Immer am 5. eines Monats will Frau Brüllen wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag, kurz WMDEDGT? Einzelheiten nachzulesen bei ihr.

Der 5. im Juli 2024 ist ein Freitag.
Da ich gestern frei hatte, bin ich ein bisschen durcheinander.
6:25 klingelt der Wecker, ich stehe auf, ziehe mich an und gehe mit dem Hund auf die erste Runde raus. Zum Frühstück gibt es Müsli. Mann und ein Kind sind inzwischen auch aufgestanden. Ich bin heute jedoch schneller und als erste fertig.
Bei der Arbeit komme ich schon um kurz nach halb 8 an und schaffe schon mal was weg. Um 8:30 Uhr habe ich ein online Meeting, das bis 10 Uhr dauert und kurzweilig ist. Ich kann was mitnehmen, das reicht.
Um 10:45 Uhr verlasse ich die Arbeit und mache mich auf den Weg zum Arzt. Dort bekomme ich heute eine Behandlung zum Rücken entlasten. Ich bin ein bisschen zwiespältig, aber probiere es halt mal aus. Muss es selber zahlen, was sonst. Danach fahre ich zum Café und treffe Bekannte. Wir planen eine „Party“ für morgen. Eigentlich ist schon alles geplant, ich muss nichts mehr machen und möchte auch keine Rede halten. Passt!
13 Uhr bin ich zu Hause und befülle schnell die Waschmaschine. Dann gibt es Essen, das der Mann gekocht hat. Das Schulkind ist inzwischen auch da. Das arbeitende Kind arbeitet.
Ich hänge die Wäsche auf und stelle sie nach draußen in der Hoffnung, dass sie dann besser riecht. Ich trödel noch ein bisschen rum und gehe dann wieder arbeiten. Es ist schon 14:30 Uhr, als ich dort ankomme. Der Mann ist auch schon wieder arbeiten und das Kind kümmert sich um den Hund. Ich arbeite ein paar Sachen auf, endlich ist das vom Schreibtisch!
Das arbeitende Kind ruft an und fragt, wann ich nach Hause komme, da es gefahren werden will und ich zugesagt hatte. Kein Problem, ich bin eh am zusammenpacken. Es ist kurz vor 18 Uhr als ich zu Hause ankomme. Die Nachbarn sitzen draußen vor dem Fernseher, zu Hause ist der Fernseher auch an und ein Kind ist beim Public Viewing. Ich schwätze mit den Nachbarn, soweit möglich und hole das Auto. Der Mann läuft eine Runde mit dem Hund und ich schreibe schon mal hier, während das Kind sich richtet.
Dann fahren wir los, es ist relativ ruhig auf den Straßen, da schauen wohl alle Fussball. Wir finden den Platz relativ problemlos, es gab eine Umleitung unterwegs. Das Kind möchte nicht ganz hin gefahren werden, sondern läuft das letzte Stück.
Ich fahre mit leichtem Umweg wieder nach Hause. Es ist inzwischen schon 8 Uhr und die Läden haben zu. Eigentlich wollte ich noch einkaufen. Im Auto höre ich den Fussballreportern zu, das ist spannend und auch lustig. Ich fahre über die Dörfer und benötige etwas mehr Zeit (?), aber es ist ja unterhaltsam. Das 1:1 Tor höre ich im Auto. Beim 2:1 bin ich dann wieder zu Hause. Ich setze mich zum Mann vor den Fernseher.
Um 22:30 Uhr laufe ich die letzte Runde mit dem Hund. Die Menschen kommen gerade vom Public Viewing. Überall leicht traurige Menschen in Deutschlandtrikots. Und bei jeder Kneipe läuft ein Fernseher, aber keiner schaut mehr. Spiel aus, „wir“ sind raus, also ist nichts mehr interessant.
Nach der Hunderunde sitze ich noch am Computer und gehe dann gegen 23:30 Uhr ins Bett. Kind und Mann liegen schon.