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Kategorie: WMDEDGT (Seite 1 von 5)

WMDEDGT Januar 2020

Achtung: Werbung, da Markennennung. Wir haben alles selbstbezahlt und keinerlei Vergünstigung bekommen. Die Beschreibung spiegelt meine persönliche Meinung wieder.

Immer am 5. fragt die Frau, die brüllt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Kurz: WMDEDGT. Da schreibt die Bloggerwelt ihren Tag auf und alle versammeln sich dann bei ihr. Ich finde es immer wieder spannend, bei anderen mitzulesen und schreibe auch meinen Tag gerne auf. Dank an Frau Brüllen, die das Sammeln auf ihrer Seite immer übernimmt.

Der erste 5. in 2020 ist ein Sonntag. Ich wache um 7:50 auf und stehe auch gleich auf. Ein Kind ist unterwegs und ein Kind schläft aushäusig. Also setze ich mich ans Laptop und geniesse die Ruhe.

Um 8:50 frühstücken wir zu dritt. Bei Kerzenschein gibt es Croissants aus Frankreich und Tee. Wir waren gestern in Frankreich einkaufen, weil wir unbedingt nochmal Dreikönigskuchen gebraucht haben. Hah, jetzt haben wir 3, die Menge müsste laut Angaben für 20 Personen reichen. Habe ich schon erwähnt, dass wir gute Esser sind. 😉

Um 9:50 fahren wir los und holen das andere Kind ab, das bei einem Freund geschlafen hat. Wir fahren gleich weiter in den Europapark, dort kommen wir gegen 10:50 Uhr an. Wir erwischen einen super Parkplatz, das hatten wir schon lange nicht mehr. Obwohl viel los ist, sind die Wartezeiten durchaus akzeptabel und wir fahren einige Achterbahnen, schauen uns Shows an und essen was im Restaurant Spices. Sehr lecker und preislich ok. Ausserdem treffen wir einige Bekannte. Hatten wohl mehrere die gleiche Idee. 😉

Gegen 18 Uhr sind wir wieder daheim. Ich wäre gerne noch länger geblieben, ich mag den Park im Winter am Abend, aber der Rest der Familie wollte nach Hause. Komisch, sonst ist es eher umgekehrt.


Lieblingsachterbahn im Mondschein.

Wieder zu Hause räumen wir unsere Sachen auf und schauen noch einen Film, Shaft, die Neuverfilmung. Sehr lustig. Dazu gibt es Chips, hauptsächlich für die Kinder.

Um 21 Uhr richten sich die Kids fürs Bett. Morgen ist hier noch Feiertag, das ist richtig schön, so ein echter Zusatztag: Montag frei! Also gibt es noch eine Folge Southpark auf englisch, das haben die Jungs grad für sich entdeckt. Also gehen sie erst um 21.45 Uhr ins Bett, aber wie gesagt, morgen ist hier ja noch frei.

Wir Erwachsenen schauen später noch Downton Abbey bei einem Glas Bier.

Das war ein schöner erster fünfter im neuen Jahr.

WMDEDGT Dezember 2019

Immer am 5. sammelt die Frau, die brüllt, Tagebucheinträge. Hier ist meiner:

Der fünfte im Dezember ist ein Donnerstag. Da es gestern Abend spät wurde, beginnt der Tag etwas zäh, doch irgendwie wie immer. Es ist sehr kalt, zum Teil sind die Fenster beschlagen. Gestern Abend auf der Heimfahrt wollte die Schaltung am Fahrrad auch nicht so zügig wie sonst, sie war sehr zäh. Aber – ich mag die Kälte.

6:00 der Wecker klingelt
6:20 ich stehe auf
6:40 es gibt Tee und Kuchen für ein Kind und mich
6:55 das Kind geht
7:00 der Mann steht auf und ich trinke noch ein Tässchen Tee mit ihm
7:20 ich fahre zur Arbeit, es ist sehr kalt
7:40 bei der Arbeit
Arbeit, Arbeit, Arbeit

12:30 Mittagspause, ich fahre nach Hause
13:00 Mittagessen, ein Kind hatte heute keine Schule und gekocht 🙂
14:00 ich fahre wieder zur Arbeit
16:00 fertig mit Lohnarbeit

16:30 ich verabschiede ein Kind zu den Pfadfindern
17:00 ich setze Teig an für Weckmänner
17:30 Wäsche waschen und aufhängen
18:00 das Besuchskind geht
18:30 die Weckmänner sind im Ofen
19:00 Abendessen, nur zu dritt, das andere Kind geht auf den Weihnachtsmarkt
19:30 Film schauen
20:45 Plätzchen und Milch für den Nikolaus richten
21:15 Kind liegt im Bett
21:30 anderes Kind kommt nach Hause
22:00 Nikolaus richten, danach Downton Abbey gucken
23:30 Bett

WMDEDGT November 2019

Wer WMDEDGT nicht kennt, muss sich bei Frau Brüllen schlau machen, die das Ganze ins Leben gerufen hat.

Der Fünfte im November ist ein Dienstag.

Die Weckmusik geht um 6 Uhr los, aber ich stehe erst 20 Minuten später auf, setze Teewasser auf und ziehe mich an. Die Kinder trudeln ein, wir trinken Tee und essen Kekse oder Müsli oder nix.

Um 7 Uhr gehen die Kinder aus dem Haus, beide haben heute zur gleichen Zeit Unterricht. Ich richte mich, räume noch etwas auf und gehe um halb 8 aus dem Haus.

Es ist jetzt schon hell, wenn ich zur Arbeit fahre, die Horden an Schülern sind schon weg, vereinzelte sehe ich noch. Bei der Arbeit komme ich um Viertel vor 8 an und mache mich an die Arbeit. Eine Kollegin ist krank und ich übernehme ihr Telefon, es bleibt aber ziemlich ruhig. Auch recht. Der Mann schreibt, dass ein Kind früher nach Hause kam und es gemeinsames Mittagessen gibt, ob ich auch kommen möchte? Klar, mach ich. Der Mann hat Urlaub und vegetarische Lasagne gemacht, die wir gemeinsam verspeisen. Schmeckt mir.

Nach der Mittagspause gehe ich wieder arbeiten, was man halt so macht. Irgendwas verschiebe ich auf morgen, aber dann weiss ich nicht mehr genau, was ich damit machen soll. Hätte ich es nur gleich gemacht.

Um kurz nach 4 mache ich Feierabend, genau wie der Kollege. Wir fahren ein Stück zusammen mit den Fahrrädern, bis ich abbiegen muss. Auch mal nett, nicht immer nur Selbstgespräche zu führen.

Ein Kind muss noch Hausaufgaben fertig machen. Schliesslich zeigt es mir sie ganz stolz. Warum nicht gleich? Ein Kind war beim Arzt und hat ein Attest geholt, dass ich morgens telefonisch angefordert hatte. Die Arztpraxis zu erreichen ist ein Witz, man hängt nur in einer Warteschleife. So was von nervend. Immerhin hat es nach Stunden geklappt.

Ich mache mir einen Tee aus den Kräutern (Verbene) der Gemüsekiste, der Tee riecht so gut, dass ein Kind auch einen möchte. Gerne doch.

Ein Kind bekommt Besuch und sie wollen zocken. Es ist inzwischen 17 Uhr, ich lese noch die Sonntagszeitung und richte dann meine Sachen für den Kurs, der um 18 Uhr anfängt.

Der Kurs geht bis 19:30 Uhr. Wir machen pünktlich Schluss, reden aber noch ein bisschen, kurz vor 8 komme ich zu Hause an. Der Rest der Familie sitzt vor dem Fernseher, ich hole mir das Laptop und verkrieche mich in die Küche.

Viertel vor 9 bringe ich die Kinder ins Bett und schreibe diesen Eintrag. Jetzt gleich werden wir noch eine Folge Downton Abbey schauen und die nächsten Tage besprechen, da der Mann viel unterwegs ist. Vermutlich werde ich um 23 Uhr oder noch später ins Bett fallen und hoffentlich besser schlafen als die Nacht davor. Ich muss mich erst wieder an das frühe Aufstehen gewöhnen, seit 2 Nächten wache ich jetzt immer gegen 4 Uhr auf. Warum?

WMDEDGT Oktober 2019

Immer am 5. eines Monates sammelt Frau Brüllen die Tagebuchblogger um sich mit dem Motto: WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag.

Hier kommt mein Tag, der fünfte ist ein Samstag.

Gegen 8 Uhr höre ich Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ein Kind hat Übernachtungsgäste, die so langsam aufwachen. Ich stehe auch auf, dusche und mache Tee. Während ich frühstücke kommt der Mann dazu. Danach die Kinder, die auch frühstücken wollen.

Ich überlasse ihnen die Küche und mache mich auf den Weg zur Chorprobe, die um 10 Uhr beginnt. Zum Glück erwische ich eine Regenpause und komme trocken dort an.

Wir proben, erst alleine, dann zusammen mit dem Orchester. Wir hören uns nicht, weil das Orchester so laut ist, doch der Dirigent sagt, dass er uns gut hört. Nun ja, wir proben ausführlich.

Gegen 12 Uhr ist Mittagspause, es gibt Frikadellen und Brötchen, ausserdem Kuchen. Das Orchester probt noch ein bisschen weiter, die Sänger sind fertig. Wir besprechen noch, wie es weiter gehen soll.

Es regnet nur leicht und ich fahre noch kurz in die Stadt und zum Lebensmittelladen. Ich will einen Kuchen backen, dazu brauche ich Sahne. Vor dem Laden treffe ich jemand, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe und wir quatschen eine ganze Weile. Im Laden treffe ich die nächste, wieder quatschen wir, da kommt noch jemand, der ich auch noch was sagen will. Vor lauter Reden weiss ich gar nicht mehr, was ich einkaufen wollte.

Als ich nach Hause komme, sitzen Mann und Kind noch am Mittagessen, sie waren auf dem Markt. Anschliessend bauen sie unseren gestern gekauften TV-Schrank zusammen. Ich backe derweil meinen Bratapfelkuchen. Leider wird die Puddingmasse etwas flüssig, doch er schmeckt. Derweil ist auch das andere Kind nach Hause gekommen, er war 2 Nächte bei einem Freund. Er duscht und isst noch etwas Suppe vom Mittagessen. Wir anderen essen Kuchen, nette Mischung. Das eine Kind richtet sich wieder zu einer Geburtstagsfeier, es wird wohl spät werden, aber nicht über Nacht.

Der Mann und das andere Kind bauen weiter am Schrank. Ich fahre zum Segelkollegen um Quitten zu holen, die er mir angeboten hatte. Mit Quitten habe ich noch nie was gemacht, also nehme ich das Angebot gerne an, das möchte ich ausprobieren. Wieder quatschen wir eine ganze Weile.

Endlich wieder zu Hause, bewundere ich das fertige Schränkchen. Sieht gut aus! Die Quitten stelle ich erst mal zur Seite und mache noch etwas Apfelmus aus den restlichen Äpfeln. Dazwischen läuft immer wieder die Waschmaschine.

Dann richten wir Abendessen, wir essen vor dem Fernseher, das Kind will einen längeren Film schauen.

Danach ist Bettzeit fürs Kind, Computerzeit für mich, Badzeit für den Mann.

WMDEDGT im September 2019

Same procedure as every month, collected by Frau Brüllen.

Here we go:

Der fünfte im September ist ein Geburtstag. Leider lebt die Person jetzt schon lange nicht mehr, dennoch denken wir an sie und zünden eine Kerze an. Und traurig bin ich auch, die Person fehlt immer noch und immer wieder.

Nichtsdestotrotz muss ich arbeiten, es ist Donnerstag und heute kommt der Mann wieder.
5:30 Ich werde das erste Mal wach, danke Müllabfuhr. Und das nach der schlechten Nacht! Ich habe gestern zu spät zu viel gegessen, da konnte ich gar nicht gut schlafen. Ausserdem hatte ich kalte Füsse. Kalte Füsse? Wir hatten tagsüber noch 28° Grad Celsius, aber am Abend wurde es dann doch etwas frisch. Und in der Nacht hat es geregnet.
6:30 Ich bin stehe auf.
7:00 Tee und Internet
7:30 Ich richte mich und fahre zur Arbeit. Heute mit dem Auto, weil ich gleich von der Arbeit zum Bahnhof fahre, den Mann abholen.
7:45 Arbeit, Arbeit, Arbeit. Heute mit einer Besprechung, aber sonst relativ ruhig. Noch sind viele in Urlaub. Zwischendurch Mittagessen, Reste von gestern Abend.
14:50 Feierabend
15:00 Bahnhof
15:25 Ankunft des Zuges, pünktlich!
15:45 Ankunft zu Hause
16:30 gemeinsames Teetrinken, wie habe ich das vermisst!
17:00 Aufräumen, Wäsche waschen, Wäsche wegräumen usw.
18:30 Telefonat mit Muttern
19:30 Essen richten: Kartoffeln und Kürbis im Ofen
19:45 Landesschau und Tagesschau live gucken
20:15 essen, einfach aber lecker
20:45 Serie schauen, Nachrichten schauen und was noch so kommt
23:00 richten fürs Bett

Schön war die Zeit allein, aber ich freu mich, dass der Mann wieder da ist und morgen die Kinder kommen.

WMDEDGT im August 2019

Ja, ist denn schon wieder der 5.? Ja, und da machen alle mit bei was machst du eigentlich den ganzen Tag, initiiert wurde das Ganze von Frau Brüllen, nachzulesen bei ihr.

Hier also mein Tag: Der 5. im August 2019 ist ein Montag. Die Kinder haben Sommerferien.

Als ich um 7 Uhr aufstehe, sitzt der Mann schon am Frühstückstisch. Wir trinken eine Tasse Tee zusammen. Anschliessend richtet er sich für die Arbeit.

Um 8 Uhr klingelt der Wecker beim 15jährigen. Er steht auf und wir frühstücken zusammen. Danach richten wir den Rucksack. Er fährt heute für 2 Wochen ins Sommerlager der Pfadfinder. Einpacken, auspacken, noch ein paar Kleidungsstücke hier lassen….. Zwischendurch steht auch der Elfjährige auf.

Um halb 11 machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir treffen einen Teil der Gruppe, doch owei, das Kind hat das Wichtigste vergessen: die Papiere! Also düse ich nochmal schnell nach Hause und hole sie. Sie liegen schön gerichtet auf dem Tisch, aber hatte ich nicht gesagt, in den Rucksack damit? Egal, da wir früh dran sind, schaffen wir auch das. Kurze Umarmung, letztes Foto und dann fahre ich zur Arbeit.

Den ganzen Nachmittag sitze ich bei der Arbeit. Das Wetter wird immer schrecklicher, es ist schwül und stickig. Auf dem Flachdach wird das Grünzeug ausgerupft, die Männer tun mit leid. Die Kollegin schenkt mir ein Stück ihres Rüblikuchens, sehr fein. Die andere Kollegin legt mir immer noch mehr Arbeit auf den Tisch. Aber ich habs ja so gewollt!

Um kurz nach 5 ruft der Zuhause gebliebene Sohn an und fragt wann ich heim komme. Er möchte zu seinem Freund zum Übernachten. Da soll er spätestens um 6 Uhr sein und möchte bitte gerne gefahren werden. Also packe ich langsam zusammen und fahre nach Hause.

Um 17:40 Uhr fahren wir zusammen zum Freund. Warum nicht mit dem Fahrrad? Weil er nicht genau weiß, wo er wohnt. Versteh ich zwar nicht, aber nun gut. Nächstes Mal dann Fahrrad. Da der Bioladen um die Ecke liegt, gehe ich noch schnell dort vorbei.

Um halb 7 komme ich wieder zu Hause an, verräume die Einkäufe und wärme mir die Reste von gestern auf. Der Mann isst Brot.

Danach hocken wir uns vor die Glotze und schauen die Tagesschau live. Das haben wir auch schon lange nicht mehr. Danach gibt es noch einen Film und dann Bett.

Was macht ihr denn so ganz ohne Kinder? wurde ich mehrfach gefragt. Ja, was wohl? Da wir beide arbeiten, sind wir am Abend platt und müde. Sollen wir jetzt ne Party schmeissen oder die Nacht durchtanzen?

WMDEDGT im Juli 2019

Sämtliche Info zu WMDEDGT findet sich bei Frau Brüllen.

Der Fünfte im Juli ist ein Freitag. Ich war auf Foto machen eingestellt und habe es gerade bedauert, dass ich das vergessen habe heute. Aber halt, es ist ja gar nicht der 12., sondern der 5. Das geht auch ohne Foto. Hier also mein Tag:

In der Nacht war es erstaunlich kühl, so dass ich zeitweise eine Decke benutzt habe und relativ ausgeschlafen bin. Trotzdem oder gerade deswegen fällt das Aufstehen um 6:20 schwer. Ich bereite Tee zu und wir trinken Tee bzw. frühstücken. Jeder wie er will.

Um kurz nach 7 verlassen die Kinder das Haus, kurz darauf ich. Mit meinem Kleid ist es mir fast etwas zu kühl. Die Luft im Büro ist stickig und ich lasse die Kühle von draussen rein. Dann geht es ans Arbeiten. Heute darf ich zum ersten Mal ganz allein Leute beaufsichtigen. Ist irgendwie langweilig. Aber na ja, muss auch sein. Ich treffe einen Exkollegen, der sich wundert, dass alles wie immer ist.

Zum Mittagessen fahre ich nach Hause, der Mann hat gekocht und als alle Kinder da sind gibt es Essen. Rest von gestern: Spaghetti Bolognese und Salat. Schmeckt heute immer noch.

Ein Kind verabredet sich zur Nerf Schlacht und anschliessendem Pool Baden. So sehen zur Zeit die Nachmittage des 11jährigen aus, wenn er nicht auf eine Arbeit lernen muss. Der 15jährige hat noch Bandprobe und am Abend Pfadfinder, dazwischen chillt er auf dem Sofa.

Ich bleibe auch zu Hause und erledige Hausarbeit, hauptsächlich Wäsche. Der Mann kümmert sich am Nachmittag um die Bestellung einer neuen Spülmaschine, die alte ist in den letzten Tagen mehrfach (!) ausgelaufen, da haben wir keine Lust mehr drauf. Ein paar Tage müssen wir wohl noch zusammen aushalten bis die neue da ist. Wir halten sie sehr genau im Auge, auch die Kinder halten sich an die neu aufgestellten Regeln wie vor dem Aufmachen abpumpen lassen etc. Klar, sie haben auch keine Lust auf Putzen!

Irgendwann meldet sich das Kind, weil es beim Freund übernachten will. Das ist immer so spontan, aber so ist sie wohl, die Generation Z, habe ich erst einen Artikel darüber gelesen.

Gegen frühen Abend mache ich mich auf den Weg zum Sommerfest. Das ist gleich ums Eck und ich kann locker hinlaufen, heute mit dem Vorsatz viel zu trinken 😉 Das Fest ist etwas anstrengend mit vielen Reden und wie toll alles ist, blablabla. Doch ich treffe nette Menschen, neue wie alte und wir lachen viel. Ich sitze in der britischen Ecke und fühle mich sehr wohl. Englische und japanische Witze wechseln sich ab, nicht immer bekomme ich die Pointe gleich mit. Doppelt lustig. Das Essen schmeckt auch sehr gut und ich esse viel zu viel. Mit dem viel Trinken klappt es nicht so ganz 😉 Gegen späteren Abend lichtet sich die Menge und die Gespräche werden ernster. Wir philosophieren über das Alter und den Tod. Immer noch interessant und der britische Humor klingt auch da durch.

Um kurz vor elf gehe ich nach Hause, es ist immer noch sehr warm. Mir ist im leichten Kleid überhaupt nicht kalt, im Gegenteil. Überall sitzen noch Menschen, es scheint als kommen alle aus ihren Wohnungen.

Zu Hause klärt mich der Mann über die Geschehnisse auf. Alles bestens. Wir schauen zusammen noch die Nachrichten und irgendeine Talkshow, gegen zwölf Uhr verabschiede ich mich ins Bett.

WMDEDGT im Juni 2019

Sämtliche Info zu WMDEDGT findet sich bei Frau Brüllen.

Der Fünfte im Juni ist ein Mittwoch. Die Nacht war kurz, weil warm. Alle Fenster sind weit offen, um die etwas frischere Morgenluft in die Wohnung zu lassen. Ansonsten ist alles fast wie immer:

6:20 Uhr stehe ich auf, bin schon eine Weile wach und mag nicht mehr liegen. Ich setze Teewasser auf, räume die Spülmaschine aus und wieder ein und mache Tee. Mist, der Blick in den Kalender zeigt mir, dass ich einen gestrigen Geburtstag vergessen habe. Das Kind steht auf. Das andere Kind ist diese Woche in Frankfurt zum Praktikum. Wir frühstücken Joghurt mit Erdbeeren, lecker. Der Mann steht auf und wir trinken zusammen Tee.
Das Kind richtet sich für die Schule, nur noch diese Woche, dann sind Ferien. Ich richte mich für die Arbeit.

Um 7:30 Uhr komme ich bei der Arbeit an, erst mal das Büro durchlüften, es stockt mir fast den Atem, so schlecht ist die Luft. Emails checken, telefonieren, was man halt so macht. Um 9:00 Uhr ist die erste Besprechung, die ich fast vergesse. Ich werde geschult. Etwas schlauer gehe ich wieder ins Büro, um weiter zu arbeiten. Eine Kollegin ist sehr verzweifelt und fragt, ob ich Zeit habe, mit ihr in eine Besprechung zu gehen, ihr wird grad alles zu viel. Kein Problem, ich beruhige sie und wir gehen um 11:00 Uhr gemeinsam zum nächsten Termin. Da kommt einiges an Arbeit auf uns zu.

12:00 Uhr: Mittagspause. Heute hinter dem Haus, die Geburtstagskollegen laden ein. Das ist schön! Danach weiterarbeiten. Zwischendurch Kind anrufen, denn ich komme heute erst viel später nach Hause. Alles ok. Das Kind ist groß genug, um selbständig zur Musikschule zu gehen. 🙂

15:30 Uhr: ich kopiere noch was für die nächste Besprechung, da ertönt ein lauter Knall. Die Kollegin, die bei offener Tür im Zimmer sitzt, und ich schauen uns an. Dann rennen wir los zur Treppe. Alle anderen Türen öffnen sich ebenfalls, die Leute rennen zur Treppe, es zischt irgendwo. Ich bin leicht verunsichert, was ist passiert? Der Kollege gibt Entwarnung, eine Gasflasche ist explodiert, aber nix weiter passiert. Na ja, so ganz beruhigt mich das nicht. Die Kollegen und ich machen uns auf den Weg zur Besprechung im anderen Gebäude, Gesprächsthema ist natürlich die Gasflasche.

15:45 Uhr: letzte Besprechung, die Luft ist raus, doch ich muss Protokoll schreiben, also dementsprechend aufpassen. Die Gruppe, die beim Geburtstagsessen war, stinkt nach Knoblauch. Manche auch nach Bier. Die anderen tun mir leid. Es geht heiß her, die Themen sind emotionsgeladen. Draußen kühlt es auch nicht ab.

17:45 endlich fertig, ich packe meine Sachen und fahre zur Verteilstation unserer solidarischen Landwirtschaft. Wir haben seit heute unseren Anteil halbiert, da lerne ich unsere neue Partnerin kennen und den Ablauf, wenn man nur einen halben Anteil hat. Ich habe lange gezögert, das zu machen, doch jetzt probieren wir das einfach mal aus.

18:45 endlich zu Hause mit einer halben Kiste Gemüse. Kurze Lagebesprechung mit dem Mann, das Kind lernt (!).

19:15 ich richte mich für meinen Sport. Trotz Hitze ist die Bude voll und wir schwitzen noch ein bisschen extra.

20:30 alle wieder zu Hause.

21:30 Kind liegt schon länger im Bett und wir schauen noch einen Tatort aus der Mediathek.

23:30 ich falle ins Bett, es ist immer noch zu heiß zum Schlafen.

WMDEDGT im April 2019

Es ist der 5. und da fragt Frau Brüllen immer, was man so macht den Tag durch. Hier kommt also unser Tag, es ist ein Freitag:

Morgen
Ich bin schon früh wach, zu viele Gedanken sind in meinem Kopf, also stehe ich schon um 6:15 Uhr auf. Ich setze Teewasser auf und ziehe mich an. Im Bad ist die Heizung angegangen, es ist wohl kalt draußen. Und immer noch dunkel. Ich richte Tee und räume die Spülmaschine aus. Die Jungs stehen nacheinander auf, heute gibt es mal keinen Stress im Bad. Ein Kind trinkt Tee und frühstückt Müsli, das andere Kind möchte nix. Ich auch nicht, mir reicht heute der Tee. Wenn der Mann nicht da ist, ist die Teekanne eh viel zu viel. Ich Gewohnheitstier. Eigentlich wollte ich doch die kleine Kanne nehmen. Die Jungs richten sich für die Schule und gehen um 7 Uhr aus dem Haus. Ich schreibe noch kurz eine Email an den Fussballtrainer und richte mich dann auch. Heute bin ich etwas später dran als sonst und die Schülerhorden sind schon durchgezogen. Vereinzelte Schüler sind noch unterwegs. Die werden garantiert zu spät kommen. Viertel vor Acht bin ich bei der Arbeit und arbeite. Da gibt es gute Neuigkeiten und ich freue mich. Vor lauter Arbeit vergesse ich fast, dass ich einen Massagetermin habe. Danke Arbeitgeber, dass du das ermöglichst, das tut so gut.

Mittag
Da ich heute kochen muss, der Mann ist ja nicht da, höre ich früh auf und gehe noch geschwind einkaufen auf dem Heimweg. Na ja, so kurz vor Mittag gehen alle einkaufen, so geschwind wird das nicht. Es gibt Backofenkartoffeln, Fischstäbchen und Spinat. Das Gemüse kommt von unserem Ernteanteil, ein Essen, das beide Kinder mögen. Ein Kind hat freitags immer früh aus, wir kommen gleichzeitig zu Hause an. Ich hetze in der Küche und gebe ein paar Anweisungen: Aufräumen, aufräumen, aufräumen. Als das andere Kind kommt, eskaliere ich kurz, dann ist alles wieder gut und wir essen gemütlich.

Nachmittag
Nach dem Essen lege ich mich hin, ich bin so platt. Leider wird das mit dem Ausruhen nichts, die Jungs hören laut Musik und singen mit. Eigentlich schön, aber mir zu laut. Wäre ich nur arbeiten gegangen. So mache ich Haushalt: Spülmaschine einräumen, Waschmaschine anstellen und Wäsche abhängen, später dann aufhängen. Zwischendurch gibt es Kaffeeklatsch, aber ohne Kaffee. Wir trinken Tee, ich finde es total schön, dass ein Kind immer mit mir Tee trinkt. Dazu gibt es Reste von gestern: kalten Grießbrei und ich spendiere noch eine Tafel Schokolade. Ein Kind macht sich auf den Weg zur Musikschule, das andere Kind zockt. Ich setze Teig für den Hefezopf an. Das eine Kind kommt nach Hause und zockt, das andere Kind macht sich auf den Weg zum Freund und nimmt sein Sportzeug gleich mit. Ich putze in der Küche und hänge dann am Computer ab.

Abend
Das andere Kind geht zur Kirchenveranstaltung. Als beide aus dem Haus sind, mache ich mich auch auf den Weg. Eigentlich wollte ich das schon früher, aber wenn die Jungs zocken, ist es besser wenn jemand zu Hause ist, da sie sonst nicht aufhören. Ich hole etwas Bärlauch und gehe noch ein bisschen spazieren, auch wenn es eher kühl und unfreundlich ist. Beide Kinder sind erstaunlich früh wieder zu Hause. Das Abendessen lassen wir ausfallen zu Gunsten von Chips, Radieschen und Birne. Dazu schauen wir fern: Catch und noch ein bisschen Bülent. Die Jungs verschwinden um 11 Uhr ins Bett, ich schreibe noch den Eintrag, etwas später kommt der Mann nach Hause und erzählt vom Konzert, bei dem er war. Um 11:45 Uhr liege ich auch im Bett.

WMDEDGT März 2019

Immer am 5. fragt Fr. Brüllen, was man so macht den Tag über. Also schreibe ich mal auf, was wir heute so gemacht haben:

6:30 Uhr aufstehen, duschen, anziehen. Danach eine Tasse Tee trinken, den der Mann währenddessen gemacht hat. Wir bereden uns kurz und dann breche ich auf zur Arbeit. Die Kinder liegen noch in ihren Betten, sie haben ja die ganze Woche noch Fastnachtsferien.

7:30 Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Es ist sehr ruhig, weil viele in Urlaub sind. Jemand fragt mich um Rat, das ist etwas persönlich und ich weiss nicht recht, wie ich eine schlechte Nachricht überbringen soll. Ich gebe ein paar Tipps und hoffe, dass das machbar ist.

12:30 Fertig mit der Arbeit, ich radle nach Hause. Es ist immer noch stürmisch, aber längst nicht mehr so wie gestern. Ein Stückchen habe ich auch Rückenwind, wie schön!

13:00 Wir essen, was das Kind gekocht hat: Rotkohl (hatte der Mann schon vorgekocht), Frikadellen und Kartoffelbrei. Das hatte ich mir gewünscht, als wir Rotkohl in der Gemüsekiste hatten. Es hat mir supergut geschmeckt.

14:00 Besuch kommt spontan vorbei. Es gibt Espresso, Tee und Kakao.

14:30 Ein Kind geht mit mir in die Stadt. Wir treffen dort seinen Freund und machen bei der Fastnacht mit. Es gibt Hexenfrass und unsere Beute ist recht ordentlich. Es ist ziemlich viel los und wir treffen einige Bekannte.

16:00 Wir sind wieder zu Hause, der Freund kam auch gleich mit. Die Jungs zocken. Ich mache so Haushaltsdinge und das andere Kind arbeitet an der GFS.

18:00 Das Kind begleitet den Freund noch nach Hause. Vom Rest Kartoffelbrei bereite ich eine Suppe zu. Dazu gibt es noch von der Beute.

18:30 Kind ist wieder da und wir essen zu Abend.

19:30 Die Jungs wollen noch einen Film schauen, es wird eine Folge von „Fast and Furious“, wie die letzten Abende schon. Etwas ätzend. Immerhin kann ich nebenher stricken.

21:30 Die Kinder verabschieden sich ins Bett. Ich lese im Internet.

23:30 Ich schreibe noch den Artikel und gehe dann auch ins Bett. Morgen nochmal arbeiten, dann habe ich für den Rest der Woche Urlaub.

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