Ich habe ganz schön schlecht geschlafen, es war eine blöde Idee, mal kurz in die Arbeitsmails zu schauen. Ausserdem habe ich noch keine Antwort von meinem Schlafplatz am Donnerstag, das hat mich auch umgetrieben. Und auf Ideen gebracht.
Heute bin ich nicht so spät aufgestanden, meine Vermieterin war noch früher wach…. Nach keinem Frühstück, sondern nur Tee bin ich losgefahren, es war gutes Wetter angesagt und ich wollte noch ein bisschen laufen.

Also bin ich zum Puy de Goules.

Das ist ein kleiner Vulkan, bei dem man schön den Krater sieht. Auf dem Foto kommt das leider nicht so gut rüber.

Die Lava kann man gut erkennen.

Und natürlich immer wieder der Blick auf den Puy de Dome.

Der Wald ist allerdings eher unübersichtlich.
Anschliessend habe ich noch den abenteuerlichen Weg zur Grotte gemacht.

Abenteuerlich, weil kaum erkennbar. Von der anderen Seite war der Weg gesperrt, das habe ich aber erst gemerkt, als ich über die Absperrung klettern musste. Von meiner Seite aus war das nicht so!

Es war ganz schön anstrengend und ich habe zum Teil auf allen Vieren klettern müssen. Aber auch toll.

Danach ging es zum Musée de Gergovie, das liegt auf dem Plateau, auf dem Vergincetorix gegen Cäsar gekämpft hat.

Die Aussicht war einfach toll. Oben angekommen sitzen da erst mal eine Gruppe Senior:innen, die picknicken. Ist das was französisches? Ich glaube, Rentnerin in Frankreich ist nicht so schlecht.

Das Museum fand ich nicht so berauschend, es kostet 9 Euro Eintritt für Erwachsene, da hätte ich mehr erwartet. Doch ich hatte ja Glück, dass das Museum überhaut auf hatte, mittwochs ist ab 13 Uhr geöffnet, ansonsten ist hier schon Winterruhe.

Die Sonderausstellung über das Essen der Gallier war interessant, allerdings sehr klein und alles nur auf französisch. Überhaupt, war das ganze Museum sehr frankophil.Das fand ich ziemlich schade. Immerhin habe ich ein kleines Heft auf deutsch bekommen für die Zeit des Besuches. Besonders die Sonderausstellung fand ich auf Französisch anstrengend, weil da viele Fachbegriffe standen bzw. Begriffe nicht alltäglicher Sachen.

Da ich noch nicht genug gelaufen war, bin ich grad noch die Runde ums Plateau gelaufen. Immer wieder mit Blick auf den Puy de Dome. Hey, jetzt macht de bello Gallico Sinn! 40 Jahre nachdem ich mich da durchgequält habe, kommt die Erkenntnis.

Das ist ja schon auch spannend. Warum sind wir denn nie mit dem Lateinlehrer hier her gefahren? Das wäre so anschaulich gewesen. Ach, da gab es noch gar kein Museum und vermutlich noch weniger. Interessant auch, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass wir durch die Verschriftlichung nur die Sicht von Cäsar kennen, nicht die der Gallier. Das ist also sehr, sehr einseitig. Hat der gute Cäsar vielleicht nicht immer die Wahrheit gesagt, um sich in einem besseren Licht darzustellen?
Ich muss zu Hause unbedingt Asterix und der Avernerschild lesen.

Nach der Runde, die doch etwas länger war, mache ich im Restaurant kurz Pause und trinke ein Kaltgetränk. Ich finde es ein bisschen übergriffig, das mich das Getränk auf meine Funktion hinweist. Hey, ich bin alleine in Urlaub, kann dir doch egal sein, dass ich Eltern bin! Eigentlich wollte ich auch was essen, aber das gibt es erst ab 19 Uhr, so lange mag ich nicht warten. Die Essenszeiten in Frankreich sind mit meinen Zeiten nicht so kompatibel.

Wieder zu Hause kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten ein und gehe eine Runde um den Block. Morgen geht es Richtung Heimat, da brauche ich Proviant und ein paar Mitbringsel finde ich auch noch.
Zurück in der Wohnung gibt es einen neuen Mitbewohner. Wir quatschen noch ein bisschen, später sitze ich länger auf der Dachterrasse und kauderwelsche mit der Vermieterin. Die Zeit hier war echt schön.



























































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