Wir stehen schon um kurz nach 6 Uhr auf, da wir von Brighton bis Dover mit über 2 Stunden Fahrt rechnen müssen, wenn alles gut läuft. Daher planen wir erst gar nicht die 10 Uhr Fähre. Wir frühstücken und vertilgen die Reste, die wir nicht mitnehmen wollen. Die Jungs bringen den Müll zum Container.
Unsere nassen Schuhe sind über Nacht an der Heizung im Bad getrocknet. Wir packen das Auto, es ist ziemlich voll, aber inzwischen bin ich geübt mit der Tetris-Packerei und wir kommen früh los. Schnell noch den Vermietern Bescheid sagen und den Schlüssel hinterlegen. Tschüss Brighton.

Die Fahrt nach Dover klappt gut, das Auto muckt nicht mehr. Bin ich froh! Wir kommen relativ schnell voran uns sind schon um halb 11 Uhr an der Fähre. Gut, so können wir in Ruhe einchecken und haben noch Zeit uns am Terminal umzusehen. Die Kinder entdecken ein Fast Food Restaurant und haben Hunger. Da das Essen auf der Fähre nicht so gut war und wir uns ja schon auf eine Stunde später einstellen können, nehmen wir ein frühes Mittagessen. Ein Kind entdeckt beim Bücherflohmarkt die Bücher, die uns die Freundin empfohlen hatte. Da schlagen wir doch gleich mal zu. Im Souvenir/Buchladen finden wir dagegen nix. Na ja, schon, aber….

Auf der Fähre ergattern wir einen guten Platz und ich lege mich hin. Das tut gut, die Beine hochzulegen. Wir haben ja auch noch ein ganzes Stückchen Fahrt vor uns. Ein Kind legt sich ebenfalls hin, ein Kind zockt und der Mann liest. Neben uns sitzt eine deutsche Familie, deren Kinder sich laut ein Videos anschauen. Das nervt. Eine andere deutsche Familie mit noch kleinen Kindern holt ihr Vesper raus. Fasziniert sehe ich zu, wie die Mutter den Tisch deckt mit Plastiktellern und Plastikbechern. Jedes einzelne Essen ist in Ziplock-Plastiktüten verpackt und die Kinder werden vor und nach dem Essen befeuchttüchert. Ich bin grauenvoll beeindruckt.

Jetzt heißt es wieder: rechts fahren. Die Umstellung gelingt mir viel schneller. Nur beim Kreisverkehr muss ich immer kurz überlegen, welche Richtung ich fahren muss. Und auf welcher Spur fahren die langsamen Autos?

Da auf der Strecke über Luxemburg Stau ist, nehmen wir die Strecke durch Frankreich. Da sind wir noch nie gefahren. Die Autobahn ist mautpflichtig und ziemlich frei. Was auffällt, sind die etwas aggressiveren Fahrer und der Müll am Straßenrand.

Irgendwo bei Reims halten wir mal an: Pippipause. Die Toiletten sind sauber und kosten nichts. Mit Abstand die besten, die wir je hatten. Da an der Raststätte der gleiche Fast Food Laden ist wie beim Fährterminal, kaufen wir nichts, sondern essen unser englisches Brot mit Leicester und Cheddar Käse an der frischen Luft.

Die Weiterfahrt gestaltet sich unspektakulär, es regnet zwischendurch und wir sehen einen tollen Regenbogen, der Weg zieht sich, doch die Jungs hören ihre Musik über Kopfhörer oder zocken. Am Abend kommen wir endlich zu Hause an, es ist nicht mehr gar so kalt wie unterwegs. Wir räumen ein paar Sachen in die Wohnung und der Mann und ich genehmigen uns noch einen Whisky. Zum Glück ging alles gut. Das Auto lief und wir haben keinen Unfall gesehen. In England lag mal ein Auto am Zaun, aber das wars. Danke!