alive and kicking

Monat: Oktober 2015 (Seite 1 von 2)

Hobby

Früher war das einfach mit den Hobbies: Lesen, Malen, Musik machen und hören, Freunde treffen….. Heute ist das schwieriger, sind nicht mehr so viele übrig geblieben. Ist wahrscheinlich so wie mit den Freunden, wenn man älter wird. Wenn mein Vater Klassentreffen hat, kommen nur noch 2.
Manche Hobbies bleiben, manche gehen, manche kommen neu dazu. Was ich aber gar nicht verstehe, ist, wenn die Leute ihre Kinder als Hobby angeben. Wir hatten eine Vorstellungsrunde und ganz viele haben als Hobby „die Kinder“ gesagt. Hey! Das ist doch kein Hobby! Ich kann mir doch nicht einfach ein neues suchen, wenn ich keinen Bock mehr drauf hab. Das ist doch meine Familie, mein Leben, mein Alltag.
Wenn ich Sachen mit den Kindern mache, dann kann das mein Hobby sein. Meinetwegen zusammen basteln oder Brettspiele spielen oder wandern oder singen oder …. wasauchimmer. Vielleicht entdecke ich ja auch ein neues Hobby durch die Kinder und mit den Kindern: schwimmen, surfen, Klavier spielen….. Aber Windeln wechseln, Hausaufgaben kontrollieren und Legosteine wegräumen ist definitiv nicht mein Hobby.
Immer wieder werde ich mit diesem Hobby konfrontiert und ich weiss nicht, warum mir das in letzter Zeit auffällt. Bin ich sensibler geworden oder hat sich die Gesellschaft so entwickelt, dass die Kinder wirklich nur noch als Hobby gesehen werden? Es gibt ja durchaus Eltern, die ihre Kinder abgeben oder auch sich einfach aus dem Staub machen. Eltern, die abhauen, weil die Kinder zur groß, zu anstrengend und gar nicht mehr süß sind. Die können sich dann ein neues Hobby suchen.
Mir fällt auch auf, dass es hauptsächlich Männer sind, die ihre Kinder als Hobby sehen. Oder das ist meine subjektive Wahrnehmung? Wahrscheinlich sind es Männer, die unter der Woche hart arbeiten und am Wochenende die Kinder bespaßen. Die den Alltag nicht mitkriegen, weil die Frau zu Hause alles managed. Abends noch ein bisschen rumblödeln mit den lieben Kleinen, aber dann reicht es auch. Oder aber die haben gar kein Hobby und in Ermangelung dessen geben sie ihre Kinder an. So wird es sein, heutzutage braucht ja jeder ein Hobby und wer keins hat, nimmt sich einfach die Kinder.

Fußball

Heute morgen mussten wir den Wecker stellen, weil das Fußballspiel so früh und so weit weg war. Immerhin hatten wir dann gemütlich Zeit zu frühstücken und die Kinder konnten noch Lego spielen. Ist grad voll in.
Der Weg zum Spiel war toll: im Tal hingen noch Nebenschwaden, die langsam von der Sonne verdrängt wurden. Dazu die wunderschöne Färbung des Laubs, die in der Sonne z. T. richtig leuchtete. Es war toll anzusehen.
Das Spiel war auch gut, weil sie endlich mal wieder gewonnen haben. So hoch hätte es gar nicht sein müssen. Mir tat die Gegenmannschaft ein bisschen leid, vor allem weil der Trainer so nett war. Er stand bei uns (oder wir bei ihm?) und der war angenehm, kein Geplärre am Feldrand und auch keine blöden Bemerkungen, weder zu seinen Spielern noch zum Spielverlauf. Ab und zu kamen kurze Ansagen oder auch Aussagen wie: abseits, aber das wars. Auffallend zurückhaltend. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Die letzen Male war es oft so wild, dass ich manchmal schon Angst hatte, die Eltern würden sich gleich gegenseitig anfallen oder über den Schiedsrichter herfallen.
Ich wäre gerne noch etwas gewandert in den umliegenden Wäldern, das sah so toll aus. Doch der Tag war schon anders verplant. Nun ja, dann ein ander mal ….

kids allein zu haus

Der Tag heute war anstrengend und durchgetaktet. Er fing wieder früh an und hat jetzt gerade erst geendet. Puh, und das nach so einer schlechten Nacht! Alles war etwas durcheinander, hat dann aber doch wieder gepasst. Ich bin ausgepowert, aber auch zufrieden.
Da ich heute Abend noch Kurs hatte und der Mann ohne Jacke auf einer Fortbildung ist, sind die Kinder am Abend alleine zu Hause geblieben. Wir kamen nach dem Kung-Fu nach Hause, schnell Abendbrot essen, da musste ich schon wieder los. Kurz die Aufgaben verteilt und daran erinnert, pünktlich ins Bett zu gehen. Nicht ohne vorher noch die Händy Nummer aufzuschreiben. Für den Notfall.
Knapp 2 Stunden später, als ich zurück komme, ist alles dunkel und die Jungs schnarchen in ihren Betten. Herrlich! Mensch, sind die groß! Die Küche ist aufgeräumt, die Zähne hoffentlich geputzt und der Fernseher wieder ausgeschaltet. Sie durften noch Kika schauen, weil sie ja schon so früh bettfertig gerichtet waren.
Auf einmal eröffnen sich ganz neue Dimensionen. Der Horizont wird weiter…..

Kastanien

Heute war also Waschtag mit dem Kastanienwaschmittel. Wenn man die Gläser mit den eingeweichten Kastanien so durchschüttelt, sieht das Wasser schon sehr nach Seifenlauge aus. Vom Waschergebnis bin ich auch zufrieden. Die Erde an der Fussballhose ging raus. Ohne Flecken. An der Jeans sieht man noch Grasflecken und an der hellen Hose sind sowieso Flecken. Die gehen auch mit herkömmlichem Waschmittel nicht raus. Stören das Kind aber auch nicht. Da kommen eh jeden Tag frische Flecken dazu, also ist es auch egal, ob schon Flecken drauf sind oder nicht. Blickt ja eh keiner mehr durch. Mit Fleckentferner oder Gallseife würden sie vielleicht raus gehen. Aber das brauchen wir im Moment zumindest nicht. Fleckenstress mach ich mir schon lange nicht mehr.
Jetzt gehen wir wieder raus zum Kastaniensammeln. Solange es noch welche gibt, will ich das ausnutzen. Bald sind sie schon zu hart zum Zerkleinern, dann geht das nicht mehr. Ausserdem scheint gerade die Sonne, alles ist in ein herrliches Licht getaucht, das ich am liebsten aufsaugen würde für all die dunklen Tage, die da noch kommen werden. Also los!

müde

Irgendwie bin ich nur noch müde. Heute wäre ich fast im Zug nach Hause eingeschlafen. Zum Glück waren noch Kollegen dabei, die mich geweckt haben. Nun ja, die Tage beginnen früh, und wenn Didi um 7:40 Uhr Schule hat, sind wir alle früh aus dem Haus. Da ist der Tag lang. Und vollgestopft.
Immerhin habe ich es geschafft, Kastanien anzusetzen als Waschmittel.

Dazu einfach Kastanien aufschneiden, je nach Größe halbieren oder vierteln und in ein Glas mit warmem (noch besser heißem) Wasser geben. Ab und zu schütteln. Am nächsten Tag sieben und als Waschmittel verwenden.

Hat bisher gut geklappt. Auch wenn ich das Aufschneiden sehr mühsam finde. Heute habe ich mich auch ziemlich verspannt dabei, war wohl ein bisschen viel. Ich möchte morgen 2 Ladungen Wäsche waschen.
Jetzt muss ich nur warten, bis die Spülmaschine fertig ist, bis ich endlich ins Bett kann.

Tortellini

Hat sich Gege gewünscht. Ich habe heute mal wieder in Kita und Hort gekocht. Es hat geschmeckt und ich habe nur einen ganz kleinen Rest mit nach Hause genommen. So mag ich das, wenn die Kinder alles aufessen. Dazu gab es helle Sahnesosse und Tomaten Mozarella Salat. Da einige Kinder keine Tortellini mögen, mische ich sie immer mit Nudeln. Dann kann sich jeder raus picken, was er mag. Auf Wunsch gibt es auch nur Nudeln. Dann brauche ich nicht so viele Tortellini, ich muss ja schliesslich aufs Budget gucken. Zum Kaffeeklatsch waren nicht mehr viele Kinder da, da das Team Besprechung hatte. Also auch einfach: Honigwaffeln, Apfelchips und Bananen.
Gege kam leicht genervt aus der Schule, das Fahrrad wurde unterwegs platt. So ein Mist aber auch. Gerade heute, er muss doch noch ins Fussball! Der Mann ohne Jacke hat dann aber alles geregelt: Der Fahrradladen kam mit dem grossen Auto und hat Kind und Rad an Kita/Hort eingepackt. Dann zum Fahrradladen, Fahrrad reparieren und anschließend kann Gege wieder mit dem Rad in Kita/Hort fahren. Alles hat wunderbar geklappt und das Kind war glücklich!
Der Weg zum Fussballspiel war somit gesichert. Das Spiel verlief leider nicht so gut, schon wieder verloren! Danach gleich weiter zum Herbstfest. Lecker! Flammkuchen in sämtlichen Variationen und sowas von lecker. Wir haben uns durchgefuttert von salzig und scharf bis süß. Anschliessend noch Tischkicker gespielt um dann viel zu spät ins Bett zu fallen. Kurz noch Theater auf dem Heimweg. Warum muss es immer noch so ein kurzes nerviges Zwischenspiel geben? Warum können manche Tag nicht einfach harmonisch enden?

Neulich

Beim Einkaufen.
Hier in der Stadt gibt es einen ziemlich brummligen Mann. Er kommt wohl aus Bayern und spricht bayrisch, was die Brummligkeit noch zu verstärken scheint. Er ist dick und hatte immer einen Hund. Ich erinnere mich, dass er mal beim Einkaufen mit seiner Krücke auf mich los ging. Da hatte ich ein kleines Kind dabei, aber ich weiss nicht mehr ob Gege oder Didi. Ist auf jeden Fall schon ein paar Jahre her. Ich weiss auch nicht mehr, warum er so wütend auf mich war. Ich hatte ihm ja wohl kaum den Einkaufswagen geklaut. Egal.
Seit geraumer Zeit sitzt der Mann im Rollstuhl. Ohne Hund. Ohne Krücken. Dafür vollelektrisch. Und neulich war er wieder einkaufen. Eine Praktikantin muss mit ihm durch die Gänge und die Waren in der Tasche am Rollstuhl verstauen. Echt toller Service, finde ich. Manchmal tun mir die Mädchen leid, weil er sie so anschnauzt. Und überhaupt – was bildet der sich eigentlich ein?
An der Kasse holt die Kassiererin die Tasche und legt für ihn alles aufs Band, zieht es drüber und packt es wieder ein. Von wegen Servicewüste. Selbst die grantige Kassiererin, der sonst immer alles zu viel ist, macht das. Und sie war sogar richtig nett zu ihm. Vielleicht hebt sich ja die Garstigkeit auf, wenn 2 aufeinander treffen. So wie minus und minus.
Nachdem die Kassiererin ihm die volle Tasche wieder gegeben hat, drückt der Mann aufs Gas und rast voll in die Grünpflanzen. Die Kassiererin lacht lauthals und schäkert mit ihm, er zurück und dann lachen alle. Zuerst dachte ich: O je, er meckert, schreit, tobt, bedroht. Aber nein, er lacht und das ansteckend. Das war richtig schön.
Bis auf die Rentnerin, die meinte, dass sie es aber eilig habe und die Kassiererin jetzt doch bitte wieder an ihren Platz soll. Diese hatte, trotz Warteschlange, dem Mann und den Grünpflanzen geholfen. Wie nennt man das: Event Shopping?

Schule

Heute morgen auf dem Weg zur Schule war es dunkel, kalt und nieselte leicht. Didi sass verfroren auf meinem Fahrrad. Er war kaum wach zu kriegen gewesen, es war kein guter Start.
„Es fühlt sich an wie 1 Uhr 40 in der Nacht“, meinte er. Und so fühlten wir uns, obwohl es 7:30 am Morgen war. Dieses Gefühl zog sich den ganzen Tag durch.

Elternabend in der Schule

Oft fühle ich mich sehr unwohl beim Elternabend. Heute auch. Da komme ich mir vor, als säße ich hinter einer Scheibe und würde die anderen beobachten. Die anderen, die mir unverständliche Dinge sagen, die sich aufregen über Nichtigkeiten und sich so wichtig tun. Immerhin ist der Lehrer nett. Was der wohl über die Eltern denkt? Ich meine, er kennt ja die Kinder sehr genau, ob er findet, dass die Kinder wie die Eltern oder die Eltern wie die Kinder sind? Manche sehen schon so gleich aus, die verhalten sich bestimmt auch ähnlich. Und wie viele der Eltern immer zwischen rein schwatzen. Mich würde das närrisch machen. Sieht der Lehrer dann die Kinder vor sich? Spannende Fragen, die mich durch den Elternabend tragen. Ach ja, und immer diese witzigen Bemerkungen.
Dennoch bin ich hinterher mit in die Kneipe gegangen. Wir waren nicht viele. Wenn der Lehrer nicht mit geht, kommen auch nicht so viele Eltern mit. Warum? Wollen die sich alle bei ihm einschleimen? „Hey, ich bin so toll, mein Kind doch hoffentlich auch!“ Oder so. Egal, wir waren ne nette Runde und es war ok. Sonst komm ich ja abends nicht mehr groß weg. Seltsam, mit wie wenig man sich zufrieden gibt.

Monday

Monday again. Feels like every other Monday. It is not the Monday I don’t like, it’s the start of the new week, new routine we have to get used to. Once we are, the weekend has arrived and then it starts all over again. Sorry, Monday, don’t take it personally. Sometimes I like getting back to work, the routine of the week. But today it was hard to get up (it is already so cold) and it went through all day. At least the train was on time. And the organization of work and children getting to their different places was ok. Not too bad for a Monday.

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