alive and kicking

Kategorie: Fussball (Seite 2 von 5)

Gewitter

Wir waren zelten von gestern auf heute, wie man am Bild gestern unschwer erkennen kann. Das gehört hier zum Sportfest dazu. Die – hauptsächlich Väter – mit ihren Söhnen zelten auf bzw. neben dem Fussballplatz. Alle sind fussballbegeistert und haben ständig einen Ball an den Füßen, Väter wie Söhne. Die Mütter bringen Salate und gehen am Abend wieder heim. So war das bisher.

Da bei uns der Vater nicht so gerne zeltet, Bereitschaft hat oder gar nicht da war, war klar, dass ich diesen Part übernehme. So war ich ein paarmal (wir sind nicht jedes Jahr dabei gewesen) allein unter Männern. Stört mich nicht, ich kann viel Bier trinken und sitze gerne am Lagerfeuer. Letztes Jahr dann war eine Mutter dabei, die auch gerne gezeltet hätte, aber sie hatten kein Zelt. Der Mann schlief mit Sohn im Auto. Sie ging also gleich los ein Zelt zu kaufen. Dieses Jahr sollte Prämiere sein. Insgesamt 3 Frauen wollten im Zelt übernachten. Und ein paar noch im Auto. Doch dieses Jahr kam alles anders:

Ein Unwetter kam mit voller Wucht über dem Fussballplatz nieder. Anfangs schien es noch nun ja, ein schnelles Gewitter zu werden. Gab es schon öfter mal. Ich habe noch schnell die Omas mit dem Auto nach Hause gefahren doch auf dem Rückweg zum Fussballplatz merkte ich schon, wie anstrengend das Fahren war. Der Regen prasselte nur so nieder. Es blitzte und donnerte. Am Platz angekommen, blieb ich erst mal im Auto sitzen. Wird ja schon gleich vorbei sein. Aber nix da. Es wütete, stürmte, donnerte und zuckte nur so vor Blitzen. Ich blieb an die 20 Minuten im Auto sitzen, dann kam leichte Besserung, so dass ich mich raus traute. Dennoch wurde ich vom Auto zum Veranstaltungsplatz sehr naß und musste durch viele große Pfützen waten. Zum Teil war der Platz richtig überschwemmt.

Ohje, das Zelt. Und blöderweise hatte ich schon die Schlafsäcke reingelegt. Wie dumm von mir!

Die Menschen saßen alle gedrängt unter dem überdachten Platz, die Seiten wurden zugehängt, aber es war dennoch ungemütlich und sehr laut. Keiner wollte mehr übernachten. Keiner? Nein, eine kleine Gruppe Unentwegter war bereit dazu. Nämlich wir!

Nach einer kurzen Inspektion unseres Zeltes stand dem nichts entgegen. An einer Stelle war der Boden etwas feucht, aber mehr auch nicht. Unser gutes altes Zelt, hat fast 20 Jahre auf dem Buckel und ist immer noch so standhaft. Ich mag unser Zelt, das war ein guter Kauf. Auch wenn manche unser Zelt belächeln, ich bin stolz darauf. Dabei bin ich gar nicht so ein Zelttyp.

Nach mehreren Rundfragen meinerseits war klar: keiner übernachtet. Was für ein Blödsinn. Wir haben alles hergeschleppt, aufgebaut und – es ist trocken. Warum sollen wir dann nicht im Zelt schlafen? Bei der Mutter mit der Zeltpremiere war das Zelt zerstört, klar, da ging übernachten gar nicht. Bei manchen war das Zelt überschwemmt, da wäre ich auch heim, aber bei denen das Zelt trocken war…..? Warum haben die nicht übernachtet? Bei vielen Kindern flossen Tränen, sie hatten sich so gefreut. Hey, der Regen war vorbei, unwahrscheinlich, dass so was nochmal kommt. Und schließlich fand ich da zu bleiben nicht mutig, sondern die einfache (oder faule) Variante.

Nachdem das entschieden war, haben sich die Jungs ins Zelt verzogen und ich mit den restlichen anwesenden Vätern ein Bierchen getrunken und Männergespräche geführt. Nun ja.

Geschlafen haben wir so lala, da in der Nacht ein paar der jugendlichen Fussballer in die leer stehenden Zelte kamen auf der Suche nach Alkohol. Ich habe sie wagemutig vertrieben. Daraufhin haben sie nachts um halb 2 Fussball gespielt…. War auszuhalten. Morgens dann war ein sehr lauter Vogel bei uns (Sohn meint, es war eine Ente, doch so überschwemmt war es jetzt doch nicht). Und es war sehr, sehr warm im Zelt. Doch da wir die Einzigen waren, auch wieder ruhig.

Am Morgen gab es leider kein Frühstück, so haben wir das einfach auf dem Heimweg beim Bäcker geholt. Die nassen Sachen hängen auf der Leine zum Trocknen. Bin mal gespannt, was nächstes Jahr beim Sportfest passiert. Wir werden noch lange darüber reden. 😉


Am nächsten Morgen war alles so friedlich, richtig schön!

Ferien

Das Kind fragt, ob wir auch Sommerferien haben. Hmm, ja, schon, aber…. wir müssen Urlaub nehmen und haben nicht 6 1/2 Wochen frei.

„Das ist aber blöd“, meint das Kind. „Ich will auch mal was cooles machen in den Ferien.“
„Was ist denn cool?“, frage ich.
„Irgendwo hin fahren, wo es toll ist.“, antwortet das Kind.
„Wir sind doch schon oft weggefahren, wir waren an der Ost- und Nordsee, in England und das Obertollste: in China.“, gebe ich zur Anregung.
„An China erinnere ich mich nicht mehr. Nur an das Pokemon-Eis.“, resümiert das Kind, „Ich will mal nach Island.“
„Au ja, da will ich auch hin. Das ist aber glaube ich ziemlich teuer. Dieses Jahr klappt das auf keinen Fall! Wie kommst du auf Island?“, frage ich.
„Da gibt es heiße Quellen. Und tollen Fussball.“

Gründe genug.

Das andere Kind lernt gerade alles über Vulkane, Plattentektonik usw. in der Schule. Da ist Island natürlich ganz groß dabei. Und der isländische Fussball hat wohl Eindruck hinterlassen im letzten Jahr.

Ach, Urlaub. Während die Welt um uns verreist oder zumindest Pläne hat bzw. schon längst gebucht, ist hier noch nix klar. Wie immer!

Friday

Heute war ein seltsamer Tag, weil es ein Tag des letzten Males war. Das fühlt sich seltsam an. Wehmütig, aber auch erleichternd.

Später dann ging alles zack, zack, zack….. eines nach dem anderen: Ein Kind wegbringen zum Übernachtungswochenende, ein Kind zum Fussball fahren, zwischendurch noch Wäsche waschen (das geht ja immer) und Sachen richten für den Flohmarkt.

Richtig zur Ruhe kam ich erst am Fussballplatz, da konnte ich nix tun, nur zuschauen. Zumindest erstmal. Später dann ist die Situation eskaliert und ich weiss jetzt, warum manche Menschen Fussball als Prollsport bezeichnen.

Immerhin war der Abschluss des Tages wieder sehr angenehm: lecker Pizza essen mit netten Menschen, lachen und sich freuen, dass man sich hat. Das tut gut, besonders am Ende eines solchen Tages.
Ich bin froh, dass ich nette Menschen um mich habe!

Fussballjungs

Das Auto voller Jungs auf dem Weg zum Fussball. Es wird heiß diskutiert. Die wissen die Ablösesummen von vor 2 Jahren und werfen mit Millionen nur so um sich. Sie reden über gute Zeitpunkte, um den Verein zu wechseln. Wie man das Geld in die Höhe treibt. Wieder reden sie über Summen, die ich mein ganzes Leben nie nie besitzen werde. Mit einer Selbstverständlichkeit, die mich erschaudern lässt.

Später dann geht es um Taktik während des Spiels. Es klingt, als ob die Bundesliga auf 3 Kanälen gleichzeitig im Auto läuft. Ich bin erstaunt, was für Wörter die Jungs kennen. Welche Gedankengänge sie haben, um die Taktik zu verbessern. Wie man den Spielfluss am Laufen hält. Lauter solche Sachen. Ich bin grad froh, als ich sie am Fussballplatz aus dem Auto werfen kann. Training! Zeigt euer Können!

Später dann erfahre ich, dass manche der Fussballer gar nicht so gut in Mathe sind. Das kann ich fast nicht glauben. Die können mit Beträgen rechnen, die mir zu hoch sind. Die versuchen, den Flug der Bälle zu berechnen, damit die Laufwege kürzer werden. Vielleicht sollten die Lehrer für manche Kinder alles verfussballern:
– Die Ablösesumme beträgt im Januar 2 Millionen. Im Juni wird die Summe bei gleicher oder besserer Leistung 3% mehr betragen, bei Verletzung ein Viertel weniger. Was sind die Summen im Juni?
– Der Ball fliegt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 80kmh. Wie schnell muss der Stürmer rennen können, um von der Mittellinie aus den Ball vor dem Tor zu erwischen?

Das könnten die. Und hätten sogar noch Spaß dabei!

Bundesliga

Mit dem Beginn der Bundesliga zieht auch in unseren Samstagabend wieder Routine ein. Erstmal. Nächsten Samstag sind wir nämlich schon wieder verplant.

Heute also Bundesliga schauen und dabei Abend essen. Find ich nicht so prickelnd, hat sich aber hier eingebürgert. Und jetzt kann man das schlecht wieder abschalten. Einmal die Woche vor dem Fernseher essen, geht grad so. Das Essen ist dabei auf Brot mit diversen Aufstrichen, Wurst, Käse, Schinken etc. beschränkt. Nichts warmes und keinen Nachtisch.

Das nicht fussballbegeisterte Kind schaut nach dem Essen was anderes, heute Ninjago.

Wetter: Es ist immer noch sehr sehr kalt.

Fußball

Hallo Fußball! Nach der Pause geht es sowohl bei der Bundesliga als auch beim Kind wieder weiter. Heute war ein Turnier und sie wurden 3.
Dann zu Hause noch den Rest des Bundesligaspiels geschaut. Mist, Freiburg hat verloren. Und das erst so spät.
Die Kinder sind viel zu aufgedreht zum Schlafen, zum Glück ist morgen Samstag. Mit kaum Programm.

Nach unseren Jungs hatten die größeren auch noch ein Spiel in der Halle. Da rennen 16/17 jährige Jungs dem Ball hinterher und schmettern drauf los, dass die Tore krachen. Was für eine Power! Und – ganz die Mutti – was für eine Verletzungsgefahr.
Was ich schön fand: Bei den Zuschauern saß ein händchenhaltendes Elternpaar, schon älteren Jahrgangs (klar, wenn das Kind 16 ist). Das hat mich irgendwie berührt.

Wetter: sehr kalt
-10

Dortmund

Weekend in Dortmund. Only with half of the family. I am not that happy about it, but probably it is the best. Whatever, glad to go to Dortmund again. I liked to live there, long time ago. But I don’t know anybody there anymore. Everybody’s gone. It will be a weekend full of football. Kid is very excited.

und wieder Fußball

Achtung: Beitrag enthält Werbung!

Heute gab es Schnitzel mit Spätzle und Salat. Diesmal war Didi den ganzen Tag dabei, hat geholfen und auch sehr viel gegessen. Sachen, die es sonst nicht so gibt. Angefangen mit der Toffifeetorte (noch vor dem Mittagessen), Eis am Stiel, Slush und noch mal Slush und natürlich auch Mittagessen. Bei den Obstpausen hat er geholfen, das Obst zu schnippeln. Da hat er sich das besondere Essen auch verdient. Jetzt will er morgen wieder mit….

Wir haben 280 Schnitzelchen (waren etwas kleiner) gebraten. Die Spätzle waren schon vorgekocht, die muss man nur noch warm machen. Die Salatbar hat heute jemand anderes übernommen. Didi und ich standen an den Spätzle. Immer mal was anderes. Es war auf jeden Fall mehr los als am Salat!

Abends sind wir noch mit Oma und Partner Essen gegangen. Das war – nun ja – ok. Wenn auf der Speisekarte drauf steht, dass Oliven im Salat sind und dann keine dabei sind, ist das schon komisch. Wenn dann noch viel mehr Getränke und Essen abgerechnet werden, als konsumiert wurden, ist es nervend. Muss man nicht mehr haben. Da der Mann notfallmässig weg musste, haben wir ihm noch Reste mit nach Hause gebracht.

Jetzt liegt das Kind im Bett und schläft hoffentlich, es hat gerade noch an der Wand gewummert und gemeckert, dass wir zu laut seien…… wir brauchen eine größere Wohnung!

Morgen ist der letzte Tag. Ich glaube, ich werde das vermissen. Am Montag die Arbeit wird mit fremd vorkommen, das war so weit weg. Nicht, weil ich mich so gut erholt habe, sondern weil ich beschäftigt war und den Kopf voll hatte mit anderen Dingen. Wir sind so eine eingespielte Truppe, das ist toll. Auch die Rituale, die es inzwischen gibt, werde ich bestimmt vermissen. Cocktail am Nachmittag z. B.

Fußball

Das Kind ist im Fußballfieber. Wie jedes Jahr zu Anfang der Sommerferien, wenn die Fußballzeit beginnt. Fußballzeit? D.h. von morgens bis abends auf dem Fußballplatz mit lauter fußballverrückten Kindern und Trainern. Dieses Jahr sind es ca. 120 Kinder und wir inzwischen auch fußballbegeisterte Fußballkindermütter kochen.
Wow, ein Abschnitt, in dem in jedem Satz in irgendeiner Form Fußball vorkam!

Doch nun ins Detail: 15kg Geschnetzeltes und 35kg Spätzle. Sahne literweise für die Soße. Mengen, die auch für mich kindergartenerprobte Kochfrau ungewöhnlich sind. Und die zum Teil auch kurz vor der Schmerzgrenze liegen: wer will schon ein ganzes Säckchen Zwiebeln schälen? Und klein hacken?

Heute setzte gegen Ende der Veranstaltung Regen ein, der bis jetzt noch andauert. Das Kind macht seit 5 Jahren mit, aber es hat noch nie geregnet. Mir wurde es dann so kühl, dass ich noch vor Ende gegangen bin. Ich musste ja auch noch mit dem Fahrrad in immer stärkerem Regen nach Hause fahren. Das hat erstaunlicherweise Spaß gemacht. Wenn die anderen Radfahrer nicht gewesen wären, noch mehr. Die anderen sind immer die Doofen. Echt jetzt!

Das Kind schläft bei der Oma. Dann ist es schneller auf dem Fußballplatz. Auch wenn die Oma schon gejammert hat, dass sie ja gar nix vom Kind hat. Es steht auf, frühstückt, geht auf den Fußballplatz, kommt am Abend heim, duscht, ißt, schaut evtl. etwas fern und geht dann schlafen. Keine Zeit für Brettspiele und was man sonst noch so bei der Oma macht. Doch das kann ja immer noch nachgeholt werden.

Morgen? Gibt es Spaghetti. Wir werden vor nudelwasserdampfenden Töpfen stehen und uns selbst kaum erkennen können, weil es dampft und wir dampfen. Wenn es dann noch regnet, werden auch die Kinder dampfen. Ich freu mich schon 🙂

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