Immer am 5. eines Monats will Frau Brüllen wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag, kurz WMDEDGT? Einzelheiten nachzulesen bei ihr.
Der 5. im November 2024 ist ein Dienstag.
Um 6:20 Uhr klingelt der Wecker, wie jeden Morgen. Es ist kühl und die Nacht war gut, es fällt mir schwer, aufzustehen. Ich schnappe mir den Hund und verlasse um 6:30 Uhr das Haus: die frühe Hunderunde. Es ist kalt und die Menschen eilen zur Arbeit. Es sind oft die gleichen, die ich so früh sehe: der Mann, der auf den Bus wartet, die Frau, die zum Auto eilt und Schulkinder auf dem Fahrrad. Warum die so früh unterwegs sind, verstehe ich nicht. So früh fängt doch noch keine Schule an. Aber was weiß ich schon.
Als ich kurz vor 7 Uhr nach Hause komme, trinke ich Tee und esse Müsli. Beides habe ich mir gestern Abend schon gerichtet. Der Hund bekommt auch sein Essen, auf das er schon gierig wartet. Der Mann ist inzwischen aufgestanden, das Schulkind hat heute später Schule und darf noch liegen bleiben, das arbeitende Kind sowieso.
Um 7:40 Uhr wecke ich das Schulkind, ich bin inzwischen fertig gerichtet, um aus dem Haus zu gehen, was ich dann auch gleich im Anschluss mache. Um kurz vor 8 Uhr komme ich bei der Arbeit an. Erst mal Teewasser holen und alle Geräte hochfahren. Währenddessen lüfte ich immer. Auf der Fensterbank liegt ein Vogel. Er lebt und zuckt seltsam. Ich bin etwas überfordert. Er ist so hübsch, gerne würde ich ihn streicheln oder in die Hand nehmen. Mach ich natürlich nicht. Ich rede ihm gut zu und warte auf die Kollegin.
Da der Arbeitslaptop zu Hause nicht mehr ging, habe ich ihn mal mitgenommen. Hier geht alles! Und er macht brav ein Update. Hoffen wir mal, dass es daran lag. Ich arbeite. Die Kollegin ist inzwischen auch da, aber der Vogel nicht mehr. Er liegt auch nicht unten auf der Wiese. Hat ihn ein großer Vogel geholt? Das hätte ich mitbekommen, oder? Ich hoffe, dass er sich wieder gerappelt hat.
Um 11:30 Uhr habe ich noch eine Besprechung. Die ist mal wieder interessant. Ich bin immer erstaunt, was für ein Kindergarten das hier ist! Die Besprechung hört pünktlich auf, was mir gerade recht ist. Ich packe meine Sachen und radle nach Hause. Das Schulkind hatte früher aus und war schon einkaufen. Wir essen Fertigpizza und trinken dazu Cola. Ganz nach dem Geschmack des Teenagers. Nach dem Essen werfe ich die Spülmaschine an und warte Getreidekaffee trinkend, dass die Waschmaschine fertig wird. Die Kleider werden gebraucht, also möchte ich sie in der Mittagspause noch aufhängen.
Danach gehe ich nochmal arbeiten, dort treffe ich auf eine Kollegin, dich ich selten sehe. Es gibt Neuigkeiten, die mich nachdenken lassen. Mist, jetzt dreht das Gedankenkarussell!
Um 5 Uhr bin ich wieder zu Hause und mache mir einen Getreidekaffee, dazu esse ich ein Stück Apfelkuchen. Ich bespreche mich kurz mit dem Kind, sammle mich und gehe dann schon wieder los zur Abendveranstaltung. Dienstage sind lange Tage.
Nach dem Abendtermin treffe ich noch eine Freundin, wir laufen gemeinsam zu ihrem Auto und quatschen dort noch eine ganze Weile. Es ist schon halb 9, bis ich nach Hause komme. Dort setze ich mich gleich an die Vorbereitungen für morgen, das dauert auch lange. Ich setze mich kurz zum Mann vor den Fernseher, er schaut Fussball.
Um 22:30 Uhr mache ich mich auf zur letzten Hunderunde. Dort treffe ich noch auf eine Bekannte, die mir Neuigkeiten erzählt. Viel Neues heute den Tag durch.
Um 23:30 Uhr schreibe ich noch eine mail, die schon lange ansteht und gehe anschliessend ins Bett und lese nichts mehr. Morgen wird wieder ein anstrengender Tag.
Was schön war heute? Ganz viel, besonders hat mir das gemeinsame Mittagessen gefallen, wir konnten mal wieder ein bisschen reden, das kommt mir oft zu kurz (liegt nicht an mir 😉 ).
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