Lange habe ich gehadert mit diesem Törn. Anreise mit dem Flugzeug, viel zu weit weg, viel zu aufwendig. Dann habe ich überlegt, mit dem Zug zu fahren. Da hätte ich jedoch vorher und hinterher jeweils eine weitere Woche Urlaub gebraucht. Das war leider nicht drin. Ich hatte um diese Woche schon kämpfen müssen. Leider. Sie lag arbeitstechnisch auch nicht so ganz günstig.
Dann wieder neue Menschen, die ich nicht kenne. Wir hatten uns im Vorfeld einmal getroffen, um alles zu besprechen und uns zu beschnuppern. Anstrengend. Dann denke ich wieder: Eine Woche hälst du es mit fast allen Menschen aus. Eine Woche klingt auch erstmal nicht lang. Doch auf dem Boot lebt man sehr eng miteinander. Man bekommt Sachen mit, die man eigentlich nicht wissen möchte. Und ständig muss man sich absprechen. Ganz zu schweigen vom Schlafen, die Kojen sind eng und man liegt eng nebeneinander.
Nicht so ganz gute Voraussetzungen. Was mich schließlich bewegt hat, doch mitzugehen: die anderen organisieren das meiste, ich muss mich „nur“ dran hängen. Letztes Jahr war der Segeltörn mein einziger Urlaub, vielleicht auch dieses Jahr wieder. Dann habe ich wenigstens ein bisschen Urlaub. Nur das Fliegen, das lag und liegt mir immer noch schwer im Magen.
Neueste Kommentare