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Kategorie: Frankreich (Seite 1 von 5)

Urlaub Belgien, Hinreise 2. Teil

Wir sind am ersten Tag ja nur bis Reims gekommen. Das war auch so geplant. Kein Stress, wir machen alles gechillt.

Die Nacht in Reims war warm, wir hatten nur die Fenster in den Innenhof, konnten also keinen Durchzug machen und hatten etwas gestaute Luft. Dafür war es sehr ruhig. Am Morgen jage ich Frühstück. Das wollte ich mit der Hunderunde erledigen, doch die uns empfohlene Bäckerei hat Ferien. Also bringe ich den Hund nach Hause und schaue erst mal, was das Netz noch für Bäckereien vorschlägt. Wir sind in Frankreich, da ist das eigentlich kein Problem. Doch die nächste von mir angesteuerte hat ebenfalls Ferien. Immerhin, die dritte hat geöffnet, alles sieht lecker aus und ich kaufe viel zu viel.

Wieder zurück in der Wohnung ist das Kind schon wach. Ich packe die Beute aus, koche Tee und wir frühstücken. Danach duschen, packen, losfahren.

Wir nehmen den schnellsten Weg nach Belgien, weil dort der Treibstoff billiger ist. Das Auto verlangt danach. Am Anfang läuft alles super, später zieht es sich. Auch in Belgien gibt es viele Kreisverkehre.

Wir machen irgendwann die geforderte Tankpause, der Hund darf auch kurz raus und später nochmal eine Kontaktpause, da wir uns melden sollen, wenn wir eine halbe Stunde vor Ort sind. Oder so. Es klappt alles und wir kommen gegen 15:30/16:00 Uhr in Bredene an.

Es dauert eine Weile bis uns im Haus alles gezeigt wird. Soviel wollen wir gar nicht wissen! Dann endlich können wir alles in Beschlag nehmen. Ein eigenes Haus, ganz für uns, was für ein Luxus. Das Kind ruht sich erst mal aus, ich packe meine Sachen und suche den Strand. Dort ist viel los, kein Wunder bei dem Wetter. Ich gehe gleich ins Wasser, es ist erstaunlich warm. Es geht sehr seicht rein, schwimmen kann man hier eher nicht. Aber es macht Spaß! Und bringt doch auch ein bisschen Abkühlung. Danach laufe ich wieder nach Hause. Schon schön, ein Meer in Laufweite zu haben.
Das Kind chillt im Liegestuhl im Garten. Ich lege mich daneben. Irgendwann bekommen wir Hunger und laufen in die Stadt/Dorf. Es gibt einen Abendmarkt, da laufen wir drüber. Es ist voll und anstrengend, wir haben den Hund dabei. Immerhin finden wir was zu essen. Danach laufen wir schnurstracks nach Hause. Es sind zu viele Menschen. Wir ruhen uns nochmal aus und gehen dann gemeinsam an den Strand. Ich zeige den anderen den Weg durch den Tunnel. Der Hund kann sich austoben. Wir fotografieren den Sonnenuntergang. Es ist immer noch warm, auch das Wasser. Schließlich laufen wir wieder nach Hause, sitzen noch eine Weile auf den Liegestühlen im Garten, immerhin jetzt mit langer Hose! und gehen gehen Mitternacht ins Bett.

Urlaub Belgien 2026, Hinreise

Wir haben zu lange überlegt mit dem Urlaub. Es war lange unklar, wer wann wie hat und wo hinwill. Also haben wir erst kurz vorher gebucht und konnten nicht unbedingt dahin, wo wir gerne hin wären. Also ich. Ich wäre gerne nach Nordfrankreich, Normandie, Picardie, sowas. Aber im August ist da nix mehr zu machen. Bzw. es gab was cooles, aber als ich buchen wollte, war es schon weg.

Dann wieder Belgien, diesmal weiter nördlich. Auch hier nicht so einfach noch was zu einem annehmbaren Preis zu finden. Es bleibt spannend.

Am Donnerstag stehe ich auf wie immer, laufe die Morgenrunde mit dem Hund und trinke danach Tee mit dem Mann. Er fährt zur Arbeit und ich gieße die Pflanzen vor dem Haus, hinter dem Haus und in der Wohnung. Da bin ich eine ganze Weile beschäftigt. Dann räume ich noch die Wäsche von der Leine, falte sie und fange an, meine Sachen zu packen.

Um kurz nach 9 Uhr wecke ich das Kind. Ich hole das Auto und fange an, Sachen ins Auto zu packen. Es ist sehr heiß und ich bin sehr verschwitzt. Also dusche ich noch, bevor wir fahren. Ich freue mich, das Kind steht relativ pünktlich ohne Murren auf und bringt sogar das Altpapier ohne Aufforderung zur Tonne. Was ist passiert?

Um ca halb 11 fahren wir dann doch mal los. Das Auto ist rappelvoll. 2 Menschen und 1 Hund haben viel Gepäck. Wir fahren keine Autobahn, der Weg durch die Vogesen zieht sich. Das Kind döst, der Hund hechelt, ich lausche der Stimme des Navi. Irgendwann drückt die Blase, ausserdem ist Mittagszeit. Da wir gerade auf der Autobahn fahren, halten wir an einer Raststätte. Die Toiletten sind sehr sauber bis eine Gruppe Frauen auf die Toilette geht. Danach sind sie sehr unter Wasser. Das Personal flucht. Ich kaufe uns 2 Baguettes, der Hund bekommt die Schüssel mit Wasser gefüllt. Dazu teilen wir uns eine solidarische Gurke.

Danach zieht sich die Fahrt, aber es ist auch schön. So viel Land zum Schauen: Wald, Hügel, abgeerntete Felder. Und alles staubtrocken, das Thermometer zeigt zwischendurch 38° Celsius an. Wir finden recht gut den Weg zur Wohnung und auch noch einen Parkplatz in der Straße. Mit dem Aufschließen klappt auch alles, nur mit dem Abschließen nicht. Wir finden die Lösung nicht und kommunizieren mit der Vermieterin. Sie kommt schließlich vorbei und zeigt uns den Trick. Ach ja, die Klinke kurz hochdrücken, das wusste ich auch schon mal. Andere Länder, andere Sitten…..


Nach der Aufregung suchen wir den nächsten Park. Dem Hund ist es zu heiß, er hechelt. Uns ist es auch zu heiß, wir trinken. Dem Kind schmeckt das Wasser in Reims nicht. Es ist zu stark gechlort. Was sind wir doch verwöhnt von zu Hause.

Danach lassen wir den Hund im Apartment und laufen Richtung Innenstadt. Ich möchte die Kathedrale anschauen. Das Kind lotst uns. So ein Händy macht schon vieles einfacher.

Wir sind von der Kathedrale beeindruckt.

Mit gefallen die Chagall-Fenster besonders. Habe ich doch die letzten nicht sehen können. Im hinteren Teil der Kirche findet ein Gottesdienst statt. Es hört sich schön an, vertraut und doch fremd. Wir zünden die obligatorische Kerze an und denken an unsere Toten. Ich erzähle dem Kind vom neuesten Todesfall. Der beschäftigt mich immer noch.

Anschliessend navigiert das Kind uns Richtung Fussgängerzone, hier steppt der Bär. Es steuert zielstrebig den Tacoladen an, den es in der Wohnung schon ausgesucht hatte. Mir ist es relativ egal was wir essen. Wir setzen uns draußen hin und genießen das Essen. Nun ja, es ist eher fast food und nicht so mein Ding. Aber ok. Ich schaffe eh nicht alles, das Kind isst meine Reste. Wie sich die Dinge wandeln…..

Auf dem Rückweg gehen wir noch in einen Supermarkt und kaufen Getränke. Cidre für mich, Bier und Wasser für das Kind.

In der Wohnung freut sich der Hund. Er bekommt nun auch sein Futter. Ich dusche, das Kind läuft mit dem Hund die Abendrunde. Wir trinken unsere Getränke und hängen vor unseren Endgeräten. Es ist immer noch sehr heiß. Der Ventilator läuft, die Fenster zum Innenhof sind geöffnet, aber so richtig Durchzug ist das nicht. Ich bin gespannt, wie die Nacht wird.

Urlaub Frankreich 2025 – 8. Tag (Donnerstag)

Eigentlich wollte ich auf dem Weg nach Hause nochmal unterwegs Station machen, so wie auf dem Hinweg. Doch da sich der Übernachtungsplatz als nicht so zuverlässig rausstellt, fahre ich einfach weiter.

Da ich bei Beaune vorbei fahre und mir die Freunde dies empfohlen haben, mache ich dort Pause.

Es ist ein heißer Donnerstagnachmittag im September und die Stadt ist voll mit Touristen.

Ich laufe durch die in der Tat sehr schöne Innenstadt, doch es ist mir ein bisschen zu voll. Also schaue ich mir die Basilika an, wie viele andere auch….

Es gibt dort imposante Teppiche.


Und einen wunderschönen Kreuzgang.

Danach fahre ich nach Hause und mache keinen Halt mehr. Am gar nicht mal so späten Abend komme ich zu Hause an. Die Kinder sind ausgeflogen, aber der Mann und der Hund freuen sich.

Ab jetzt also wieder Hund:

Urlaub Frankreich 2025 – 7. Tag (Mittwoch)

Ich habe ganz schön schlecht geschlafen, es war eine blöde Idee, mal kurz in die Arbeitsmails zu schauen. Ausserdem habe ich noch keine Antwort von meinem Schlafplatz am Donnerstag, das hat mich auch umgetrieben. Und auf Ideen gebracht.

Heute bin ich nicht so spät aufgestanden, meine Vermieterin war noch früher wach…. Nach keinem Frühstück, sondern nur Tee bin ich losgefahren, es war gutes Wetter angesagt und ich wollte noch ein bisschen laufen.

Also bin ich zum Puy de Goules.


Das ist ein kleiner Vulkan, bei dem man schön den Krater sieht. Auf dem Foto kommt das leider nicht so gut rüber.


Die Lava kann man gut erkennen.


Und natürlich immer wieder der Blick auf den Puy de Dome.


Der Wald ist allerdings eher unübersichtlich.

Anschliessend habe ich noch den abenteuerlichen Weg zur Grotte gemacht.

Abenteuerlich, weil kaum erkennbar. Von der anderen Seite war der Weg gesperrt, das habe ich aber erst gemerkt, als ich über die Absperrung klettern musste. Von meiner Seite aus war das nicht so!

Es war ganz schön anstrengend und ich habe zum Teil auf allen Vieren klettern müssen. Aber auch toll.


Danach ging es zum Musée de Gergovie, das liegt auf dem Plateau, auf dem Vergincetorix gegen Cäsar gekämpft hat.

Die Aussicht war einfach toll. Oben angekommen sitzen da erst mal eine Gruppe Senior:innen, die picknicken. Ist das was französisches? Ich glaube, Rentnerin in Frankreich ist nicht so schlecht.


Das Museum fand ich nicht so berauschend, es kostet 9 Euro Eintritt für Erwachsene, da hätte ich mehr erwartet. Doch ich hatte ja Glück, dass das Museum überhaut auf hatte, mittwochs ist ab 13 Uhr geöffnet, ansonsten ist hier schon Winterruhe.

Die Sonderausstellung über das Essen der Gallier war interessant, allerdings sehr klein und alles nur auf französisch. Überhaupt, war das ganze Museum sehr frankophil.Das fand ich ziemlich schade. Immerhin habe ich ein kleines Heft auf deutsch bekommen für die Zeit des Besuches. Besonders die Sonderausstellung fand ich auf Französisch anstrengend, weil da viele Fachbegriffe standen bzw. Begriffe nicht alltäglicher Sachen.


Da ich noch nicht genug gelaufen war, bin ich grad noch die Runde ums Plateau gelaufen. Immer wieder mit Blick auf den Puy de Dome. Hey, jetzt macht de bello Gallico Sinn! 40 Jahre nachdem ich mich da durchgequält habe, kommt die Erkenntnis.


Das ist ja schon auch spannend. Warum sind wir denn nie mit dem Lateinlehrer hier her gefahren? Das wäre so anschaulich gewesen. Ach, da gab es noch gar kein Museum und vermutlich noch weniger. Interessant auch, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass wir durch die Verschriftlichung nur die Sicht von Cäsar kennen, nicht die der Gallier. Das ist also sehr, sehr einseitig. Hat der gute Cäsar vielleicht nicht immer die Wahrheit gesagt, um sich in einem besseren Licht darzustellen?

Ich muss zu Hause unbedingt Asterix und der Avernerschild lesen.


Nach der Runde, die doch etwas länger war, mache ich im Restaurant kurz Pause und trinke ein Kaltgetränk. Ich finde es ein bisschen übergriffig, das mich das Getränk auf meine Funktion hinweist. Hey, ich bin alleine in Urlaub, kann dir doch egal sein, dass ich Eltern bin! Eigentlich wollte ich auch was essen, aber das gibt es erst ab 19 Uhr, so lange mag ich nicht warten. Die Essenszeiten in Frankreich sind mit meinen Zeiten nicht so kompatibel.


Wieder zu Hause kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten ein und gehe eine Runde um den Block. Morgen geht es Richtung Heimat, da brauche ich Proviant und ein paar Mitbringsel finde ich auch noch.
Zurück in der Wohnung gibt es einen neuen Mitbewohner. Wir quatschen noch ein bisschen, später sitze ich länger auf der Dachterrasse und kauderwelsche mit der Vermieterin. Die Zeit hier war echt schön.

Urlaub Frankreich 2025 – 6. Tag (Dienstag)

Gestern war der Tag so voll und anstrengend, physisch wie psychisch, dass ich es heute ruhig angehen lasse. Aufgabe für den Tag: Briefmarken kaufen. Das ist gar nicht so einfach, man merkt, dass wenig analog geschrieben wird.

Erst mal gibt es Tee auf der Terrasse, natürlich in Begleitung der Katze.

Heute sass sie auf dem Tisch, ich weiß nicht, ob sie das darf. Für mich war es ok.

Dann bin ich in die Stadt gelaufen. Zur Post. Erstmal den Eingang finden. Dann anstehen. Ein Mann, offensichtlich Angestellter , fragt, was ich wünsche. Ich erkläre es ihm. Er fragt, ob ich eine carte bleue hätte, was ich verneine. Ob ich ein Telefon habe, fragt er als nächstes. Ich bejahe, sage aber, dass ich keine französische Nummer habe. Da zieht er von dannen. Als ich dran bin, bestelle ich die 2 Briefmarken für Postkarten nach Deutschland. Sie kosten 2.10 Euro! Als ich meine Bankkarte zücke, schreit die Frau am Schalter auf, ich hätte ja doch eine carte bleue. Lautstark erklärt sie das dem Mann, der mich gefragt hatte. Sie läuft mit mir zu einem Automaten, an dem ich dann bezahlen muss. Das ist alles sehr wirr. Immerhin habe ich meine 2 Briefmarken und kann die Postkarten einwerfen. Im Nachhinein viel zu teuer. Als ich recherchiert hatte, war der Preis unter 2 Euro. Egal, ich hoffe, die Karten kommen an und die Menschen freuen sich darüber.

Anscheinend gibt es hier Briefkastenunfälle.

Ich laufe weiter zum Parc Montjuzet. Da ist ein Mont im Name, das merke ich auf dem Weg. Es geht steil bergauf. Oben picknicken Senioren am Kinderspielplatz. Ohne Kinder. Sie trinken alkoholische Getränke und haben sichtlich Spaß. Rentner in Frankreich sollte man sein. Im Moment liegt das Renteneintrittsalter bei 64 Jahren! Haha.
Ich esse meine kleine Quiche Lorraine, die ich mir unterwegs in der Markthalle gekauft hatte. Sie schmeckt lecker und macht ziemlich satt. Die Aussicht ist fantastisch.

Der Himmel war echt so, da ist nichts nachgebessert/dramatisiert.

Ich sitze eine ganze Weile in der Sonne und geniesse die Aussicht. Es ist relativ ruhig im Park. Dann steige ich wieder ab und gehe in die Kirche Basilique Notre-Dame du Port.

Die Freundin hatte sie mir ans Herz gelegt. Es ist eine alte romanische Kirche, die mir gut gefällt.

Hier gibt es in der Krypta die dunkel Madonna mit dunklem Kind.

Anschliessend laufe ich wieder los, Richtung Friedhof. Ich möchte mir den Cimetière des Carmes anschauen. Da überall Baustellen sind und ich nicht so laufen kann, wie mir die Kartenapp anzeigt, dauert es ewig. Ziemlich platt finde ich endlich den Eingang.

Es ist ein schöner alter Friedhof, nicht so gruselig wie in London 😉
Ich ruhe mich aus und geniesse die Stille.

Na ja, durch die Baustelle ist es nicht gar so still. Durch den Friedhof fließt ein kleiner Fluß. Der Ausgang, den ich angepeilt habe, ist wegen der Bauarbeiten verschlossen, also muss ich einen anderen suchen. Das ist aber nirgends erklärt. Immerhin hat der Friedhof noch eine ganze Weile geöffnet. Schließlich finde ich einen Ausgang und laufe durch die Stadt wieder nach Hause. Zwischendurch kaufe ich noch ein.

Zu Hause bade ich erst mal den Fuß, dann schreibe ich hier und lese noch ein bisschen.

Urlaub Frankreich 2025 – 5. Tag (Montag)

Die Tage fliegen vorbei, ich weiß nicht mehr, welcher Wochentag ist. Deswegen steht es oben 😉

Heute war ich früh wach und bin dann nochmal eingeschlafen. Da hatte ich einen blöden Traum, der mich sehr verwirrt hat. Es ging um meine Sandalen, die gerade beim Schuhmacher sind. Anscheinend hänge ich sehr an ihnen, wenn sie mir noch im Traum nachgehen. Es war irgendwie schräg, aber ich weiß nicht mehr genau, was passiert ist.
Immer gleich aufschreiben!


Dadurch komme ich ein bisschen später los, aber ist ja auch egal. Erst mal gibt es Tee auf der Terrasse, die Katze leistet mir Gesellschaft.

Ich fahre bis zum Parkplatz und laufe dann den Chemin de Muletier bis zum Puy de Dome. Es ist ein steiler anstrengender Weg, ich muss immerhin einige Höhenmeter bewältigen. In der Stadt war es warm und sonnig, bestes Wetter ist angesagt, ich schwitze mein T-Shirt ordentlich durch auf dem Weg nach oben, auch wenn es nicht mehr so warm und der Gipfel nicht zu sehen ist.

Ich hätte auch die Bahn nehmen können…..

Doch der Weg ist schön zu laufen. Ich vermisse den Hund.

Und es gibt klasse Ausblicke unterwegs.

Manche Schilder sind auch überall gleich:

Endlich oben.

Ist es erst mal seltsam.

Das ist eine Gruppe von Mönchen, die einen Ausflug machen.

Die Aussicht ist toll. Aber der Wind wahnsinnig. Beaufort 5 oder gar 6. Jetzt bin ich froh, dass der Hund nicht dabei ist, der würde ja weg fliegen. Auch ich bin kurz davor mich fest zu halten. Ich bin froh, dass ich noch die Jacke eingepackt hatte, den jetzt trage ich alle Kleider, die ich dabei habe, 2 Kapuzen und ein Halstuch. Warm ist mir aber immer noch nicht.

Es gibt einen römischen Tempel des Merkur

Dazu gibt es auch ein Museum mit Audioguide. Das ist alles kostenlos. Da das Wetter nicht so prickelnd ist, lasse ich mir Zeit und gehe alle Stationen durch. Ausserdem sind noch unzählige Schulklassen da, aber der Lärmpegel hält sich in Grenzen.


Nach unten nehme ich den Chemin des chevres. Am Anfang gibt es sehr viele Treppen.


Und natürlich wieder tolle Ausblicke.


Manche erinnern mich an England.


Auf dem Weg nach unten fängt es an zu regnen, die letzten 2 Kilometer ziehen sich ziemlich.

Ich bin ganz schön platt. Der Wind hat mich so durchgepustet. Ich fahre nach Hause, dusche und ziehe mich frisch an. Dann mache ich mich auf den Weg zur Freundin nach Hause, sie hat mich zum Essen eingeladen. Erst mal begrüße ich den Hund Charlie. So süß! Wir essen leckerst und quatschen noch ziemlich lange. Gegen 23 Uhr bin ich wieder zu Hause.

Urlaub Frankreich 2025 – 4. Tag (Sonntag)

Die Nacht war schlecht. Draußen war Party, nebenan war es auch nicht so ganz ruhig, mein Magen brummelte und der Kopf fand kein Ende. Also vertrage ich Kaffee am Abend definitiv nicht. Obwohl das jetzt nicht alles am Kaffee lag.

Immerhin konnte ich mich irgendwann aus dem Bett schälen und mich schnell anziehen. Denn ich hatte einen Plan: ich wollte den Gottesdienst in der Kathedrale erleben. Auf dem Fußweg dorthin habe ich schnell eine Banane gegessen. Essen ist überhaupt so eine Sache, wenn ich alleine unterwegs bin, achte ich da nicht so drauf. Wenn die Familie hier wäre, würden wir vermutlich ständig essen.

Der Gottesdienst war lange und feierlich. Es gab Weihrauch und viel Gesang. Mir wurde nicht schlecht und ich habe so gut wie nichts verstanden. Schade. Mein Französisch ist echt schlecht! Geworden (bilde ich mir ein).
Interessanterweise konnte ich manche Abfolgen und Tonlagen erkennen, ich bin ja kirchlich geprägt, das steckt tief. Tiefer als Französisch. Die Pfadfinder haben Kalender verkauft, jetzt habe ich also einen Kalender der französischen Pfadfinder für 5 Euro bei mir. Mal schauen, wo ich für den einen Platz finde. Die Pfadfinder waren sehr militärisch, so kleine Jungs und stehen schon so stramm. Dazu die Uniform. Ich habe an meinen Papa gedacht, der die Uniformierung bei den Pfadfindern immer sehr seltsam fand. Als Hitlerjunge hatte er eine andere Prägung.

In der Nacht hatte es geregnet, nach der Kirche hat es leicht genieselt. Ich bin nach Hause gelaufen. Zuerst wollte ich mit der Bahn fahren, ÖPNV ist hier am Wochenende kostenlos!, aber dann war mir die Warterei zu lange. Ich habe mir einen Starbucks Pumpkin Spice Latte gegönnt, zu einem stolzen Preis. Er war heiß und süß, lecker kann ich jetzt nicht mal sagen. Brauch ich auch nicht unbedingt nochmal. Später beim Auchan war mein Einkauf fast genauso teuer wie das Getränk. Also war das Getränk sehr überteuert. Oder mein Einkauf günstig?


Ich ruhe mich zu Hause etwas aus, dann bin ich wieder mit der Freundin verabredet. Wir wollen ins Museum. Da am Wochenende ÖPNV kostenlos ist, nutze ich das und fahre mit der Bahn dorthin.


Das Museum hat ein ehemaliger Bürgermeister initiiert.


Und hat eine interessante Architektur.


Es gibt gerade eine China-Ausstellung, darüber habe ich mich sehr gefreut. Auch wenn sie sehr klein ist.


Es freut mich, wenn es auch anderswo ähnlich aussieht. 🙂


Und diese Laternen muss ich mir merken.

Es gibt einige Highlights im Museum wie Büsten von Rodin, aber auch viel lokales. Besonders gut hat mir diese Garderobe gefallen:

Wir haben anschliessend noch einen Kaffee getrunken (leider nur am Automat, es gibt kein Café) und erzählt. Uns verbindet so viel, ihr Leben ist so interessant für mich. Ähnlich in vielen Dingen, aber auch wieder anders. Da die Freundin noch arbeiten wollte, so ist das nunmal auch an einem Sonntag als Free-lance, haben sich unsere Wege wieder getrennt.


Ich bin in den Ort Montferrand gelaufen. Das war früher mal eigenständig.


Natürlich bin ich in die Kirche.


Und habe mich gefreut, dass es an der Kirche einen Wachhund gibt.


Dann bin ich durch die engen Gässchen geschlendert.


Auch dem Friedhof habe ich einen kurzen Besuch abgestattet. War aber wirklich nur kurz, weil er kurz drauf zugeschlossen wurde.


Und schließlich habe ich das kostenlose ÖPNV-Angebot noch ausgenutzt und bin bis zur Endhaltestelle und wieder zurück gefahren. Da habe ich einen schönen Überblick bekommen, ich mag ja durchaus auch die Vororte kennen lernen. Wie leben die Menschen da, was für Menschen leben da, was gibt es für Angebote, Schulen, Einkaufszentren.

Ziemlich müde bin ich nach Hause gelaufen.

Urlaub Frankreich 2025 – 3. Tag (Samstag)

Die Nacht in der neuen Unterkunft war erstaunlich ruhig. Ich wache spät auf und habe trotz weicher Matratze gar nicht so schlecht geschlafen. Das Wetter hält sich bedeckt.

Ich trinke in Ruhe meinen Tee auf der Dachterasse und werde von der Katze belagert.


Sie liegt auf mir und lässt sich streicheln.


Ich laufe durch den Park in die Innenstadt.


Das erinnert mich an die Insel Mainau.


An der Kathedrale gehe ich nur von außen vorbei.


Mein Ziel ist der Wochenmarkt. Er ist jedoch sehr klein und übersichtlich. Ich schaue nur und kaufe nix.

Dann schlendere ich wieder zurück. Unterwegs kaufe ich mir ein oberleckeres Pistaziencroissant. Später noch ein belegtes Brot. Und ein paar Kleinigkeiten. Ich lese ein bisschen im Internet und bin auf einmal sehr müde. Also gibt es Mittagsschlaf. Anschliessend richte ich mich und laufe wieder in die Stadt, denn ich bin verabredet.

Ich laufe einen anderen Weg und komme überpünktlich an, inzwischen kenne ich mich immer besser hier aus. Ich treffe eine Kollegin aus meiner Londoner Zeit. So lange ist das schon her! Sie sieht noch genauso aus! Und spricht herrliches Englisch mit französischem Akzent. Wir sitzen in einem netten Buchladen, trinken Kaffee, essen Kekse und holen die letzten 20 Jahre auf. Nein, es sind mehr. Unsere ältesten Kinder sind ja schon 21. Es gibt auf jeden Fall viel zu bereden.

Schließlich zeigt sie mir noch ihren Lieblingsplatz mit Lieblingsaussicht und meint, sie hätte noch gar nicht über ihr „love life“ geredet. Also sitzen wir eine Weile auf kalten Steinstufen und reden über Valetine’s Dinner. Es wird uns aber dann doch zu kalt, wir kämpfen noch mit unseren Telefonen und verabschieden uns. Das war so schön und tat so gut! Ich gehe nochmal ins den Buchladen, den sie mir gezeigt hatte. Dort werden Gedichte vorgetragen, ich verstehe zwar nur die Hälfte, aber die Atmosphäre ist wunderschön. Ausserdem werden die Vorträge mit Gitarre unterlegt, das klingt richtig gut. Ich bin immer wieder erstaunt, wie anders die Menschen sind. Wie anders sie sich kleiden, miteinander umgehen und ihre Kinder erziehen. Ich fühle mich richtig wohl in dem kleinen Laden und bin kurz davor, mir noch Bücher zu kaufen. Doch dann belasse ich es bei einem Gläschen Sekt und ein paar Chips, die es zum Veranstaltungsende noch gibt. Frohgelaunt laufe ich nach Hause. Dort werde ich von der Katze begrüßt. Es ist erstaunlich, wie laut diese kleine Kreatur sein kann. Ich bade noch meinen Zeh, lese derweil im Internet und später noch in meinem Buch. Heute ist es draußen etwas lauter, gegen Mitternacht kommt etwas Regen und damit auch Ruhe. Was für ein schöner Urlaubstag!

Urlaub in Frankreich 2025 – 2. Tag und 12 von 12 im September 2025

Immer am 12. eines Monats werden 12 Bilder des Tages gesammelt. Dann treffen sich alle bei Caro.

Der 12. im September 2025 ist ein Freitag. Ich habe Urlaub und bin in Frankreich unterwegs.


1. Mein Zimmer ist winzig, aber für eine Nacht reicht es aus. Hab sogar erstaunlich gut geschlafen.


2. Hab sogar einen kleinen Aussensitz.


3. Frühstück auf französisch.


4. Tschüs Dijon, next Stop Vichy.


5. Alles sehr mondän hier.


6. Wow!


7. Auch hier wird überall gebaut.


8. Die schwarze Kathedrale von Clermont Ferrand.


9. Drinnen Personen mit sehr blauen Augen.


10. Tolle Gässchen.


11. Vercingetorix? Das muss ich mal recherchieren.


12. Mir gefällt, wie die Bäume geschützt werden. Sie sehen alle aus wie Michelin-Männchen.

Urlaub Frankreich 2025 – 1. Tag (Donnerstag)

Da ich frei habe und zu Hause trotz Urlaub Alltag ist, habe ich mich kurzfristig entschlossen, noch ein bisschen weg zu fahren. Nach der frühen Hunderunde und einem späten Frühstück mache ich mich auf den Weg. Da ich die Autobahnen vermeide, dauert es doch relativ lange, bis ich in Dijon ankomme. Die Fahrt ist schön und abwechslungsreich. Ich vermisse allerdings den Hund und das dazugehörige Hecheln. Die Wandertage der letzten Woche haben mich ganz schön geprägt. Da waren wir ja auch 24/24 zusammen!


Ich belagere kurz mein Zimmer und mache mich dann auf in die Stadt.


Es gibt sogar einen Triumphbogen. Danach fängt die Fußgängerzone an.


Im Dom hängt die französische Flagge, das verwundert mich etwas.


An der Außenseite gibt es eine Eule, die man unbedingt anfassen soll. So sieht sie auch aus.


Es gibt interessante Häuser.


Und viele Gässchen. Ein bisschen erinnert mich das an Strasbourg.

Ich überlege, ins Kino zu gehen, aber es kommen nur französische Filme, das traue ich mir dann doch nicht zu. Also erkunde ich am Abend noch ein bisschen meine Umgebung und bin nicht zu spät wieder im Hotel.

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