alive and kicking

Kategorie: Theater (Seite 1 von 2)

Prost, Onkel Erich

Wir waren sehr, sehr spontan im Theater. Ich war überhaupt nicht vorbereitet und wurde mal wieder positiv überrascht. Die Schauspielenden waren klasse, auch der Gesang. So was mag ich ja nicht so sehr, hier war es aber gut und passend. Die Musiker ebenso.

Das Stück geht um Erich Kästner. Die erste Hälfte war gut, die zweite hat mich mitgerissen.

Von Erich Kästner habe ich die Kinderbücher gelesen, auch seine Vergangenheit war mit bekannt, nicht jedoch, dass er bei seiner eigenen Bücherverbrennung anwesend war. Wir krass ist das denn?

Immer wieder schreibt er an die Mutter. Heute undenkbar. Oder? Ist das noch normal? War das damals normal?

Er hat die Menschen zum Dableiben animiert: „Nicht abhauen, hier bleiben!“ Und wenn sie da geblieben wären, wären sie jetzt alle tot. Und er schuld. Oder doch nicht. Wie lange soll man im Land bleiben. Erkennt man, wenn es zu gefährlich wird? Wie erschreckend aktuell das alles ist.

Kafka und Wein

Es gab eine Lesung über Kafka im Weinkeller. Ich hatte nicht so viel Lust, mich dann aber doch aufgerafft und war angenehm überrascht. So viele Menschen, so viele nette Menschen, dass die nervenden nicht so sehr genervt haben. Und die Lesung war toll! Der Wein sowieso.

Auf der dunklen Heimfahrt mit dem Fahrrad überlege ich, wann ich das letzte Mal Kafka gelesen habe. Das war noch in der Schulzeit. Ich glaube, es wäre mal wieder Zeit.

Schultheater

Es war mal wieder soweit und wir durften ins Theater. Ich freue mich da immer und finde die Schultheateraufführungen der Theaterschule hier richtig super. Ich hatte die letzten 3 Karten für die Sonntagveranstaltung ergattert. Aber es wollte keiner mit. Das eine Kind hat gearbeitet, das andere keine Lust. Also habe ich im Freundinnenkreis gefragt, aber da hatte auch keine Zeit oder schon selbst Karten.
So sind der Mann und ich alleine gegangen. Unterwegs haben wir einen Kollegin getroffen, die auch dort hin wollte und unsere 3. Karte genutzt hat, damit wir zusammen sitzen können. Ihre Karte hat sie dann „zurück“ gegeben, soweit das virtuell möglich war. Wir hatten super Sitzplätze, es gab nur leicht Verwirrung, weil es manche Reihen doppelt gab: einmal Parkett, einmal Tribüne. Das haben nicht alle gleich geblickt. Und manche wollten es auch nicht blicken und sind einfach sitzen geblieben. Ich verstehe die Menschen nicht.

Das Theaterstück war eine Neuinterpretation von Alice. Was würde heutzutage auf Alice einwirken: Schulstreß, Händy, soziale Medien…. und wie kann sie davor fliehen? Und wie sieht ihr Wunderland aus?
Es war ein buntes Spektakel auf hohem Niveau. Lediglich die vielen Instrumente fand ich etwas überzogen, muss man jetzt zeigen, dass jedes Kind auch noch ein Instrument spielt?
Noch kennen wir einige der Schauspielenden, bald jedoch nicht mehr. 🙁
Die Kostüme waren richtig toll, das wirkt ja immer gleich sehr professionell. Und Feinheiten wie die Mimik einzelner waren so gut einstudiert, dass es erschreckend echt wirkte. Richtig klasse. Große Empfehlung!

Das alles bei freiem Eintritt. Finde ich noch besser, somit können hier wirklich alle teilnehmen. Und ich glaube, die Mehrheit hat mehr gespendet, als es Eintritt gekostet hätte.

09.11.2021

Ein denkwürdiges Datum. Was meinte ein Kind: Nine eleven?
Ja, fast.

Wir waren im Kino und haben einen denkwürdigen Film angeschaut. 2 von 4 haben den Film sogar 2 mal gesehen. Wir erinnern uns an diese Zeit zurück und sind ein bisschen stolz.

Schön auch, alle mal wieder live zu treffen.

Terry Jones

Terry Jones is dead. In remembrance of him we will watch some Monty Python’s sketches.
I don’t remember when I first saw Monthy Python’s Flying Circus, but I do remember that I needed some time to find it funny. It was so different, so very British. But then it was just hilarious. And still is.
Terry Jones played the women in the sketches and you can see that he had a lot of fun. He didn’t just play them, he was one.
Rest in peace, Terry Jones, we will always remember you.

Robin Hood

Mal wieder Theater von der Schule, aber nicht in der Schule. Der Einlass war etwas verwirrend, weil man jetzt wohl reservieren muss. Das war bisher nicht so und hatte ich daher nicht gemacht. Dennoch waren unsere Plätze ok, trotzdem fürs nächste Mal: reservieren!

Das ist nicht die Schule der Kinder, daher sind wir auf öffentliche Informationen angewiesen.

Robin Hood war im Stück weiblich und es war erfrischend. Junge begeisterte Künstler auf der Bühne, manche noch zaghaft, andere lautstark. Immer wieder aufs Neue bin ich fasziniert von der Leichtigkeit der Schauspieler, immer wieder begeistert vom einfachen aber effektvollen Bühnenbild. So kann Theater sein.

Wenn man dann noch einen Teil der Schauspieler kennt, ist es besonders lustig. Das Thema war diesmal auch nicht so schwer zu verstehen. Trotzdem nicht gerade was für Kleinkinder. Immerhin waren sie relativ ruhig.

Und wer kriegt jetzt den Bogen? Der, der ihn gebaut hat? Die, die am besten schießen kann oder der, der ihn am nötigsten hat?

Fernsehaufzeichnung

Huch, das war ein plötzliches Angebot, ich hatte es schon fast vergessen, dann aber noch schnell zugegriffen und Karten ergattert. Ich war schon bei Fernsehaufzeichnungen dabei, für den Rest der Familie war es neu. Und spannend. Gegen Ende dann etwas zäh. Jetzt bin ich gespannt, ob man uns irgendwann im neuen Jahr im Fernsehen sieht und/oder hört. Die Jungs haben extra laute Töne von sich gegeben und waren teilweise kaum zu bremsen. Die Show war aber auch teilweise echt gut! Hat Spaß gemacht.

Erwachsenentheater

Wir waren im Theater, ohne Kinder. Es war umwerfend. Die Schauspieler waren so eindringlich und nah, real. Das Theaterstück war Hexenjagd von Arthur Miller. Es gab vorher eine Einführung, da waren wir auch und das war ganz gut. Erschreckend ist, wie aktuell das Thema ist. Ok, hier werden keine Hexen gejagt, aber andere Menschen. Wie man die nun nennt, ist ja egal. Und wenn einer behauptet, dass die fliegen können, dann glaubt man das halt erst mal. Weil es ja so viel einfacher ist. Ist das nicht ein bisschen bitter, dass wir uns gar nicht verändert haben?

Wir denken immer, wir seien fortschrittlich. Sind wir das wirklich? Ich glaube, dass manche Dinge immer wieder vorkommen können. Es scheint, als ob wir gar nicht lernen aus der Vergangenheit. Oder muss jede Generation ihre eigenen Erfahrungen machen? Das erschreckt mich manchmal sehr und ich weiss nicht, wie wir unsere Kinder erziehen können, dass manches eben nicht mehr vorkommt. Es gibt so viele Parallelwelten, das macht mir Angst.

Harte Kost, eindringlich aufbereitet, die zum Nachdenken anregt. So mag ich das.

Tanztheater

Wir waren im Tanztheater. Klingt ja erst mal nicht so verlockend, ich habe da immer das Lied von Tocotronic (Achtung Werbung!) im Kopf. Ein Kind hatte mal in einem Tanztheater mitgemacht, das lief als Schulprojekt. Und war gigantisch. Total super.

Inzwischen ist das Kind kein Grundschüler mehr und fand es dementsprechend blöd verpflichtend mit der Schule ins Tanztheater zu „müssen“. Für ihn war der Abend auch nicht prickelnd. Es war eher ein Schuss nach hinten. Lief aber auch wirklich blöd. War pädagogisch etwas daneben, liebe Pädagogen.

Für uns bedeutet das, dass wir dem entgegen wirken müssen und in naher Zukunft Veranstaltungen dieser Art besuchen müssen. Einfach, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Der Rest der Familie, der nicht mit der Schule dorthin musste und auch woanders saß, fand das Theater ok bis umwerfend. So viel Power, so viel Körperspannung, so viel tolle Körper. Ich bin immer noch kein Fan von Tanztheatern, aber das war richtig klasse!

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