Der Tag beginnt urlaubsfrüh, um 8 Uhr stehe ich auf und laufe mit dem Hund eine Runde. Der Mann richtet sich für die Arbeit. Als ich mit dem Hund zurück komme, ist er schon aufgebrochen, nicht ohne mich vorher nochmal an die Einladung zu erinnern.
Erst mal trinke ich Tee und füttere den Hund. Dann bringe ich unser Leergut weg. Ich dachte, es wäre die Hölle los im Einkaufsladen, ist es aber gar nicht. Bin ich wohl zu früh dran. Erst als ich gehe, wird es voll. Natürlich habe ich viel zu viel eingekauft, wir können locker die nächsten Tage überleben.
Nachdem die Einkäufe verräumt sind, gehe ich noch bei der Arbeit des Mannes vorbei. Dort gibt es ein Weihnachtsfrühstück. Ich bringe edle Tropfe in Nuss mit. Darüber haben wir neulich noch gerätselt, ob es die noch gibt. Gibt es offensichtlich noch. Ich setze mich zu den Kolleginnen und esse ein leckeres Brötchen. Einige Plätze sind unbesetzt, weil nicht alle Eingeladenen aufgetaucht sind. Aber das sind die hier Arbeitenden gewohnt.
Nach dem Aufräumen fahren wir nach Hause und ruhen uns aus. Später kruschteln wir noch ein bisschen. Oder so. Ich weiß es gar nicht mehr. Lesen. Stricken.
Dann fangen wir an, das Raclette zu richten. Es gibt alles: Raclettekäse, Roquefort, Mozzarella, Garnelen, Bacon, Kartoffeln, Baguette, Birne, Marshmellows, Mais, Paprika, Cornichons, Lachs und so weiter. Wir speisen königlich und ein Kind hört gar nicht mehr auf….. Der arme Hund ist sehr verwirrt ob des guten Geruchs in der Küche. Er bekommt aber auch ein bisschen was ab. Danach ist schon Abend und wir räumen auf, ein Kind bekommt noch Besuch und geht dann aus, wir anderen schauen fern oder zocken.
Später überlege ich noch, in die Kirche um 23 Uhr zu gehen. Aber ich kann mich nicht mehr aufraffen. Die Kirche ist gar kein Thema mehr in unserer Familie. Es gibt aber auch keinen Gottesdienst mehr, der uns alle anspricht.