Letzter Tag in Ulm. Wir frühstücken ausgiebig im Hotel. Da wir erst um 12 auschecken müssen, gehen wir nochmal in die Stadt, es ist Tag der Museen, so dass sie z.T. früher geöffnet haben und keinen Eintritt kosten. Wir besuchen das Haus der Einsteins. Auch wenn Albert Einstein nur 15 Monate in der Stadt gelebt hat, ist es doch seine Geburtsstadt und das Museum nimmt dies als Anlass, um auf die Situation der Juden hinzuweisen. Das Museum ist klein und fein und heute sehr voll, aber wir finden sogar Zeit, mit der Chefin zu sprechen. Wir sind schwer beeindruckt. Noch schnell Souvenirs gekauft und dann wieder zurück ins Hotel. Dort packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf den Weg zum Bahnhof. Inzwischen kam die Info, dass unser Zug 25 Minuten Verspätung hat aufgrund unbefugter Personen auf den Gleisen. Da man nie weiss, ob der Zug nicht doch pünktlich kommt, sitzen wir wie geplant am Bahnhof – und lesen. Als der Zug endlich eintrudelt, haben wir schon die verschiedensten Ansagen gehört: Personen auf den Gleisen, Tiere auf den Gleisen….

Schliesslich kommt der Zug, unsere Plätze sind belegt, aber wir haben ja eine Reservierung. Danach haben wir ein kleines Abteil ganz für uns. Auch schön, wir schlafen, lesen oder hören Musik.

Der Zug fährt durch bis Karlsruhe, aber als wir dort verspätet ankommen, herrscht Chaos. Alle Fahrpläne sind durcheinander und es sind Massen an Menschen unterwegs. Wir nehmen den übernächsten Zug in der Hoffnung, dass er leerer ist. Wunschdenken, wie sich herausstellt. Wir sitzen im überfüllten Zug mit leicht unangenehmen, aber auch angenehmen Menschen und freuen uns, dass wir nur noch eine Stunde aushalten müssen.

Letztlich sind wir 1,5 Stunden später am Zielbahnhof als geplant. Wir rollkoffern nach Hause und werden sehr überschwänglich vom Hund begrüsst. Da laufe ich doch gleich mal eine Runde mit ihm.

Der Mann fährt noch Fahrrad und ich telefoniere mit der alten Dame. Auch wenn das Wochenende anders geplant war, war es echt nett.