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Kategorie: Zug

Zugfahrt

Endlich wieder mal Zug fahren. Und alles lief gut. Der Zug kam pünktlich, wir haben unsere Anschlusszüge bekommen und hatten auf der Heimfahrt nur minimal Verspätung. Geht doch!

Die Züge waren fast alle gut besetzt, wir hatten zum Glück eine Platzreservierung, wo möglich. Dadurch fiel auch das lästige Platzsuchen weg.

Auf der Rückfahrt waren wir sehr müde und haben gerne in den Zeitschriften und in der Zeitung, die rumlag, geblättert. Danke an die Mitfahrer, die das Zeug liegen gelassen haben. Das mache ich auch oft in der Hoffnung, dass sich jemand darüber freuen wird.

Zum Glück lesen die Leute noch Papierzeitungen. Ebooks lässt ja wohl niemand absichtlich liegen.

Bahnfahren

Schon wieder? Es gibt noch so viele Geschichten, ich könnte ewig weiter machen. Doch das soll ja kein Bahnblog werden hier. Aber eine geht noch, oder?

Mir fällt immer wieder auf, dass sehr viele Menschen im Zug schlafen. Klar, meistens ist es sehr früh am Morgen oder nach dem Arbeitstag. Da sind alle fertig. Und Ausruhen geht super gut im Zug. Es sei denn, es gibt laut brabbelnde Menschen um einen rum.

Die Schlafenden sehen meistens einfach nur platt aus. Kinder, die schlafen sind hübsch. Friedlich. Strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Erwachsene, auch junge Erwachsene haben diese Schönheit nicht mehr. Wann hört das auf? Oder empfinde nur ich das so?

Die Zeit im Zug

ok, hier ist es grad etwas zuglastig. Aber wir sind einfach viel Bahn gefahren. Achtung Werbung!

Was mir immer wieder auffällt: im Zug lesen die Leute „Die Zeit“. Halt, ich muss dabei unterscheiden: Im ICE lesen die Menschen die Zeit. Manche haben die ganze Zeitung dabei, andere nur Stücke und neulich ein Mann hatte Ausschnitte fein sortiert in einem Ordner, die er dann nacheinander gelesen hat. Interessant.

Ist „Die Zeit“ für Zugleser konzipiert, frage ich mich da. Haben die Artikel die durchschnittliche Zugfahrtlänge des durchschnittsdeutschen ICE-Fahrers?

Klar, im Auto kann man schlecht lesen, im Zug ist das angenehmer.
Was ich einfach auffallend finde, ist diese Häufung der gleichen Zeitung. Manche lesen die Zeitung, die schon eine Woche alt ist, bei manchen noch älter und manche die aktuelle Ausgabe. Aber immer ist es „Die Zeit“.

Eine Zugfahrt,

die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön. Und lang. Wir sassen mehrere Stunden im Zug. In einem anfangs sehr vollen Zug, d.h. wir sassen auch sehr begrenzt. Das ist unangenehm, wenn man die Leute von den Plätzen vertreiben muss, aber reserviert ist reserviert!

Bahnfahrt

Auch ich bin mit der Bahn unterwegs und hoffe, dass es keine Vollsperrung, keine Bäume auf der Strecke und keine sonstigen Hindernisse gibt. Haben alles die anderen Familienmitglieder in den letzten Tagen erlebt, das brauche ich jetzt nicht mehr!

Schulausflug mit dem Zug

Die Französischschüler haben einen Ausflug in eine andere Stadt gemacht, um einen Film im Original auf Französisch zu sehen. Aha. Ich glaube, den Schülern war es relativ egal, was sie gemacht haben, Hauptsache keine Schule. So haben sie sich wie schon oft an Ausflugstagen, am Bahnhof getroffen, sind losgefahren und haben Sachen erlebt. Was man halt so macht beim Ausflug.

Bei der Heimreise gab es allerdings einen Totalausfall. Die Bahnstrecke war für mehrere Stunden gesperrt! Die Schüler mussten also so ab der Hälfte der Strecke, nachdem sie erst mal sehr lange im Zug gewartet haben, in einen Bus umsteigen und dann gemütlich mit vielen Stopps zum Bahnhof fahren. Wir zu Hause haben gewartet, irgendwann dann doch Mittag gegessen und wieder gewartet. Zuerst dachte ich: das Kind trödelt auf dem Heimweg, vielleicht kam ein Kind nicht pünktlich zum Bahnhof (sie durften in Kleingruppen noch in der Stadt rumlaufen), vielleicht auch einfach Zug verpasst, irgendwann dann fiel mir nix mehr ein und ich habe mich im Internet schlau gemacht und von der Vollsperrung der Strecke erfahren. Als jahrelange Bahnfahrerin kenne ich mich aus. 😉

Vom Kind selber habe ich nix erfahren: „ich hatte ja kein Händy dabei.“ Ja, dann kann doch die Lehrerin sich melden oder sonstwer. Wir arbeiten dran.

Immerhin war der Film gut. Auch wenn ich aus den Erzählungen (die erst 3 Tage später kamen) nicht so ganz verstanden habe, um was es ging.

Liebes Kind, willkommen bei der deutschen Bahn. So war das schon immer und so wird es immer sein.

Freitag

Freitag, der so gar nicht mein Tag war.

Fing morgens schon an: Kind war brummlig. Klar, war ja auch spät gestern wegen des doofen Fußballspiels. Wir sind alle ein bisschen morgenmufflig, aber was zu viel ist, ist zu viel. Immerhin haben wir noch die Kurve gekriegt und konnten uns einigen. Ohne Geschrei und Gezeter.

Doch es ging so weiter: das Fahrrad ist platt. Ach man, gestern habe ich es doch noch benutzt. Und ich habe keine Scherben gesehen. Na ja, ich habe ja noch ein Fahrrad. Das „gute“, das ich nicht gerne für den Bahnhof benutze, aber wir müssen ja los. Schulweg ging gut, Zugfahrt auch. Arbeit war solala. Ich musste den Computer 3x hoch fahren, bis ich mich endlich anmelden konnte. Auch irgendwie blöd. Aber es gab auch positives: wir haben einen fitten Azubi, der was für mich erledigen konnte 🙂 Und er ist nett und höflich und redet was, aber nicht zu viel.

Bin mal wieder viel zu spät dran und hetzte zum Bahnhof. Dabei vergesse ich meinen Fahrradhelm. Mist, ein Wochenende ohne Helm. Und dann das: Zug hat 30 Minuten Verspätung. Schnell das Kind anrufen, dass ich später komme. Kein Problem, er will eh Fußball gucken. Zum Glück habe ich ein Donald Duck Buch dabei und kann das mir empfohlene Kapitel lesen. Joaah, ganz nett. Donald Duck ist nicht so ganz meins. Doch da ich sonst nix zum Lesen dabei habe, lese ich einfach das ganze Buch. Seltsame Blicke der Mitwartenden inklusive. Immerhin, der Zug hat „nur“ 30 Minuten Verspätung und es gibt sogar noch richtig viele Sitzplätze. Sehr ungewöhnlich für einen Freitagnachmittag. Im Zug sitzt eine nette Notgemeinschaft an Herren, die sich angeregt unterhalten. Das ist so interessant, dass ich zuhöre. Freiwillig. Das gab es auch noch nie. Eventuell sehen wir uns nächste Woche wieder 🙂

Kurz vor meiner Station dann heftigster Regen, unwetterartig. Es macht Spaß, da langsam durchzufahren. Die Regenwand ist toll. Aber nicht so fotogen. Leider regnet es beim Aussteigen immer noch. Beim Fahrrad fahren ohne Helm fühle ich mich unsicher. Komisch, wie sehr ich mich schon an den Helm gewöhnt habe. Wäre es heiß, würde ich es vielleicht auch genießen…. aber so rette ich mich in den nächsten Naturkostladen, denn es fängt an zu gewittern. Ich kaufe, was man halt so braucht. Das Sortiment ist nicht so groß, aber ausreichend. Ausserdem war ich schon lange nicht mehr dort. Da es immer noch schüttet, lese ich alle Plakate und kenne jetzt die Inhaltsstoffe sämtlicher Produkte. 😉

Schließlich fahre ich doch los, obwohl es immer noch massiv regnet. Ich fahre ja heim und kann mich dann umziehen. Ist auch dringend nötig. Meine nassen Sachen und die der Mitbewohner werfe ich gleich in die Waschmaschine. Ohh, dann kann ich mich an den gedeckten Tisch setzten. Es gibt Kaffee, Schoki, Muffins, Nougatspargel, Schokolade und was die Kinder noch so gefunden haben.

Ach ja, war ja doch nicht so schlecht, der Tag heute.

Bahn

Nach der Arbeit am Bahnhof liefen mir die ersten Kollegen schon wieder entgegen. Ihr Zug fiel aus. Wie? Tja, ersatzlos gestrichen. Zuerst die Info, dass der Zug 25 Minuten später kommt, dann gestrichen. Da war ich noch leicht schadenfroh, dass es in meine Richtung keine Nachricht gibt. OK, sie kam dann auch, aber mit 5 Minuten Verspätung kann ich leben. Das hat der Zug ja eh fast jeden Tag.
Nun gut, Zug kam und war sehr voll. Aber das ist an einem Freitag Nachmittag auch nix Ungewöhnliches. Schulklassen, Soldaten, Studenten, Touristen und dazu noch die ganzen Pendler. Rappelvoll, aber ich habe noch einen Platz gekriegt und konnte mich in mein Buch vertiefen. Dann im Zug die Durchsage, dass der Zug ab jetzt an jedem Bahnhof halten wird. Hey, was soll das denn? Aber ach, auch damit kann ich leben. Das Buch ist gut, aber leider nach 2 Stationen schon fertig gelesen. Dann kommt die Durchsage, dass der Zug nur bis zur nächsten Kleinstadt fahren wird, dort sei jedoch Schienenersatzverkehr eingerichtet. Allein das Wort Schienenersatzverkehr löst Unbehagen aus. Aber nun ja, ich habe Feierabend und Wochenende. Das eine Kind ist mit dem Hort im Schwimmbad, das andere Kind zu Hause. Alle versorgt. Noch bin ich gelassen. Die Durchsage, dass 3 Busse am Bahnhof bereit gestellt werden, klingt auch beruhigend. Wird schon klappen, ist ja für die Bahn nicht das erste Mal.

Aber hallo! Beim Aussteigen bricht das Chaos aus: Die Schulklassen mit ihren Riesenkoffern drängen nach draußen, klar, die dürfen sich ja nicht verlieren. Dazwischen ältere klapprige Menschen und überhaupt alles drängelt und schubst und rennt. Am Bahnhofvorplatz warten keine Busse. Die Bushaltestelle sei wohl etwas weiter weg. Alle rennen dorthin. So müssen sich die Flüchtlinge fühlen, ich bin ein Teil der Menge, ich muss in die gleiche Richtung im allgemeinen Tempo, sonst gehe ich unter. Nicht stolpern, nicht hinfallen. Ich glaube, niemand würde anhalten, im Gegenteil, bestimmt würden alle über mich rennen. Ich schaffe es zur Bushaltestelle, leider stehen dort schon ca 200 Menschen, die wohl auch auf den Bus warten. Ich bin leicht verwirrt, wieso schaffen die es so schnell zur Bushaltestelle. Ich war doch Teil der Masse, das ging gar nicht schneller. Da raunzt mich auch schon eine Frau an: Wenn die sich jetzt alle vor mich stellen, dann raste ich aus! Ich steh hier seit fast einer Stunde und warte auf den Bus. Wie, es sollten doch 3 Busse für unseren Zug bereit gestellt werden? Nein, meint die Frau, wir haben Vorrang. Wir waren zuerst hier! Manchmal erschreckt mich das Gesetz der Straße. Trotzdem stelle ich mich vor sie, weil ich gar nicht die Möglichkeit habe, mich irgendwo hinten anzustellen.
England, schießt es mir durch den Kopf, ich vermisse England. Dort sind die Leute höflich und stellen sich hinten an ohne zu drängeln und zu schubsen. Doch hier in der deutschen Kleinstadt stehen jetzt 500 Menschen (gefühlt sind es 1000 – mindestens) an der Bushaltestelle. Die Einheimischen glotzen uns an. Auf der Gegenseite kommt ein Bus, er ist voller als voll, hält kurz und fährt dann weiter. In die Gegenrichtung. Ich kenne mich aus und weiss wenigstens, in welche Richtung ich will. Manch andere Reisenden sind total hilflos. Viele hängen am Telefon und geben Info an Freunde und Verwandte raus. Neben mir sind ein paar junge Frauen, sie wollen laufen. Das sind ca 10 Kilometer! Mit Rollkoffer! Nein, dann lieber doch nicht. Die paar Taxis, die am Bahnhof warteten, sind schon längst weg. Damit sind die ganz Schlauen gefahren. Anscheinend zahlt das sogar die Bahn. Aber dem trau ich nicht. Da ich eine Monatskarte habe, kriege ich ja nicht mal die Verspätung ersetzt. Eine Schande.
Und immer noch kein Bus. Da, die Menschen rufen: Schienenersatzverkehr! Tatsächlich, ein Bus nähert sich, aber leider wieder auf der Gegenfahrbahn. Ein paar Mutige springen über die Straße und fragen den Busfahrer, der meint nur, dass er in die andere Richtung fährt und auch nicht mehr weiss. Die jungen Frauen neben mir wollen trampen. Da hänge ich mich dran. Mit denen habe ich noch eine Chance, dass jemand hält. Bei mir hält doch niemand mehr. Doch bevor wir uns aus dem Pulk der Menschen entfernen können, um eine gute Stelle zu finden, fährt ein auffallend angemaltes Auto vorbei, dass ich kenne. Wir geben uns Zeichen und tatsächlich, die Fahrerin hält in einiger Entfernung an. Ich renne hin, die jungen Frauen mir hinterher. Ich glaube, die wären zu jedem ins Auto gestiegen. Zum Glück ist es eine Bekannte mit einem grossen Bus, in dem wir alle Platz haben, inklusive Koffer. Den Umweg, den die Bekannte fahren muss, um noch einen ihrer Schützlinge abzuliefern, nehmen wir gerne in Kauf.
Da – mitten auf der Strecke steht auch ein Zug. Warum haben wir nicht erfahren. Dort befindet sich kein Bahnübergang, also ist ein Unfall eher unwahrscheinlich. Warum sagen die das im Zug nie? Noch lieber wäre mir allerdings gewesen, dass sie gesagt hätten, wie es weitergeht, wo sich die Busse befinden, wann und wohin sie abfahren. Ganz, ganz schlecht war das organisiert. Ich fahre gerne Zug, ohne die Bahnverbindung würde ich nicht dort arbeiten, wo ich jetzt arbeite, da sich das mit dem Auto überhaupt nicht lohnen würde. Teilzeit erst recht nicht. Aber heute war ich doch sehr enttäuscht. Ich hätte der Bahn ein bisschen besseres Krisenmanagement zugetraut. Ein Unfall kann immer passieren, aber es muss doch möglich sein, die Menschenmengen einigermassen geordnet weiter zu transportieren. Manche der Reisenden hatten noch eine Reise durch halb Deutschland vor sich. Viele davon sind bestimmt jetzt immer noch nicht am Ziel.
Wir kamen schliesslich am Bahnhof an und konnten unsere Wege fort setzen. Die jungen Frauen in ihre jeweilige Richtung und ich mit dem Fahrrad. Danke, dass du uns mitgenommen hast! Wir sind eine Stunde später angekommen als geplant, aber das ist zu verschmerzen. Immerhin sind wir heil angekommen und konnten unserer Wege gehen. Wie ich später erfahren habe, war in der anderen Richtung, die 2 der jungen Frauen genommen haben, ein Notfall auf der Strecke und es wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet. Schade, dass wir keine Telefonnummern ausgetauscht haben, ich hätte gerne erfahren, wie und wann sie nach Hause gekommen sind. Bahn fahren werden die wohl so schnell nicht mehr! Und bei Schienenersatzverkehr werde ich in Zukunft wohl eher zusammen zucken!

heiß, heißer und noch heißer

Kann man diese Hitze noch toppen? Die Nachbarn habe ich nur kurz gesehen, aber sie meinten, 42,5 Grad auf dem Balkon. Im Auto dann 44 Grad. AchdumeineGüte! Heute Hektik: das fussverletzte Kind war bei der Oma (Danke!), da wir beide den letzten Arbeitstag hatten (Yippiihhhh). Das andere Kind ist ja eh bei der Oma, nein, mehr beim Fussballcamp. Aber es übernachtet, duscht und isst bei der Oma. Nach der Arbeit in der Hitze zum Bahnhof laufen, war oberanstrengend. Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass die Sonne mir das Hirn verbrennt. Der Zug hatte nur 5 Minuten Verspätung und war leider ziemlich voll. Ein Kind, das schrie und schrie. Dazu schrie die Mutter noch. Kurz habe ich überlegt ein zu greifen. Aber hey, was sagt man da? Klar, es war heiß. Ich bin auch nicht immer geduldig. Aber im vollen Zug sein Kind 15 Minuten schreien zu lassen, ist dann doch eine Zumutung. Für alle. Das Kind war auch bestimmt schon 3 oder 4 Jahre alt, also kein kleines Baby mehr. Und zurück schreien? Die Männer, die schon leicht angetrunken Karten gespielt haben, wurden auch immer lauter bis sie sich die Zahlen an den Kopf geschrieen haben. Bei dem Lärm geht es nicht anders, meinten sie. Schließlich hatten sie aber auch Erbarmen, das Kind durfte sich zu ihnen setzen und zu schauen. Ab da war dann auch Ruhe. Hoffentlich ging es noch ein Weilchen so, ich durfte dann aussteigen. Schnell nach Hause, dann weiter zur Oma, Kind holen und zur Ärztin bringen. Doch die schaut sich den Fuß gar nicht an! Wir sollen den Verband noch drauf lassen und am Montag noch mal kommen. Auch gut. In den Nachrichten höre ich dann, dass die Böschung an den Bahngleisen brennt. Da habe ich ja noch mal Glück gehabt! Später wäre ich nicht mehr so leicht weg gekommen.
Jetzt hammer Urlaub! Auch schön 🙂

Streik

Die Bahn streikt mal wieder. Zeitpunkt? – Ziemlich blöd. In Zeiten, in denen Fernbusse boomen und Nahstrecken ebenfalls oft mit Bussen bzw. privaten Anbietern zurückgelegt werden. Es scheint eher wie ein politisches Aussitzen. Die Dummen sind die Zugfahrenden. So auch ich. Dabei habe ich Glück und die Strecke, die ich zur Arbeit fahre, ist relativ pünktlich und wird wenig bestreikt. So auch heute, ich kam hin und zurück mit dem Zug und musste nicht mal meine Arbeitszeit anpassen. Jedoch auf dem Rückweg hatte ich mich zu früh gefreut: Personenschaden. Erst mal war ich genervt, weil ich noch so viel zu tun hatte und mein Tag heute sehr gut durchgetaktet war. Ohje, das Kind muss vor verschlossener Tür warten, ich kann das Auto nicht mehr aus der Werkstatt holen und einkaufen geht eh nicht mehr, ausserdem wartet der Mann ohne Jacke, dass ich das Kind bringe und mein Händy ist nicht aufgeladen! Zudem hatte ich mein Buch vergessen und musste in langweiligen Zeitschriften schmökern, die ich morgens am Bahnhof noch eingepackt hatte. Nach kurzer Besinnungs habe ich meine Auszeit nicht genossen, aber doch bewusst wahrgenommen. Meine Familie ist dort nicht unterwegs, aber eine Familie wird es treffen. Leicht Gänsehaut überkommt mich auch jetzt noch. Was machen die (im Nachhinein) paar Minuten schon aus, wenn ich heil ankommen kann. Dankbar verlasse ich den Zug und hetze weiter durch meinen Nachmittag.

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