alive and kicking

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Emils wundersame Reise


Das Buch hatte ich mir für den Urlaub mitgenommen. Es sollte kleiner und dünner sein als das, was ich gerade lese. Und es passt zu Urlaub, dachte ich vom Cover und der Rückseite.

Vom Autor, Fabio Geda, habe ich bereits vor vielen Jahren „Im Meer schwimmen Krokodile“ gelesen. Auch dieses Buch handelt von Menschen, die unterwegs sind. Hier ist die Hauptperson Emil, der mit seinem Vater aus Rumänien nach Italien geflohen ist und sich dann irgendwann alleine durchschlagen muss. Er sucht seinen Opa und bereist auf diese Suche mehrere europäische Länder.

Das Buch ist leicht zu lesen, aber hat mich doch auch zum Nachdenken animiert. So wie ich das mag. Was ist mit dem Architekt passiert? Wie geht die Geschichte aus? Manches bleibt offen, aber auch das passt. Schön fand ich, in die verschiedenen Länder mitgenommen zu werden. Und die Liebe zu Sprachen hört man aus diesem Buch raus. Was für ein Schatz eine Sprache ist und wie toll es ist, sich in verschiedenen Sprachen unterhalten zu können.

Ich hätte gerne noch weiter gelesen.

kulinarische Lesung

Wir waren bei einer kulinarischen Lesung. Das klang interessant, die Location eh und so waren wir dabei. Es war wohl auch recht bald ausgebucht. Vorher hatte ich noch nie davon gehört.

Es gab also leckeres Essen mit einem Buddenbrookmenü in schönem Ambiente.

Es war ein bisschen eng und die Stühle unbequem. Die Sitznachbarinnen auf der einen Seite waren superlustig, die auf der anderen Seite weniger.

Vorspeise war eine Kräutersuppe mit geröstetem Brot.
Danach gab es pochierten Lachs auf Lauchgemüse mit Dillsauce und Butterreis.

Hauptgang war Schinken auf alt-lübsche Art mit Senfzucker glasiert, süß-saure Schalottensauce, Marktgemüse und gebratene Kartoffeln.

Zum Nachtisch gab es Plettenpudding. Davon habe ich wieder ein Foto, von den anderen Gängen leider nicht.

Zwischendurch hat Tilo Eckardt immer wieder aus seinem Buch „Unheimliche Gesellschaft“ vorgelesen und Geschichten dazu erzählt. Er hat immer wieder darauf hingewiesen, was Fiktion ist und was nicht. Die Anekdoten aus dem Leben Thomas Manns fand ich am spannendsten. Dennoch reizt es mich nun auch, das Buch zu lesen.

Es war ein unterhaltsamer Abend mit leckerem Essen. Gerne wieder!

Kafka und Wein

Es gab eine Lesung über Kafka im Weinkeller. Ich hatte nicht so viel Lust, mich dann aber doch aufgerafft und war angenehm überrascht. So viele Menschen, so viele nette Menschen, dass die nervenden nicht so sehr genervt haben. Und die Lesung war toll! Der Wein sowieso.

Auf der dunklen Heimfahrt mit dem Fahrrad überlege ich, wann ich das letzte Mal Kafka gelesen habe. Das war noch in der Schulzeit. Ich glaube, es wäre mal wieder Zeit.

Die Bienenhüterin

Das Buch habe ich hauptsächlich im Urlaub in Belgien gelesen. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich reinkam und irgendwie hat sich das auch so durchgezogen. Ich dachte immer, dass noch was passieren muss. Aber es kam nichts. Das fand ich ein bisschen schade und lasch.

Was mir gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der Bienen und ihrer Arbeit. Das war sehr poetisch und liebevoll beschrieben.
Die krasse Trennung der Rassen und ihre Selbstverständlichkeit ist schwer zu begreifen für mich, auch wenn ich immer wieder erschrocken bin, wie aktuell das in den USA und leider nicht nur dort, ist. Die Religiosität hat mich nicht wirklich überzeugt, aber ich weiß, dass da ganz viel dieser Art läuft. Das fand ich sehr befremdlich. Aber das ist Religion ja auch immer. Oder?

Ein Buch, über das ich noch ein bisschen nachdenken muss, dass aber definitiv unseren Haushalt verlassen wird.

Lesung

Hier geht es grad ein bisschen rund, weil es so viele events gibt. Und ich überall dabei sein möchte. Nein, bei manchen bin ich dann doch ganz froh, dass ich früher gehen muss 😉

Bei diesem nicht. Eine lustige Lesung, bei der der Lesende richtig viel Spaß hatte. Das war toll. Die Umgebung und das drumrum waren ebenfalls richtig schön. Selbst das Wetter hat mitgemacht.

So was hätte ich gerne öfter.

Freude auf den Abend

An manchen Tagen freue ich mich vormittags schon auf mein Bett und meine Bettlektüre. Die Tage sind im Moment sehr voll, so dass ich oft zu müde bin, um noch lange zu lesen. Aber so ein kleines Kapitel passt dann doch meistens noch rein. So ein schöner Tagesabschluss.

Ich freue mich wirklich auf diese Zeit mit mir und meinem Buch. Ich geniesse die Zeit im fremden Land, in das ich mich begebe. Wohl wissend, dass ich live nicht so bald dorthin komme. Ich blende die Mühen des Tages und alles Schreckliche auf der Welt aus, wenn ich in mein Buch abtauche. Es sind im Moment Krimis, also ist dort auch keine heile Welt. Aber das ist nichts im Vergleich zur Wirklichkeit.

Danke an die Spenderin der Bücher!

Aleph

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Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht, weil ich auch gerne mal mit der transsibirischen Eisenbahn fahren wollte. Ich weiss gar nicht, ob ich das aktuell noch wollen würde. Na ja, im Moment ja wohl eh nicht.

Ich fand es ziemlich schwer, in das Buch rein zu kommen. Es hat mich nicht gleich gefesselt. In Teilen fand ich es sogar arrogant und überheblich. Allerdings sind durchaus auch Wahrheiten darin zu lesen. Die Reise mit der Bahn ist anschaulich beschrieben und es ist ja wahrlich auch eine Reise durchs Leben. Mit den Reisen in die Vergangenheit konnte ich nur schlecht was anfangen. Das ist mir zu abgehoben. Es heisst, man soll das Buch zweimal lesen. Ob ich das machen werde, weiss ich noch nicht. Ich lasse es auf jeden Fall mal im Bücherregal stehen. 😉

Kinderbücher

Die Jungs haben ihre Kinderbücher aussortiert. Wir haben sie zum Verschenken rausgestellt und in Nullkommanix waren sie weg. Auch schön.

Einige Bücher habe ich aber doch behalten, weil sie mir was bedeuten oder weil sie so schön sind. Manche Bücher habe ich auch einfach nochmal schnell durchgelesen. Geht ja doch recht schnell. Da waren einige Klassiker dabei, aber wenn sie hier nicht mehr gewünscht sind, kommen sie halt weg. Sollen sich andere darüber freuen.

Ich weiß leider die genauen Titel der Bücher nicht mehr, doch sie waren zum Teil rührend und auch aktuell. Bei einem flossen bei mir sogar die Tränen.

Jetzt haben wir wieder Platz für Neues.

Wild

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Ich hatte das Buch geschenkt bekommen. Mit Hintergedanken 😉

Den Einstieg fand ich sehr mühsam, und das lag nicht nur am Englischen. Zu viel Psycho: Krebs, Mutter tot, Scheidung…. you name it. Als Cheryl dann endlich mal loslief, kam auch ich in einen Lesefluss. Immer noch etwas zäh, doch es ging voran. So wie die Protagonistin. Fuß vor Fuß, Seite um Seite.

Von dem Trail wusste ich nichts, bevor ich das Buch gelesen habe. Er klingt interessant, aber ich möchte ihn nicht laufen, das stelle ich mir zu anstrengend vor, wenn man sein Gepäck mitschleppen muss. Mit Zelt und allem. Teilstücke vielleicht. ?

Cheryl läuft den Pacific Coast Trail, sie beschreibt ihre Schwierigkeiten in schonungsloser Offenheit. Immer wieder kommt aber auch die Schönheit der Natur zur Sprache. Und die Wildheit. Diese Natur, der es egal ist, ob wir uns dort aufhalten oder nicht. Cheryl kommt an ihre Grenzen und kennt diese auch. Das finde ich mutig, dass sie ihr Scheitern beschreibt, sie schafft manche Stücke des Trails nicht aufgrund der Witterung. Also lässt sie einfach ein paar Strecken aus. Toll. Die Menschen, die sie trifft sind interessant, komisch oder auch verstörend.

Gegen Ende des Buches hatte ich Lust, einen Teil des Wegs zu laufen.

Erebos

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Das Buch ist ein Jugendbuch. Hier hat es sich ein Kind gekauft, nachdem wir auf einer Lesung von Ursula Poznanski waren. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir Elanus gelesen.
Das Buch ist spannend und zieht einen sofort in seinen Bann. Die Idee gefällt mir auch gut, es handelt sich um ein Computerspiel, das nach und nach immer mehr Jugendliche in London fasziniert. Die Wahrheit vermischt sich mit dem Spiel, so dass manche nicht mehr wissen, wo das Spiel anfängt und aufhört, bzw. wo die eigenen Grenzen sind. Ende gut – alles gut? Nicht ganz. Auch hier eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch, für manche Jugendliche endet alles gut, für manch andere nicht. Das Ende ist nicht grundsätzlich gut.
Was mir etwas gefehlt hat, war ein Plan der Londoner U-Bahn. Denn die ist unheimlich wichtig im Buch. Ich habe in London gelebt, die Kinder waren auch schon mehrfach in London, doch ich hätte gerne mal nachgeschaut, ob das wirklich alles so dem Plan folgt. Ich hätte das hilfreich gefunden.

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