Heute steht ein volles Programm an. Wir treffen uns schon um 9:15 Uhr. Davor noch frühstücken heißt früh aufstehen. Danach haben wir einen Termin im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Wir lernen die verschiedenen Aufgaben des Ministeriums kennen und warum der Name so sperrig ist. Ausserdem sind es fast immer Frauen, die dieses Ministerium leiten. Und die, die gerade dran sind, profitieren immer von der Arbeit der Vorgängerinnen – oder eben nicht, je nachdem wie aktiv diese waren.

Anschliessend fahren wir zu unserer Landesvertretung, dort bekommen wir leckeres Mittagessen. Zum Essen gibt es Alkohol, dem manche ziemlich zusprechen, was sie später noch merken 😉

Wir bekommen eine Führung durch das Gebäude und dürfen in verschiedene Räume, sogar auf die Dachterrasse.

Leider sind keine Politiker im Haus, die wir hätten treffen können. Unser Guide scheucht uns zum Bus, wir haben schon den nächsten Termin, ein Informationsgespräch in der Bundeszentrale für politische Bildung.

Hier werden jetzt manche sehr müde. Es ist auch ein bisschen ermüdend, obwohl das Thema super interessant ist: Rassismus. Wenn man sich beteiligt, geht die Zeit schneller rum.

Danach haben wir Freizeit bis 18:00 Uhr. Manche laufen direkt los, andere nehmen den Bus. So auch wir. Am Brandenburger Tor steigen wir aus. Dort findet gerade eine Demo für die Menschen im Iran statt. Es ist viel Polizei anwesend, doch es verläuft friedlich, zumindest so lange wir da sind.

Wir laufen durch das Tor und Unter den Linden entlang. Dort stöbern wir ein bisschen in den Souvenirläden.

Schliesslich laufen wir am Spreekanal und an der Spree bis zu unserem Treffpunkt, dem Tränenpalast.

Das Wetter ist super, ich wäre gerne mit dem Boot gefahren, aber dazu reicht die Zeit nicht.

Am Tränenpalast treffen sich alle wieder.

Wir bekommen eine Führung und können uns alles in Ruhe anschauen. Ich bin Zeitzeugin, da mir so vieles noch bewusst ist, obwohl ich nie in der DDR war.

Die Jüngeren kennen vieles nur aus den Geschichtsbüchern. Das ist echt spannend.
Danach essen wir gemeinsam zu Abend.

Es gibt nur eine kleine Portion, manche sehen noch sehr hungrig aus. Die meisten nehmen danach den Bus zum Hotel, so auch das Kind. Ich schliesse mich der Laufgruppe an, wir wollen noch das Festival of Lights bewundern.

Das dann auch wirklich richtig toll ist.

Es sind viele friedliche Menschen unterwegs und die Stimmung ist super.




So ganz überzeugt bin ich von der Veranstaltung nicht im Sinne von Energie sparen.

Wir verlieren auf dem Heimweg eine Person fast im Holocaust Denkmal, das ist ein bisschen gruselig im Dunkeln. Doch schliesslich kommen wir sehr müde, aber wohlbehalten am Hotel an. Wir sind heute über 10 Kilometer gelaufen. Im Hotel suche ich das Kind, wir gehen noch gemeinsam Essen einkaufen im bis spät Abends geöffneten Edeka gegenüber, das Abendessen war definitiv nicht genug. Danach schaue ich noch ein bisschen fern.
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