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Osterferien 2021

Ein Kind hatte am Freitag den letzten Schultag und jetzt zwei Wochen Osterferien. Das andere Kind hat noch zweiTage Schule und dann ab Mittwoch frei, also nur 1 1/2 Wochen Ferien. Das ist sehr seltsam und gab es noch nie. Hat das was mit der „Situation“ zu tun?

Ich weiss es nicht. Im Moment stört mich das auch nicht, weil wir ja eh nix machen können. Es bleibt, wie es ist und immer war. Mal gibt es Lockerungen, dann wieder Einschränkungen. Wir machen einfach so weiter wie bisher. Nein, das macht mir auch keinen Spaß!

Unser letzter gemeinsamer Urlaub war vor zwei Jahren: Ostern in England. Das war so schön dort. Ich freue mich, dass wir das für die doch recht kurze Zeit damals gemacht haben und auch, dass wir noch die Freundin in London getroffen haben. Schwelgen in Erinnerungen. Zum Glück haben wir die.

Ostertorte


Eigentlich waren andere Torten (jawoll, Mehrzahl!) angedacht, aber wenn dann ein Kind aktiv werden will, möchte ich nicht dagegen angehen.
Also gab es diese, sehr mächtige Torte, deren Rezept ein Kind aus irgendwelchen Kanälen angeschleppt hat.


Der Boden besteht aus Butter und etwas Mehl sowie Schokoladenchips. Darauf kommt Sahne-Schokoladen-Mousse und als letzte Schicht Schokoladen Ganache. Sehr schokoladig. Sehr mächtig. Doch auch sehr lecker. Wir haben sie österlich mit Marzipan Ostereiern verziert. Das sah toll aus und da die Torte so mächtig war, hat sie uns auch beide Tage gereicht, obwohl sie recht klein ausgefallen ist.

Das Kind war zu Recht sehr stolz. Sowas können wir gerne wieder machen. 😉

Ostermontag 2020

Vor einem Jahr waren wir an Ostern in England, heute denken wir gerne daran zurück. Wie unbedarft wir waren. Wie sich die Welt verändert hat.

Heute sitzen wir zu Hause und beschränken unsere persönlichen Kontakte. Wir gehen nicht mehr so oft einkaufen und arbeiten öfter mal zu Hause. Die Kinder haben gar keine Schule mehr. Wie geht es weiter?

Die Kinder haben sich Brunch gewünscht, also gab es das: ein spätes Frühstück mit Scones und Rührei. Lecker.

Anschliessend krutschteln wir ein bisschen, das hört wohl nie auf. Es gibt echt immer was zu tun. Ein Kind macht immerhin noch was für die Schule. Ein Kind hilft ab und zu dem Mann, der den Wasserhahn im Bad tauscht.

Am Nachmittag gibt es Reste der Ostertorte. Sie ist immer noch pappsüß und mächtig, aber doch auch sehr lecker.

Später schauen der Mann und ich die zweite Folge der Aenne Burda Verfilmung. Vieles wusste ich gar nicht. Es ist interessant zu sehen, wie sehr sie gekämpft hat, wie ihr der Mann auch noch Steine in den Weg gelegt hat und wie einfach manches für ihn war, nur weil er ein Mann war. Da hat sich einiges gebessert, aber es ist noch viel, viel Luft nach oben. Die Arbeit bei Burda war mein erster größerer Ferienjob, dort hat man vor allem gut verdient. So dass ich mir mein eigenes Saxophon leisten konnte. Bei den Arbeitern war die Aenne nicht so beliebt, die haben immer nur vom Franz geschwärmt. Doch vielleicht war sie auch unbeliebt, weil sie eine erfolgreiche Frau war und ihr Ding durchgezogen hat. Sicherlich ist im Film manches zu einfach und erfolgreich dargestellt, aber es gibt doch einen anderen Blick auf die Familie. Ich fand das durchaus sehenswert, sind aber auch gute Schauspielerinnen dabei.

Während wir den Film schauen, zocken die Jungs. Später zieht ein ziemlicher Wind auf, es pfeift an allen Ecken. Dazu scheint jedoch die Sonne, hier war das Wetter immer noch gut, lediglich heute durch den Wind ein bisschen ungemütlicher. Eigentlich wollte ich noch eine Runde drehen, aber das macht mich jetzt gar nicht an. Am Meer, ja da würde ich jetzt noch raus gehen und mich durchpusten lassen, aber hier in der Stadt?

So bleiben wir alle brav zu Hause, manche essen noch was und später schauen wir noch gemeinsam einen Film, wie fast jeden Abend. Das ist langweilig und spießig, aber im Moment ok. Für die Kinder gibt es noch eine Woche Osterferien, mal schauen wie es dann weiter geht. Und ja, sie machen auch in den Ferien was für die Schule, weil sie ja bisher eher wenig gemacht haben.

Ostern 2020

Frohe Ostern!

Überall heißt es, dass dieses Ostern so ganz anders sei. Ist es das?
Es zählen doch die gleichen Dinge wie jedes Jahr: Gesundheit, Freunde und Familie. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, es scheint dieses Jahr wichtiger denn je.

Doch mir fehlt der Kontakt zu anderen. Dieser ungezwungene Kontakt mit anderen, mit den Arbeitskollegen, mit der weiteren Familie, Essen gehen und in die Kirche gehen. Das hätten wir sonst gemacht.

So sind wir zu Hause geblieben, es gab schokoladigen Osterzopf zum Frühstück, Rösti mit Lachs zum Mittagessen und dann noch eine leckere und sehr mächtige Ostertorte. Abends dann noch Brot für die, die noch Hunger hatten.

Natürlich wollten die Kinder Ostersachen suchen. Hört das mal auf? Recht kurzfristig war ich noch einkaufen und habe Süßigkeiten ergattert, die versteckt wurden. Von der Oma gab es Geld und von Freunden 2 Escape Spiele. Die Jungs waren doch nicht so schnell mit dem Finden wie gedacht, das hat Spaß gemacht, auch wenn es „nur“ in der Wohnung war.

Ich habe gegen Abend während die Kinder gezockt haben, noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Es war ruhig auf den Straßen, aber doch was los. Ich habe einen Arbeitskollegen mit Frau getroffen und wir haben uns auf Abstand ein bisschen unterhalten. Es war sehr warm, doch die kurze Runde tat mir gut. Einfach den Kopf ein bisschen frei kriegen und was anderes sehen als die Familie und die 4 Wände.

Da unser Pfadfinderkind gestern Abend unterwegs war um das Osterlicht in die Gemeinde zu bringen, haben wir auch ein Osterlicht. Danke!
Ich glaube, der Pfadfinder hat sich am meisten gefreut, dass er mit seinem Freund zusammen das Licht verteilen durfte. Zusammen mit einem Freund! Das schönste Ostergeschenk!


Unser Osterlicht.

Karfreitag 2020

Früher sind wir an Karfreitag mit dem Fahrrad in ein Dorf gefahren und haben dort Fisch gegessen. Das war ein schöner Ausflug, die Länge der Strecke war schon recht früh von den Kindern machbar und der Weg war weg von großen Straßen. Dort gab es superleckeren frischgefangenen Fisch oder auch was anderes. Meistens haben wir auch noch Bekannte getroffen, so dass die Kinder mit Freunden versorgt waren und sich am See austoben konnten.

Diese Zeiten sind längst vorbei, die Kinder toben sich nicht mehr aus und die Radstrecke ist viel zu kurz, ich wäre die, die hinterher hechelt, weil die anderen so ein Gas geben.

Trotzdem wäre ich heute gerne dort hin gefahren. Das Wetter ist gut und der leckere Fisch lockt auch noch große Kinder. Es wäre einfach ein netter Ausflug gewesen. Da das jedoch nicht machbar ist, sind wir halt zu Hause geblieben und haben dort Fisch gegessen.

Ein Kind hat das Mittagessen gekocht, es gab Fisch und Reis mit Mangoldcurry. Sehr lecker. Da wir spät gefrühstückt hatten, gab es ein in der Folge auch ein spätes Mittagessen. Den Nachmittag haben wir jeder mit seinem Kram verbracht, ein Kind hat gesägt (!), ein Kind sich am Fenster mit dem Freund unterhalten (fast 1,5 Stunden!), der Mann gekruschtelt und ich habe ein kleine Radtour gemacht, da ich ein paar grüne Zweige schneiden wollte. An einem ruhigen Plätzchen habe ich mich an einen Baum gelehnt und die Sonne genossen, wir hatten 22° Grad Celsius und ich wäre fast eingeschlafen.

Nach dem Abendessen, es gab selbstgemachtes türkisches Fadenbrot (lecker), haben wir noch einen dänischen Film geschaut, der war sehr lustig. Im Moment schauen wir fast jeden Abend einen Film zusammen, die Kinder gehen dadurch später ins Bett, aber sie stehen ja auch später auf. Ist wohl in ganz Deutschland so, das haben die Wasserwerke gemerkt! 😉

Das war unser Corona-Karfreitag.

Gründonnerstag 2020

Achtung: Beitrag enthält Werbung, da Markennennung.

Der Donnerstag, der sich wie Freitag anfühlt. Die Erwachsenen waren am Morgen arbeiten und am Nachmittag einkaufen (es ist ja Ostern und wir haben noch keine Ostersachen!). Nur die Kinder sind perfekt im social distancing, sie waren den ganzen Tag zu Hause. Erst am Abend waren sie dann auch sehr, sehr unruhig. Obwohl ein Kind inzwischen hier zu Hause Sport macht.

Am Gründonnerstag gibt es natürlich Spinat, da keiner in der Gemüsekiste war, haben wir tiefgekühlten genommen und mit Gemüse aus der Kiste aufgepeppt. War dadurch würzig und scharf. Ich hatte ja Bedenken, dass dann ein Kind den sonst so geliebten Spinat verweigert, war aber nicht so. 🙂

Dazu gab es Kartoffeln, einfache Salzkartoffeln, das gibt es hier eher sehr selten und Rührei. Sogar mit Speck. Das hat ein Kind ganz alleine gemacht.

Alles hat sehr lecker geschmeckt. Am Abend dann gab es eine grüne Suppe aus Gemüsen, die hier nicht so beliebt sind, wie Petersilienwurzel und Lauch. Hat aber auch gut geschmeckt und wurde von allen gegessen. Das ist ja immer ein wichtiges Kriterium.

Abends haben wir gemeinsam den Film Leolo geschaut. Die Kinder fanden den Film sehr strange und waren teils eklig angetan, teils sehr erheitert. Hinterher denke ich immer, dass die eigene Familie doch nicht so schlimm ist. Der Film ist immer noch ganz klasse, den Kindern war er teilweise etwas zu lang, da wurden sie unruhig. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht nur diese rasend schnellen Bildfolgenfilme zu schauen. Leolo ist immer noch ein toller Film, große Empfehlung.

Osterferien 2020


Ja, wir bräuchten einen Zaubertrank!

Offiziell haben die Kinder seit gestern Osterferien. Da die letzten Tage jedoch schon ein bisschen wie Ferien ablaufen, gibt es diese Ferien dieses Jahr nicht. Sie müssen weiterhin ein bisschen was für die Schule machen, wenn auch nicht gerne. Beide ignorieren die Schulaufgaben in der Hoffnung, dass sie vorüber gehen werden.

Nun ja, es gibt immer noch genug Alltagsaufgaben, aber eben auch Schulaufgaben. Keine Bange, die Freizeit kommt nicht zu kurz. Heute haben wir eine kleine Runde mit dem Fahrrad gemacht und die Geburtstagsdankpostkarten eingeworfen. Spart Porto und gibt uns Bewegung. Es war sommerlich heiß, ich habe ziemlich geschwitzt, obwohl ich sonst immer so verfroren bin. Wir sind hier mal wieder direkt in den Sommer gerutscht.

Kunstwerk bei der Radtour entdeckt.

An manchen Tagen sind wir ziemlich am Limit, schlecht, wenn das bei allen zusammen kommt. Dann kracht es und es fließen Tränen. An manchen Tagen klappt es wieder ganz gut hier. Ich bin froh, dass die Kinder gut miteinander auskommen (meistens) und auch miteinander spielen können. Immerhin ist das hier die beste Gruppe, die mir zur Verfügung steht.

Vorhin habe ich Nachrichten geschaut, mal wieder. Das hat mich voll runtergezogen, ich mag Veränderungen und Ungewissheit, aber das ist mir doch auch einen Tick zu viel. Ausserdem ist mir das alles zu aufreisserisch.

Osterferien 2019, Tag 11: zu Hause

Ich wache früh auf und lese noch ein bisschen. Bald steht ein Kind auf, dann der Mann. Irgendwann bekommt das Kind Hunger und ich gehe mit dem Kind zum Bäcker. Der Mann richtet derweil Tee und deckt den Tisch. Wir nehmen noch ein paar Sachen aus dem Auto mit in die Wohnung. Die erste Waschmaschine läuft während wir frühstücken.

Der Mann geht einkaufen und kocht danach englisch: Chicken and Mushroom Pie. Es schmeckt lecker, aber uns beiden ist danach etwas übel. Ob es die Fertigsosse oder der Fertigteig waren? Vermuten wir fast. Die Kinder klagen jedoch nicht.

Nach dem Essen fahre ich mit dem Auto in die Werkstatt, da wird es durchgecheckt. Hmm, bin jetzt nicht viel schlauer, wie ich weiter vorgehen soll….

Der Tacho zeigt doch ganz schön viel Kilometer an. War wohl ein Roadtrip, unser Urlaub. Die Waschmaschine läuft bis kein Platz mehr im Trockenraum ist, die Kinder zocken und der Mann sortiert die Unmengen an Fotos. Wir hatten 2 Kameras dabei und jeder noch sein Handy, da kommt doch einiges zusammen.
Später kommt noch Freundesbesuch und die Jungs schauen Filme.
Schön war der Urlaub!

Osterferien 2019, Tag 10: Heimreise

Wir stehen schon um kurz nach 6 Uhr auf, da wir von Brighton bis Dover mit über 2 Stunden Fahrt rechnen müssen, wenn alles gut läuft. Daher planen wir erst gar nicht die 10 Uhr Fähre. Wir frühstücken und vertilgen die Reste, die wir nicht mitnehmen wollen. Die Jungs bringen den Müll zum Container.
Unsere nassen Schuhe sind über Nacht an der Heizung im Bad getrocknet. Wir packen das Auto, es ist ziemlich voll, aber inzwischen bin ich geübt mit der Tetris-Packerei und wir kommen früh los. Schnell noch den Vermietern Bescheid sagen und den Schlüssel hinterlegen. Tschüss Brighton.

Die Fahrt nach Dover klappt gut, das Auto muckt nicht mehr. Bin ich froh! Wir kommen relativ schnell voran uns sind schon um halb 11 Uhr an der Fähre. Gut, so können wir in Ruhe einchecken und haben noch Zeit uns am Terminal umzusehen. Die Kinder entdecken ein Fast Food Restaurant und haben Hunger. Da das Essen auf der Fähre nicht so gut war und wir uns ja schon auf eine Stunde später einstellen können, nehmen wir ein frühes Mittagessen. Ein Kind entdeckt beim Bücherflohmarkt die Bücher, die uns die Freundin empfohlen hatte. Da schlagen wir doch gleich mal zu. Im Souvenir/Buchladen finden wir dagegen nix. Na ja, schon, aber….

Auf der Fähre ergattern wir einen guten Platz und ich lege mich hin. Das tut gut, die Beine hochzulegen. Wir haben ja auch noch ein ganzes Stückchen Fahrt vor uns. Ein Kind legt sich ebenfalls hin, ein Kind zockt und der Mann liest. Neben uns sitzt eine deutsche Familie, deren Kinder sich laut ein Videos anschauen. Das nervt. Eine andere deutsche Familie mit noch kleinen Kindern holt ihr Vesper raus. Fasziniert sehe ich zu, wie die Mutter den Tisch deckt mit Plastiktellern und Plastikbechern. Jedes einzelne Essen ist in Ziplock-Plastiktüten verpackt und die Kinder werden vor und nach dem Essen befeuchttüchert. Ich bin grauenvoll beeindruckt.

Jetzt heißt es wieder: rechts fahren. Die Umstellung gelingt mir viel schneller. Nur beim Kreisverkehr muss ich immer kurz überlegen, welche Richtung ich fahren muss. Und auf welcher Spur fahren die langsamen Autos?

Da auf der Strecke über Luxemburg Stau ist, nehmen wir die Strecke durch Frankreich. Da sind wir noch nie gefahren. Die Autobahn ist mautpflichtig und ziemlich frei. Was auffällt, sind die etwas aggressiveren Fahrer und der Müll am Straßenrand.

Irgendwo bei Reims halten wir mal an: Pippipause. Die Toiletten sind sauber und kosten nichts. Mit Abstand die besten, die wir je hatten. Da an der Raststätte der gleiche Fast Food Laden ist wie beim Fährterminal, kaufen wir nichts, sondern essen unser englisches Brot mit Leicester und Cheddar Käse an der frischen Luft.

Die Weiterfahrt gestaltet sich unspektakulär, es regnet zwischendurch und wir sehen einen tollen Regenbogen, der Weg zieht sich, doch die Jungs hören ihre Musik über Kopfhörer oder zocken. Am Abend kommen wir endlich zu Hause an, es ist nicht mehr gar so kalt wie unterwegs. Wir räumen ein paar Sachen in die Wohnung und der Mann und ich genehmigen uns noch einen Whisky. Zum Glück ging alles gut. Das Auto lief und wir haben keinen Unfall gesehen. In England lag mal ein Auto am Zaun, aber das wars. Danke!

Osterferien 2019, Tag 9: Seven Sisters

Ich wache früh auf und parke erst mal das Auto im Parkhaus. Dann laufe ich zum Strand. Dort sind viele Jogger. Wie gesagt, Brighton ist sehr hip. Manche Jogger scheinen im Neopren zu rennen. Gehen die dann noch schwimmen? Ich sehe niemanden im Wasser.

Zurück in der Wohnung schlafen die anderen immer noch. Wir haben keine Termine und wollen nur einen Ausflug machen.

Irgendwann sind alle wach und wir frühstücken. Ein Kind hat für sich Frühstücksflocken entdeckt. Ich geniesse Scones. Leider ohne clotted cream.


Wir machen uns am späten Vormittag auf und fahren zu den seven sisters. Das ist ein Naturpark an der Küste, die Klippen sind die sieben Schwestern. Die Jungs haben keine große Lust, doch der Weg wird immer spannender. Es geht auf Trampelpfaden durch eine Schafweide und viel Schafkacke. Später kommt noch eine Kuhherde dazu, doch die liegt so weit abseits, dass wir dort nur die Hinterlassenschaften mitkriegen. Die Gatter werden neumodisch geöffnet, das kenne ich so noch nicht. Doch es gibt auch die kleinen Treppenstufen. Für ein Kind ist das sehr spannend. Wir gehen den Weg hoch auf die Klippen. Es ist sehr windig. Mir weht es fast die Mütze vom Kopf, so dass ich sie lieber gleich absetze. Ausserdem ist es sehr kalt. Ich bin froh um meine Winterjacke.

Oben angekommen, machen wir ein Foto. Hier waren wir vor 12 Jahren schon mal mit einem damals noch sehr kleinen Kind, das teilweise getragen wurde. Jetzt ist das Kind größer als ich! Wir essen ein bisschen Shortbread, manche gehen so nach an die Klippe, dass ich Angst kriege. Warum ist die denn nicht besser abgesichert? – Weil das gerade den Reiz ausmacht und weil es so viel schöner ist. Wir machen uns auf den Rückweg nach unten, weil wir noch zum Strand wollen.

Am Strand wächst Grünkohl. Sieht so aus und riecht auch so.

Wir nehmen den Weg, der steil nach unten geht und werden ziemlich weiss, weil hier alles aus Kreide ist. Am Strand ist das Meer sehr unruhig, die Wellen sind enorm. Die Jungs sind begeistert. Es riecht auch ganz anders als in Brighton. Vom Meer kommen dunkle Wolken mit leichtem Nieselregen. Wir machen uns mit leicht feuchten Klamotten auf den Rückweg. Herrlich, die Natur so zu spüren.

Der Weg zurück ist ein betonierter Weg und nicht mehr so abenteuerlich. Das war damals gut mit Kinderwagen 😉 . Ein Kind rettet viele Schnecken, die auf dem Weg sind. Ausserdem probieren wir immer wieder, ob das Wasser noch salzig ist. Auch hier ist der Boden viel zu trocken für die Jahreszeit.

Das Unwetter hat sich verzogen und die Sonne kommt wieder raus. Toll, wie schnell das immer wechselt. Wir schauen uns noch im Besucherzentrum um und fahren dann übers Land zurück nach Brighton.

Dort ist inzwischen auch das schlechte Wetter angekommen und es nieselt leicht. Wir laufen noch ein bisschen durch die Laines, doch die Mannschaft wird hangry. Also suchen wir was zu essen und landen in einem thailändischen Restaurant. Wir sitzen direkt an der Heizung, es ist total heiss, aber gut für die nassen Schuhe. Das Essen ist lecker, doch beim Thai zu Hause finde ich es noch besser.

Ein Kind hatte sehr Hunger und schon alles aufgegessen, bis ich an das Foto gedacht habe.

Abends möchte ein Kind wieder Fussball schauen, da wir am nächsten Tag früh raus wollen, bleiben wir zu Hause und gehen nicht in den Pub. Schade! Da ich das Auto noch vor dem Haus abstelle, mache ich noch einen Schlenker an den Strand. Die Sonne steht schon tief und es sind viele Fotografen am Strand. Ich sammle noch ein paar Steine, mache Fotos, schaue den Anglern über die Schulter und nehme Abschied. Morgen treten wir den Heimweg an. Zu Hause schaue ich noch Fussball, dazu gibt es Popcorn. Ein hungriges Kind hat sich noch Nudeln gekocht. Wir gehen früh ins Bett.

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