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Kategorie: Winter (Seite 1 von 6)

Dreikönigstag 2021

Bei uns ist der Dreikönigstag ein Feiertag. Früher sind in den Tagen vorher die Könige um die Häuser gezogen, oft waren sie länger bei uns zu Gast. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall und dieses Jahr zieht auch niemand um die Häuser. Also lassen wir den Tag ruhig angehen.

Bei Schneeregen laufen wir in kleiner Runde den üblichen Hundespaziergang. Es ist gar nicht so kalt wie gedacht und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Wieder zu Hause backe ich den Dreikönigskuchen fertig, der eine Übernachtgare bekommen hatte.

Das Kind hat sich wieder ins Bett verzogen und möchte nicht frühstücken, das andere Kind möchte nicht mal zum Mittagessen geweckt werden, also früstücken der Mann und ich zusammen. Der frische Kuchen schmeckt mir so gut, dass ich viel zu viel davon esse und die Mandel finde. Bin ich Königin!

Nach dem Früstück versuchen wir länger was zu installieren. Ich bin da immer sehr ungeduldig, aber wenn ich immer aufgebe, wird das nie was. Na ja, so ganz ist mir der Nutzen auch nicht klar, weil ich auch ohne gut auskomme, aber natürlich ist es nice to have. Wir wurschteln uns durch den Tag und nach dem Mittagessen mache ich mich schon wieder ans Backen. Ich möchte eine Galette de roi backen, die kaufen wir sonst immer in Frankreich, aber das ist ja im Moment nicht möglich. Mit dem gekauften Blätterteig sollte das auch nicht allzu schwer sein. Leider misslingt mir die Füllung. Ich habe mich aber auch nicht ans Rezept gehalten. Na ja, schmecken tut sie und die Jungs meinen, ich solle das nochmal probieren 😉
König wurden 2, da die eingebackene Mandel beim Aufschneiden halbiert wurde. Immerhin wurden die Kuchenstücke traditionell verteilt: das jüngste sitzt unter dem Tisch und sagt, wer welches Kuchenstück bekommt.
Während des Backens führe ich mir das Dreikönigskaffee zu Gemüte und freue mich, Menschen wieder zu sehen und zu hören, wenn auch nur virtuell.

Den Rest des Tages verbringen wir wieder jeder mit seinem Kruscht. Es wird Wäsche gewaschen, zusammengefaltet und weggeräumt, Lampen ab- und aufgehängt, aufgeräumt, gelesen, telefoniert, mit dem Hund gespielt und Gassi gegangen. Schwupps ist auch schon wieder Abend. Die Nachrichten erstaunen uns sehr, da in Amerika die Hölle los ist: das weiße Haus wurde gestürmt von Trump-Anhängern. Ich bin baff. Was ist nur los in dieser Welt? Haben wir nicht genug zu tun mit dem Virus und seinen Mutationen? Verwirrt oder eher verstört gehe ich ins Bett.

So ein Feiertag in der Mitte der Woche ist schön. Die Arbeitswoche ist dadurch kurz und überschaubar. Noch 2 Tage arbeiten, dann ist schon wieder Wochenende! Und dann ist es erst mal vorbei mit den Feiertagen, selbst hier im Süden.

Silvester 2020

Die Tage verwischen und ich weiss oft gar nicht mehr, welcher Wochentag ist. Heute ist nun also Donnerstag. Morgens gehen ein Kind und ich nochmal einkaufen, es soll am Abend Sushi geben.

Der 16jährige feiert den Abend mit seinem Freund, die Gruppe hat sich wohl aufgeteilt und feiert nun eben nicht alle zusammen, sondern getrennt zusammen. Der 12jährige und ich begleiten ihn mit dem Hund zum Freund. Der winkt schon freudig aus dem Fenster. Schön, solche Freunde zu haben.

Wir laufen noch eine große Runde mit dem Hund. Immer wieder entdecken wir neue Wege. Danke Hund! Danach sind wir ziemlich nass.

Ich werkle noch ein bisschen an der Neujahrsbrezel, aber sie will dieses Jahr noch weniger gelingen als letztes.

Vor dem Backen sieht sie noch ganz nett aus, doch dann zerfliesst sie auf dem Blech. Hm, da muss ich mir wohl was anderes überlegen für nächstes Jahr. Hoffen wir mal, dass sie schmeckt. Es wird sie erst zum Frühstück geben.


Am Abend essen wir sehr leckeres Sushi. Das hat sich echt gelohnt. Wir sind zufrieden. Danach schauen wir noch einen Film: Enola Holmes.

Anschliessend gehen das Kind und ich mit dem Hund nochmal raus. Es ist sehr ruhig auf den Straßen und Plätzen. Aus manchen Häusern kommt Partystimmung und das Kind rätselt, ob das wohl alles konform ist. Als wir nach Hause kommen, ist schon halb 12 und wir schauen noch ein bisschen fern. Dann endlich gibt es Sekt, den sich das Kind gewünscht hat, und wir stoßen an: Frohes neues Jahr!

Draußen auf der Straße sind die Nachbarn aktiv und schiessen ein paar Raketen ab, man hört auch einige in der näheren Umgebung. Es wird silvestermässig dunstig und riecht auch so. Der Hund horcht kurz auf, ist aber leicht zu beruhigen. Er liegt müde auf dem Sofa. Wir schauen noch den kabarettistischen Jahresrückblick fertig, trinken den Sekt leer und gehen dann ins Bett. Ein ruhiges Silvester und ein ruhiger Beginn eines neuen Jahres. Letztes Jahr waren alle noch euphorisch: 2020, was für ein tolles Datum, das muss ein gutes Jahr werden. 2021 ist ernüchternd, alle wünschen sich ein ruhiges Jahr ohne Überraschungen und mit so viel Alltag wie möglich.

Herzlich willkommen 2021!

Winteranfang 2020


Pünktlich zum meteorlogischen Winteranfang gibt es Schnee.
Bei der ersten Hunderunde früh am Morgen ist der Hund zunächst verwirrt, dann entzückt: das kann man essen! Wir schlittern uns durch die Runde, ich brauche nur zu ziehen, dann gleitet der Hund hinter mir her. Er versucht die Schneeflocken zu fangen, was sehr putzig ist. Ich muss laut lachen.

Wieder zu Hause, wecke ich die Kinder. Beim Stichwort Schnee sind sie sofort wach. Und ein Kind hüpft gleich aus dem Bett zum Fenster, begleitet von entzückten Freudenrufen. Schnee!

Ich hatte die Kinder darauf hingewiesen, dass es glatt ist und es evtl. sinnvoller wäre, zu Fuß zu gehen. Was beide auch anstandslos machen. Wie vernünftig sie manchmal sind.

Ich dagegen setze mich später aufs Fahrrad und rutsche zur Arbeit. Es ist ein mühsames Vorkommen, alle Straßen sind gestopft voll mit schleichenden Autos. Immer wieder steige ich vom Rad und laufe eine Strecke. Es ist verdammt rutschig. Ich baue darauf, dass bei Feierabend der Schnee soweit geschmolzen ist, dass ich wieder in normalem Tempo nach Hause komme.

Schmutziger Donnerstag

So heißt der Tag hier. Schmutzig hat nix mit Schmutz zu tun, sondern kommt von fett. Also eigentlich müsste der Tag „fettiger Donnerstag“ heißen. Weil in den nächsten Tagen alles Fett vor der Fastenzeit aufgebraucht wird.

Die Jungs hatten beide noch Schule. Der 10-Klässler schrieb eine Deutscharbeit und der 6-Klässler hatte Fastnachtsparty. Er durfte verkleidet kommen, musste aber nicht. Eigentlich wollte er ein Einhorn sein, er war sogar mit dem Vater in der Stadt, um nach Verkleidung zu gucken, aber es gab wohl nix. Also ging er …. unverkleidet.

Früher in der Grundschule kamen die Narren zu den Kindern und haben sie von der Schule befreit. Das fand ich eine nette Tradition, die dann jedoch beim Rektorwechsel nicht mehr statt fand. Da war einfach der Donnerstag schon Ferientag und jeder konnte das privat handhaben.

Hier in der Stadt gibt es in der Früh die Fasentstaufe. Da wird das Fastnachtskind getauft, morgens um 6 am Narrenbrunnen. Die Narren ziehen mit viel Tamtam durch die Stadt, manchmal hören wir sie schon um 4 mit Pauken und Trompeten durch die Straßen lärmen. Danach gibt es Bohnensuppe für alle.

Als Kind bin ich manchmal mit meinen Geschwistern dort gewesen. Wir haben uns leere Blechdosen an einer Schnur ans Fahrrad gebunden und sind mit viel Getöse in die Stadt gefahren. Macht man das heute noch?

Hier die Kinder waren noch nie bei der Taufe, weil es ihnen zu früh, zu kalt und zu dunkel war. Jetzt bereue ich es ein bisschen. Aber ich bin einfach selber kein Fastnachtstyp, daher war das gut so. Da ein Kind eine Arbeit schrieb, klappte es wieder nicht, obwohl ich glaube, das das Kind jetzt eher gehen würde. Aber dann natürlich nicht mit mir 😉

Diesen Beitrag habe ich gestern geschrieben, aber dann schien er mir unpassend nach den Ereignissen in Hanau. Ich bin immer noch geschockt und werde morgen zur Mahnwache gehen. Nein, nein, nein, sowas darf nicht passieren.

Montag im Januar 2020


Der Januar ist schon so weit fortgeschritten. Kann man noch Neujahrswünsche anbringen? Der Alltag hat uns längst wieder, die vollen Wochen sind anstrengend, die nächsten Ferien (für die Kinder) erst an Fastnacht, Ende Februar. In der Schule gibt es noch Arbeiten und Tests, zumindest für ein Kind, bevor dann in 2 Wochen Halbzeit ist und das zweite Schulhalbjahr beginnt.

Am Wochenende sind die Kinder aktiv, Freunde schlafen bei uns, sie schlafen bei Freunden, es gibt Geburtstage zu feiern und alles mögliche zu tun. Wir Erwachsenen sind häuslich aktiv und backen und kochen. Das bisschen Haushalt erledigt sich leider auch nicht von alleine, da müssen wir alle ran. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Wieder eine neue Woche, der Kalender schon prall gefüllt. Die Stimmung war seltsam, als ich nach Hause kam. Alle schon genervt? Später dann wurde es besser und als die Kinder endlich im Bett lagen, war ich auch schon fast bettreif. Der Tag war anregend und anstrengend, die ganze Woche wird wohl so. Aber es gibt auch kleine Lichtblicke, auf die ich mich freue und die ich bewusst wahrnehmen will.

Dreikönigskuchenmarathon

Da wir beim letzten Frankreichbesuch drei Dreikönigskuchen gekauft haben, gab es heute den kleinen zum Frühstück und den großen zum Kaffeeklatsch. Beim Frühstück hatte die Person die Figur, die heute gar nicht mitgefrühstückt hat, weil sei noch Urlaub hat und im Bett liegen bleiben durfte. Die Figur hat sich leider schon beim Aufschneiden gezeigt, doch ich habe sie wieder geschickt in die Füllung reingefriemelt. Immerhin so gut, dass die Kinder, die sich ja ihre Stücke aussuchen durften, sich dieses Stück nicht genommen haben. Und ich natürlich auch nicht, ist ja blöd, wenn ich weiss, wo die Figur drin ist und mir dann dieses Stück schnappe.

Der kleine Kuchen war mit Pistazien und Grigotte Füllung. Sehr lecker, doch ich finde die Kirschen (grigotte) etwas zu süß. Lieber wäre mir nur Pistazien. In so kleiner Form war das aber ok.

Der große Kuchen am Nachmittag war der gleiche wie gestern und die gleiche Person hatte die Figur, nämlich der 15jährige. Doppelter König = doppeltes Glück. Hoffen wir mal, dass das ein tolles Jahr wird, nicht nur für ihn.

Dreikönigstag 2020

Hier war heute Feiertag zu Ehren der heiligen drei Könige. Da wir keine Könige mehr im Haus haben, waren wir diesbezüglich nicht aktiv. Was es jedoch gab, war Dreikönigskuchen:

Der Fünfzehnjährige war heute unser König!

Winterwaschplan

Im Sommer ist es einfach, da wasche ich fast täglich und wir holen uns die Kleider von der Wäscheleine, um sie gleich wieder anzuziehen.

Jetzt sieht das anders aus: die Kleider müssen ein paar Tage auf der Leine hängen um zu trocknen. Also ist Logistik gefragt.

Da die Kinder normalerweise sportlich aktiv sind und ihre jeweiligen Sportsachen an den entsprechenden Tagen brauchen, richtet sich das Waschen hauptsächlich danach.

Außerdem hat sich der Mittwoch als Waschtag etabliert. Früher war das mein freier Tag, da habe ich gefühlt nur gewaschen. Heute hat er sich bewährt, weil die Sachen dann bis zum Wochenende im Trockenraum hängen können, um am Wochenende zusammengelegt zu werden. Das Wochenende und der Mittwoch sind also die hauptsächlichen Waschtage. Mittwochs lege ich/wir die am Wochenende gewaschenen Kleider zusammen und am Wochenende verräumen wir die am Mittwoch gewaschenen.

Ich finde das angenehm, weil wir so nicht zwischen Wäschebergen untergehen und trotzdem meistens genug Wäsche zum Anziehen haben. Dennoch finde ich es im Sommer ein bisschen leichter.

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