Es ist der 5. und da sammeln sich alle bei Frau Brüllen. Näheres dazu gibt es bei ihr zu lesen.

Der 5. im September 2025 ist ein Freitag.

5 Uhr nochwas wache ich auf im Hotel. Irgendwas hat mich wach gemacht. Ein Blick auf die Uhr lässt mich nochmal im Bett umdrehen. Kurz vor 7 Uhr werde ich wieder wach. Der Wecker war auf 7 Uhr gestellt. Also schalte ich ihn aus, liege noch ein bisschen und werde langsam wach. Dann ziehe ich mich schnell an, schnappe mir den Hund und wir laufen die erste Runde – durch den Kurpark.

Es hat in der Nacht geregnet und alles ist nass. Mir ist kalt, obwohl ich fast alles anhabe, was ich dabei habe. Der Hund schnuppert und macht Hundedinge. Zurück im Hotel gehe ich erst mal warm duschen. Dann richte ich schon mal ein paar Sachen, gebe dem Hund sein Futter und mache mich auf zum Frühstück.
Der Raum ist groß und leer, es ist nur ein Paar anwesend. Ich nehme mir ein Brötchen, Käse und Schinken und eine Tasse Kaffee. Danach noch ein süßes Brötchen, hier ist die Auswahl besser als im letzten Hotel. Es gibt viele verschiedene Marmeladensorten. Anschliessend gibt es noch Joghurt. So bin ich gut gestärkt für den Tag.

Wieder im Zimmer, begrüßt mich der Hund als ob ich Stunden weg gewesen wäre. Inzwischen hat es stärker angefangen zu regnen, ich habe gar keine Lust auf Wandern heute. Also mache ich erst mal eine Runde Duolingo und ruhe mich noch ein bisschen im Bett aus. Dann packe ich den Rucksack, verabschiede mich und laufe zur Bushaltestelle.

Der Bus fährt um 10:35 los. Nicht wirklich in den Ort, in den ich wollte, aber ich habe gedanklich eh schon umdisponiert. So fahren wir bis zur Endstation, steigen dort in den Zug und fahren bis Calw.

Ich frage dort bei der Touri-info, ob sie wissen, ob das Schweinbachtal wegen Baumfällarbeiten für Wanderer gesperrt ist. Die Dame kann mir auch nur das vorlesen, was im Internet steht. Ich frage mich wirklich, wozu man solche Orte noch braucht. Also laufen wir zum Auto. Es steht noch da und sieht ok aus. Endlich kann ich den schweren Rucksack abwerfen.

Nach Bus und Bahn fahren wir nun Auto. Bis Hirsau, dort schauen wir uns das Kloster an. Es ist eine schöne Anlage, die frei zugänglich ist und da alles draußen ist, kann auch der Hund dabei sein. Inzwischen regnet es nicht mehr, es ist nur alles sehr nass.

Dann fahren wir weiter, statt romantischem Schweinbachtal gehts ins romantische Monbachtal. Das liegt auf dem Weg und scheint mir eine gute Alternative. Allerdings ist hier auch ganz schön was los. Doch nach ein paar Metern im Wald verläuft sich alles. Nur die Familie mit den Kindern ist so laut, dass man sie noch meilenweit hört. Wir schön war das doch, so allein im Wald. Der Weg ist aber auch spektakulär, den Hund freut das Wasser. Er geniesst es, im Wasser zu laufen und daraus zu trinken.

Inzwischen ist auch die Sonne rausgekommen, doch im Wald und am Wasser ist es nicht heiß. Wir laufen bis hoch und dann den Rundweg (?) wieder runter. Das ist jedoch ein Schotterweg. Das bin ich doch gestern schon fast den ganzen Tag gelaufen, da habe ich heute keine Lust mehr drauf. Zumal ich wieder die Barfußschuhe anhabe und jeden Stein spüre.


Also biegen wir bei der nächsten Gelegenheit wieder auf den Bachweg. Wie angenehm er zum laufen ist. Und wieviel schöner. Auf dem Weg abwärts sehe ich ganz andere Dinge als aufwärts. Langweilig ist hier gar nichts!

Es sind viele Menschen mit Hund unterwegs, na ja, viel ist übertrieben.

Es ist schon nach 3 Uhr, als ich wieder am Auto ankomme. Kurz überlege ich, mir am Kiosk ein Eis zu kaufen, lasse es dann aber doch. Gegen 15:30 Uhr fahren wir los, unterwegs tanke ich noch. Zwischendrin fahren wir durch ziemlichen Regen, dann scheint wieder die Sonne. Zu guter Letzt stehe ich auch noch im Stau. Da ich keinen Termin habe, stört mich das nicht, aber ich bin dann doch froh, als endlich wieder freie Fahrt ist. Ich fahre an einem Unfall vorbei, aber es sieht „nur“ nach Blechschaden aus.

Als ich zu Hause ankomme, ist schon nach 17 Uhr. Der Hof ist vollgeparkt mit Autos. Ich packe schnell aus. Ein Kind liegt vor dem Fernseher und schläft, ich möchte es nicht wecken. Also schicke ich nur den Hund rein. Ziemlich bald mache ich mich wieder auf den Weg zum Sommerfest bei der Arbeit vom Mann. Das Quiz habe ich verpasst, ist vielleicht besser so.

Es gibt lecker Flammkuchen und Gin Tonic für mich. Danke! Ich unterhalte mich gut und lerne neue Menschen kennen. Nach den ruhigen Tagen im Wald ist es mir fast ein bisschen zu viel. Es ist ganz schön frisch und ich wärme mich am Feuer auf, dann verabschiede ich mich.

Das Kind zu Hause ist nun wach, wir reden kurz. Dann laufe ich die Runde mit dem Hund, er freut sich auf seine gewohnten Sachen.

Als ich nach Hause komme, richtet sich das Kind, es geht noch aus. Der Mann ist noch beim Fest und das andere Kind arbeitet. Ich schreibe diesen Post und richte mich dann bald fürs Bett.