

Alltag

Seit Freitagabend nur 1 Kind. Wir sind besorgt vorsichtig. Die Balance zwischen gluckig und ok ist eine Gradwanderung. Wir haben so viel Angst um das Kind gehabt. Angst, die zum Teil noch da ist. Da kann immer noch…..
Heute Alltag: kochen, Wäsche waschen, Bad putzen, essen, spielen, Lego bauen, fern schauen, Hausaufgaben (da haben sich doch einige angesammelt). Alltag, der gut tut. Der die Seele beruhigt.

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