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Kategorie: thoughts (Seite 1 von 8)

Die erste Eidechse

Heute lief mir die erste Eidechse des Jahres über den Weg. Ich habe mich so gefreut. Und dann auch gewundert. Eidechsen? Was machen die denn in der Nacht, wenn es nochmal kalt wird?

Osterparadoxon

Es ist Frühling und es war Vollmond. Aber kein Ostern, obwohl das eigentlich hätte sein müssen. Nein, es gibt ein Osterparadoxon, nachzulesen im Netz. Ist das nicht spannend?


Vollmond am Morgen.

Aftermath


Happy St. Patrick’s Day!

Vom Füllen des Wagens

Schon wieder ist er fast voll,
der metallene Gitterbauch.
Dabei standen auf meinem Zettel
nur drei Dinge, dich ich brauch.

Und ich dachte, ich sei autonom,
gerade in Entscheidungsfragen.
Doch ich bin nur das fünfte Rad
an meinem Einkaufswagen.

Marco Tschirpke

Morning on a Monday in January

Viel zu früh aufgewacht nach schlechter Nacht. Die Gedanken kreisen immer noch. Immerhin kein schlechter Traum wie die Nacht zuvor. Doch ich überlege, wie ich was vortragen, wie ich was organisieren könnte. Da kommen oft gute Ideen raus, aber es nervt, denn eigentlich will ich schlafen.

Ich döse noch mal weg, nur um kurz drauf wieder auf die Uhr zu schauen. Grad mal eine Viertelstunde rum. Es ist mühsam. Ich lege mich auf den Rücken, um ihn etwas zu entspannen, wird ein langer Tag heute. Mein Hals schmerzt auch immer noch.

Wieder döse ich weg, doch zehn Minuten später schaue ich schon wieder auf die Uhr. Ich könnte noch liegenbleiben, aber ich mag nicht mehr.

Also stehe ich auf und dusche in der Hoffnung, etwas wacher zu werden.
Hallo Montag!

Strasbourg

Gestern Abend als ich nach Hause kam, empfing mich der Mann mit den neuesten Nachrichten aus Strasbourg. Wieder mal kommen die Anschläge ganz in unsere Nähe. Hatte nicht die Bekannte gesagt, dass sie nach Strasbourg auf den Weihnachtsmarkt will? Und wir hatten am Tag noch überlegt, ob wir da nicht mit dem geschäftlichen Besuch am Wochenende hingehen. Haben es dann jedoch wieder – aus Gründen – verworfen. Da bin ich jetzt froh drum.
Andererseits will ich mir das auch nicht nehmen lassen. Ich lasse mich nicht einschüchtern und versuche, mein Leben wie immer zu leben. Kann ich aber nicht, weil es mich doch beeinflusst. Ich fühle mich ohnmächtig und trauere.

Worte

Worte fehlen immer noch, ich habe lange nachgedacht, ob ich hier weitermachen will.

Da die Gedanken sprudeln, kanalisiere ich sie hier. Das hilft mir und ich mag es, zurück zu schauen. Ausserdem denke ich, kann es vielleicht für die Kinder interessant sein. Irgendwann mal. Und für die Freunde, die hier mitlesen. Und alle anderen auch.

Die Umwelt erdrückt mich. Ich kann keine Nachrichten mehr schauen, ohne Tränen zu bekommen. Die Politik in Deutschland verwirrt mich, ich habe Angst um unsere Demokratie. Richtige Angst. Dies hier ist meine kleine heile Welt. Ich lasse manches bewusst außen vor. Wer das doof findet, braucht hier auch nicht zu lesen. Meine Angst schüchtert mich, im Moment zumindest, nicht ein, sondern gibt mir Kraft. Ich will weiterhin in einem Land leben, in dem ich mich wohl fühle, dafür kämpfe ich.

Wenn ….

…. Worte fehlen, bleibt die Stille.

….

Der Tod ist nur ein weiterer Weg, den wir alle gehen müssen.

HdR

Leben

Die alte Frau schaut auf ihr Leben und sieht alles in Scherben. Die Geschwister, die nicht mehr miteinander reden. Seit Jahren schon lädt sie alle ein, aber es kommt immer nur ein Teil: Wenn der kommt, komme ich nicht. Und umgekehrt.

Inzwischen setzt sich das ganze fort in ihrer Familie: Wenn der Sohn kommt, kommt die Tochter nicht. Und umgekehrt. Die Schwiegertochter lebt inzwischen getrennt und jammert am Telefon über den Sohn. Beim Schwiegersohn ist es genauso. „Was soll ich denn machen?“, fragt sich die alte Frau, „Ihr seid erwachsen und müsst das selber hinkriegen. Ich kann mich da nicht einmischen.“ Sie hat genug eigene Probleme mit dem Tod des Geliebten und dem anschließenden Papierkram. Mit der Gesundheit, der Instandhaltung der Wohnung, den vielen Arztterminen und überhaupt, dem Alltag.

Die Enkel sind ihr noch eine Freude. Die sind jung, voller Leben und Tatendrang. Da gibt es noch keine Trennungen, keine Kinder, um die die Eltern kämpfen. Die haben ihr Leben noch vor sich. So war das in den anderen Familien auch mal. Da gab es eine Zeit, als alle noch miteinander gesprochen haben. Da waren Kinder klein und die Menschen voller Liebe. Wie wird es bei den Enkeln in ein paar Jahren aussehen? Wird es Trennung und keine Kommunikation mehr geben?

„Das erlebe ich nicht mehr“, sagt die alte Frau und ist froh drum. „Das Leben ist ein einziges Scheitern und zum Schluß kommt der Tod. Als Erlösung. Manchmal freue ich mich darauf. Dann hat alles ein Ende.“, sagt sie und schiebt dem Enkel noch ein Stück Kuchen hin.

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