Achtung: Beitrag enthält Werbung.

Das ZKM in Karlsruhe ist durchaus einen Besuch wert. Wir waren mit dem 12 jährigen Kind dort. Das jüngere Kind hatte einen Ausflug in den Zoo mit dem Hort.

ZKM heisst Zentrum für Kunst und Medien. Es ist ein Museum der besonderen Art, da dort viele neue Medien zu sehen sind. Die Medienkünstler/innen im ersten Stock haben wir zusammen angeschaut, wobei Gege nicht so sehr interessiert war, bzw. wir viel erklärt haben, damit es interessant wird.

Die Ausstellung der Infospäre des 20. Jahrhunderts wurde dann für Gege greifbarer und interessanter. Wie war das früher, als die Welt noch nicht so verkabelt war wie heute? Wie lange hat eine Information gebraucht, bis sie am anderen Ende der Welt ankam? Wieso kamen die Menschen auf die Idee, den Globus zu verdrahten und zu vernetzen? Und was waren die technischen Voraussetzungen, um das alles um zu setzen?

Im zweiten Stock geht es weiter mit der globalen Kontrolle der heutigen Netzwerke. Auch das sehr interessant und aktuell für das Kind. Was möchte ich meinen Freunden mitteilen? Und welche Informationen gebe ich noch preis? Ohne dass ich davon weiss? Wie war das mit Julian Assange und Edward Snowden? Wir sind so oft im Netz zu sehen, ohne dass wir davon wissen. Kann man sich dem noch entziehen? Gibt es einen Mittelweg? Fragen, die für einen 12jährigen und dessen Zukunft durchaus wichtig sind.

Da Gege ja im James Bond Fieber ist, sind natürlich auch die ganzen geschichtlichen Dinge interessant. Wo können überall Kameras versteckt sein? Was gibt es noch für Möglichkeiten? Wie war das früher in echt, nicht nur im Film?

Im nächsten Stockwerk sind dann die wahren Schätze: Computerspiele längst vergangener Zeiten. Hier hätte sich Gege noch länger austoben können. Wir haben zusammen gespielt und jeder für sich. Dort war auch am meisten los, allerdings waren es fast nur Jungs, die vor den Geräten sassen.

Wenn man im ZKM ankommt, ist es ein sehr dunkler, großer und ein wenig einschüchternder Ort. Die Kunstwerke im Untergeschoss sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber doch durchaus interessant.
Die Ausstellungen auf der anderen Seite (Der Wiener Kreis, der Modernisierungsweg der chinesischen Kunst und Museum of Oil) fanden wir nicht so interessant. Wir haben sie uns kurz angeschaut. Die Frage, was passieren würde, wenn wir das Öl an seinem Platz liessen, finde ich allerdings nachdankenswert. Wie sehr würde sich heute jetzt unser Leben verändern, wenn wir kein Öl mehr fördern würden? Diese Ausstellungen würde ich mir das nächste Mal vielleicht sparen.

Parkmöglichkeiten sind gleich beim ZKM vorhanden, das Parkhaus heißt auch so. Kostet am Tag 8,20 Euro. Mit dem Zug und Straßenbahn kommt man auch gut zum ZKM. Für jüngere Kinder muss man viel erklären. Ich denke, so ab 10 Jahren ist das Museum interessant. Die Spiele sind wohl am beliebtesten, daher ist es auch ganz gut, dass sie im oberen Geschoss sind und man sich sozusagen hoch arbeiten muss 😉 Die Entwicklung der Computerspiele ist interessant zu sehen. Was vor ein paar Jahren noch als Neuheit gefeiert wurde, ist heute schon total veraltet. Doch die Spielidee an sich, die dahinter steckt, birgt immer noch viel Spannung und Spaß. Besondres die Spiele, die man zu zweit spielen kann, fand ich gut. Tja, und bei den Erwachsenen wurden natürlich Erinnerungen wach, mit aller Sentimentalität, die damit zusammen hängt.