
Ein Essen, das ich nicht kannte. Ich habe es bei der Freundin kennengelernt, als ich sie besucht hatte. Es war Sommer und das Gericht ein bisschen zu winterlich, fand ich. Bei ihr gab es viel Fleischeinlage und Gerstengraupen (?) dazu, um den Hunger der Teenagerkinder zu stillen. Sie meinte, dass deutsche Sauerkrautgerichte immer Leichenfarben seien. Jetzt muss ich immer an Leichenfarben denken, wenn es Sauerkraut gibt.
Da in der Gemüsekiste nur ein kleines Tütchen Sauerkraut war, reicht es nicht als eigenständiges Gericht. Neulich hatten wir schon Sauerkraut mit weißen Bohnen. Das schmeckt soooo lecker. Aber ich wollte was anderes. Da fiel mir dieses Gericht ein. Ich habe es allerdings abgewandelt. Es hat uns allen supergut geschmeckt.
Hier das Rezept, Menge je nach Esser:
Speck, Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Gewürfelte Kartoffeln dazugeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen. Chinakohl (oder anderer Kohl) dazu geben. Mit Tomatenmark, geräuchertem Paprikapulver, Pfeffer und sonstigen Gewürzen kräftig abschmecken. Wenn die Kartoffeln weich sind, eine halbe Tüte Sauerkraut dazu geben. In Scheiben geschnittene Sucuk dazu, das passt jetzt geographisch gar nicht, hat aber richtig gut geschmeckt. Würde ich wieder so machen. Kurz vor dem Servieren das restliche Sauerkraut dazu geben, so dass es noch frisch und knackig bleibt.
Gerne mit einem Klecks Sauerrahm servieren, das haben wir vergessen.
Da es hier alles in einem Topf gab, kamen die Kartoffeln gleich mit dazu. Falls eine andere Beilage gewünscht ist, einfach weglassen. Das kann man bestimmt auch gut veganisieren, indem das Fleisch einfach weggelassen wird.




































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