
Ich hätte mir gerne noch die Katakomben angeschaut, doch das Kind will zu den Champs Elysées. Klaro, wenn man das erste Mal in Paris ist. Also sparen wir uns die Katakomben für das nächste Mal und machen uns auf den Weg in die Stadt.

Erste Station Louvre. Wieder gibt es eine lange Schlange. Wir haben keine Lust auf Schlange stehen und auf Museum auch nicht. Also schauen wir uns alles nur von außen an, das ist spektakulär genug. Das Kind kennt die Pyramide auch aus diversen Filmen.
Soll er halt mal alleine in den Louvre, bis 26 Jahre ist der Eintritt frei, da hat er ja noch ein bisschen Zeit und vielleicht interessiert ihn das in ein paar Jahren etwas mehr. Meine Hoffnung. ?

Wir laufen durch die Tuilerien, dort ist gerade ein Volksfest, doch wir fahren nix, gönnen uns nur etwas zu essen. Es ist um die Mittagszeit und der Ansturm hält sich in Grenzen. Was uns auffällt, sind die vielen Schießstände. Gibt es das in Deutschland auch noch?

Wir laufen weiter bis zu den Champs Elysées. Dort laufen wir durch einige Läden, kaufen aber nix. Kurze Pause für mich im Apple Shop. Das Kind schaut sich die Geräte an während ich mich ausruhe und einem Vortrag über Fotografieren mit dem iPhone lausche. Ist auf französisch und ich verstehe sehr wenig.

Wir fahren mit der Metro bis Mont Martre. Dort steigen wir aus, ursprünglich wollte ich mit dem Furniculaire fahren, doch da ist uns die Schlange zu lang. Also kaufen wir uns ein superleckeres Eis in einer Nebengasse und laufen hoch. Es gibt viele verschiedene Läden hier, wir kaufen noch Macarons für zu Hause. Bei Sacre Coeur ist wieder viel los und die Schlange für die Kirche sehr lang. Wir beobachten, wie die Polizei einen Straßenhändler einfängt. Alle anderen sind rechtzeitig verschwunden. Dann laufen wir wieder nach Hause, wir finden uns schon sehr gut zurecht hier. Wir gehen noch bei unserem Bäcker vorbei mit der hübschen Katze im Schaufenster und kaufen leckeres Baguette für unser Abendessen.

Nach dem Abendessen ruhen wir uns etwas aus und gehen dann später nochmals los Richtung Eiffelturm, wir wollen ihn uns bei Nacht anschauen. In der Metro ist noch voll viel los. Bei Trocadero steppt der Bär. So viele Menschen, alle warten, dass es dunkel wird und der Turm immer mehr leuchtet. Tja, da hatten wohl viele Menschen die gleiche Idee wie wir. Immerhin gibt es nette Unterhaltung durch die Straßenkünstler. Wir setzen uns auf die Treppen und lauschen der Musik, es ist schon sehr romantisch mit dem Eiffelturm im Hintergrund. Zur vollen Stunde fängt der Turm an zu glizern, die Menschen klatschen Beifall. Es ist schon 10 Uhr, es sind erstaunlich viele Menschen mit quengeligen kleinen Kindern unterwegs und es ist immer noch total warm. Wir laufen zum Eiffelturm, doch da der öffentliche Verkehr dort nicht funktioniert, laufen wir wieder zurück zu Trocadero und nehmen dort die Metro. So voll war die Metro noch nie. Wir kommen kaum aus dem Zug als wie umsteigen müssen. Bis wir zu Hause sind ist es schon sehr spät und wir fallen müde ins Bett.
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