Schon wieder der 5. Und da fragt Frau Brüllen WMDEDGT
Ein Mittwoch. Das war früher mein freier Tag. Mit etwas Wehmut denke ich daran. Doch viel Zeit bleibt mir nicht. Der Tag heute ist gut gefüllt.
Wir stehen auf wie immer, mittwochs haben beide Kinder früh Schule. Gegen 6:45 frühstücken wir alle zusammen. Jeder seins: Brot für Mann und ein Kind, Müsli für das andere Kind. Ich esse nix, heute ist es mir zu früh. Das fahrradfahrende Kind geht kurz nach 7 aus dem Haus, das andere Kind nicht viel später. Beide müssen heute um 7:30 Uhr an der Schule sein. Das Grundschulkind hat Sport und fährt mit dem Bus in die Sporthalle aufs Dorf. Die Turnhalle bei der Schule ist voll belegt. Daher muss es pünktlich sein. 7:40 kommt der Bus und wer den verpasst muss in die Parallelklasse. 🙁
Ich begleite das Grundschulkind. Wir sind pünktlich, doch als ich mich zu den rauchenden Mütterfreundinnen auf den Parkplatz geselle, stelle ich mit Schrecken fest, dass der Sportbeutel noch auf dem Gepäckträger meines Fahrrades ist. Schnell radle ich zur Bushaltestelle, da kommt gerade die Klasse und ich kann den Sportbeutel übergeben. Wäre nicht so schlimm ohne, das Kind hat eh kurze Sporthose und T-Shirt an, doch so hat alles seine Richtigkeit. Noch kurz mit dem Lehrer gesprochen wegen der Lesenacht, die am Freitag stattfinden soll. Diese Neuigkeiten habe ich dann gleich den Müttern, die immer noch oder schon wieder rauchen, mitgeteilt.
Dann ab zur Arbeit. Dort erst mal mit dem Kollegen Steine rumgefahren. Tja, was man so alles machen muss, wenn Geologen da sind….. Es ist mal wieder hektisch, weil mir die Zeit davon rennt. Doch natürlich klappt alles. Gegen 9:30 bin ich endlich an meinem Platz und kann etwas durchatmen. Aber nur kurz, dann muss ich wieder los, Bescheinigungen stempeln, den Chef ablösen…. und da er mich nicht mehr ablöst, gehe ich mit der Meute essen. Alles etwas durcheinander heute. Die reservierten Plätze wurden vertauscht. Aber dann doch kein Problem. Das Essen schmeckt, die Gespräche sind nett, was will man mehr?
Nachmittags dann wieder Verpflegung richten für alle. Das ist nicht schwierig, aber doch anstrengend, weil alles getimt ist. Zum Glück muss ich das nicht jeden Tag machen.
Die Teilnehmer schreiben zum Abschluss noch einen Test. Manche sind sehr angespannt, ich sehe entspannt zu. Mir hat das Programm, soweit ich es mitgemacht habe, Spaß gemacht. Ich habe viele neue Worte gelernt. Sowas mag ich ja!
Schließlich muss ich noch alles aufräumen und darf dann endlich nach Hause. Es ist schon fast 6 Uhr. Zu Hause ist alles ganz entspannt. Die Jungs zocken. Ich lege mich erst mal ein bisschen ab. Vorher noch schnell die Waschmaschine anstellen.
Anschließend gibt es Abendessen, ein Kind hat keinen Hunger und isst nix. Der Mann isst die Rest-Butterbrezel, die ich mitgebracht habe, das andere Kind seinen Rest aus der Brotdose. Ich hänge die trockene Wäsche ab und die nasse auf. Ich bin so froh, dass wir einen großen Trockenraum direkt neben unserer Wohnung haben.
Wir schauen zusammen fern und naschen dabei Johannisbeeren. Während eines Anrufs entdecke ich leichte Sauerei im Kinderzimmer, also wird das Fernsehprogramm gestoppt und die Jungs müssen sauber machen. Danach ist Bettgehzeit. Morgen wird weitergeschaut.
Als die Kinder im Bett liegen, bereite ich noch meinen Unterricht vor für morgen. Dazu muss ich mich immer aufraffen, aber es macht dann doch Spaß. Heute geht es mir leicht von der Hand und ich bin schnell fertig.
Auf dem Sofa sitzend schreibe ich diesen Post und dann schauen wir noch fern: Einen alten Tatort, den wir noch nicht kennen. So was gibt es. Er ist…. nun ja, die Tatorts hauen mich nicht mehr vom Hocker, selten ist ein guter dabei. Wir schauen auch nicht mehr alle.
Es ist immer noch sehr heiß und wir schwitzen vor uns hin. Morgen soll es noch heißer werden, bis 35° Grad.
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