
Die Uhrzeit stimmt nicht, es ist 1 Stunde später, also kurz nach 6. Früh morgens schon unerträglich warm nach einer weiteren Tropennacht.

Wir laufen die kleine Hunderunde am Bach entlang, zwischendurch machen wir Pause auf dem Bänkle. Dort ist es angenehm mit Blick auf den Fluss und leichter Brise. Wir nehmen den Weg am Bach, damit sich die Hunde abkühlen können. Was sie auch reichlich und gerne tun. Zwischendurch nasche ich Johannisbeeren, die direkt am Strauch vertrocknen. Sie werden wohl nicht mehr geerntet, daher nehme ich ein paar. Sonst würde ich das selbstverständlich nicht machen. Selbst wenn jede nur wenige nimmt, ist es ein Schaden für die Person, die das anbaut und pflegt.

Der Hund und ich bleiben noch ein bisschen länger am Bach. Heute gehe ich mit meinen Sandalen auch ins Wasser. Es ist gar nicht kalt, trotzdem kühlt es leicht. Wir beide könnten grad so stehen bleiben.
Später ist der Hund voller Kletten und ich kürze ihm ein bisschen das Fell. Er ist trotzdem noch voller Kletten. Ständig zupft er oder ein Kind sie raus, überall liegen Haarbüschel mit Kletten, zusätzlich zu den eh vielen Hundehaaren überall. Aber es stört uns nicht, die Hitze lähmt uns alle, selbst das Meckern fällt schwer.
Überhaupt: die Hitze. Es gibt eine Brennpunkt, haha. Alle tun erstaunt. In Paris braten sie auf den Dächern ihr Mittagessen, nicht nur Spiegeleier, nein sogar Cote de Boeuf. Und wir? – Machen die Hitze für alles verantwortlich. Bei der Arbeit ging was schief – ah, die Hitze. Das und das klappt nicht – ah, die Hitze. Wenigstens zu was ist sie gut.
Und zu noch was: Wäsche waschen. Die Wäsche trocknet fast schon beim Aufhängen. Beim Abhängen ist sie so heiß, dass ich sie kaum anfassen möchte. Soll ich jetzt diese glühend heiße Wäsche in die Wohnung tragen? Ich lege sie erst mal unter den Ventilator, damit sie ein bisschen abkühlt, bevor ich sie zusammenfalte.
Ich merke, dass ich öfter eine Pause brauche, und zwar so richtig eine Pause mit Ablegen, kurz Beine hoch und ahhh, Trinken nicht vergessen. Manchmal schlafe ich dabei ein. Aber ich bin ja entschuldigt: die Hitze!





















































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