alive and kicking

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Ennio Morricone

Im letzten Jahr gab es einen Spontan-Chor für einen Auftritt, bei dem ich mitgemacht habe. Wir hatten ein Stück von Ennio Morricone einstudiert. Dadurch habe ich mich näher mit ihm befasst, ein Begriff war er mir aber vorher schon. Doch die ganze Bandbreite war mir nicht bewusst.

Jetzt ist er gestorben.

George

Die Kinder, und nicht nur die, sind entsetzt darüber, was in den USA passiert. Ich weiß, wir kriegen so vieles gar nicht mit, aber was ich mitkriege, reicht mir mehr als genug.
Egal, wo auf der Welt ich gelebt habe, ich war nie so froh, eine weiße Hautfarbe zu haben, wie in den USA. Ich habe mich dort nicht unwohl gefühlt, auch als ich in Harlem in New York gewohnt habe. Ich wurde weder in der Kirche noch auf der Straße blöd angeschaut. Morgens wenn ich vom Hostel zur Arbeit losgelaufen bin, haben mich die Leute begrüßt: Hey, white girl, going to work?
Mein Hostelkollege, ein weißer Mann mit langen Haaren, wurde da feindselig angeschaut und war auch in der Kirche nicht so gern gesehen.
An der Grenze zu Kanada mussten die Schwarzen aus dem Bus und wurden kontrolliert. Ich als Nicht-Amerikanerin auch, aber längst nicht so unhöflich. Wahrscheinlich hatte ich aber auch einfach nur verdammt viel Glück!

Die Demos heute weltweit geben Mut. Ich hoffe, dass sich was ändern wird, fürchte aber, dass sich nichts groß ändert. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr andersfarbige Menschen ihr Leben den Umständen angepasst haben. Der dunkelhäutige Mann im Haus geht selten abends raus, und schon gar nicht allein. Wenn es einen Vorfall gab in der Stadt mit Menschen aus anderen Ländern, bleibt er ganz zu Hause. Arbeiten und das wars. Da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Nein, er wird dann schräg angeschaut, als ob er der Missetäter wäre. Ich mache mir Gedanken als Frau raus zu gehen und meide gewisse Stellen, aber für manche Menschen ist das nochmal eine Spur extremer.

Zurück zu Amerika frage ich mich, ob das dem Wahlkampf dienlich ist. Heizt Trump das alles auf, um noch mehr zu spalten in der Hoffnung auf Wiederwahl?

Veränderungen

Ich habe das Gefühl, dass durch die Coronazeit vieles intensiver zu Tage tritt. War die Kommunikation vorher schon mies, so scheint sie jetzt noch schlechter. Ist das so?

Das betrifft vor allem das Zwischenmenschliche, weil das jetzt einfach anders gehandhabt wird. Die Arbeitszeiten, der Verkehr, was weiss ich, ist nicht schlimmer, sondern anders, vielleicht sogar besser. Arbeiten von zu Hause aus hat Vorteile, weniger Autos bedeuten weniger Verkehrslärm etc., doch die Beziehungen zwischen den Menschen sind intensiver oder eben weniger. Wenn wir uns weniger sehen, wird die Kommunikation wichtiger, wenn die Verständigung vorher schon zu wünschen übrig liess, wird sie jetzt nicht unbedingt besser. Zeigt aber auch, dass da vorher schon was im Argen lag. Jetzt ist Zeit für Verbesserungen!

Doch was machen die meisten? Sich noch mehr verstecken, alles auf die Krise (Krise? Welche Krise?) schieben, wie immer eine Ausrede haben. Das ist schade und eine vertane Chance.

In meinem Umfeld gibt es gerade einige Missstände und manchmal resultieren daraus Veränderungen. Diese Veränderungen betreffen mich zum Teil ganz konkret, ich freue mich für die Menschen, die die Veränderungen erfolgreich initiiert haben, aber ich finde manches auch schade.

Samstagmorgen

Ich liebe die Samstagmorgen, wenn der Rest der Familie noch schläft und ich in Ruhe lesen, stricken oder bloggen kann. Es ist friedlich und ruhig. Ich nehme wahr, wie langsam das Haus und das Draußen aufwachen und ahne schon die Geschäftigkeit, die nachher herrschen wird.

Heute klingt das Draußen schon recht laut und wuselig. Ich höre das Martinshorn und einige Autos. Im Treppenhaus war auch schon Leben. Dann wieder gibt es Momente der Ruhe. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich auch einige Radfahrer, die bestimmt auf dem Weg zum Markt in die Stadt sind. Da wollen wir oder einer von uns nachher auch noch hin.

Es ist schon hell, die Sonne scheint ins Wohnzimmer, doch immer wieder schieben sich Wolken davor. Für heute ist noch Regen angesagt, so sieht es im Moment auch aus. Im Winter, wenn es um diese Zeit noch dunkel ist, mache ich mir manchmal eine Kerze an. Jetzt im sommerhaften Frühling mache ich das Fenster auf und bin erstaunt, dass ich keine Vögel höre. Die waren doch die letzten Tage immer da. Was machen die denn so am Wochenende?

Das ist ein schöner Start in den Tag, der mir manchmal fehlt. Die Entspanntheit am Wochenende. Das Schulkind, das jetzt eine Woche mit Unterricht um 7 Uhr 30 hatte, hat angekündigt, dass es ausschlafen möchte. Bitte nicht zum Frühstück wecken!

Eigentlich war ich für heute zum Grillen eingeladen, vor langer Zeit. Wir sind zu viele und das Grillen findet nicht statt. Kleiner Trost: soll ja eh regnen. Also haben wir mal wieder einen Samstag ohne Termine vor uns, aber doch mit einigen Sachen, die erledigt werden wollen wie einkaufen, aufräumen, putzen, waschen und vielleicht ein bisschen was für nächste Woche planen.

Auch darüber habe ich Zeit nachzudenken an so einem Samstagmorgen, wenn der Rest der Familie noch schläft.

thoughts in these times

Es wird gerade viel nachgedacht über die Zeit nach Corona. Warum denn nach Corona? Wird es das geben? Wird das Virus ausgerottet werden können? Wenn ja, wann? Wann wird diese Zeit sein? Sollten wir nicht viel lieber über eine Zeit mit Corona nachdenken?

daily routine

Ich schreibe hier grad täglich rein, obwohl ich das gar nicht will. So viel Aufregendes passiert ja gar nicht, egal zu welchen Zeiten. Dennoch denke ich „oh, das will ich festhalten, mir merken, darüber nachdenken….“ was auch immer. Und schwups, schon wieder ist ein Beitrag entstanden.

Im Moment habe ich auch überhaupt keinen Streß damit, hier täglich zu schreiben. Früher schon war mir das viel zu anstrengend und ich habe mich selber unter Druck gesetzt. Da wollte ich täglich schreiben und es hat nur immer eine Weile geklappt, dann wieder nicht.

Vielleicht passiert gerade zu wenig, so dass ich einfach genug Zeit habe. Genau, das wird es sein, normalerweise wäre ich jetzt weg, würde mich mit Freunden treffen, Urlaub planen, Essen gehen. Da hätte ich gar keine Zeit.

Jetzt aber sitze ich zu Hause und habe viele Gedanken. Also wird eifrig das Blog gefüttert. Hört hoffentlich auch mal wieder auf.

Einfach nur ätzend

Bei der Arbeit lief es gut bis auf eine Sache, die mich dann beschäftigt und mir den Tag versaut hat. So was Blödes. Ich bin immer noch genervt von der Art und Weise, wie das ablief. Hätte, hätte, Fahrradkette….. Hätte man aber auf jeden Fall besser machen können.

Wenn ich genervt bin, möchte ich den Job wechseln, auf der Stelle, jetzt sofort. So ein Tag war heute. Da ärgere ich mich, weil bei anderen immer alles rund zu laufen scheint. Ich weiß, dass dem nicht so ist. Aber das tröstet mich jetzt auch nicht.

Immerhin: passendes Wetter

Gedanken am Donnerstagmorgen

Früh am Morgen. Die Kinder sind soeben aus der Tür geküsst. Nein, sie lassen sich nicht mehr so einfach küssen. Sie sind verabschiedet.
Ich setze mich noch schnell an den Laptop mit einer Tasse Tee. Am liebsten würde ich jetzt in Ruhe frühstücken und zu Hause bleiben. Doch die Arbeit ruft. Heute morgen habe ich sogar eine wichtige Funktion: Schlüsseldienst!
Der Mann weilt fernab der Heimat und es warten anstrengende Tage auf mich. Ich streiche Aktivitäten, die sich streichen lassen. Leider fällt mein Sport darunter. Aber die Hausaufgaben sind wichtiger. Schade, weil ich in der nächsten Zeit den Sport öfter ausfallen lassen werde. Die Tage vor Weihnachten sind zu verplant.
Kurzes Innehalten vor dem Computer. Die Tasse Tee austrinken, den Tag durchgehen und mich ins Getümmel stürzen.

Und mich daran erinnern, dass es schön ist, wenn die Tage gefüllt sind.

wenn, ach wenn

Wenn mal wieder alles anders kommt als geplant, kann das ganz schön nervend sein. Ich bin enttäuscht, weil ich mir das anders vorgestellt hatte. Ich habe mich gefreut und mir schon in Vorfreude vieles ausgemalt. Jetzt also doch nicht. Alles zurück auf Null. Schade!

Aber vielleicht auch nicht schlecht. Da lässt sich noch was machen. Und überhaupt, jetzt ist erst mal der Planungsstress weg. Billiger ist es vermutlich auch. Und sowieso auch nicht schlecht. Nur anders.

Große Kinder können schon auch sehr anstrengend sein.

Heute hier etwas kryptisch, weil es so einfach reicht. Ich bin traurig und enttäuscht, aber irgendwie auch erleichtert. Passt schon! Kind, mach dir wegen mir keine Sorgen.

Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern

Das war das Motto, das wir gestern auf den Weg in die lange Sommerpause bekommen haben. Und heute lese ich es wieder. Das soll ein Zitat von Bloch sein. Ich überprüfe das jetzt nicht. Aber da es mir jetzt zwei Tage hintereinander nahe gelegt wurde, schreibe ich mir das auf, hier und sonstwo, damit ich es immer mal wieder lese und darüber nachdenke.

Im Grunde ist es ganz einfach: think positiv! Wenn ich denke, dass es klappt, klappt es viel eher als wenn ich von vornherein denke, dass ich es nicht schaffe.

Hier gibt es einen Menschen, der immer erst das Negative sieht, egal was und wo. Ich weiss nicht, wie ich diesen Menschen auf einen positiven Weg bringe. Steckt das in manchen Menschen so drin oder ist das anerzogen oder erlernt? Ich betone oft, wie toll etwas ist und wie schön, dass alles geklappt hat. Wenn es nicht so klappt wie geplant, finden wir einen anderen Weg und manchmal ist dieser andere Weg sogar noch besser als der ursprüngliche. Leider springen meine positiven Gedanken nicht einfach so auf diesen Menschen über, er denkt weiterhin erst mal das Schlimmste. Schade!

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