alive and kicking

Kategorie: Schule (Seite 1 von 6)

verlaufende Tage

„Welcher Tag ist heute?“ fragt das Kind.
„Freitag.“ antworte ich.
„Nein“, erwidert das Kind „dann ist morgen schon Wochenende?“
„Ja, warum? Hast du was vor?“
„Ne, nur so. Dann muss ich nix für die Schule machen.“
„Hast du denn heute was gemacht?“
„Nee. Oder doch. Mit der Lehrerin telefoniert.“

Hier rufen jetzt seit dieser Woche die LehrerInnen an. Am Montag hatten beide Kinder Telefonkontakt. Heute dann nochmal das andere Kind.

Die Schule reagiert auf die Verbesserungsvorschläge. Das ist schon mal super. Aber es geht auch noch was nach oben.

Home schooling

Na ja, so weit ist es hier noch nicht, aber …. ein Kind hat heute eine Mathearbeit geschrieben. Zu Hause am Küchentisch. Es hat sich auch ganz akribisch die Pausen dazu aufgeschrieben. Ich war derweil einkaufen und das andere Kind hat seinen Schreibtisch aufgeräumt.

Eine Aufgabe bei der Arbeit hat das Kind nicht verstanden, doch nach der Erklärung hat es die auch noch gemacht. Danach war das Kind zu platt, um noch mehr für die Schule zu machen.

Die Internet Plattform der Schule ist überlastet und funktioniert nicht, doch die Lehrer haben sich was anderes einfallen lassen. Läuft.

Morgen hat ein Kind Schlagzeugunterricht via Skype. Das haben wir grad ausprobiert und hoffen, dass es klappt. Ich finde das sehr spannend!

Für den Bewegungsdrang haben die Jungs noch draußen gekickt. Sie freuen sich, dass sie einander haben und sind sehr albern miteinander. Aber die Kontakte nach draußen fehlen ein bisschen.

Ich habe heute auch die Kommunikation mit den Kollegen sehr genossen. Richtig bewusst, weil nicht klar ist, wann wir uns wiedersehen werden. Es darf nur noch eine Person pro Büro arbeiten, ein Kollege blieb ab heute schon zu Hause, der andere ab morgen. Ich dann auch, morgen muss ich allerdings noch was vor Ort klären.

Es bleibt …. spannend.

Schulschliessung Update

Heute kam die Nachricht, dass es den Eltern freigestellt ist, ob sie ihre Kinder am Montag in die Schule schicken. Es gehe nur drum, das Organisatorische zu klären. Also verzichten wir. Die Jungs können mit dem Programm umgehen und nutzen das zum Teil auch schon. Einige Lehrer haben da eine Vorreiterrolle. Ich hoffe mal, dass wir damit ein paar Tage durchhalten.

Beim Aufräumen heute habe ich noch ein paar Aufgaben entdeckt, die die Jungs jetzt einfach bekommen. 😉
Und natürlich bekommen sie von uns Aufgaben, so ist morgen Kochen angesagt, da wir Erwachsenen voraussichtlich noch arbeiten werden.

Das Wetter heute war frühlingshaft und sonnig. Nix mit Weltuntergangsstimmung. Doch warum auch, der Natur ist es doch egal ob wir leben oder nicht. Ich weiss nicht, ob weniger Leute unterwegs waren, für mich sah es so aus wie immer an einem warmen Tag.

Von einer Freundin eine doofe Nachricht erhalten, die Corona in den Hintergrund stellt. Es gibt auch noch anderes. Lebensbedrohliches. Damit gehört sie jetzt zur Risikogruppe.
Wir haben ein bisschen gescherzt, weil es doch auch vorteilhaft sein kann in diesen Zeiten. Aber nach dem Telefonat war ich doch sehr platt und mitgenommen.

Schmutziger Donnerstag

So heißt der Tag hier. Schmutzig hat nix mit Schmutz zu tun, sondern kommt von fett. Also eigentlich müsste der Tag „fettiger Donnerstag“ heißen. Weil in den nächsten Tagen alles Fett vor der Fastenzeit aufgebraucht wird.

Die Jungs hatten beide noch Schule. Der 10-Klässler schrieb eine Deutscharbeit und der 6-Klässler hatte Fastnachtsparty. Er durfte verkleidet kommen, musste aber nicht. Eigentlich wollte er ein Einhorn sein, er war sogar mit dem Vater in der Stadt, um nach Verkleidung zu gucken, aber es gab wohl nix. Also ging er …. unverkleidet.

Früher in der Grundschule kamen die Narren zu den Kindern und haben sie von der Schule befreit. Das fand ich eine nette Tradition, die dann jedoch beim Rektorwechsel nicht mehr statt fand. Da war einfach der Donnerstag schon Ferientag und jeder konnte das privat handhaben.

Hier in der Stadt gibt es in der Früh die Fasentstaufe. Da wird das Fastnachtskind getauft, morgens um 6 am Narrenbrunnen. Die Narren ziehen mit viel Tamtam durch die Stadt, manchmal hören wir sie schon um 4 mit Pauken und Trompeten durch die Straßen lärmen. Danach gibt es Bohnensuppe für alle.

Als Kind bin ich manchmal mit meinen Geschwistern dort gewesen. Wir haben uns leere Blechdosen an einer Schnur ans Fahrrad gebunden und sind mit viel Getöse in die Stadt gefahren. Macht man das heute noch?

Hier die Kinder waren noch nie bei der Taufe, weil es ihnen zu früh, zu kalt und zu dunkel war. Jetzt bereue ich es ein bisschen. Aber ich bin einfach selber kein Fastnachtstyp, daher war das gut so. Da ein Kind eine Arbeit schrieb, klappte es wieder nicht, obwohl ich glaube, das das Kind jetzt eher gehen würde. Aber dann natürlich nicht mit mir 😉

Diesen Beitrag habe ich gestern geschrieben, aber dann schien er mir unpassend nach den Ereignissen in Hanau. Ich bin immer noch geschockt und werde morgen zur Mahnwache gehen. Nein, nein, nein, sowas darf nicht passieren.

Elternsprechtage

In der Schule gab es mal wieder Elternsprechtage. Schön, wenn die Lehrer so positiv über das Kind reden. Auch interessant, die andere Seite zu sehen.
Wirkliche Anregungen, wie was besser zu machen ist, habe ich jetzt aber auch nicht.

Beim anderen Kind waren die Lehrer …. nun ja, der eine sehr nichtsaussagend. Ich habe keine Antwort auf meine Frage bekommen und er hat gar nicht über das Kind erzählt. Das fand ich etwas enttäuschend. Schade.

ein Abend für die Eltern

Mal wieder ein Elternabend. Das Kind geht inzwischen in die zehnte Klasse, das ist die Abschlussklasse an der Realschule. So wird es dieses Jahr einen Prüfungsmarathon geben, sagen die Lehrer.
Die Elternvertreter sind schnell gewählt (sogar in Abwesenheit). Doch es gibt so viele Fragen zur Abschlussfahrt, zu den Prüfungen und zum Abschluss generell. Der Elternabend zieht sich. Irgendwann kommt die Rektorin rein und meint: Ihr seid die Letzten!

Danke, das wussten wir schon. Der Letzte macht das Licht aus, eh klar.

Der heißeste Tag der Woche

Das sollte heute gewesen sein, zum Wochenende soll es 10° Grad Celsius kühler werden. Wollen wir es mal hoffen.
Bei 34° Raumtemperatur sah es so aus:

Der Mülleimer im Büro wurde zweckentfremdet.

Bei 36° bin ich gegangen. Es war kein arbeiten mehr möglich. Wohin?

Aufs Schulfest. Unerträgliche Hitze, aber glückliche Schüler*innen. Stehen fiel schwer und ich war froh, endlich sitzen zu dürfen, auch wenn es warme Steine waren. Mit anderen Eltern unterhalten, die wir zum Teil grad oft sehen und allen schöne Ferien gewünscht. Morgen ist der letzte Schultag, dann sind auch hier endlich Ferien. Das Klassenzimmer wurde ausgeräumt, wie praktisch, da können die Eltern gleich die Sachen schleppen.

Später geduscht und grad weitergeschwitzt. Ich sitze und schwitze. Es wird eine weitere Tropennacht, aber hey – in 5 Monaten ist Weihnachten! 😉

Hurra, hurra, die Schule „brennt“

Achtung: enthält Werbung.

Nein, die Schule brennt hier nicht. Doch es gab einen Wasserschaden am Wochenende, so dass kein Unterricht möglich ist. Erst mal sind die Kinder erfreut, dann aber auch besorgt und schliesslich genervt. Gestern, am schulfreien Tag, haben sie ihre neu gewonnen Freizeit im Europapark genutzt. Heute haben manche Wandertag oder Schwimmbadtag. Morgen ist der vorgezogene Sporttag. Wir sind erstaunt, wie flexibel die Lehrer reagieren. Können die doch! Der Notenschluss wurde um ein paar Tage verschoben, so dass die Lehrer noch ein bisschen Zeit haben für die ganzen Arbeiten, die jetzt nicht geschrieben werden können.
Alles in allem ist es ätzend für alle und wir hoffen, dass sich keine Nachahmer finden, denn das soll vorsätzlich entstanden sein.

Neujahrsempfang

In der Schule gab es einen Neujahrsempfang. Jeder sollte Fingerfood mitbringen. Tja nun, dann machen alle Muffins, dachte ich mir. Die Kinder befragt, die waren für Kuchen. Ich wollte eher was Salziges, bin dann aber doch bei Amerikanern hängengeblieben. Das Kind hat gerne geholfen, das Rezept ist einfach und das Ergebnis ok. Die Verzierungsidee kam uns beim Backen. Ich könnte mir die Amerikaner auch gut als Namenschildchen vorstellen oder mit Jahreszahl drauf oder Geburtstagsgruß oder oder oder…..
Rezept folgt.


Nein, das heißt nicht 56, sondern 5b

Sie kamen übrigens sehr gut an. Überhaupt gab es sehr leckeres und vielfältiges Essen. Die Kinder haben zusammen gespielt, die Eltern sich kennen gelernt und gequatscht. Nett.

Wir sind bei Schneetreiben losgefahren mit den Fahrrädern und auf dem Heimweg schneite es immer noch ganz sacht. Es blieb aber nicht viel auf der Straße liegen, sie war dennoch rutschig (fast wäre ich gestürzt). Ich wollte den Kindern jedoch zeigen, dass man nicht wegen jedem Wetter das Auto nehmen muss. An einem Werktag hätten sie bei dem Wetter auch mit dem Fahrrad in die Schule fahren müssen. Wenn der Schnee liegen geblieben wäre, wären wir nach Hause gelaufen. Das geht ja auch noch.

Stolpersteinputzaktion

Hier „durften“ alle neunten Klassen bei einer Putzaktion der Stolpersteine mitmachen. Es gab eine kurze Ansprache vor dem Rathaus und dann konnten die Gruppen gut ausgerüstet losziehen.

Unser Neuntklässler war von der Aktion nicht sehr angetan. Sie hätten an dem Tag früh die Schule ausgehabt und nun sowas. Als ich ihm erzählte, dass sein Freund an dem Tag schulfrei hat und sich freiwillig gemeldet hat, war er etwas ruhiger. Freiwillig? Putzen? Der Freund meinte, ihm sei da eh langweilig, weil nur seine Stufe schulfrei hat.

Mir hat ein bisschen die schulische Aufarbeitung gefehlt: Was haben diese Stolpersteine auf sich? Findet man Informationen zu der Person, deren Stein ihr gerade geputzt habt? Warum wird das am 9. November gemacht? Gibt es diese Steine nur in Deutschland? Wer kam auf diese Idee? In welchen Städten gibt es diese Steine? Warum Stolpersteine? Und und und…..

Vielleicht kommt das ja noch.

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